{"id":12876,"date":"2022-09-05T17:49:54","date_gmt":"2022-09-05T17:49:54","guid":{"rendered":"http:\/\/wordpress.hard-boiled-movies.de\/?p=12876"},"modified":"2022-09-05T17:49:54","modified_gmt":"2022-09-05T17:49:54","slug":"koenigreich-der-himmel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=12876","title":{"rendered":"K\u00f6nigreich der Himmel"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein junger, trauernder Schmied wird von einem Ritter mit auf die Reise nach Jerusalem genommen. Hier soll angeblich &#8220;das K\u00f6nigreich der Himmel&#8221; herrschen und alle Religionen friedlich miteinander auskommen. Durch Zwietracht ist dieses Vorhaben jedoch gef\u00e4hrdet und die Lage spitzt sich von Tag zu Tag weiter zu\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als &#8220;Das K\u00f6nigreich der Himmel&#8221; seinerzeit erschien, waren Historiker und Kritiker geteilter Meinung. Die die Einen war das Epos nett anzuschauen, f\u00fcr die Anderen faktisch ungenau ohne Ende. Ich besch\u00e4ftige mich zwar auch durchaus leidenschaftlich mit manchen geschichtlichen Themen, kann aber bei Filmen auch gerne mal ein Auge zudr\u00fccken und mich voll auf die Unterhaltung einlassen. Was bei diesem Werk auch bei seiner ersten Sichtung gelang, wollte jedoch bei erneuter Sichtung nicht mehr ganz gelingen. Darsteller, Inszenierung und Technik waren top, jedoch ein paar kleinere L\u00e4ngen nicht von der Hand zu wei\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Geschichte an sich war interessant und fast schon untypisch f\u00fcr eine gro\u00dfe Hollywoodproduktion. Die Macher sind sicherlich ein paar finanzielle Risiken eingegangen und ohne einen gro\u00dfen Ridley Scott als Regisseur h\u00e4tte ich f\u00fcr dieses Unterfangen wohl schwarz gesehen. Wie dem auch sei, die Handschrift des Meisters ist unverkennbar &#8211; seine zuweilen etwas unausbalancierte Erz\u00e4hlweise leider auch.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Film f\u00fchlt sich durchwegs episch und riesig an, weshalb mir eine gem\u00e4chlichen Passagen (grade zu Beginn) etwas aufgesto\u00dfen sind. Das Geschehen f\u00fchlte sich hierdurch zwar nicht gestreckt an, machte aber immer den Eindruck, an anderer Stelle daf\u00fcr Abstriche machen zu m\u00fcssen. Ein paar Szenen m\u00f6gen die Zeichnung der Charaktere sicherlich voran bringen, \u00e4nderten aber trotzdem nicht viel an deren Tiefe oder verhalfen dem Zuschauer zu einem besseren \u00dcberblick.<\/p>\n\n\n\n<p>Optisch wurde hier gro\u00dfes Kino geboten. Dank einer referenzverd\u00e4chtigen Blu-Ray machen die eindrucksvollen Schlachtengem\u00e4lde auf der heimischen Leinwand so viel Spa\u00df, wie einst im richtigen Lichtspielhaus und der wundervolle Sound tr\u00e4gt seinen Teil zum Gelingen bei. Die Melodien gingen ins Ohr und sorgten an den passenden Stellen f\u00fcr leichte G\u00e4nsehaut. Nicht ganz so impulsiv wie beispielsweise bei &#8220;Gladiator&#8221;, aber eine Klasse f\u00fcr sich.<\/p>\n\n\n\n<p>Die gewaltigen Menschenmassen sorgen f\u00fcr Staunen und die Choreografie in den Gefechten war sehenswert. In diesen Momenten packt das Werk und l\u00e4sst beinahe einige L\u00e4ngen und den leider viel zu kurzen Auftritt von Liam Neeson wieder vergessen. Alles schaut stimmig, wuchtig und glaubhaft aus &#8211; blendet man die oftmals kritisierten historischen Ungereimtheiten einfach mal f\u00fcr sich aus. Orlando Bloom hat \u00fcberrascht und eine tolle Leistung abgeliefert, w\u00e4hrend mir Jeremy Irons leider auch ein wenig kurz kam.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit &#8220;Gladiator&#8221; hatte Scott den klassischen Genrefilm kurzzeitig neu belebt und den Glauben an die ehemaligen Kompetenzen von Hollywood auf diesem Gebiet neu erweckt. Mit &#8220;K\u00f6nigreich der Himmel&#8221; wandte er sich einem noch eher unpopul\u00e4reren Thema (aus Sicht des normalen Kinog\u00e4ngers) zu und lieferte abermals beachtliche Kost. Mir hat der Streifen damals wie heute recht gefallen, wobei ich ein paar langweilige Momente nicht unter den Tisch fallen lassen m\u00f6chte. Man sollte solche Art von Film einfach m\u00f6gen und sich nicht an Details verbei\u00dfen. Wir haben hier immer noch einen Spielfilm und keine exakte Dokumentation vor uns &#8211; und auf seine Weise ist das Ergebnis schon richtig gut.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>8\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: 20th Century Fox<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Ein junger, trauernder Schmied wird von einem Ritter mit auf die Reise nach Jerusalem genommen. Hier soll angeblich &#8220;das K\u00f6nigreich der Himmel&#8221; herrschen und alle Religionen friedlich miteinander auskommen. 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Die Macher sind sicherlich ein paar finanzielle Risiken eingegangen und ohne einen gro\u00dfen Ridley Scott als Regisseur h\u00e4tte ich f\u00fcr dieses Unterfangen wohl schwarz gesehen. Wie dem auch sei, die Handschrift des Meisters ist unverkennbar &#8211; seine zuweilen etwas unausbalancierte Erz\u00e4hlweise leider auch. Der Film f\u00fchlt sich durchwegs episch und riesig an, weshalb mir eine gem\u00e4chlichen Passagen (grade zu Beginn) etwas aufgesto\u00dfen sind. Das Geschehen f\u00fchlte sich hierdurch zwar nicht gestreckt an, machte aber immer den Eindruck, an anderer Stelle daf\u00fcr Abstriche machen zu m\u00fcssen. Ein paar Szenen m\u00f6gen die Zeichnung der Charaktere sicherlich voran bringen, \u00e4nderten aber trotzdem nicht viel an deren Tiefe oder verhalfen dem Zuschauer zu einem besseren \u00dcberblick. Optisch wurde hier gro\u00dfes Kino geboten. Dank einer referenzverd\u00e4chtigen Blu-Ray machen die eindrucksvollen Schlachtengem\u00e4lde auf der heimischen Leinwand so viel Spa\u00df, wie einst im richtigen Lichtspielhaus und der wundervolle Sound tr\u00e4gt seinen Teil zum Gelingen bei. Die Melodien gingen ins Ohr und sorgten an den passenden Stellen f\u00fcr leichte G\u00e4nsehaut. Nicht ganz so impulsiv wie beispielsweise bei &#8220;Gladiator&#8221;, aber eine Klasse f\u00fcr sich. Die gewaltigen Menschenmassen sorgen f\u00fcr Staunen und die Choreografie in den Gefechten war sehenswert. In diesen Momenten packt das Werk und l\u00e4sst beinahe einige L\u00e4ngen und den leider viel zu kurzen Auftritt von Liam Neeson wieder vergessen. Alles schaut stimmig, wuchtig und glaubhaft aus &#8211; blendet man die oftmals kritisierten historischen Ungereimtheiten einfach mal f\u00fcr sich aus. Orlando Bloom hat \u00fcberrascht und eine tolle Leistung abgeliefert, w\u00e4hrend mir Jeremy Irons leider auch ein wenig kurz kam. 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