{"id":14361,"date":"2023-02-01T18:37:38","date_gmt":"2023-02-01T18:37:38","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=14361"},"modified":"2023-02-01T18:37:38","modified_gmt":"2023-02-01T18:37:38","slug":"the-triangle-daisy","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=14361","title":{"rendered":"The Triangle (Daisy)"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Koreanerin Hye-young lebt in Amsterdam und arbeitet im Antiquit\u00e4tengesch\u00e4ft ihres Gro\u00dfvaters. An den Wochenenden zeichnet sie zudem Touristen und verdient sich damit noch ein kleines Zubrot. Ab einem gewissen Tag taucht regelm\u00e4\u00dfig ein Landsmann auf und l\u00e4sst sich mehrfach portraitieren. Sie kommen ins Gespr\u00e4ch und schnell baut sich eine Vertrautheit und Zuneigung auf. Noch kann er seine wahren Motive nicht verraten&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit einem lachenden und einem weinenden Auge schaue ich auf das Werk zur\u00fcck. Seinerzeit habe ich mir aufgrund von Jun Ji-Hyun direkt die koreanische Importscheibe besorgt und den Streifen dann doch erst gestern Abend (mittlerweile sogar als deutsche DVD) anzuschauen. Als h\u00e4tte ich es all die Jahre irgendwie geahnt &#8211; denn trotz prominenter Besetzung und ungewohntem Schauplatz pr\u00e4sentierte sich leider Mittelma\u00df auf ganzer Linie.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Daisy&#8221; (so der Originaltitel) ist weder Fisch und Fleisch und sa\u00df fortw\u00e4hrend zwischen den St\u00fchlen. Er funktioniert weder als Romanze, noch als Actionfilm so richtig gut, kam in keiner Rubrik an die \u00fcberm\u00e4chtigen Mitstreiter aus dem eigene Lande an. Zun\u00e4chst suggerierte er eine Art Agentenszenario, doch daf\u00fcr fehlte es dann wieder an Komplexit\u00e4t oder zumindest der dazu notwendigen Atmosph\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber weite Teile pl\u00e4tschert der Titel dahin, h\u00e4lt nur wegen der gut agierenden Hauptdarstellerin und ein paar h\u00fcbschen Aufnahmen bei der Stange. Es passiert insgesamt recht wenig auf dem Schirm und daf\u00fcr sind die knappen zwei Stunden Laufzeit einfach zu lang gewesen, h\u00e4tten gerne 30 Minuten gestrafft werden d\u00fcrfen. Ich hatte mir zwar nicht durchg\u00e4ngige Action erhofft (davon gibt es zumindest in den gef\u00fchlt letzten drei Minuten ein bisschen), aber einfach mehr Spannung oder eine besser konstruierte Liebesgeschichte gew\u00fcnscht. Alles riss nicht so wirklich vom Hocker, lie\u00df emotional eher kalt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich wei\u00df nicht, inwiefern die mittelpr\u00e4chtige deutsche Synchronisation ihren Teil dazu beigetragen hat &#8211; aber irgendwie hat die Chemie der Aktuare einfach nicht so ideal gepasst. W\u00e4hrend die weibliche Hauptdarstellerin zumindest mit ihrem Spiel \u00fcberzeugen konnte, blieben ihre Partner recht blas, stellenweise gar ein wenig unsympathisch und man konnte sich auch nur schwer in ihre Figuren hineindenken.<\/p>\n\n\n\n<p>Man hatte irgendwie nie das Gef\u00fchl, dass die Luft bei deren Aufeinandertreffen brennt (obwohl es ja Story-technisch so sein sollte) und irgendwas dramatisch auf dem Spiel st\u00fcnde &#8211; selbst, wo es bereits um Leben und Tod ging. Mir fehlten die Motive des Antagonisten bzw. eine bessere Begr\u00fcndung f\u00fcr seine Taten. Lie\u00df man sich an anderer Stelle viel zu viel Zeit f\u00fcr unn\u00f6tige Dinge, musste man diesen essentiellen Themen selbst f\u00fcr sich interpretieren &#8211; was im Gesamtkontext nicht leicht fiel.<\/p>\n\n\n\n<p>Allein wegen Jun Ji-Hyun und dem frischen Szenario m\u00f6chte ich &#8220;Daisy&#8221; gerne in mein Herz schlie\u00dfen, doch irgendwie vermag das nicht zu gelingen. Der Film hatte grunds\u00e4tzlich nette Ans\u00e4tze, doch blieb in allen Bereichen viel zu harmlos und brillierte Nirgendwo so richtig. Am Ende bleibts ein netter, seichter und durchaus anschaubarer Tripp f\u00fcr Zwischendurch, aber nicht der erhoffte Knaller. Die Koreaner haben in den einzelnen Genres viel mehr zu bieten, als dieses &#8220;Crossover&#8221;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>6\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Splendid Film\/WVG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Die Koreanerin Hye-young lebt in Amsterdam und arbeitet im Antiquit\u00e4tengesch\u00e4ft ihres Gro\u00dfvaters. An den Wochenenden zeichnet sie zudem Touristen und verdient sich damit noch ein kleines Zubrot. Ab einem gewissen Tag taucht regelm\u00e4\u00dfig ein Landsmann auf und l\u00e4sst sich mehrfach portraitieren. Sie kommen ins Gespr\u00e4ch und schnell baut sich eine Vertrautheit und Zuneigung auf. Noch kann er seine wahren Motive nicht verraten&#8230; Fazit Mit einem lachenden und einem weinenden Auge schaue ich auf das Werk zur\u00fcck. Seinerzeit habe ich mir aufgrund von Jun Ji-Hyun direkt die koreanische Importscheibe besorgt und den Streifen dann doch erst gestern Abend (mittlerweile sogar als deutsche DVD) anzuschauen. Als h\u00e4tte ich es all die Jahre irgendwie geahnt &#8211; denn trotz prominenter Besetzung und ungewohntem Schauplatz pr\u00e4sentierte sich leider Mittelma\u00df auf ganzer Linie. &#8220;Daisy&#8221; (so der Originaltitel) ist weder Fisch und Fleisch und sa\u00df fortw\u00e4hrend zwischen den St\u00fchlen. Er funktioniert weder als Romanze, noch als Actionfilm so richtig gut, kam in keiner Rubrik an die \u00fcberm\u00e4chtigen Mitstreiter aus dem eigene Lande an. Zun\u00e4chst suggerierte er eine Art Agentenszenario, doch daf\u00fcr fehlte es dann wieder an Komplexit\u00e4t oder zumindest der dazu notwendigen Atmosph\u00e4re. \u00dcber weite Teile pl\u00e4tschert der Titel dahin, h\u00e4lt nur wegen der gut agierenden Hauptdarstellerin und ein paar h\u00fcbschen Aufnahmen bei der Stange. Es passiert insgesamt recht wenig auf dem Schirm und daf\u00fcr sind die knappen zwei Stunden Laufzeit einfach zu lang gewesen, h\u00e4tten gerne 30 Minuten gestrafft werden d\u00fcrfen. Ich hatte mir zwar nicht durchg\u00e4ngige Action erhofft (davon gibt es zumindest in den gef\u00fchlt letzten drei Minuten ein bisschen), aber einfach mehr Spannung oder eine besser konstruierte Liebesgeschichte gew\u00fcnscht. Alles riss nicht so wirklich vom Hocker, lie\u00df emotional eher kalt. Ich wei\u00df nicht, inwiefern die mittelpr\u00e4chtige deutsche Synchronisation ihren Teil dazu beigetragen hat &#8211; aber irgendwie hat die Chemie der Aktuare einfach nicht so ideal gepasst. W\u00e4hrend die weibliche Hauptdarstellerin zumindest mit ihrem Spiel \u00fcberzeugen konnte, blieben ihre Partner recht blas, stellenweise gar ein wenig unsympathisch und man konnte sich auch nur schwer in ihre Figuren hineindenken. Man hatte irgendwie nie das Gef\u00fchl, dass die Luft bei deren Aufeinandertreffen brennt (obwohl es ja Story-technisch so sein sollte) und irgendwas dramatisch auf dem Spiel st\u00fcnde &#8211; selbst, wo es bereits um Leben und Tod ging. Mir fehlten die Motive des Antagonisten bzw. eine bessere Begr\u00fcndung f\u00fcr seine Taten. Lie\u00df man sich an anderer Stelle viel zu viel Zeit f\u00fcr unn\u00f6tige Dinge, musste man diesen essentiellen Themen selbst f\u00fcr sich interpretieren &#8211; was im Gesamtkontext nicht leicht fiel. Allein wegen Jun Ji-Hyun und dem frischen Szenario m\u00f6chte ich &#8220;Daisy&#8221; gerne in mein Herz schlie\u00dfen, doch irgendwie vermag das nicht zu gelingen. Der Film hatte grunds\u00e4tzlich nette Ans\u00e4tze, doch blieb in allen Bereichen viel zu harmlos und brillierte Nirgendwo so richtig. Am Ende bleibts ein netter, seichter und durchaus anschaubarer Tripp f\u00fcr Zwischendurch, aber nicht der erhoffte Knaller. 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