{"id":10709,"date":"2022-01-05T17:51:28","date_gmt":"2022-01-05T17:51:28","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.hard-boiled-movies.de\/?p=10709"},"modified":"2022-01-05T17:51:28","modified_gmt":"2022-01-05T17:51:28","slug":"ghostbusters-legacy","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=10709","title":{"rendered":"Ghostbusters Legacy"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Da Callie mit ihren beiden Kindern vor dem finanziellen Ruin steht, kommt die Aussicht auf ein Erbe von ihren verstorbenen Vater gerade recht. Mit Entsetzen muss sie allerdings feststellen, dass ihr entfremdeter Erzeuger wohl nur eine Bruchbude und weitere Schulden hinterlassen hat. Immerhin entdecket der Nachwuchs interessante Dinge\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fan-Service ist eigentlich immer eine sch\u00f6ne Sache &#8211; doch ob man einzig damit allein knappe zwei Stunden Laufzeit f\u00fcllen kann, ist fraglich. Vorweg sei gesagt, dass mich &#8220;Ghostbusters Legacy&#8221; leider ziemlich entt\u00e4uscht hat und seine Trailer &#8211; wie schon so oft &#8211; bereits das beste Material pr\u00e4sentiert haben.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber weite Strecken ist der Streifen leider sehr langweilig und sitzt auch oft zwischen den St\u00fchlen. Alte Hasen vermissen den kernigen Humor der fr\u00fcheren Werke, Neueinsteiger k\u00f6nnen sp\u00e4testens beim gro\u00dfen Finale wenig mit der gebotenen Nostalgie-Keule anfangen &#8211; und sich h\u00f6chstens fragen, wer diese betagten Gestalten eigentlich sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Man hat zwar durchaus den ein oder anderen r\u00fchrenden Moment unterbringen k\u00f6nnen, doch unterm Strich bot das Geschehen zu wenig Unterhaltungswert und pl\u00e4tscherte \u00fcberwiegend vor sich hin. Alles war zwar irgendwie nett gemacht, aber das wars dann auch schon. Man hat das meiste zum Thema &#8220;Erwachsenwerden&#8221;, &#8220;Schulwechsel&#8221;, &#8220;Neue Freunde&#8221;, etc. schon dutzende Male gesehen und keinerlei neuen Erkenntnisse gewonnen. Alles soweit ordentlich, aber auch sehr austauschbar gestaltet.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders vermisst habe ich die G\u00e4nsehaut-Einlagen, die uns die Bilder im Vorfeld versprachen. Weniger wegen der Geister (von denen gab es hier so gut wie nichts zu sehen), vielmehr wegen der Atmosph\u00e4re. Irgendwie blieb das gew\u00fcnschte Feeling fast vollst\u00e4ndig auf der Strecke und das Ende schoss dann fast \u00fcber das Ziel hinaus. Zum Gro\u00dfteil herrschte g\u00e4hnende Leere und pl\u00f6tzlich standen alle Figuren geballt auf einem Haufen und radierten den harmlosen &#8220;Endgegner&#8221; mit peinlich ber\u00fchrten Spr\u00fcchen mehr als flott aus. Nicht nur, dass es sich hier fast wie ein Aufguss der Storyline vom ersten Teil anf\u00fchlte, sondern weil der letzte Akt kurz und unspektakul\u00e4r erschein.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Darsteller machten ihre Sache soweit ganz ordentlich, obwohl ich mit bis zum Verlassen des Kino nicht ganz \u00fcber deren Geschlechter klar war. Jungs und M\u00e4dels waren nicht unbedingt leicht zu unterscheiden, aber das muss wohl heute einfach so machen &#8211; die Anzahl an m\u00f6glicherweise leicht frauenfeindlichen Kommentaren wurde ja ebenfalls drastisch reduziert. Murray gab sich bei seinem kleinen Auftritt ungewohnt zahm und nur als Schatten seiner selbst bzw. seines geliebten Charakters.<\/p>\n\n\n\n<p>Oft versuche ich mich in unterschiedliche Perspektiven hineinzudenken und Filme mit anderen Ausgangslagen zu betrachten &#8211; was bei &#8220;Legacy&#8221; f\u00fcr stark gemischte Gef\u00fchle gesorgt hat. Wie Eingangs erw\u00e4hnt hat mich manch Seitenhieb tats\u00e4chlich leicht ber\u00fchrt, doch bestimmt nicht Jedem ist dieser Bonus verg\u00f6nnt. Neueinsteiger erhalten einfach einen Jugendfilm mit ein paar \u00fcbernat\u00fcrlichen Einlagen &#8211; und vor allem Figuren mit denen sie am Ende kaum etwas anfangen d\u00fcrften. Der Film baut stark auf Nostalgie und holt &#8211; zumindest in meinen Augen &#8211; die neue Generation zu wenig ab. M\u00f6glicherweise h\u00e4tte es hierzu mehr Action ben\u00f6tigt &#8211; denn hier h\u00e4tte man sich kreativ ausleben k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach den \u00fcberwiegend sehr positiven Kritiken war ich guter Dinge und sogar ein bisschen auf den neuen Ableger der Kultmarke gehypt. Mit dem Erreichen alter Qualit\u00e4ten habe ich nat\u00fcrlich nicht gerechnet, aber um Wiedergutmachung f\u00fcr den letzten Streifen gehofft. Weil sich dieser Titel allerdings nur schwerlich mit den Anderen vergleichen l\u00e4sst und quasi ein echten Neuanfang einleitet, hinkt zumindest der Vergleich zu den M\u00e4dels gewaltig und ich betrachte ihn gesondert. &#8220;Legacy&#8221; war letztlich kein schlechter Film, erweckte in mir jedoch nicht die Gef\u00fchle, auf die mich Poster und Trailer im Vorfeld erfreulich eingestimmt haben. Einige Ans\u00e4tze und Gags waren gelungen, der Rest leider etwas z\u00e4h und belanglos.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>6,5\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Sony Pictures Entertainment Deutschland GmbH<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Da Callie mit ihren beiden Kindern vor dem finanziellen Ruin steht, kommt die Aussicht auf ein Erbe von ihren verstorbenen Vater gerade recht. 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Man hat zwar durchaus den ein oder anderen r\u00fchrenden Moment unterbringen k\u00f6nnen, doch unterm Strich bot das Geschehen zu wenig Unterhaltungswert und pl\u00e4tscherte \u00fcberwiegend vor sich hin. Alles war zwar irgendwie nett gemacht, aber das wars dann auch schon. Man hat das meiste zum Thema &#8220;Erwachsenwerden&#8221;, &#8220;Schulwechsel&#8221;, &#8220;Neue Freunde&#8221;, etc. schon dutzende Male gesehen und keinerlei neuen Erkenntnisse gewonnen. Alles soweit ordentlich, aber auch sehr austauschbar gestaltet. Besonders vermisst habe ich die G\u00e4nsehaut-Einlagen, die uns die Bilder im Vorfeld versprachen. Weniger wegen der Geister (von denen gab es hier so gut wie nichts zu sehen), vielmehr wegen der Atmosph\u00e4re. Irgendwie blieb das gew\u00fcnschte Feeling fast vollst\u00e4ndig auf der Strecke und das Ende schoss dann fast \u00fcber das Ziel hinaus. Zum Gro\u00dfteil herrschte g\u00e4hnende Leere und pl\u00f6tzlich standen alle Figuren geballt auf einem Haufen und radierten den harmlosen &#8220;Endgegner&#8221; mit peinlich ber\u00fchrten Spr\u00fcchen mehr als flott aus. Nicht nur, dass es sich hier fast wie ein Aufguss der Storyline vom ersten Teil anf\u00fchlte, sondern weil der letzte Akt kurz und unspektakul\u00e4r erschein. Die Darsteller machten ihre Sache soweit ganz ordentlich, obwohl ich mit bis zum Verlassen des Kino nicht ganz \u00fcber deren Geschlechter klar war. Jungs und M\u00e4dels waren nicht unbedingt leicht zu unterscheiden, aber das muss wohl heute einfach so machen &#8211; die Anzahl an m\u00f6glicherweise leicht frauenfeindlichen Kommentaren wurde ja ebenfalls drastisch reduziert. Murray gab sich bei seinem kleinen Auftritt ungewohnt zahm und nur als Schatten seiner selbst bzw. seines geliebten Charakters. Oft versuche ich mich in unterschiedliche Perspektiven hineinzudenken und Filme mit anderen Ausgangslagen zu betrachten &#8211; was bei &#8220;Legacy&#8221; f\u00fcr stark gemischte Gef\u00fchle gesorgt hat. Wie Eingangs erw\u00e4hnt hat mich manch Seitenhieb tats\u00e4chlich leicht ber\u00fchrt, doch bestimmt nicht Jedem ist dieser Bonus verg\u00f6nnt. Neueinsteiger erhalten einfach einen Jugendfilm mit ein paar \u00fcbernat\u00fcrlichen Einlagen &#8211; und vor allem Figuren mit denen sie am Ende kaum etwas anfangen d\u00fcrften. Der Film baut stark auf Nostalgie und holt &#8211; zumindest in meinen Augen &#8211; die neue Generation zu wenig ab. M\u00f6glicherweise h\u00e4tte es hierzu mehr Action ben\u00f6tigt &#8211; denn hier h\u00e4tte man sich kreativ ausleben k\u00f6nnen. Nach den \u00fcberwiegend sehr positiven Kritiken war ich guter Dinge und sogar ein bisschen auf den neuen Ableger der Kultmarke gehypt. 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