{"id":10191,"date":"2021-10-28T20:44:21","date_gmt":"2021-10-28T20:44:21","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.hard-boiled-movies.de\/?p=10191"},"modified":"2021-10-28T20:44:21","modified_gmt":"2021-10-28T20:44:21","slug":"army-of-thieves","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=10191","title":{"rendered":"Army of Thieves"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Durch ein Internetvideo werden Gauner auf den begabten Dieter aufmerksam und laden ihn zu einem skurrilen Safeknacker-Wettbewerb ein. Nachdem er sich dort als Sieger behaupten konnte, wird ihm ein lukratives und wohl auch nicht g\u00e4nzlich ungef\u00e4hrliches Angebot unterbreitet\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dank einer witzigen Online-Premierenveranstaltung bin ich schon ein paar Tage vor seiner regul\u00e4ren Ausstrahlung auf Netflix in den Genuss von &#8220;Army of Thieves&#8221; gekommen und war am Ende mehr als positiv von liebevoll von den Machern eingeleiteten Ergebnis \u00fcberrascht.<\/p>\n\n\n\n<p>Es war klar, dass sich Handlung und allgemeine Gangart von &#8220;Army of Zombies&#8221; unterscheiden wird &#8211; und das war letztlich auch die richtige Herangehensweise. &#8220;Army of Thieves&#8221; ist eine vollkommen eigenst\u00e4ndige Vorgeschichte mit eigenen Regeln und eigenen Gesetzten &#8211; die trotzdem behutsam und geschickt platziert die ersten Vorboten f\u00fcr den Nachfolger auf das Publikum los l\u00e4sst. Dies war dabei so witzig und wohl dosiert wie selten bei einem Streifen zuvor; Entweder verliert ein Vorg\u00e4nger noch keine echten Informationen auf seinen Fortgang &#8211; oder man versucht den Zuschauer stets mit dem Holzhammer daraufhin zu wei\u00dfen und mit aller Macht irgendwelche Emotionen zu ber\u00fchren.<\/p>\n\n\n\n<p>Der bunt gemischt Cast mag auf den ersten Blick zwar ein wenig klischeehaft und nerdig wirken, doch die hervorragend agierenden Darsteller haben prima miteinander harmoniert und ihre Sache richtig gut gemacht. Allen voran sei nat\u00fcrlich Schweigh\u00f6fer zu erw\u00e4hnen, dem die hohen Erwartungen an den Soloauftritt von Dieter vollkommen erf\u00fcllen konnte. Bei der Premiere lief \u00fcbrigens die englische Originalfassung, in der Matthias allerdings immer mal wieder ein paar S\u00e4tze auf deutsch verlor &#8211; was richtig charmant wirkte und immer wieder f\u00fcr spontane Lacher sorgte. \u00dcberhaupt war der Humor diesmal nicht allzu platt und der Klamauk-Faktor nicht zu hoch. Es f\u00fchlte sich nicht so nach typischer deutscher 08\/15-Kom\u00f6die an, sondern vielmehr nach einem gut ausgearbeiteten Drehbuch mit \u00fcberdachten Gags.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit knapp zwei Stunden war die Laufzeit nicht von Pappe, aber weitestgehend kurzweilig ausgef\u00fcllt. Es gab hier und da mal kleinere Durchh\u00e4nger, aber dann wurde man rasant wieder ins Geschehen geworfen und genoss den ansonsten sehr spa\u00dfigen Verlauf. Es war gut, dass man sich oftmals nicht zu ernst nahm und nicht alle Aktionen haargenau auseinander nahm. Erkl\u00e4rungen, R\u00fcckblenden, geschichtliche Ausf\u00fchrungen und sonstige Elemente hielten sich gut die Waage und gingen &#8211; gerade wie es n\u00f6tig war &#8211; in die Tiefe, ohne den launigen Schwerpunkt zu verschieben. Man verlor zudem auch nie den roten Faden aus den Augen und wusste jederzeit, an welchem Punkt sich das Geschehen grade befindet. Dies Gef\u00fchl habe ich leider nicht bei jedem Film.<\/p>\n\n\n\n<p>Loben m\u00f6chte ich au\u00dferdem die vielen kleinen Details, welche die Liebe zu diesem Projekt deutlich unterstrichen. Neben bereits erw\u00e4hnten offensichtlichen Anspielungen an den Nachfolger gab es am Rande so viel zu entdecken. Angefangen bei Dateinamen von Baupl\u00e4nen, bis hin zu doppeldeutigen Bemerkungen innerhalb der Dialoge &#8211; hier wird Aufmerksamkeit belohnt und das Herz des Filmfans bedient. Zudem war die gesamte audiovisuelle Umsetzung sowieso ph\u00e4nomenal gut und muss sich keineswegs hinter gro\u00dfen Blockbustern verstecken. Mit irren Kamerafahrten, tollen \u00dcberblenden, perfekter Ausleuchtung und raffinierten Innenansichten von Tresoren kam Freude auf. Das Werk machte einen hochwertigen Eindruck &#8211; was im Anbetracht seiner \u00fcberschaubaren Entstehungszeit zus\u00e4tzlich imponiert.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht war es gut, dass &#8220;Army of Zombies&#8221; nicht alle Kritiker zufriedenstellen konnte und deshalb die Erwartungen an das Prequel eher gering ausfielen. Was uns hier aufgetischt wurde, \u00fcbertraf das Ursprungswerk in vielen Belangen und empfahl sp\u00e4testens jetzt einen Schweigh\u00f6fer f\u00fcr noch gr\u00f6\u00dfere Auftritte in internationalen Produktionen. &#8220;Army of Thieves&#8221; macht technisch und meist auch erz\u00e4hlerisch alles richtig und traf mit seiner lockeren Art und seinen schr\u00e4gen Figuren fast immer den richtigen Ton. F\u00fcr mich war das Gebotene definitiv eine echte \u00dcberraschung und wird sicherlich zeitnah nach offiziellem Release noch einmal \u00fcber die heimische Leinwand flimmern. Ein rundherum empfehlenswerter Film &#8211; nicht nur f\u00fcr Fans von klassischen Heist-Movies.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>8\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Netflix<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Durch ein Internetvideo werden Gauner auf den begabten Dieter aufmerksam und laden ihn zu einem skurrilen Safeknacker-Wettbewerb ein. Nachdem er sich dort als Sieger behaupten konnte, wird ihm ein lukratives und wohl auch nicht g\u00e4nzlich ungef\u00e4hrliches Angebot unterbreitet\u2026 Fazit Dank einer witzigen Online-Premierenveranstaltung bin ich schon ein paar Tage vor seiner regul\u00e4ren Ausstrahlung auf Netflix in den Genuss von &#8220;Army of Thieves&#8221; gekommen und war am Ende mehr als positiv von liebevoll von den Machern eingeleiteten Ergebnis \u00fcberrascht. Es war klar, dass sich Handlung und allgemeine Gangart von &#8220;Army of Zombies&#8221; unterscheiden wird &#8211; und das war letztlich auch die richtige Herangehensweise. &#8220;Army of Thieves&#8221; ist eine vollkommen eigenst\u00e4ndige Vorgeschichte mit eigenen Regeln und eigenen Gesetzten &#8211; die trotzdem behutsam und geschickt platziert die ersten Vorboten f\u00fcr den Nachfolger auf das Publikum los l\u00e4sst. Dies war dabei so witzig und wohl dosiert wie selten bei einem Streifen zuvor; Entweder verliert ein Vorg\u00e4nger noch keine echten Informationen auf seinen Fortgang &#8211; oder man versucht den Zuschauer stets mit dem Holzhammer daraufhin zu wei\u00dfen und mit aller Macht irgendwelche Emotionen zu ber\u00fchren. Der bunt gemischt Cast mag auf den ersten Blick zwar ein wenig klischeehaft und nerdig wirken, doch die hervorragend agierenden Darsteller haben prima miteinander harmoniert und ihre Sache richtig gut gemacht. Allen voran sei nat\u00fcrlich Schweigh\u00f6fer zu erw\u00e4hnen, dem die hohen Erwartungen an den Soloauftritt von Dieter vollkommen erf\u00fcllen konnte. Bei der Premiere lief \u00fcbrigens die englische Originalfassung, in der Matthias allerdings immer mal wieder ein paar S\u00e4tze auf deutsch verlor &#8211; was richtig charmant wirkte und immer wieder f\u00fcr spontane Lacher sorgte. \u00dcberhaupt war der Humor diesmal nicht allzu platt und der Klamauk-Faktor nicht zu hoch. Es f\u00fchlte sich nicht so nach typischer deutscher 08\/15-Kom\u00f6die an, sondern vielmehr nach einem gut ausgearbeiteten Drehbuch mit \u00fcberdachten Gags. Mit knapp zwei Stunden war die Laufzeit nicht von Pappe, aber weitestgehend kurzweilig ausgef\u00fcllt. Es gab hier und da mal kleinere Durchh\u00e4nger, aber dann wurde man rasant wieder ins Geschehen geworfen und genoss den ansonsten sehr spa\u00dfigen Verlauf. Es war gut, dass man sich oftmals nicht zu ernst nahm und nicht alle Aktionen haargenau auseinander nahm. Erkl\u00e4rungen, R\u00fcckblenden, geschichtliche Ausf\u00fchrungen und sonstige Elemente hielten sich gut die Waage und gingen &#8211; gerade wie es n\u00f6tig war &#8211; in die Tiefe, ohne den launigen Schwerpunkt zu verschieben. Man verlor zudem auch nie den roten Faden aus den Augen und wusste jederzeit, an welchem Punkt sich das Geschehen grade befindet. Dies Gef\u00fchl habe ich leider nicht bei jedem Film. Loben m\u00f6chte ich au\u00dferdem die vielen kleinen Details, welche die Liebe zu diesem Projekt deutlich unterstrichen. Neben bereits erw\u00e4hnten offensichtlichen Anspielungen an den Nachfolger gab es am Rande so viel zu entdecken. Angefangen bei Dateinamen von Baupl\u00e4nen, bis hin zu doppeldeutigen Bemerkungen innerhalb der Dialoge &#8211; hier wird Aufmerksamkeit belohnt und das Herz des Filmfans bedient. Zudem war die gesamte audiovisuelle Umsetzung sowieso ph\u00e4nomenal gut und muss sich keineswegs hinter gro\u00dfen Blockbustern verstecken. Mit irren Kamerafahrten, tollen \u00dcberblenden, perfekter Ausleuchtung und raffinierten Innenansichten von Tresoren kam Freude auf. Das Werk machte einen hochwertigen Eindruck &#8211; was im Anbetracht seiner \u00fcberschaubaren Entstehungszeit zus\u00e4tzlich imponiert. Vielleicht war es gut, dass &#8220;Army of Zombies&#8221; nicht alle Kritiker zufriedenstellen konnte und deshalb die Erwartungen an das Prequel eher gering ausfielen. Was uns hier aufgetischt wurde, \u00fcbertraf das Ursprungswerk in vielen Belangen und empfahl sp\u00e4testens jetzt einen Schweigh\u00f6fer f\u00fcr noch gr\u00f6\u00dfere Auftritte in internationalen Produktionen. &#8220;Army of Thieves&#8221; macht technisch und meist auch erz\u00e4hlerisch alles richtig und traf mit seiner lockeren Art und seinen schr\u00e4gen Figuren fast immer den richtigen Ton. F\u00fcr mich war das Gebotene definitiv eine echte \u00dcberraschung und wird sicherlich zeitnah nach offiziellem Release noch einmal \u00fcber die heimische Leinwand flimmern. Ein rundherum empfehlenswerter Film &#8211; nicht nur f\u00fcr Fans von klassischen Heist-Movies. 8\/10 Fotocopyright: Netflix<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":10192,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[42,11,15,32,7,54],"class_list":["post-10191","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-filmbesprechungen","tag-action","tag-besprechung","tag-drama","tag-komoedie","tag-netflix","tag-thriller"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10191","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=10191"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10191\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":10193,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/10191\/revisions\/10193"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/10192"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=10191"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=10191"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=10191"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}