{"id":14801,"date":"2023-03-10T19:04:23","date_gmt":"2023-03-10T19:04:23","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=14801"},"modified":"2023-03-10T19:04:23","modified_gmt":"2023-03-10T19:04:23","slug":"social-outcasts-pariah","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=14801","title":{"rendered":"Social Outcasts (Pariah)"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als eine Gruppe von Nazi-Skins die Freundin von Steve vergewaltigt und diese sich anschlie\u00dfend das Leben nimmt, bricht seine Welt v\u00f6llig in sich zusammen. Nach Monaten der Trauer und Resignation beschlie\u00dft er sich selbst die Haare abzuschneiden und sich dann unter die Peiniger zu mischen, woraufhin die Grenzen aus Rache und Teil der neuen Gemeinschaft zusehends verschwinden&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Pariah&#8221; (oder auch &#8220;Social Outcasts&#8221; oder &#8211; &#8220;Skinheads vs. Hooligans&#8221; die durchaus seltsamen deutschen Alternativtitel) ist schon ein h\u00f6chst seltsamer Film, bei dem viele Dinge geh\u00f6rig im Argen liegen und trotzdem oder gerade deswegen ein gewisser Unterhaltungsfaktor nicht von der Hand zu weisen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Ungereimtheiten beginnen bei der &#8211; zumindest f\u00fcr mich &#8211; wenig glaubw\u00fcrdigen Story und endet in vielen kleinen Details, die sich irgendwie wild zusammengew\u00fcrfelt und keineswegs sorgf\u00e4ltig recherchiert angef\u00fchlt haben. Wer sich auch nur ein wenig in der Szene auskennt, wird zwar wissen, dass es einige l\u00e4nderspezifische Unterschiede (Interpretation der Farbe der Schn\u00fcrsenkel, etc.) gibt, jedoch Dinge wie gegens\u00e4tzlich zusammengestellte Aufn\u00e4her oder Musik aus der &#8220;Gegenbewegung&#8221; hier seltsam in Kontext gestellt wurden und manchmal einfach keinen Sinn ergaben. <\/p>\n\n\n\n<p>Im Grunde pr\u00e4sentiert man uns hier echte Assis, die sich gegenseitig verpr\u00fcgeln, Drogen konsumieren und auch nicht vor \u00dcbergriffe auf Damen aus den eigenen Reihen nicht zur\u00fcckschrecken &#8211; was die Figuren insgesamt recht unsympathisch und ekelhaft erschienen lie\u00df. Es fehlte die gewisse Identifikation mit den Charakteren und dem Szenario &#8211; was sich hier gl\u00fccklicherweise nicht allzu negativ auf den Verlauf ausgewirkt hat &#8211; denn irgendwo konnte man dann immerhin aus &#8220;Au\u00dfenstehender&#8221; eine gewisse Perspektive auf die Ereignisse bewahren und sich auch nicht von &#8220;Verf\u00fchrern&#8221; kurzzeitig einnehmen lassen. Es gab ja schlichtweg keine. Kein Hando, kein Vinyard.<\/p>\n\n\n\n<p>Technisch und insbesondere optisch war &#8220;Pariah&#8221; durchwachsen. Die Produktion rangierte zwischen Low-Budget und soliden TV-Niveau, die Leistung der Darsteller schwankte stark. W\u00e4hrend die wichtigsten Rollen passabel besetzt wurden und deren Spiel vollkommen in Ordnung erschien, wirkten manche Nebenfiguren unfreiwillig komisch und so manch Einstellung schien beim ersten Versuch im Kasten gelassen worden zu sein. Die deutsche Synchronisation war nicht besonders pr\u00e4chtig, passte aber mit seinen nicht immer ganz motivierten Sprechern gut zum Rest.<\/p>\n\n\n\n<p>Grade oder wegen seiner seltsamen Geschichte breitet sich eine gewisse Unvorhersehbarkeit aus, die das Treiben irgendwo interessant und fast so etwas wie spannend machen. W\u00fcrde man nicht \u00fcber so viele Patzer oder ungef\u00e4llige Momente stolpern, h\u00e4tte man echt eine Empfehlung f\u00fcr Subkultur-Freunde aussprechen k\u00f6nnen. So mag der Streifen vielleicht arg provokativ und &#8220;dreckig&#8221; daher kommen, mag aber nicht ansatzweise mit den (wahrscheinlich auch h\u00f6her budgetierten) Platzhirschen mithalten. F\u00fcr mich als Fan solcher Werke sicherlich ein No-Brainer f\u00fcr die Sammlung, jedoch keine unabdingbare Empfehlung f\u00fcr Jeden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>6,5\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: KSM GmbH<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Als eine Gruppe von Nazi-Skins die Freundin von Steve vergewaltigt und diese sich anschlie\u00dfend das Leben nimmt, bricht seine Welt v\u00f6llig in sich zusammen. Nach Monaten der Trauer und Resignation beschlie\u00dft er sich selbst die Haare abzuschneiden und sich dann unter die Peiniger zu mischen, woraufhin die Grenzen aus Rache und Teil der neuen Gemeinschaft zusehends verschwinden&#8230; Fazit &#8220;Pariah&#8221; (oder auch &#8220;Social Outcasts&#8221; oder &#8211; &#8220;Skinheads vs. Hooligans&#8221; die durchaus seltsamen deutschen Alternativtitel) ist schon ein h\u00f6chst seltsamer Film, bei dem viele Dinge geh\u00f6rig im Argen liegen und trotzdem oder gerade deswegen ein gewisser Unterhaltungsfaktor nicht von der Hand zu weisen ist. Die Ungereimtheiten beginnen bei der &#8211; zumindest f\u00fcr mich &#8211; wenig glaubw\u00fcrdigen Story und endet in vielen kleinen Details, die sich irgendwie wild zusammengew\u00fcrfelt und keineswegs sorgf\u00e4ltig recherchiert angef\u00fchlt haben. Wer sich auch nur ein wenig in der Szene auskennt, wird zwar wissen, dass es einige l\u00e4nderspezifische Unterschiede (Interpretation der Farbe der Schn\u00fcrsenkel, etc.) gibt, jedoch Dinge wie gegens\u00e4tzlich zusammengestellte Aufn\u00e4her oder Musik aus der &#8220;Gegenbewegung&#8221; hier seltsam in Kontext gestellt wurden und manchmal einfach keinen Sinn ergaben. Im Grunde pr\u00e4sentiert man uns hier echte Assis, die sich gegenseitig verpr\u00fcgeln, Drogen konsumieren und auch nicht vor \u00dcbergriffe auf Damen aus den eigenen Reihen nicht zur\u00fcckschrecken &#8211; was die Figuren insgesamt recht unsympathisch und ekelhaft erschienen lie\u00df. Es fehlte die gewisse Identifikation mit den Charakteren und dem Szenario &#8211; was sich hier gl\u00fccklicherweise nicht allzu negativ auf den Verlauf ausgewirkt hat &#8211; denn irgendwo konnte man dann immerhin aus &#8220;Au\u00dfenstehender&#8221; eine gewisse Perspektive auf die Ereignisse bewahren und sich auch nicht von &#8220;Verf\u00fchrern&#8221; kurzzeitig einnehmen lassen. Es gab ja schlichtweg keine. Kein Hando, kein Vinyard. Technisch und insbesondere optisch war &#8220;Pariah&#8221; durchwachsen. Die Produktion rangierte zwischen Low-Budget und soliden TV-Niveau, die Leistung der Darsteller schwankte stark. W\u00e4hrend die wichtigsten Rollen passabel besetzt wurden und deren Spiel vollkommen in Ordnung erschien, wirkten manche Nebenfiguren unfreiwillig komisch und so manch Einstellung schien beim ersten Versuch im Kasten gelassen worden zu sein. Die deutsche Synchronisation war nicht besonders pr\u00e4chtig, passte aber mit seinen nicht immer ganz motivierten Sprechern gut zum Rest. Grade oder wegen seiner seltsamen Geschichte breitet sich eine gewisse Unvorhersehbarkeit aus, die das Treiben irgendwo interessant und fast so etwas wie spannend machen. W\u00fcrde man nicht \u00fcber so viele Patzer oder ungef\u00e4llige Momente stolpern, h\u00e4tte man echt eine Empfehlung f\u00fcr Subkultur-Freunde aussprechen k\u00f6nnen. So mag der Streifen vielleicht arg provokativ und &#8220;dreckig&#8221; daher kommen, mag aber nicht ansatzweise mit den (wahrscheinlich auch h\u00f6her budgetierten) Platzhirschen mithalten. 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