{"id":14690,"date":"2023-02-23T19:02:12","date_gmt":"2023-02-23T19:02:12","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=14690"},"modified":"2023-02-23T19:02:12","modified_gmt":"2023-02-23T19:02:12","slug":"in-my-skin","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=14690","title":{"rendered":"In my Skin"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als seine Eltern von Nigeria nach England auswanderten, wurde Enitan bei einer vor\u00fcbergehenden Gastfamilie untergebracht. Er wuchs dort zwar in relativ geordneten Verh\u00e4ltnissen auf, geriet aber insbesondere wegen seiner Hautfarbe oft in Konflikte und sein Frust wuchs mit jeden Tag. Als er mit 16 zum ersten Mal einer Gang von rassistischen Skinheads gegen\u00fcberstand, scheint er seine Berufung gefunden zu haben und tut alles f\u00fcr eine Aufnahme in deren Reihen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Pr\u00e4misse von so seltsam und bizarr, dass sie wieder einmal nur das wahre Leben schreiben und sich wohl Niemand ausdenken konnte. Grade dies machte das Geschehen dann ja letztlich auch so interessant, auch wenn die Umsetzung mit kleineren Ungereimtheiten und L\u00e4ngen zu k\u00e4mpfen hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4ren die Hintergrunde nicht real, so h\u00e4tte ich oftmals an den gezeigten Dingen gezweifelt und den Film wohl irgendwann einfach abgebrochen. Das Thema war schwierig zu greifen und viele Elemente mit klaren Verstand zumindest nicht auf den ersten Blick nachvollziehbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Man konnte weder gro\u00dfe Bindung zur Hauptfigur, noch zu dessen vermeintlichen Kumpels herstellen. Die Skins wurden extrem unsympathisch und obendrein &gt;optisch&lt; fragw\u00fcrdig abgelichtet. Die Gruppe hatte keinerlei Charisma und deren Anf\u00fchrer wirkte wie eine Witzfigur &#8211; war bei Weitem kein Derek Vineyard (American History X) oder Hando (Romper Stomper), mehr ein halber Transvestit. Auch wurden deren Motivationen nicht wirklich begr\u00fcndet &#8211; sie waren einfach da, irgendwie auf Krawall aus und das war es schon.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Darsteller haben ihre Sache solide, aber nicht \u00fcberragend gemacht. Deren Spiel rangierte auf guten, aber keinem allzu mitrei\u00dfenden Niveau &#8211; was nat\u00fcrlich auch irgendwie durch den unkonventionellen Rahmen geschuldet sein d\u00fcrfte. Die Inszenierung bewegte sich auf gehobenem TV-Niveau, wirkte stellenweise fast dokumentarisch und das passte soweit ganz gut zum Rest. Der Soundtrack hatte ein paar gute Songs, h\u00e4tte aber trotzdem etwas mehr an Kultsongs an den Mann bringen d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;In my Skin&#8221; blieb f\u00fcr mich trotz mittlerweile zweimaliger Sichtung ein zweischneidiges Schwert. Auf der einen Seite bin ich f\u00fcr diesen Einblick in ein ungew\u00f6hnliches Leben dankbar, auf der anderen Seite mangelte es mir geh\u00f6rig an Empathie zu Figuren und Szenario. Alles f\u00fchlte sich ein wenig unrund an und der zuweilen leicht schleppende Verlaufe machte es nicht besser. Wer sich f\u00fcr die Thematik interessiert darf gerne mal einen Blick wagen &#8211; wer allerdings nur einen &#8220;Szenefilm&#8221; sucht, greift besser zu &#8220;This is England&#8221; und Konsorten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>6\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: PLAION PICTURES<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Als seine Eltern von Nigeria nach England auswanderten, wurde Enitan bei einer vor\u00fcbergehenden Gastfamilie untergebracht. Er wuchs dort zwar in relativ geordneten Verh\u00e4ltnissen auf, geriet aber insbesondere wegen seiner Hautfarbe oft in Konflikte und sein Frust wuchs mit jeden Tag. 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Die Gruppe hatte keinerlei Charisma und deren Anf\u00fchrer wirkte wie eine Witzfigur &#8211; war bei Weitem kein Derek Vineyard (American History X) oder Hando (Romper Stomper), mehr ein halber Transvestit. Auch wurden deren Motivationen nicht wirklich begr\u00fcndet &#8211; sie waren einfach da, irgendwie auf Krawall aus und das war es schon. Die Darsteller haben ihre Sache solide, aber nicht \u00fcberragend gemacht. Deren Spiel rangierte auf guten, aber keinem allzu mitrei\u00dfenden Niveau &#8211; was nat\u00fcrlich auch irgendwie durch den unkonventionellen Rahmen geschuldet sein d\u00fcrfte. Die Inszenierung bewegte sich auf gehobenem TV-Niveau, wirkte stellenweise fast dokumentarisch und das passte soweit ganz gut zum Rest. Der Soundtrack hatte ein paar gute Songs, h\u00e4tte aber trotzdem etwas mehr an Kultsongs an den Mann bringen d\u00fcrfen. &#8220;In my Skin&#8221; blieb f\u00fcr mich trotz mittlerweile zweimaliger Sichtung ein zweischneidiges Schwert. 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