{"id":12766,"date":"2022-08-16T16:22:43","date_gmt":"2022-08-16T16:22:43","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.hard-boiled-movies.de\/?p=12766"},"modified":"2022-08-16T16:22:43","modified_gmt":"2022-08-16T16:22:43","slug":"nope","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=12766","title":{"rendered":"Nope"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine abgehalfterte Pferde-Ranch steht kurz vor dem Ruin, doch eine echte Sensation k\u00f6nnte nun die Wende bringen. Seit langer Zeit schwebt eine seltsame Wolke \u00fcber dem Anwesen und scheint sich keinen Meter von ihrer Stelle zu bewegen. Die Besitzer glauben an ein UFO und wollen mit Beweisaufnahmen im Fernsehen landen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit &#8220;Get Out&#8221; und &#8220;Wir&#8221; hat Jordan Peele interessante Titel geschaffen, die durchaus Lust auf Mehr gemacht haben. Nun hat er f\u00fcr seinen aktuellen Film ordentlich Budget in die Hand gedr\u00fcckt bekommen, doch am Ende erz\u00e4hlt Geld noch keine gute Geschichte.<\/p>\n\n\n\n<p>Was ich mit &#8220;Nope&#8221; zu sehen bekam, l\u00e4sst sich kaum mit Worten beschreiben. Das Werk geht einen deutlich anderen Weg als seine bisherigen Arbeiten und erinnerte stark an die etwas abstrakteren Erzeugnisse eines M. Night Shyamalan, der mich ebenfalls oft mit seltsamen Bilder fragend zur\u00fcckgelassen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein konservativer, fast schon langatmiger, Auftakt wandelt sich im letzten Drittel zu einem verqueren Sci-Fi Spektakel &#8211; das auf der einen Seite durchaus interessant daher kam und auf der anderen Seite zu v\u00f6lligem Quatsch ausartete. Man gab dem Zuschauer viel Raum f\u00fcr eigene Interpretationen, sofern er diesen \u00fcberhaupt zu nutzen vermochte und bis dato nicht vollkommen abgeschaltet hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>Man nahm uns zu keiner Zeit richtig bei der Hand und besonders beim Finale brechen die Konventionen &#8211; was nicht unbedingt im positiven Sinne zu verstehen ist. Es wurde schr\u00e4g, allerdings augenscheinlich ohne echte Aussage dahinter. Es wirkte eher so, als wolle man die Dinge irgendwie zu Ende bringen &#8211; auch wenn tats\u00e4chlich ein Masterplan dahinter steckte. Er wurde jedenfalls nicht so ganz sichtbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Darsteller haben ihre Sache allesamt gut gemacht und wurden angemessen lokalisiert. Mit ihrer charmanten, manchmal etwas vorlauten Art wurden wichtige Randthemen angeschnitten und &#8211; ich sag mal &#8211; erneut unterschwellige Politik betrieben. Nicht mit dem Holzhammer, aber immer so, dass gewisse kritische Untert\u00f6ne sch\u00f6n zur Geltung kamen und nicht den Spa\u00df beim Schauen verdarben.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich mag schwierige Filme. lasse mich auch gerne von opulenten Bildern faszinieren &#8211; und trotzdem sprang der Funke bei &#8220;Nope&#8221; (noch) nicht \u00fcber. Das Finale war durchaus ein ansehnliches Event, der beschwerliche Weg dorthin eher weniger. Gerne w\u00fcrde ich dem Titel zu Hause eine weitere Chance einr\u00e4umen &#8211; doch ich wei\u00df nicht, ob ich mich je zu einer erneuten Sichtung motivieren werde. Das Gebotene war zwar irgendwo nicht \u00fcbel, aber neben seiner grunds\u00e4tzlich sehr liebevollen Gestaltung auch ein bisschen langweilig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>5\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Universal<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Eine abgehalfterte Pferde-Ranch steht kurz vor dem Ruin, doch eine echte Sensation k\u00f6nnte nun die Wende bringen. Seit langer Zeit schwebt eine seltsame Wolke \u00fcber dem Anwesen und scheint sich keinen Meter von ihrer Stelle zu bewegen. Die Besitzer glauben an ein UFO und wollen mit Beweisaufnahmen im Fernsehen landen\u2026 Fazit Mit &#8220;Get Out&#8221; und &#8220;Wir&#8221; hat Jordan Peele interessante Titel geschaffen, die durchaus Lust auf Mehr gemacht haben. Nun hat er f\u00fcr seinen aktuellen Film ordentlich Budget in die Hand gedr\u00fcckt bekommen, doch am Ende erz\u00e4hlt Geld noch keine gute Geschichte. Was ich mit &#8220;Nope&#8221; zu sehen bekam, l\u00e4sst sich kaum mit Worten beschreiben. Das Werk geht einen deutlich anderen Weg als seine bisherigen Arbeiten und erinnerte stark an die etwas abstrakteren Erzeugnisse eines M. Night Shyamalan, der mich ebenfalls oft mit seltsamen Bilder fragend zur\u00fcckgelassen hat. Ein konservativer, fast schon langatmiger, Auftakt wandelt sich im letzten Drittel zu einem verqueren Sci-Fi Spektakel &#8211; das auf der einen Seite durchaus interessant daher kam und auf der anderen Seite zu v\u00f6lligem Quatsch ausartete. Man gab dem Zuschauer viel Raum f\u00fcr eigene Interpretationen, sofern er diesen \u00fcberhaupt zu nutzen vermochte und bis dato nicht vollkommen abgeschaltet hatte. Man nahm uns zu keiner Zeit richtig bei der Hand und besonders beim Finale brechen die Konventionen &#8211; was nicht unbedingt im positiven Sinne zu verstehen ist. Es wurde schr\u00e4g, allerdings augenscheinlich ohne echte Aussage dahinter. Es wirkte eher so, als wolle man die Dinge irgendwie zu Ende bringen &#8211; auch wenn tats\u00e4chlich ein Masterplan dahinter steckte. Er wurde jedenfalls nicht so ganz sichtbar. Die Darsteller haben ihre Sache allesamt gut gemacht und wurden angemessen lokalisiert. Mit ihrer charmanten, manchmal etwas vorlauten Art wurden wichtige Randthemen angeschnitten und &#8211; ich sag mal &#8211; erneut unterschwellige Politik betrieben. Nicht mit dem Holzhammer, aber immer so, dass gewisse kritische Untert\u00f6ne sch\u00f6n zur Geltung kamen und nicht den Spa\u00df beim Schauen verdarben. Ich mag schwierige Filme. lasse mich auch gerne von opulenten Bildern faszinieren &#8211; und trotzdem sprang der Funke bei &#8220;Nope&#8221; (noch) nicht \u00fcber. Das Finale war durchaus ein ansehnliches Event, der beschwerliche Weg dorthin eher weniger. Gerne w\u00fcrde ich dem Titel zu Hause eine weitere Chance einr\u00e4umen &#8211; doch ich wei\u00df nicht, ob ich mich je zu einer erneuten Sichtung motivieren werde. 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