{"id":10080,"date":"2021-10-12T13:06:53","date_gmt":"2021-10-12T13:06:53","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.hard-boiled-movies.de\/?p=10080"},"modified":"2021-10-12T13:06:53","modified_gmt":"2021-10-12T13:06:53","slug":"candyman-2021","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=10080","title":{"rendered":"Candyman (2021)"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein junger K\u00fcnstler wandelt f\u00fcr ein aktuelles Projekt auf den Spuren einer Legende seiner Stadt. In einem \u00e4rmeren Viertel st\u00f6\u00dft er auf die Sage vom &#8220;Candyman&#8221;, der einst zu Unrecht eines Verbrechen beschuldigt und von Polizisten niedergestreckt wurde. Je weiter seine Recherchen gehen, desto mehr verschmilzt er mit dem Portraitierten&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Vorweg m\u00f6chte ich gleich erw\u00e4hnen, dass die letzte Sichtung des Originals schon ein paar J\u00e4hrchen zur\u00fcckliegt und mir direkte Vergleiche somit nicht unmittelbar m\u00f6glich sind. Vielleicht ist dies manchmal aber auch besser &#8211; schlie\u00dflich m\u00f6chte man sich ja auch voll auf die Neuinterpretation einlassen und nicht st\u00e4ndig auf der Suche nach Prallelen sein.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr sich betrachtet hat die aktuelle Variante durchaus ihre Momente gehabt und vor allem mit einer eigenwilligen Inszenierung gl\u00e4nzen k\u00f6nnen. Kunstobjekte sind nicht nur ein Element w\u00e4hrend des Filmes, sondern irgendwie erschien der Titel ebenfalls einen auf Arthouse zu machen. Mit weicher Optik, hypnotischen Abschnitten und einer durchg\u00e4ngigen Eleganz hob man sich schon irgendwie von der Konkurrenz ab und gefiel damit recht gut.<\/p>\n\n\n\n<p>Seine einzigartige Aufmachung war dann allerdings wieder Fluch und Segen zugleich. Manchmal zog sich das Geschehen in die L\u00e4nge und h\u00e4tte einen Ticken kurzweiliger auffallen d\u00fcrfen. Zum Gl\u00fcck hielt man sich mit den Metzeleinlagen ganz gut die Waage und so wurde die Aufmerksamkeit dann doch immer wieder nach oben getrieben. Der H\u00e4rtegrad war dabei angenehm hoch, ohne zu \u00fcbertrieben oder aufgesetzt zu wirken. Alles f\u00fchlte sich handwerklich gut gemacht ein, roch nicht allzu stark nach CGI.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer einen typischen, leichtg\u00e4ngigen Slasher sucht, liegt hier verkehrt bzw. wird dem engagierten Ideal der Macher nicht gerecht. &#8220;Candyman 2021&#8221; gibt sich &#8211; sofern ich das von einem solchen Titel \u00fcberhaupt behaupten darf &#8211; unerwartet anspruchs- und stilvoll, gibt sich zumindest auf den ersten Blick tiefgr\u00fcndiger als gedacht. Das mag stellenweise leicht erm\u00fcdend auf den Zuschauer eingewirkt haben, doch unterm Strich blieb der \u00fcberzeugende Eindruck. Stellt euch auf einen eher ruhigen, aber keineswegs uninteressanten Genrevertreter ein und werdet nett unterhalten. Obs eine Neuinterpretation gebraucht hat, sei wieder mal dahin gestellt, aber qualitativ war das Gebotene echt in Ordnung. Ich meine, sogar die weibliche Handschrift von Nia DaCosta war ausgezeichnet herauszulesen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>7\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Universal Pictures<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Ein junger K\u00fcnstler wandelt f\u00fcr ein aktuelles Projekt auf den Spuren einer Legende seiner Stadt. In einem \u00e4rmeren Viertel st\u00f6\u00dft er auf die Sage vom &#8220;Candyman&#8221;, der einst zu Unrecht eines Verbrechen beschuldigt und von Polizisten niedergestreckt wurde. Je weiter seine Recherchen gehen, desto mehr verschmilzt er mit dem Portraitierten&#8230; Fazit Vorweg m\u00f6chte ich gleich erw\u00e4hnen, dass die letzte Sichtung des Originals schon ein paar J\u00e4hrchen zur\u00fcckliegt und mir direkte Vergleiche somit nicht unmittelbar m\u00f6glich sind. Vielleicht ist dies manchmal aber auch besser &#8211; schlie\u00dflich m\u00f6chte man sich ja auch voll auf die Neuinterpretation einlassen und nicht st\u00e4ndig auf der Suche nach Prallelen sein. F\u00fcr sich betrachtet hat die aktuelle Variante durchaus ihre Momente gehabt und vor allem mit einer eigenwilligen Inszenierung gl\u00e4nzen k\u00f6nnen. Kunstobjekte sind nicht nur ein Element w\u00e4hrend des Filmes, sondern irgendwie erschien der Titel ebenfalls einen auf Arthouse zu machen. Mit weicher Optik, hypnotischen Abschnitten und einer durchg\u00e4ngigen Eleganz hob man sich schon irgendwie von der Konkurrenz ab und gefiel damit recht gut. Seine einzigartige Aufmachung war dann allerdings wieder Fluch und Segen zugleich. Manchmal zog sich das Geschehen in die L\u00e4nge und h\u00e4tte einen Ticken kurzweiliger auffallen d\u00fcrfen. 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Obs eine Neuinterpretation gebraucht hat, sei wieder mal dahin gestellt, aber qualitativ war das Gebotene echt in Ordnung. 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