{"id":11397,"date":"2022-02-21T17:57:34","date_gmt":"2022-02-21T17:57:34","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.hard-boiled-movies.de\/?p=11397"},"modified":"2022-02-21T17:57:34","modified_gmt":"2022-02-21T17:57:34","slug":"hinterland","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=11397","title":{"rendered":"Hinterland"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach zwei Jahren in Kriegsgefangenschaft kehrt der einstige Polizist Peter wieder in die Heimat zur\u00fcck. Schnell wird er von den ehemaligen Kollegen bei Ermittlungen zu einer grauenvollen Mordserie eingespannt. Bei den Opfern handelt es sich ebenfalls um Heimkehrer, an denen wohl ein Exempel statuiert werden soll\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Rein von seiner Idee und von seinem Setting war &#8220;Hinterland&#8221; wirklich ansprechend gestaltet. Das Geschehen hatte etwas von &#8220;Sieben&#8221; und spielte in einer recht unverbrauchten Kulisse nach dem Ersten Weltkrieg. Dabei hatte die Inszenierung zuweilen etwas von einem B\u00fchnenst\u00fcck, denn die Darsteller bewegten sich oft ganz klar vor Greenscreens und agierten so, als bef\u00e4nden sie sich in einem klassischen Theaterst\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Geschichte war grunds\u00e4tzlich interessant, litt aber immer wieder an einer stockender und wahrscheinlich bewusst kompliziert vorgetragenen Erz\u00e4hlweise. Man hatte oft das Gef\u00fchl, dass der eigentlich im Kern eher simple Plot durch verquere Strukturen etwas komplexer und mysteri\u00f6ser ausfallen sollte. W\u00e4re in in dieser Form aber vielleicht arg nicht n\u00f6tig gewesen, schlie\u00dflich gab es ja auch ein paar optische Schauwerte, die das Geschehen ungemein aufwerteten.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Darsteller haben ihre Sache gut gemacht, k\u00e4mpften aber immer wieder mit dem Wechsel aus Filmschauspiel und Theatervortrag. Manche Szenen lie\u00dfen sich hierdurch prima wegschauen, andere Passagen erschienen durch die schwierige Vortagsweise recht anstrengend. H\u00f6lzern vorgetragene Dialoge gaben dem Werk sp\u00fcrbare Kanten.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Urteil zur Technik ist ebenso schwierig. Der d\u00fcstere, gewollt trostlose Look war auf seine Weise h\u00fcbsch, die deutlich erkennbaren k\u00fcnstlichen Hintergr\u00fcnde dagegen gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig. Ich fand die Epoche an sich schon gut abgelichtet, doch die seltsamen Aufnahmen mit perspektivisch verzerrten Bauwerken und ungew\u00f6hnlichen Stellungen machten das Abtauchen nicht immer geschmeidig.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Hinterland&#8221; macht sein eigenes Ding und ist schon fast so etwas wie ein Kunstprojekt. Die Mischung aus Spielfilm und B\u00fchnenkunst war interessant, kam jedoch immer mal wieder ins Stocken. Mit einer runderen Erz\u00e4hlweise und einer etwas klareren Struktur h\u00e4tte ich gerne eine uneingeschr\u00e4nkte Empfehlung ausgesprochen, doch so bleibt es bestenfalls bei einem kleinen Geheimtipp f\u00fcr Krimifans, die offen f\u00fcr neue Perspektiven sind.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>7\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: SquareOne Entertainment (im Vertrieb von LEONINE)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Nach zwei Jahren in Kriegsgefangenschaft kehrt der einstige Polizist Peter wieder in die Heimat zur\u00fcck. Schnell wird er von den ehemaligen Kollegen bei Ermittlungen zu einer grauenvollen Mordserie eingespannt. Bei den Opfern handelt es sich ebenfalls um Heimkehrer, an denen wohl ein Exempel statuiert werden soll\u2026 Fazit Rein von seiner Idee und von seinem Setting war &#8220;Hinterland&#8221; wirklich ansprechend gestaltet. 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Manche Szenen lie\u00dfen sich hierdurch prima wegschauen, andere Passagen erschienen durch die schwierige Vortagsweise recht anstrengend. H\u00f6lzern vorgetragene Dialoge gaben dem Werk sp\u00fcrbare Kanten. Das Urteil zur Technik ist ebenso schwierig. Der d\u00fcstere, gewollt trostlose Look war auf seine Weise h\u00fcbsch, die deutlich erkennbaren k\u00fcnstlichen Hintergr\u00fcnde dagegen gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig. Ich fand die Epoche an sich schon gut abgelichtet, doch die seltsamen Aufnahmen mit perspektivisch verzerrten Bauwerken und ungew\u00f6hnlichen Stellungen machten das Abtauchen nicht immer geschmeidig. &#8220;Hinterland&#8221; macht sein eigenes Ding und ist schon fast so etwas wie ein Kunstprojekt. Die Mischung aus Spielfilm und B\u00fchnenkunst war interessant, kam jedoch immer mal wieder ins Stocken. 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