{"id":14649,"date":"2023-02-20T15:47:38","date_gmt":"2023-02-20T15:47:38","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=14649"},"modified":"2023-02-20T15:47:38","modified_gmt":"2023-02-20T15:47:38","slug":"sommerfest","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=14649","title":{"rendered":"Sommerfest"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Tod seines Vaters bringt Stefan zur\u00fcck in seine alte Heimat, dem Ruhrgebiet. Hier trifft er auf fast vergessene Bekannte und Freunde, aber auch alte Liebschaften. Eigentlich wollte er die Dinge wie den Verkauf des Elternhauses schnell in die Wege leiten und ebenso rasch wieder nach M\u00fcnchen verschwinden, doch von Stunde zu Stunde hadert er mit seiner Entscheidung\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Sommerfest&#8221; war kein lauter Film, sondern eine kleine Perle &#8211; die mit viel Charme und schr\u00e4gen Figuren in ihren Bann zog. Der Streifen portraitierte mit viel Herz eine ganzen Landstrich, auch wenn er hin und wieder bewusst ein bisschen zu dick aufgetragen hat. Man konnte sich gut in die leicht orientierungslose Hauptfigur hineindenken und seine Probleme, besonders aber sein Kampf mit sich selbst, sehr gut verstehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Pacing war hervorragend, obwohl im Grunde nicht viel geschah und selbst mit gr\u00f6\u00dferen \u00dcberraschungen hinter dem Berg gehalten wurde. Seine gradlinige und authentische Weise unterhielt trotzdem prima, lie\u00df uns auf die Charaktere konzentrieren und zu den passenden Zeitpunkten herzhaft lachen oder ein wenig nachdenklich werden. Man f\u00fchlte sich stets abgeholt und angenehm unterhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Lucas Gregorowicz hat seine Sache wunderbar und glaubw\u00fcrdig erledigt. Wie bereits erw\u00e4hnt konnte man sich gut in seine Lage hineinversetzen und sich eigene Gedanken zu diversen Themen seiner Agenda machen. Gro\u00dfartig allerdings auch seine Kollegen, die sich zwar stellenweise etwas &#8220;dr\u00fcber&#8221; pr\u00e4sentiert haben, mit Witz und Dialekt aber vers\u00f6hnlich stimmten.<\/p>\n\n\n\n<p>Heimlicher Hauptdarsteller war das Ruhrgebiet, besser gesagt Bochum an sich. Es gab einige wirklich sch\u00f6ne Einblicke in das Leben und die L\u00e4den der Region &#8211; manchmal f\u00fchlte sich das Geschehen wie ein kleiner Werbefilm ein. Technisch gab es dabei nichts zu bem\u00e4ngeln. Die Bilder waren hochwertig, wirkten wie ein &#8220;richtiger&#8221; Spielfilm und nicht wie eine &#8220;billige&#8221; TV-Produktion. Der meist unauff\u00e4llige Soundtrack ging ebenfalls in Ordnung und unterst\u00fctze die Gef\u00fchlswelten auf dem Schirm.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Sommerfest&#8221; war weder spektakul\u00e4r, noch liefert er uns auf irgendeine Weise irgendwelche neuen Eindr\u00fccke oder Ideen. Er \u00fcberzeugte in erster Linie mit seiner perfekten Karikatur des Alltags, seinen einzigartigen Typen und deren &#8220;Schnauze&#8221;. F\u00fcr mich war es ein sch\u00f6ner Titel f\u00fcr Zwischendurch, doch eine allgemeine Empfehlung f\u00e4llt nicht leicht. Aufgrund seiner Machart wird er nicht jeden Betrachter ansprechen und gegebenenfalls geh\u00f6rig langweilen. Gefallen euch aber &#8220;Ruhrpottfilme&#8221; und muss es nicht so derbe lustig wie bei &#8220;Bang Boom Bang&#8221; und Konsorten zugehen, so d\u00fcrfte dieser Film was f\u00fcr euch sein. Aktuell findet Ihr ihn bei Netflix und wenn dort sowieso schon ein Abo vorhanden ist, dann zappt bei Bedarf einfach mal rein. Ich habe mich f\u00fcr knappe 90 Minuten echt wohl gef\u00fchlt und bereue die investierte Zeit keineswegs.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>7\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Warner Bros (Universal Pictures Germany GmbH)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Der Tod seines Vaters bringt Stefan zur\u00fcck in seine alte Heimat, dem Ruhrgebiet. Hier trifft er auf fast vergessene Bekannte und Freunde, aber auch alte Liebschaften. Eigentlich wollte er die Dinge wie den Verkauf des Elternhauses schnell in die Wege leiten und ebenso rasch wieder nach M\u00fcnchen verschwinden, doch von Stunde zu Stunde hadert er mit seiner Entscheidung\u2026 Fazit &#8220;Sommerfest&#8221; war kein lauter Film, sondern eine kleine Perle &#8211; die mit viel Charme und schr\u00e4gen Figuren in ihren Bann zog. Der Streifen portraitierte mit viel Herz eine ganzen Landstrich, auch wenn er hin und wieder bewusst ein bisschen zu dick aufgetragen hat. Man konnte sich gut in die leicht orientierungslose Hauptfigur hineindenken und seine Probleme, besonders aber sein Kampf mit sich selbst, sehr gut verstehen. Das Pacing war hervorragend, obwohl im Grunde nicht viel geschah und selbst mit gr\u00f6\u00dferen \u00dcberraschungen hinter dem Berg gehalten wurde. Seine gradlinige und authentische Weise unterhielt trotzdem prima, lie\u00df uns auf die Charaktere konzentrieren und zu den passenden Zeitpunkten herzhaft lachen oder ein wenig nachdenklich werden. Man f\u00fchlte sich stets abgeholt und angenehm unterhalten. Lucas Gregorowicz hat seine Sache wunderbar und glaubw\u00fcrdig erledigt. Wie bereits erw\u00e4hnt konnte man sich gut in seine Lage hineinversetzen und sich eigene Gedanken zu diversen Themen seiner Agenda machen. Gro\u00dfartig allerdings auch seine Kollegen, die sich zwar stellenweise etwas &#8220;dr\u00fcber&#8221; pr\u00e4sentiert haben, mit Witz und Dialekt aber vers\u00f6hnlich stimmten. Heimlicher Hauptdarsteller war das Ruhrgebiet, besser gesagt Bochum an sich. Es gab einige wirklich sch\u00f6ne Einblicke in das Leben und die L\u00e4den der Region &#8211; manchmal f\u00fchlte sich das Geschehen wie ein kleiner Werbefilm ein. Technisch gab es dabei nichts zu bem\u00e4ngeln. Die Bilder waren hochwertig, wirkten wie ein &#8220;richtiger&#8221; Spielfilm und nicht wie eine &#8220;billige&#8221; TV-Produktion. Der meist unauff\u00e4llige Soundtrack ging ebenfalls in Ordnung und unterst\u00fctze die Gef\u00fchlswelten auf dem Schirm. &#8220;Sommerfest&#8221; war weder spektakul\u00e4r, noch liefert er uns auf irgendeine Weise irgendwelche neuen Eindr\u00fccke oder Ideen. Er \u00fcberzeugte in erster Linie mit seiner perfekten Karikatur des Alltags, seinen einzigartigen Typen und deren &#8220;Schnauze&#8221;. F\u00fcr mich war es ein sch\u00f6ner Titel f\u00fcr Zwischendurch, doch eine allgemeine Empfehlung f\u00e4llt nicht leicht. Aufgrund seiner Machart wird er nicht jeden Betrachter ansprechen und gegebenenfalls geh\u00f6rig langweilen. Gefallen euch aber &#8220;Ruhrpottfilme&#8221; und muss es nicht so derbe lustig wie bei &#8220;Bang Boom Bang&#8221; und Konsorten zugehen, so d\u00fcrfte dieser Film was f\u00fcr euch sein. Aktuell findet Ihr ihn bei Netflix und wenn dort sowieso schon ein Abo vorhanden ist, dann zappt bei Bedarf einfach mal rein. Ich habe mich f\u00fcr knappe 90 Minuten echt wohl gef\u00fchlt und bereue die investierte Zeit keineswegs. 7\/10 Fotocopyright: Warner Bros (Universal Pictures Germany GmbH)<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":14668,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[11,15,32],"class_list":["post-14649","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-filmbesprechungen","tag-besprechung","tag-drama","tag-komoedie"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14649","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=14649"}],"version-history":[{"count":8,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14649\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":14657,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/14649\/revisions\/14657"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/14668"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=14649"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=14649"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=14649"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}