{"id":11932,"date":"2022-04-12T15:14:48","date_gmt":"2022-04-12T15:14:48","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.hard-boiled-movies.de\/?p=11932"},"modified":"2022-04-12T15:14:48","modified_gmt":"2022-04-12T15:14:48","slug":"mr-nobody","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=11932","title":{"rendered":"Mr. Nobody"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein alter Mann liegt im Sterben und l\u00e4sst sein Leben noch einmal an sich vorr\u00fcber ziehen. Schon als kleiner Junge konnte er offenbar die Zukunft vorausahnen und hat seine Entscheidungen stets bewu\u00dft aller Konsequenzen treffen k\u00f6nnen. Bei all seinen vielen Erinnerungen verschwimmen jedoch die Grenzen und es ist nicht immer klar, welcher Weg nun tats\u00e4chlich von ihm eingeschlagen wurde\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Mr. Nobody&#8221; war ein schwieriger Film. Nicht unbedingt schlecht, aber von seiner Machart irgendwie nicht einfach zu greifen und noch komplizierter hieraus eine halbwegs passable Inhaltsangabe zu formulieren. Eigentlich wollte ich den Streifen bereits nach wenigen Minuten ausschalten, doch dann hat seine zerfahrene Erz\u00e4hlweise eine seltsame Anzieheungskraft aus\u00fcben k\u00f6nnen und ich lie\u00df die knappen 2,5 Stunden vor meinen Augen ablaufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Geschichte war weder chronologisch, noch auf einer einzigen Dimensionsschiene erz\u00e4hlt. Man sprang nicht nur wild zwischen Kindheit und Erwachsenenalter hin und her, sondern zeigt immer wieder abweichende Lebensverl\u00e4ufe unseres Hauptprotangonisten auf. Dies ist gut gedacht und sogar recht beachtlich umgesetzt, erfordert aber Aufmerksamkeit und vielleicht auch ein kleines Namensged\u00e4chtnis &#8211; denn nur so konnte man dem verwirrenden Geschehen vollumf\u00e4nglich folgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie Eingangs erw\u00e4hnt, f\u00e4llt es mir schwer, die eigentliche Haupthandlung zu beziffern. Immer wieder gab es alternative Wege im Leben unseres &#8220;Helden&#8221; am Ende war nicht recht klar, welchen Verlauf sein Schicksal wirklich nahm. Wahrscheinlich war es aber auch egal, da es auf das Endergebnis ankam und das ber\u00fchmte &#8220;was w\u00e4re wenn&#8221; gar nicht so kriegsentscheidend waren. Vermutlich waren alle Alternativen korrekt und der Mann ist einfach angekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Jared Leto hat seine Arbeit hervorragend gemacht, wobei nicht nur er, sondern auch seine noch j\u00fcngeren Versionen ebenfalls einen Teil zum Gelingen beitrugen. \u00dcberhaupt hat mir die hochwertige, toll gefilmte Inszenierung und die k\u00fchle Vision der Zukunft au\u00dferordentlich gut gefallen. Mit seinen kraftvollen Bildern unterstrich man stets die aktuelle Gem\u00fctslage und hob gravierende Ereignisse auf ganz eigene Weise hervor. So wirkten Liebesszenen sch\u00f6n weichgezeichnet, ernstere Momente eher klar und kontrastreich gestaltet.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Weg ist das Ziel &#8211; und davon gab es hier reichlich an Spielvarianten. Man pr\u00e4sentierte uns viel, \u00fcberzeugte damit aber nicht zu Hundertprozent. Zwar entwickelte sich nach kompliziertem Einstieg ein anst\u00e4ndiger Sog, doch f\u00fcr eine h\u00f6here Wertung reicht es aus meiner Sicht nicht aus. F\u00fcr meinen Geschmack h\u00e4tte die Struktur etwas klarer und das Treiben \u00fcberhaupt einen Ticken packender ausfallen m\u00fcssen. Ich habe mich zwar nicht gro\u00dfartig gelangweilt, aber eben auch nicht die bleibenden Erinnerungen zur\u00fcck behalten. Ein netter und gut konzipierter Streifen &#8211; sofern man sich auf das Thema einlassen und gen\u00fcgend Zeit mitbringen m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>7\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Leonine<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Ein alter Mann liegt im Sterben und l\u00e4sst sein Leben noch einmal an sich vorr\u00fcber ziehen. Schon als kleiner Junge konnte er offenbar die Zukunft vorausahnen und hat seine Entscheidungen stets bewu\u00dft aller Konsequenzen treffen k\u00f6nnen. Bei all seinen vielen Erinnerungen verschwimmen jedoch die Grenzen und es ist nicht immer klar, welcher Weg nun tats\u00e4chlich von ihm eingeschlagen wurde\u2026 Fazit &#8220;Mr. Nobody&#8221; war ein schwieriger Film. Nicht unbedingt schlecht, aber von seiner Machart irgendwie nicht einfach zu greifen und noch komplizierter hieraus eine halbwegs passable Inhaltsangabe zu formulieren. Eigentlich wollte ich den Streifen bereits nach wenigen Minuten ausschalten, doch dann hat seine zerfahrene Erz\u00e4hlweise eine seltsame Anzieheungskraft aus\u00fcben k\u00f6nnen und ich lie\u00df die knappen 2,5 Stunden vor meinen Augen ablaufen. Die Geschichte war weder chronologisch, noch auf einer einzigen Dimensionsschiene erz\u00e4hlt. Man sprang nicht nur wild zwischen Kindheit und Erwachsenenalter hin und her, sondern zeigt immer wieder abweichende Lebensverl\u00e4ufe unseres Hauptprotangonisten auf. Dies ist gut gedacht und sogar recht beachtlich umgesetzt, erfordert aber Aufmerksamkeit und vielleicht auch ein kleines Namensged\u00e4chtnis &#8211; denn nur so konnte man dem verwirrenden Geschehen vollumf\u00e4nglich folgen. Wie Eingangs erw\u00e4hnt, f\u00e4llt es mir schwer, die eigentliche Haupthandlung zu beziffern. Immer wieder gab es alternative Wege im Leben unseres &#8220;Helden&#8221; am Ende war nicht recht klar, welchen Verlauf sein Schicksal wirklich nahm. Wahrscheinlich war es aber auch egal, da es auf das Endergebnis ankam und das ber\u00fchmte &#8220;was w\u00e4re wenn&#8221; gar nicht so kriegsentscheidend waren. Vermutlich waren alle Alternativen korrekt und der Mann ist einfach angekommen. Jared Leto hat seine Arbeit hervorragend gemacht, wobei nicht nur er, sondern auch seine noch j\u00fcngeren Versionen ebenfalls einen Teil zum Gelingen beitrugen. \u00dcberhaupt hat mir die hochwertige, toll gefilmte Inszenierung und die k\u00fchle Vision der Zukunft au\u00dferordentlich gut gefallen. Mit seinen kraftvollen Bildern unterstrich man stets die aktuelle Gem\u00fctslage und hob gravierende Ereignisse auf ganz eigene Weise hervor. So wirkten Liebesszenen sch\u00f6n weichgezeichnet, ernstere Momente eher klar und kontrastreich gestaltet. Der Weg ist das Ziel &#8211; und davon gab es hier reichlich an Spielvarianten. Man pr\u00e4sentierte uns viel, \u00fcberzeugte damit aber nicht zu Hundertprozent. Zwar entwickelte sich nach kompliziertem Einstieg ein anst\u00e4ndiger Sog, doch f\u00fcr eine h\u00f6here Wertung reicht es aus meiner Sicht nicht aus. 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