{"id":14632,"date":"2023-02-19T13:21:45","date_gmt":"2023-02-19T13:21:45","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=14632"},"modified":"2023-02-19T13:21:45","modified_gmt":"2023-02-19T13:21:45","slug":"skin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=14632","title":{"rendered":"Skin"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Seit kleinauf ist Bryon\u00a0gl\u00fchender Neo-Nazi, der seine Gesinnung mit unz\u00e4hligen T\u00e4towierungen offen zur Schau stellt. Eines Tages lernt er auf einer Veranstaltung die charmante Julie mitsamt ihren drei kleinen Kindern kennen und verliebt sich auf Anhieb   in sie. Zwar hatte seine Angebetete ebenfalls tiefe Wurzeln in der Szene, befindet sich aber bereits auf dem Weg zum Ausstieg. Bryon muss sich nun zwischen Familie und Kameraden entscheiden&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit &#8220;Skin&#8221; ist meine >Themenwoche&lt; (u. A. <a href=\"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=14620\">Skinheads 88 \u2013 Ihr Hass ist ihnen heilig<\/a>, <a href=\"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=14603\">Heart of a Lion<\/a>, <a href=\"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=14584\">Scorpion \u2013 Brother. Skinhead. Fighter<\/a>) in die n\u00e4chste Runde gegangen und wiedermal blieb man nach der Sichtung mit gemischten Gef\u00fchlen und leichtem Unbehagen in der Magengrube zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p>Erneut schreibt das Leben die besten oder nunja vielleicht die interessanteren Geschichten und die von Bryon geh\u00f6rt wohl zweifelsohne dazu. Gebannt habe ich damals die Dokumentation seiner wortw\u00f6rtlichen Transformation verfolgt und war auf den zugeh\u00f6rigen Spielfilm recht gespannt. Gesagt sei direkt, dass das Werk nicht schlecht war und seine Wirkung nicht verfehlte, einen Platz in meinem Sammlungs-Olymp jedoch nicht behaupten konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein wenig lag es im Sinn der Sache, dass man sich mit den Figuren nicht richtig identifizieren konnte und mir so eine h\u00f6here Bewertung fehl schlug. Im Gegensatz zu einem Dereck Vinyard (<a href=\"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=14448\">American History X<\/a>) waren die pr\u00e4sentierten Typen &#8211; selbst unser gut agierender Hauptdarsteller Jamie Bell &#8211; nicht charismatisch genug. Man wurde weder von deren Auftreten, noch deren Verhaltensweisen mitgenommen, f\u00fchlte sich eher von den Proleten angewidert und konnte Dinge nicht ganz nachvollziehen &#8211; so authentisch sie auch tats\u00e4chlich waren. Die Sache mit &#8220;Vater&#8221; und &#8220;Mutter&#8221; waren befremdlich, von deren Drogenkonsum (was in der Szene nichts zu suchen hat) ganz zu schweigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gut hingegen das Pacing und die gesamte Inszenierung. Obwohl die Handlung schon im Vorfeld bekannt war (und die Macher diesen Fakt zu keiner Zeit zu vertuschen schienen), war das Treiben spannend bzw. au\u00dferordentlich packend erz\u00e4hlt. Man konzentrierte sich somit mehr auf die Details und Hintergr\u00fcnde &#8211; so ansprechend sie halt auch waren oder eben nicht. Man schuf Kontur um diesen t\u00e4towierten Freak und zeigte seine Motivationen (in alle Richtungen) auf.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr mich ist es immer wichtig, sich bei einem &#8220;normalen&#8221; Film locker unterhalten zu f\u00fchlen oder bei einem Drama &#8211; wie diesem &#8211; richtig mit seinen Figuren mitfiebern zu k\u00f6nnen. &#8220;Skin&#8221; sa\u00df da irgendwie zwischen den St\u00fchlen, funktionierte aber unterm Strich dennoch recht gut. Es mag an Sympathie f\u00fcr den Hauptakteuer gefehlt haben, doch seine Wandlung wurde gut verst\u00e4ndlich und vor allem sehr kurzweilig pr\u00e4sentiert. Am Ende haderte ich ein wenig mit meinem Mitgef\u00fchl, m\u00f6chte den Streifen allen Interessierten aber dennoch ans Herz legen. Vor allem die Leistung von Bell ist schon eine Sichtung wert und die wahre Story hinter den &#8220;Verzierungen&#8221; erst recht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>7,5\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Ascot Elite Filmverleih<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Seit kleinauf ist Bryon\u00a0gl\u00fchender Neo-Nazi, der seine Gesinnung mit unz\u00e4hligen T\u00e4towierungen offen zur Schau stellt. Eines Tages lernt er auf einer Veranstaltung die charmante Julie mitsamt ihren drei kleinen Kindern kennen und verliebt sich auf Anhieb in sie. Zwar hatte seine Angebetete ebenfalls tiefe Wurzeln in der Szene, befindet sich aber bereits auf dem Weg zum Ausstieg. Bryon muss sich nun zwischen Familie und Kameraden entscheiden&#8230; Fazit Mit &#8220;Skin&#8221; ist meine >Themenwoche&lt; (u. A. Skinheads 88 \u2013 Ihr Hass ist ihnen heilig, Heart of a Lion, Scorpion \u2013 Brother. Skinhead. Fighter) in die n\u00e4chste Runde gegangen und wiedermal blieb man nach der Sichtung mit gemischten Gef\u00fchlen und leichtem Unbehagen in der Magengrube zur\u00fcck. Erneut schreibt das Leben die besten oder nunja vielleicht die interessanteren Geschichten und die von Bryon geh\u00f6rt wohl zweifelsohne dazu. Gebannt habe ich damals die Dokumentation seiner wortw\u00f6rtlichen Transformation verfolgt und war auf den zugeh\u00f6rigen Spielfilm recht gespannt. Gesagt sei direkt, dass das Werk nicht schlecht war und seine Wirkung nicht verfehlte, einen Platz in meinem Sammlungs-Olymp jedoch nicht behaupten konnte. Ein wenig lag es im Sinn der Sache, dass man sich mit den Figuren nicht richtig identifizieren konnte und mir so eine h\u00f6here Bewertung fehl schlug. Im Gegensatz zu einem Dereck Vinyard (American History X) waren die pr\u00e4sentierten Typen &#8211; selbst unser gut agierender Hauptdarsteller Jamie Bell &#8211; nicht charismatisch genug. Man wurde weder von deren Auftreten, noch deren Verhaltensweisen mitgenommen, f\u00fchlte sich eher von den Proleten angewidert und konnte Dinge nicht ganz nachvollziehen &#8211; so authentisch sie auch tats\u00e4chlich waren. Die Sache mit &#8220;Vater&#8221; und &#8220;Mutter&#8221; waren befremdlich, von deren Drogenkonsum (was in der Szene nichts zu suchen hat) ganz zu schweigen. Gut hingegen das Pacing und die gesamte Inszenierung. Obwohl die Handlung schon im Vorfeld bekannt war (und die Macher diesen Fakt zu keiner Zeit zu vertuschen schienen), war das Treiben spannend bzw. au\u00dferordentlich packend erz\u00e4hlt. Man konzentrierte sich somit mehr auf die Details und Hintergr\u00fcnde &#8211; so ansprechend sie halt auch waren oder eben nicht. Man schuf Kontur um diesen t\u00e4towierten Freak und zeigte seine Motivationen (in alle Richtungen) auf. F\u00fcr mich ist es immer wichtig, sich bei einem &#8220;normalen&#8221; Film locker unterhalten zu f\u00fchlen oder bei einem Drama &#8211; wie diesem &#8211; richtig mit seinen Figuren mitfiebern zu k\u00f6nnen. &#8220;Skin&#8221; sa\u00df da irgendwie zwischen den St\u00fchlen, funktionierte aber unterm Strich dennoch recht gut. Es mag an Sympathie f\u00fcr den Hauptakteuer gefehlt haben, doch seine Wandlung wurde gut verst\u00e4ndlich und vor allem sehr kurzweilig pr\u00e4sentiert. Am Ende haderte ich ein wenig mit meinem Mitgef\u00fchl, m\u00f6chte den Streifen allen Interessierten aber dennoch ans Herz legen. 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