{"id":11738,"date":"2022-03-29T16:53:07","date_gmt":"2022-03-29T16:53:07","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.hard-boiled-movies.de\/?p=11738"},"modified":"2022-03-29T16:53:07","modified_gmt":"2022-03-29T16:53:07","slug":"ghostwire-tokyo-pc","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=11738","title":{"rendered":"Ghostwire Tokyo (PC)"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach einem schweren Unfall wird unser Ego von einer unbekannten Macht durchdrungen und dient fortan als Wirt f\u00fcr den fremden Geist. Gl\u00fccklicherweise ist dieser unserem Protagonisten gut gesinnt und hilft ihm bei der Rettung seiner Schwester &#8211; die sich irgendwo im mittlerweile geheimnisvoll-verlassenen Tokyo befindet\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gameplay<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Entgegen aller Erwartungen ist &#8220;Ghostwire Tokyo &#8221; kein Grusel- oder Survivalspiel, sondern ein recht klassisches Open-World-Abenteuer geworden. Das namensgebende Tokyo dient hierbei als riesige Kulisse und m\u00f6chte von uns erforscht werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Anhand einer Karte und selbst definierbare Wegpunkten, decken wir nach und nach neue Bereiche frei und treiben die Suche nach der Schwester voran. Die Stadt ist zun\u00e4chst von einem t\u00f6dlichen Nebel eingeh\u00fcllt, doch mit dem S\u00e4ubern von verwunschenen Toren machen wir die Viertel wieder passierbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Gespielt wird aus der Ego-Perspektive und die Steuerung gestaltet sich per Controller oder Maus\/Tastatur-Kombination recht einfach. Anstelle von Waffen lernt unser Protagonist diverse Zauberspr\u00fcche und feuert so Wasserfont\u00e4nen oder Feuerb\u00e4lle auf seine Gegner. Die Aktionen werden uns recht schnell n\u00e4her gebracht und k\u00f6nnen durch einen Talentbaum weiter optimiert werden (mehr Schaden, h\u00f6here Reichweite, etc.).<\/p>\n\n\n\n<p>Eine der gr\u00f6\u00dften Aufgaben bestand allerdings nicht nur darin, die besagten Tore inmitten der H\u00e4userschluchten zu finden, vielmehr diese auch irgendwie zu erreichen. Die Pforten befanden sich n\u00e4mlich nicht nur auf dem Boden, sondern teilweise auf hohen Geb\u00e4uden &#8211; die irgendwie erklommen werden mussten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Spielzeit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mein letzter Speicherstand vor dem Endboss zeigte knapp 7 Stunden an &#8211; was f\u00fcr ein Spiel dieser Gattung doch recht \u00fcberschaubar ausfiel. Ich muss jedoch sagen, dass ich mich lediglich auf die Hauptstory konzentriert und keinerlei Nebenmissionen begonnen und meinen Talentbaum auch nicht maximal ausgebaut habe. Dazu wurde auf leichtem Schwierigkeitsgrad gezockt &#8211; bei dem die Endgegner keinerlei Probleme darstellten, sogar teilweise ohne jeglichen Schaden zu erleiden niedergerungen werden konnten.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Pr\u00e4sentation<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Grafik hinterlie\u00df gemischte Gef\u00fchle. Zugunsten schicker Raytracing-Effekte musste ich das Geschehen von 4k auf Full-HD herunterschrauben und war mir trotzdem unschl\u00fcssig. Fotorealistische Geb\u00e4ude und Plakate standen einfach gestrickten und \u00fcberwiegend sehr leeren Stra\u00dfen entgegen, nach optischen Leckerbissen folgten immer mal wieder triste und gleichf\u00f6rmige Abschnitte. Insgesamt noch gut, aber keine neue Referenz &#8211; und mangels Lebhaftigkeit eben nicht mit beispielsweise &#8220;Cyberpunk 2077&#8221; vergleichbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Die deutsche Vertonung war hingegen sehr gelungen und die meist eher dezent eingesetzte Musik sehr atmosph\u00e4risch. Manche Dialoge wiederholten sich gelegentlich, doch als besonders schlimm empfand ich diesen Umstand nicht.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Positiv<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>tolles Setting<\/li><li>interessante Handlung<\/li><li>sch\u00f6nes Charakterdesign<\/li><li>teils sehr stimmige Pr\u00e4sentation<\/li><li>gute deutsche Sprachausgabe<\/li><li>realtiv frei von Bugs<\/li><li>gute Wegfindung \/ ausgezeichnete Karte<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Neutral<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>\u00dcberschaubare Dauer der Hauptkampagne<\/li><li>wenig Grusel<\/li><li>zu kurze &#8220;Walking-Passagen&#8221;<\/li><li>hin und wieder kurze Performance-Einbr\u00fcche<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Negativ<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\"><li>wenig verschiedene Gegnertypen<\/li><li>Kulisse f\u00fchlte sich sehr leer an<\/li><li>vermeintlich viele Flei\u00dfaufgaben<\/li><\/ul>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die ersten Ank\u00fcndigungen hatten mich seinerzeit in die Irre gef\u00fchrt. Erwartet hatte ich zun\u00e4chst ein bizarres Grusel-Abenteuer, bekommen habe ich dann letztlich ein erschreckend bodenst\u00e4ndiges Open-World-Spiel mit Anleihen aus der japanischen Mythologie. Schlecht ist der Titel dann zwar nicht gewesen, doch das volle Potential konnte nicht ausgesch\u00f6pft werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit meinen knapp 7 Stunden bin ich sicherlich sehr durch das Geschehen &#8220;durchgerannt&#8221;, hatte aber ehrlich gesagt auch keine Lust auf viele Flei\u00dfaufgaben. Nach kurzer Zeit war die Map so heftig mit potentiellen Baustellen zugepflastert, so dass ich mir nur noch Schnellreise-Spots und Marker f\u00fcr die Hauptaufgaben eingeblendet und den Rest bewusst ignoriert habe.<\/p>\n\n\n\n<p>Stellenweise hat das Ballern richtig Spa\u00df gemacht, manchmal gab es trotz kompakten Laufzeit schon leichte Durchh\u00e4nger. Es war im Grunde immer das Selbe zu tun und interessante Ausrei\u00dfer (z.B. atmosph\u00e4rische &#8220;Walking-Einlagen&#8221;) waren viel zu selten und viel zu kurz. Das Abklappern der Tore war repetitiv und h\u00e4tte f\u00fcr meinen Geschmack ruhig einen Ticken weniger auftreten d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die launige Story hat mich dann doch bis zum bitteren Ende bei Laune gehalten und vers\u00f6hnlich vor dem Abspann verweilen lassen, aber eine uneingeschr\u00e4nkte Empfehlung kann ich leider nicht aussprechen. Gerne h\u00e4tte ich auf eine offene Spielwiese verzichtet und daf\u00fcr den Fokus auf mehr gescripteten Grusel gelegt, mehr im Reich der mysteri\u00f6sen Fabelwesen abgetaucht. So wurden durchaus tolle Ans\u00e4tze mit vielen Wiederholungen immer wieder getr\u00fcbt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein gutes Spiel, aber nicht der erhoffte Hit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\">Grafik: 8\/10<br>Sound: 8\/10<br>Gameplay: 7\/10<br><strong>Gesamt: 7,5\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Bethesda Softworks<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Nach einem schweren Unfall wird unser Ego von einer unbekannten Macht durchdrungen und dient fortan als Wirt f\u00fcr den fremden Geist. Gl\u00fccklicherweise ist dieser unserem Protagonisten gut gesinnt und hilft ihm bei der Rettung seiner Schwester &#8211; die sich irgendwo im mittlerweile geheimnisvoll-verlassenen Tokyo befindet\u2026 Gameplay Entgegen aller Erwartungen ist &#8220;Ghostwire Tokyo &#8221; kein Grusel- oder Survivalspiel, sondern ein recht klassisches Open-World-Abenteuer geworden. Das namensgebende Tokyo dient hierbei als riesige Kulisse und m\u00f6chte von uns erforscht werden. Anhand einer Karte und selbst definierbare Wegpunkten, decken wir nach und nach neue Bereiche frei und treiben die Suche nach der Schwester voran. Die Stadt ist zun\u00e4chst von einem t\u00f6dlichen Nebel eingeh\u00fcllt, doch mit dem S\u00e4ubern von verwunschenen Toren machen wir die Viertel wieder passierbar. Gespielt wird aus der Ego-Perspektive und die Steuerung gestaltet sich per Controller oder Maus\/Tastatur-Kombination recht einfach. Anstelle von Waffen lernt unser Protagonist diverse Zauberspr\u00fcche und feuert so Wasserfont\u00e4nen oder Feuerb\u00e4lle auf seine Gegner. Die Aktionen werden uns recht schnell n\u00e4her gebracht und k\u00f6nnen durch einen Talentbaum weiter optimiert werden (mehr Schaden, h\u00f6here Reichweite, etc.). Eine der gr\u00f6\u00dften Aufgaben bestand allerdings nicht nur darin, die besagten Tore inmitten der H\u00e4userschluchten zu finden, vielmehr diese auch irgendwie zu erreichen. Die Pforten befanden sich n\u00e4mlich nicht nur auf dem Boden, sondern teilweise auf hohen Geb\u00e4uden &#8211; die irgendwie erklommen werden mussten. Spielzeit Mein letzter Speicherstand vor dem Endboss zeigte knapp 7 Stunden an &#8211; was f\u00fcr ein Spiel dieser Gattung doch recht \u00fcberschaubar ausfiel. Ich muss jedoch sagen, dass ich mich lediglich auf die Hauptstory konzentriert und keinerlei Nebenmissionen begonnen und meinen Talentbaum auch nicht maximal ausgebaut habe. Dazu wurde auf leichtem Schwierigkeitsgrad gezockt &#8211; bei dem die Endgegner keinerlei Probleme darstellten, sogar teilweise ohne jeglichen Schaden zu erleiden niedergerungen werden konnten. Pr\u00e4sentation Die Grafik hinterlie\u00df gemischte Gef\u00fchle. Zugunsten schicker Raytracing-Effekte musste ich das Geschehen von 4k auf Full-HD herunterschrauben und war mir trotzdem unschl\u00fcssig. Fotorealistische Geb\u00e4ude und Plakate standen einfach gestrickten und \u00fcberwiegend sehr leeren Stra\u00dfen entgegen, nach optischen Leckerbissen folgten immer mal wieder triste und gleichf\u00f6rmige Abschnitte. Insgesamt noch gut, aber keine neue Referenz &#8211; und mangels Lebhaftigkeit eben nicht mit beispielsweise &#8220;Cyberpunk 2077&#8221; vergleichbar. Die deutsche Vertonung war hingegen sehr gelungen und die meist eher dezent eingesetzte Musik sehr atmosph\u00e4risch. Manche Dialoge wiederholten sich gelegentlich, doch als besonders schlimm empfand ich diesen Umstand nicht. Positiv tolles Setting interessante Handlung sch\u00f6nes Charakterdesign teils sehr stimmige Pr\u00e4sentation gute deutsche Sprachausgabe realtiv frei von Bugs gute Wegfindung \/ ausgezeichnete Karte Neutral \u00dcberschaubare Dauer der Hauptkampagne wenig Grusel zu kurze &#8220;Walking-Passagen&#8221; hin und wieder kurze Performance-Einbr\u00fcche Negativ wenig verschiedene Gegnertypen Kulisse f\u00fchlte sich sehr leer an vermeintlich viele Flei\u00dfaufgaben Fazit Die ersten Ank\u00fcndigungen hatten mich seinerzeit in die Irre gef\u00fchrt. Erwartet hatte ich zun\u00e4chst ein bizarres Grusel-Abenteuer, bekommen habe ich dann letztlich ein erschreckend bodenst\u00e4ndiges Open-World-Spiel mit Anleihen aus der japanischen Mythologie. Schlecht ist der Titel dann zwar nicht gewesen, doch das volle Potential konnte nicht ausgesch\u00f6pft werden. Mit meinen knapp 7 Stunden bin ich sicherlich sehr durch das Geschehen &#8220;durchgerannt&#8221;, hatte aber ehrlich gesagt auch keine Lust auf viele Flei\u00dfaufgaben. Nach kurzer Zeit war die Map so heftig mit potentiellen Baustellen zugepflastert, so dass ich mir nur noch Schnellreise-Spots und Marker f\u00fcr die Hauptaufgaben eingeblendet und den Rest bewusst ignoriert habe. Stellenweise hat das Ballern richtig Spa\u00df gemacht, manchmal gab es trotz kompakten Laufzeit schon leichte Durchh\u00e4nger. Es war im Grunde immer das Selbe zu tun und interessante Ausrei\u00dfer (z.B. atmosph\u00e4rische &#8220;Walking-Einlagen&#8221;) waren viel zu selten und viel zu kurz. Das Abklappern der Tore war repetitiv und h\u00e4tte f\u00fcr meinen Geschmack ruhig einen Ticken weniger auftreten d\u00fcrfen. Die launige Story hat mich dann doch bis zum bitteren Ende bei Laune gehalten und vers\u00f6hnlich vor dem Abspann verweilen lassen, aber eine uneingeschr\u00e4nkte Empfehlung kann ich leider nicht aussprechen. Gerne h\u00e4tte ich auf eine offene Spielwiese verzichtet und daf\u00fcr den Fokus auf mehr gescripteten Grusel gelegt, mehr im Reich der mysteri\u00f6sen Fabelwesen abgetaucht. So wurden durchaus tolle Ans\u00e4tze mit vielen Wiederholungen immer wieder getr\u00fcbt. Ein gutes Spiel, aber nicht der erhoffte Hit. Grafik: 8\/10Sound: 8\/10Gameplay: 7\/10Gesamt: 7,5\/10 Fotocopyright: Bethesda Softworks<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":11739,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[30],"tags":[42,11,36,26,28,164,54],"class_list":["post-11738","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-spielebesprechung","tag-action","tag-besprechung","tag-fantasy","tag-horror","tag-pc","tag-playstation-5","tag-thriller"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11738","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=11738"}],"version-history":[{"count":14,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11738\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":11753,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/11738\/revisions\/11753"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/11739"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=11738"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=11738"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=11738"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}