{"id":11503,"date":"2022-03-01T19:14:39","date_gmt":"2022-03-01T19:14:39","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.hard-boiled-movies.de\/?p=11503"},"modified":"2022-03-01T19:14:39","modified_gmt":"2022-03-01T19:14:39","slug":"the-order-1886","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=11503","title":{"rendered":"The Order: 1886"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>London im Jahre 1866. Die modernen Ritter der Tafelrunde haben es nicht nur mit Werw\u00f6lfen, sondern auf dem Verrat aus den eigenen Reihen zu tun. Als Sir Galahad nehmen wir so manche Gefahren auf uns und decken eine waschechte Verschw\u00f6rung auf\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gameplay<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dank seiner krassen und bewusst auf Film getrimmten technischen Pr\u00e4sentation wirkt &#8220;The Order&#8221; nahezu wie ein interaktiver Spielfilm, der jedoch ein paar weitere Eingriffe als sonst bei solchen Werken \u00fcblich erlaubt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir steuern unsere Hauptfigur aus der Third-Person Ansicht und navigieren sie durch sehr schlauchartig aufgebaute Umgebungen. Bestimmte Gegenst\u00e4nde k\u00f6nnen aufgehoben und betrachtet werden, geschossen wird &#8211; wie \u00fcblich &#8211; \u00fcber Kimme und Korn mittels der Schultertasten. Die Schusswechsel f\u00fchlen sich grunds\u00e4tzlich richtig gut an, leiden jedoch unter einer zuweilen schwammigen und wohl gewollt auf Realismus getrimmten Steuerung. So konnte man insbesondere die Streuung mancher Waffen nicht ganz nachvollziehen oder nur schwerlich feststellen, ob man den Gegner in der Ferne richtig getroffen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Hin und wieder warten Quicktime-Events auf uns, bei denen wir zur richtigen Zeit die eingeblendete Taste antippen, gedr\u00fcckt halten oder mehrfach aufs Gamepad h\u00e4mmern m\u00fcssen. Gerade f\u00fcr die gr\u00f6\u00dferen und cineastisch inszenierten K\u00e4mpfe ist dies an der Tagesordnung und unabdingbares Mittel zum eigentlichen Storytelling.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei seinen Kollegen (wie beispielsweise &#8220;Uncharted&#8221;) hat man sich \u00fcberdies ein simples Klettersystem abgeschaut, welches erlaubt sich an extra hervorgehobenen Punkten an W\u00e4nden festzuhalten und sich kraxelnd fortzubewegen. Aufgrund der Schlichtheit kann man hier als Spieler jedoch nicht viel falsch machen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Spielzeit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Collectors Edition war damals nicht g\u00fcnstig und ein Gegenwert von rund 6-7 Stunden im Vergleich eher mau. Hierf\u00fcr gab es jedoch keine Leerl\u00e4ufe, h\u00f6chstens mal kurzzeitigen Frust \u00fcber verpatzte Baller-, Schleich, oder Quicktime-Einlagen. Mittlerweile ist der Titel deutlich g\u00fcnstiger zu bekommen und von daher relativiert sich das Verh\u00e4ltnis zur Spielzeit wieder ganz gut.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Pr\u00e4sentation<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Pr\u00e4sentation ist die gr\u00f6\u00dfte St\u00e4rke an diesem Titel und noch immer einen Kniefall wert. Zwar mag man sich zu Beginn \u00fcber die heftigen Balken am oberen und unteren Bildrand beschweren, doch die vermeintlich eingesparte Rechenkraft kommt der \u00fcberragenden Grafik zu Gute. Dank Filter und einiger Kniffe wirken Kulissen und Figuren fast lebensecht. Zwar h\u00e4tte die Optik insgesamt etwas sch\u00e4rfer daherkommen k\u00f6nnen, doch w\u00e4re das von der Performance her vielleicht gar nicht machbar gewesen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Soundtrack war sehr gut und die deutsche Vertonung bot bekannte Synchronstimmen, die u.A. auch schon in der &#8220;Uncharted&#8221;-Reihe gefallen haben.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Positiv<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>erstklassige audiovisuelle Pr\u00e4sentation<\/li><li>interessante Story<\/li><li>filmreife Inszenierung<\/li><li>prachtvolles Art-Design<\/li><li>kernige Schusswechsel<\/li><li>f\u00fchlt sich angenehm erwachsen an<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Neutral<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>eingeschr\u00e4nkte Interaktion mit der Umgebung<\/li><li>schlauchartiger Levelaufbau<\/li><li>nervige Schleich-Passage<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Negativ<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>vergleichsweise viele Quicktime-Events<\/li><li>manchmal hakelige Steuerung bei den Gefechten<\/li><li>sehr kurz<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcberragende Technik trifft auf mittelpr\u00e4chtiges Gameplay. Im Kern ist &#8220;The Order&#8221; ein gradliniges und wenig gehaltvolles Spiel, doch dank seiner beindruckenden Optik r\u00fcckte dies bei mir schnell in den Hintergrund. Bereits nach wenigen Sekunden hat mich der interaktive Film von sich \u00fcberzeugen k\u00f6nnen &#8211; und obwohl ich manchmal geflucht habe, auch bis zum bitteren Ende an den Schirm gefesselt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das tolle Storytelling, die spannende Handlung und das extravagante Design wussten zu \u00fcberzeugen und schreien schon seit Jahren nach einer Fortsetzung. Zwar gab es immer mal wieder Ger\u00fcchte, doch Fakten blieb man uns bis zur Ver\u00f6ffentlichung dieses sp\u00e4ten Reviews noch schuldig.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer mit einer prinzipiell eher simplen und gradlinigen Ballerbude leben und sich in eine beeindruckende Welt versetzen mag, liegt hier goldrichtig. Das Ding ist sicherlich nichts f\u00fcr Jedermann und f\u00fcr Vieles auch h\u00f6chstens eine lahme Tech-Demo, doch mir hats unterm Strich sehr gut gefallen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\">Grafik: 9,5\/10<br>Sound: 8,5\/10<br>Gameplay: 6,5\/10<br><strong>Gesamt: 8\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Sony Interactive Entertainment<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt London im Jahre 1866. Die modernen Ritter der Tafelrunde haben es nicht nur mit Werw\u00f6lfen, sondern auf dem Verrat aus den eigenen Reihen zu tun. Als Sir Galahad nehmen wir so manche Gefahren auf uns und decken eine waschechte Verschw\u00f6rung auf\u2026 Gameplay Dank seiner krassen und bewusst auf Film getrimmten technischen Pr\u00e4sentation wirkt &#8220;The Order&#8221; nahezu wie ein interaktiver Spielfilm, der jedoch ein paar weitere Eingriffe als sonst bei solchen Werken \u00fcblich erlaubt. Wir steuern unsere Hauptfigur aus der Third-Person Ansicht und navigieren sie durch sehr schlauchartig aufgebaute Umgebungen. Bestimmte Gegenst\u00e4nde k\u00f6nnen aufgehoben und betrachtet werden, geschossen wird &#8211; wie \u00fcblich &#8211; \u00fcber Kimme und Korn mittels der Schultertasten. Die Schusswechsel f\u00fchlen sich grunds\u00e4tzlich richtig gut an, leiden jedoch unter einer zuweilen schwammigen und wohl gewollt auf Realismus getrimmten Steuerung. So konnte man insbesondere die Streuung mancher Waffen nicht ganz nachvollziehen oder nur schwerlich feststellen, ob man den Gegner in der Ferne richtig getroffen hat. Hin und wieder warten Quicktime-Events auf uns, bei denen wir zur richtigen Zeit die eingeblendete Taste antippen, gedr\u00fcckt halten oder mehrfach aufs Gamepad h\u00e4mmern m\u00fcssen. Gerade f\u00fcr die gr\u00f6\u00dferen und cineastisch inszenierten K\u00e4mpfe ist dies an der Tagesordnung und unabdingbares Mittel zum eigentlichen Storytelling. Bei seinen Kollegen (wie beispielsweise &#8220;Uncharted&#8221;) hat man sich \u00fcberdies ein simples Klettersystem abgeschaut, welches erlaubt sich an extra hervorgehobenen Punkten an W\u00e4nden festzuhalten und sich kraxelnd fortzubewegen. Aufgrund der Schlichtheit kann man hier als Spieler jedoch nicht viel falsch machen. Spielzeit Die Collectors Edition war damals nicht g\u00fcnstig und ein Gegenwert von rund 6-7 Stunden im Vergleich eher mau. Hierf\u00fcr gab es jedoch keine Leerl\u00e4ufe, h\u00f6chstens mal kurzzeitigen Frust \u00fcber verpatzte Baller-, Schleich, oder Quicktime-Einlagen. Mittlerweile ist der Titel deutlich g\u00fcnstiger zu bekommen und von daher relativiert sich das Verh\u00e4ltnis zur Spielzeit wieder ganz gut. Pr\u00e4sentation Die Pr\u00e4sentation ist die gr\u00f6\u00dfte St\u00e4rke an diesem Titel und noch immer einen Kniefall wert. Zwar mag man sich zu Beginn \u00fcber die heftigen Balken am oberen und unteren Bildrand beschweren, doch die vermeintlich eingesparte Rechenkraft kommt der \u00fcberragenden Grafik zu Gute. Dank Filter und einiger Kniffe wirken Kulissen und Figuren fast lebensecht. Zwar h\u00e4tte die Optik insgesamt etwas sch\u00e4rfer daherkommen k\u00f6nnen, doch w\u00e4re das von der Performance her vielleicht gar nicht machbar gewesen. Der Soundtrack war sehr gut und die deutsche Vertonung bot bekannte Synchronstimmen, die u.A. auch schon in der &#8220;Uncharted&#8221;-Reihe gefallen haben. Positiv erstklassige audiovisuelle Pr\u00e4sentation interessante Story filmreife Inszenierung prachtvolles Art-Design kernige Schusswechsel f\u00fchlt sich angenehm erwachsen an Neutral eingeschr\u00e4nkte Interaktion mit der Umgebung schlauchartiger Levelaufbau nervige Schleich-Passage Negativ vergleichsweise viele Quicktime-Events manchmal hakelige Steuerung bei den Gefechten sehr kurz Fazit \u00dcberragende Technik trifft auf mittelpr\u00e4chtiges Gameplay. Im Kern ist &#8220;The Order&#8221; ein gradliniges und wenig gehaltvolles Spiel, doch dank seiner beindruckenden Optik r\u00fcckte dies bei mir schnell in den Hintergrund. Bereits nach wenigen Sekunden hat mich der interaktive Film von sich \u00fcberzeugen k\u00f6nnen &#8211; und obwohl ich manchmal geflucht habe, auch bis zum bitteren Ende an den Schirm gefesselt. Das tolle Storytelling, die spannende Handlung und das extravagante Design wussten zu \u00fcberzeugen und schreien schon seit Jahren nach einer Fortsetzung. Zwar gab es immer mal wieder Ger\u00fcchte, doch Fakten blieb man uns bis zur Ver\u00f6ffentlichung dieses sp\u00e4ten Reviews noch schuldig. Wer mit einer prinzipiell eher simplen und gradlinigen Ballerbude leben und sich in eine beeindruckende Welt versetzen mag, liegt hier goldrichtig. Das Ding ist sicherlich nichts f\u00fcr Jedermann und f\u00fcr Vieles auch h\u00f6chstens eine lahme Tech-Demo, doch mir hats unterm Strich sehr gut gefallen. Grafik: 9,5\/10Sound: 8,5\/10Gameplay: 6,5\/10Gesamt: 8\/10 Fotocopyright: Sony Interactive Entertainment<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":11505,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[30],"tags":[42,59,11,36,26,203],"class_list":["post-11503","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-spielebesprechung","tag-action","tag-adventure","tag-besprechung","tag-fantasy","tag-horror","tag-playstation-4"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11503","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11503"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11503\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11506,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11503\/revisions\/11506"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/11505"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11503"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11503"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11503"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}