{"id":10405,"date":"2021-12-08T18:04:24","date_gmt":"2021-12-08T18:04:24","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.hard-boiled-movies.de\/?p=10405"},"modified":"2021-12-08T18:04:24","modified_gmt":"2021-12-08T18:04:24","slug":"midway-fuer-die-freiheit","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=10405","title":{"rendered":"Midway &#8211; F\u00fcr die Freiheit"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Zweite Weltkrieg ist im vollem Gange, doch die Amerikaner halten sich noch neutral. Nach dem \u00fcberraschenden Angriff auf Pearl Harbour greifen sie jedoch voll ins Geschehen ein und wollen nach diesem Schock nun ihren Feinden einen Schritt voraus sein\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr mich geh\u00f6rt Roland Emmerich seit jeher zu den ganz gro\u00dfen Filmemachern und ich konnte bisher eigentlich auch ausnahmslos mit jedem seiner Werke &#8211; sogar der Fortsetzung von Independence Day &#8211; etwas anfangen. Er steht wie Bay und Kollegen f\u00fcr kurzweiliges Popcornkino und trifft dabei Emotional den richtigen Nerv &#8211; was ihm bei &#8220;Midway&#8221; ausnahmsweise negativ anzukreiden war.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich serviert man uns ein typisch amerikanisches Thema und setzt seine Figuren der Erwartung entsprechend um. Sp\u00e4testens seit Bill Pullman vor dem Gefecht gegen Aliens seine Reden zelebrierte, wissen wir, dass ein Stuttgarter solche Momente mit Hingabe inszenieren und den Zuschauer &#8211; ich sag mal unterhaltsam, fast schon am\u00fcsiert &#8211; mitnehmen konnte. Was in diesem lockeren Kontext prima funktionierte, wollte im ernsteren Gesamtbild leider nicht so ganz z\u00fcnden &#8211; denn irgendwie fehlte hier stets der gewisse Pepp.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch Wenn es bei Midway keine herzergreifenden Ansprachen gab, so war das Treiben stets von einem &#8220;Geschm\u00e4ckle&#8221; begleitet. W\u00e4hrend die eine Fraktion viel zu glatt und heroisch daher kam, blieben die Gegner trotz Einblick in deren Welt viel zu blass und oberfl\u00e4chlich. Sie verkamen zu fremdsprachigen, k\u00fchlen Widersachern, deren Motive zumindest f\u00fcr Unkundige nicht ganz klar erschienen. Nat\u00fcrlich pr\u00e4sentierte man uns hier nur einen kleinen Ausschnitt von einem weitaus gr\u00f6\u00dferen Gebilde, doch mit ein paar kleinen Brotkrummen w\u00e4re das Hineindenken vielleicht etwas geschmeidiger gelungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Abstrus auch das &#8220;Abfertigen&#8221; seiner Helden. Im Film selbst blieben die Figuren weitestgehend flach und mussten mit simplen, zuweilen grauenhaft heroischen Zweizeilern auskommen &#8211; und beim Abspann gab es lediglich ein paar lieblose Texttafeln und zuvor kein eindrucksvolles Finalduell. Keiner der Akteure stach so richtig hervor und die \u00fcbersichtlichen Dialoge sorgten weder f\u00fcr Begeisterung, noch lie\u00dfen sie irgendeinen echten Kampfgeist nachempfinden.<\/p>\n\n\n\n<p>Bombastische Schlachtszenen haben wir erwartet und auch irgendwie bekommen. Gerade in 4k machten die bunten, leicht rotstichigen Bilder enorm Spa\u00df, jedoch war deren Herkunft aus dem Computer niemals zu verleugnen. Alles hatte fortw\u00e4hrend einen k\u00fcnstlichen Touch und gerade bei einigen Luftaufnahmen verkamen beispielsweise die winzigen Menschen zu detailarmen Render-Fig\u00fcrchen. Klingt jetzt krass, stach bei meiner heimischen Leinwand jedoch gut ins Auge. Akustische Effekte und Soundtrack hinterlie\u00dfen leider auch keinen bleibenden Eindruck. Guter Durchschnitt, aber bei weitem nicht so opulent, wie wir es von Emmerich sonst so kennen und lieben.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Setting ist nach wie vor nicht uninteressant, doch im Laufe der Jahre gab es deutlich bessere Vertreter &#8211; denen man unbedingt den Vorzug geben sollte. Wer ein Faible f\u00fcr das Thema hat, schaut nat\u00fcrlich mal rein und macht sich sein eigenes Bild. Wer jedoch wegen dem Namen Emmerich \u00fcber dieses Werk stolpert, sei gewarnt; Es gab zwar ein paar durchaus beachtliche und spa\u00dfige Passagen, doch unterm Strich blieb das vertraute Popcorn-Kino leider aus und die Langeweile \u00fcberwog. \u00dcber diesen Patzer schau ich hinweg und hoffe bald wieder auf hochwertigere Kost des Meisters.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>5,5\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: LEONINE<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Der Zweite Weltkrieg ist im vollem Gange, doch die Amerikaner halten sich noch neutral. 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Was in diesem lockeren Kontext prima funktionierte, wollte im ernsteren Gesamtbild leider nicht so ganz z\u00fcnden &#8211; denn irgendwie fehlte hier stets der gewisse Pepp. Auch Wenn es bei Midway keine herzergreifenden Ansprachen gab, so war das Treiben stets von einem &#8220;Geschm\u00e4ckle&#8221; begleitet. W\u00e4hrend die eine Fraktion viel zu glatt und heroisch daher kam, blieben die Gegner trotz Einblick in deren Welt viel zu blass und oberfl\u00e4chlich. Sie verkamen zu fremdsprachigen, k\u00fchlen Widersachern, deren Motive zumindest f\u00fcr Unkundige nicht ganz klar erschienen. Nat\u00fcrlich pr\u00e4sentierte man uns hier nur einen kleinen Ausschnitt von einem weitaus gr\u00f6\u00dferen Gebilde, doch mit ein paar kleinen Brotkrummen w\u00e4re das Hineindenken vielleicht etwas geschmeidiger gelungen. Abstrus auch das &#8220;Abfertigen&#8221; seiner Helden. Im Film selbst blieben die Figuren weitestgehend flach und mussten mit simplen, zuweilen grauenhaft heroischen Zweizeilern auskommen &#8211; und beim Abspann gab es lediglich ein paar lieblose Texttafeln und zuvor kein eindrucksvolles Finalduell. Keiner der Akteure stach so richtig hervor und die \u00fcbersichtlichen Dialoge sorgten weder f\u00fcr Begeisterung, noch lie\u00dfen sie irgendeinen echten Kampfgeist nachempfinden. Bombastische Schlachtszenen haben wir erwartet und auch irgendwie bekommen. Gerade in 4k machten die bunten, leicht rotstichigen Bilder enorm Spa\u00df, jedoch war deren Herkunft aus dem Computer niemals zu verleugnen. Alles hatte fortw\u00e4hrend einen k\u00fcnstlichen Touch und gerade bei einigen Luftaufnahmen verkamen beispielsweise die winzigen Menschen zu detailarmen Render-Fig\u00fcrchen. Klingt jetzt krass, stach bei meiner heimischen Leinwand jedoch gut ins Auge. Akustische Effekte und Soundtrack hinterlie\u00dfen leider auch keinen bleibenden Eindruck. Guter Durchschnitt, aber bei weitem nicht so opulent, wie wir es von Emmerich sonst so kennen und lieben. Das Setting ist nach wie vor nicht uninteressant, doch im Laufe der Jahre gab es deutlich bessere Vertreter &#8211; denen man unbedingt den Vorzug geben sollte. Wer ein Faible f\u00fcr das Thema hat, schaut nat\u00fcrlich mal rein und macht sich sein eigenes Bild. 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