{"id":10295,"date":"2021-11-16T17:54:34","date_gmt":"2021-11-16T17:54:34","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.hard-boiled-movies.de\/?p=10295"},"modified":"2021-11-16T17:54:34","modified_gmt":"2021-11-16T17:54:34","slug":"james-bond-keine-zeit-zum-sterben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=10295","title":{"rendered":"James Bond &#8211; Keine Zeit zum Sterben"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach der Inhaftierung von Widersacher Blofeld und der unumg\u00e4nglichen Trennung von Madeleine hat sich Bond endlich zur wohlverdienten Ruhe gesetzt. SPECTRE ist jedoch noch immer t\u00e4tig und schon bald befindet sich der ehemalige Agent wieder in deren Fokus\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Kaum einen Film habe ich so hei\u00df erwartet wie diesen und bei kaum einem Werk hat sich derweil eine so krasse Erwartungshaltung wie hier aufgebaut. Vorweg sei gesagt, dass &#8220;Keine Zeit zum Sterben&#8221; das Genre sicherlich nicht neu erfindet und auch nicht als bahnbrechender \u00dcberflieger gewertet werden darf &#8211; jedoch meine hohen Anspr\u00fcche weitestgehend erf\u00fcllen und mich insgesamt sehr gut unterhalten konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich versuche ich diese Besprechung so neutral wie m\u00f6glich zu halten und m\u00f6glichst wenig vom hei\u00df ersehnten Inhalt zu verraten &#8211; was bei einigen Aspekten leider nicht ganz einfach zu realisieren ist. Grob gesagt gab es Design-Entscheidungen, die sehr konsequent, aber manchmal auch etwas fragw\u00fcrdig und arg von Au\u00dfen gesteuert erschienen. Auch dieser Bond wollte ein Teil des aktuellen Zeitgeistes einfangen und wirkte stellenweise etwas bem\u00fcht.<\/p>\n\n\n\n<p>Abseits dessen gab es aber wieder einen unterhaltsamen Agentenfilm, der trotz seiner stolzen Laufzeit von \u00fcber 2,5 Stunden im Gegensatz zu seinem direkten Vorg\u00e4nger erfreulich wenig Durchh\u00e4nger besa\u00df und stets ein gutes Mittelma\u00df aus Action und ruhigeren Passagen fand. Craig gab hier einen Bond, der gef\u00fchlvoller und menschliche denn je erschien. Das gab der Figur des Draufg\u00e4ngers einen sch\u00f6nen neuen Aspekt, ohne das bisherige Bild des Helden zu verw\u00e4ssern.<\/p>\n\n\n\n<p>Optisch reiht sich der Titel beim Rest der Reihe ein. Erneut verw\u00f6hnen hochwertig gefilmte und mit sch\u00f6nen Filtern versehene Bilder das Auge und der eing\u00e4ngige Soundtrack machte Laune. Die Anspielungen auf die alten Klassiker wurden sp\u00fcrbar zur\u00fcckgefahren, was dem Spa\u00df aber keinen Abbruch tat und umso mehr f\u00fcr die Selbstst\u00e4ndigkeit der Craig-Dekade sprach. Ich freue mich jedenfalls schon auf Seitenhiebe seines Nachfolgers.<\/p>\n\n\n\n<p>Empfand ich Waltz schon etwas verschwendet, war ich mir \u00fcber die Rolle von Rami Malek als aktuellen Haupt-Widersacher bis zuletzt ebenso unschl\u00fcssig. Auch mit ihm haben wir einen grunds\u00e4tzlichen tollen Darsteller (man bedenke seine Glanzleistung in &#8220;Bohemian Rhapsody&#8221;), doch auch hier wurden ihm Grenzen abgesteckt. Seine Motive waren mir zu bem\u00fcht und selbst die hier geschlagenen Br\u00fccken zu &#8220;Spectre&#8221; zu d\u00fcrftig konstruiert. Man konnte ihn bei seinem ersten Auftritt sofort richtig verordnen, viel besser hat es seine Figur jedoch nicht gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit &#8220;Keine Zeit zu Sterben&#8221; lieferten Regisseur Fukunaga, als auch s\u00e4mtliche Darsteller einen vers\u00f6hnlichen Abschluss der nunmehr seit 15 Jahre andauernden Craig-\u00c4ra ab. Das Rad wurde nicht neu erfunden, daf\u00fcr alle Str\u00e4nge so gut wie m\u00f6glich zusammengezogen und der Hauptfigur obendrein noch unerwartet viel Kontur verliehen. Sicherlich waren einige Dinge absolut absehbar und unausweichlich, doch wirklich Meckern konnte man nur selten. Der Titel passt nicht nur optisch perfekt zum Rest der Reihe, sondern greift auch alle vorherigen Ereignisse prima auf und l\u00e4sst uns mit einem lachenden und einem bitterlich weinenden Auge zur\u00fcck. F\u00fcr mich war unterm Strich eine gelungene Verabschiedung und die Lust auf einen Reboot mit neuem Gesicht ist pl\u00f6tzlich umso schmackhafter geworden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>8\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: MGM (Universal Pictures Germany GmbH)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Nach der Inhaftierung von Widersacher Blofeld und der unumg\u00e4nglichen Trennung von Madeleine hat sich Bond endlich zur wohlverdienten Ruhe gesetzt. SPECTRE ist jedoch noch immer t\u00e4tig und schon bald befindet sich der ehemalige Agent wieder in deren Fokus\u2026 Fazit Kaum einen Film habe ich so hei\u00df erwartet wie diesen und bei kaum einem Werk hat sich derweil eine so krasse Erwartungshaltung wie hier aufgebaut. Vorweg sei gesagt, dass &#8220;Keine Zeit zum Sterben&#8221; das Genre sicherlich nicht neu erfindet und auch nicht als bahnbrechender \u00dcberflieger gewertet werden darf &#8211; jedoch meine hohen Anspr\u00fcche weitestgehend erf\u00fcllen und mich insgesamt sehr gut unterhalten konnte. Nat\u00fcrlich versuche ich diese Besprechung so neutral wie m\u00f6glich zu halten und m\u00f6glichst wenig vom hei\u00df ersehnten Inhalt zu verraten &#8211; was bei einigen Aspekten leider nicht ganz einfach zu realisieren ist. Grob gesagt gab es Design-Entscheidungen, die sehr konsequent, aber manchmal auch etwas fragw\u00fcrdig und arg von Au\u00dfen gesteuert erschienen. Auch dieser Bond wollte ein Teil des aktuellen Zeitgeistes einfangen und wirkte stellenweise etwas bem\u00fcht. Abseits dessen gab es aber wieder einen unterhaltsamen Agentenfilm, der trotz seiner stolzen Laufzeit von \u00fcber 2,5 Stunden im Gegensatz zu seinem direkten Vorg\u00e4nger erfreulich wenig Durchh\u00e4nger besa\u00df und stets ein gutes Mittelma\u00df aus Action und ruhigeren Passagen fand. Craig gab hier einen Bond, der gef\u00fchlvoller und menschliche denn je erschien. Das gab der Figur des Draufg\u00e4ngers einen sch\u00f6nen neuen Aspekt, ohne das bisherige Bild des Helden zu verw\u00e4ssern. Optisch reiht sich der Titel beim Rest der Reihe ein. Erneut verw\u00f6hnen hochwertig gefilmte und mit sch\u00f6nen Filtern versehene Bilder das Auge und der eing\u00e4ngige Soundtrack machte Laune. Die Anspielungen auf die alten Klassiker wurden sp\u00fcrbar zur\u00fcckgefahren, was dem Spa\u00df aber keinen Abbruch tat und umso mehr f\u00fcr die Selbstst\u00e4ndigkeit der Craig-Dekade sprach. Ich freue mich jedenfalls schon auf Seitenhiebe seines Nachfolgers. Empfand ich Waltz schon etwas verschwendet, war ich mir \u00fcber die Rolle von Rami Malek als aktuellen Haupt-Widersacher bis zuletzt ebenso unschl\u00fcssig. Auch mit ihm haben wir einen grunds\u00e4tzlichen tollen Darsteller (man bedenke seine Glanzleistung in &#8220;Bohemian Rhapsody&#8221;), doch auch hier wurden ihm Grenzen abgesteckt. Seine Motive waren mir zu bem\u00fcht und selbst die hier geschlagenen Br\u00fccken zu &#8220;Spectre&#8221; zu d\u00fcrftig konstruiert. Man konnte ihn bei seinem ersten Auftritt sofort richtig verordnen, viel besser hat es seine Figur jedoch nicht gemacht. Mit &#8220;Keine Zeit zu Sterben&#8221; lieferten Regisseur Fukunaga, als auch s\u00e4mtliche Darsteller einen vers\u00f6hnlichen Abschluss der nunmehr seit 15 Jahre andauernden Craig-\u00c4ra ab. Das Rad wurde nicht neu erfunden, daf\u00fcr alle Str\u00e4nge so gut wie m\u00f6glich zusammengezogen und der Hauptfigur obendrein noch unerwartet viel Kontur verliehen. Sicherlich waren einige Dinge absolut absehbar und unausweichlich, doch wirklich Meckern konnte man nur selten. Der Titel passt nicht nur optisch perfekt zum Rest der Reihe, sondern greift auch alle vorherigen Ereignisse prima auf und l\u00e4sst uns mit einem lachenden und einem bitterlich weinenden Auge zur\u00fcck. 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