{"id":14516,"date":"2023-02-07T18:12:04","date_gmt":"2023-02-07T18:12:04","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=14516"},"modified":"2023-02-07T18:12:04","modified_gmt":"2023-02-07T18:12:04","slug":"carter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=14516","title":{"rendered":"Carter"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Carter kommt umzingelt von einem Spezialkommando zu sich. Er hat s\u00e4mtliche Erinnerung verloren und begibt sich auf die Flucht. Irgendwas muss sein Blackout jedoch mit einem derzeit grassierenden Virus zu tun haben und irgendwie scheint er eine Schl\u00fcsselfigur in einem seltsamen Mosaik zu sein\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Carter&#8221; war schon ein seltsamer Film. Seltsam in Sinne von merkw\u00fcrdig ausbalanciert, seltsam in Sinne, dass Licht und Schatten hier nahe beieinander lagen &#8211; und am Ende trotzdem eine Empfehlung auszusprechen war.<\/p>\n\n\n\n<p>War der Anfang noch ruhig, gem\u00e4chlich und herrlich undurchsichtig, wandelt sich das Gesehen nach wenigen Minuten zu einem hektischen Treiben &#8211; dass mich irgendwie an &#8220;Oldboy auf Drogen&#8221; erinnerte und ab diesem Zeitpunkt kaum noch zur Ruhe kam.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Tempo war extrem hoch und die Inszenierung wie eine Art Technikdemo. Der Hauptdarsteller schien ununterbrochen in Aktion zu sein und die Macher versuchten diesen wilden Trip mit so wenigen Schnitten wie m\u00f6glich einzufangen. Man erkannte zwar kleinere Unterbrechungen, dennoch war die Immersion ziemlich gut und das Treiben f\u00fchlte sich weitestgehend wie aus einem Guss, teilweise fast wie ein Computerspiel aus der Ego-Perspektive an.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Action war dabei wirklich toll choreografiert und mit interessanten Ideen best\u00fcckt. Kleinere Anspielungen auf Mitstreiter lie\u00df man sich dabei ebenfalls nicht nehmen, nahm manche Einstellung dabei dankbar auf. Der H\u00e4rtegrad war angenehm hoch, aber auch nicht zu \u00fcbertrieben &#8211; der rote Saft spritze in angenehmen Ma\u00dfe.<\/p>\n\n\n\n<p>Leider schw\u00e4chelte das Geschehen bei Handlung und vor allem deren Erz\u00e4hlstruktur. Durch die dauerhafte Action traten Erm\u00fcdungserscheinungen ala &#8220;Avangers&#8221; auf und die anfangs so hohe Aufmerksamkeit flachte von Minute zu Minute sp\u00fcrbar ab. Sa\u00df ich zun\u00e4chst mit einem breiten Grinsen vor der Leinwand, k\u00e4mpfte ich beim gro\u00dfen Finalduell tats\u00e4chlich gegen die Vorspul-Taste an. Irgendwann war man irgendwie \u00fcbers\u00e4ttigt, h\u00e4tte gerne mit ein paar ruhigeren Momenten leben k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Keinen Trost fand man zudem bei der Story. Diese war weder sonderlich originell, noch gl\u00fccklich konstruiert. Alles f\u00fchlte sich inmitten der hei\u00dfen Gefechte irgendwie notd\u00fcrftig zusammengest\u00fcckelt an und wollte mit ein paar pseudo interessanten Wendungen etwas Tiefe vorgaukeln &#8211; die schlichtweg nicht vorhanden war. Auch z\u00fcndeten m\u00f6glicherweise kritisch gemeinte Untert\u00f6ne keineswegs.<\/p>\n\n\n\n<p>Technisch hat &#8220;Carter&#8221; zweifelsohne ordentlich was auf die Kasten, doch die Erz\u00e4hlstruktur litt ziemlich unter diesen beindruckenden Vehikel enorm und die Geschichte konnte grunds\u00e4tzlich nicht \u00fcberzeugen. Wer furiose Action liebt, wird hier an vielen Stellen definitiv auf seine Kosten kommen &#8211; doch wer auch eine ansprechende Rahmenhandlung sucht, ist absolut verkehrt. Mir hat das Werk aufgrund seiner atemberaubenden Optik schon irgendwo recht gut gefallen, doch umso mehr schmerzt der schwache Rest. Kompromissbereite Zuschauer mit g\u00fcltigen Netflix-Abo k\u00f6nnen gerne mal &#8220;Probe-Schauen&#8221; und f\u00fcr sich absch\u00e4tzen, ob sie \u00fcber zwei Stunden dran bleiben wollen&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>7\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Netflix<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Carter kommt umzingelt von einem Spezialkommando zu sich. Er hat s\u00e4mtliche Erinnerung verloren und begibt sich auf die Flucht. Irgendwas muss sein Blackout jedoch mit einem derzeit grassierenden Virus zu tun haben und irgendwie scheint er eine Schl\u00fcsselfigur in einem seltsamen Mosaik zu sein\u2026 Fazit &#8220;Carter&#8221; war schon ein seltsamer Film. Seltsam in Sinne von merkw\u00fcrdig ausbalanciert, seltsam in Sinne, dass Licht und Schatten hier nahe beieinander lagen &#8211; und am Ende trotzdem eine Empfehlung auszusprechen war. War der Anfang noch ruhig, gem\u00e4chlich und herrlich undurchsichtig, wandelt sich das Gesehen nach wenigen Minuten zu einem hektischen Treiben &#8211; dass mich irgendwie an &#8220;Oldboy auf Drogen&#8221; erinnerte und ab diesem Zeitpunkt kaum noch zur Ruhe kam. Das Tempo war extrem hoch und die Inszenierung wie eine Art Technikdemo. Der Hauptdarsteller schien ununterbrochen in Aktion zu sein und die Macher versuchten diesen wilden Trip mit so wenigen Schnitten wie m\u00f6glich einzufangen. Man erkannte zwar kleinere Unterbrechungen, dennoch war die Immersion ziemlich gut und das Treiben f\u00fchlte sich weitestgehend wie aus einem Guss, teilweise fast wie ein Computerspiel aus der Ego-Perspektive an. Die Action war dabei wirklich toll choreografiert und mit interessanten Ideen best\u00fcckt. Kleinere Anspielungen auf Mitstreiter lie\u00df man sich dabei ebenfalls nicht nehmen, nahm manche Einstellung dabei dankbar auf. Der H\u00e4rtegrad war angenehm hoch, aber auch nicht zu \u00fcbertrieben &#8211; der rote Saft spritze in angenehmen Ma\u00dfe. Leider schw\u00e4chelte das Geschehen bei Handlung und vor allem deren Erz\u00e4hlstruktur. Durch die dauerhafte Action traten Erm\u00fcdungserscheinungen ala &#8220;Avangers&#8221; auf und die anfangs so hohe Aufmerksamkeit flachte von Minute zu Minute sp\u00fcrbar ab. Sa\u00df ich zun\u00e4chst mit einem breiten Grinsen vor der Leinwand, k\u00e4mpfte ich beim gro\u00dfen Finalduell tats\u00e4chlich gegen die Vorspul-Taste an. Irgendwann war man irgendwie \u00fcbers\u00e4ttigt, h\u00e4tte gerne mit ein paar ruhigeren Momenten leben k\u00f6nnen. Keinen Trost fand man zudem bei der Story. Diese war weder sonderlich originell, noch gl\u00fccklich konstruiert. Alles f\u00fchlte sich inmitten der hei\u00dfen Gefechte irgendwie notd\u00fcrftig zusammengest\u00fcckelt an und wollte mit ein paar pseudo interessanten Wendungen etwas Tiefe vorgaukeln &#8211; die schlichtweg nicht vorhanden war. Auch z\u00fcndeten m\u00f6glicherweise kritisch gemeinte Untert\u00f6ne keineswegs. Technisch hat &#8220;Carter&#8221; zweifelsohne ordentlich was auf die Kasten, doch die Erz\u00e4hlstruktur litt ziemlich unter diesen beindruckenden Vehikel enorm und die Geschichte konnte grunds\u00e4tzlich nicht \u00fcberzeugen. Wer furiose Action liebt, wird hier an vielen Stellen definitiv auf seine Kosten kommen &#8211; doch wer auch eine ansprechende Rahmenhandlung sucht, ist absolut verkehrt. 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