{"id":15086,"date":"2023-04-04T16:39:49","date_gmt":"2023-04-04T16:39:49","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=15086"},"modified":"2023-04-04T16:39:49","modified_gmt":"2023-04-04T16:39:49","slug":"rheingold","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=15086","title":{"rendered":"Rheingold"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Rheingold erz\u00e4hlt die Geschichte von Giwar Hajabi, der als Fl\u00fcchtling nach Deutschland kam und sich durchk\u00e4mpfen musste. Als er durch ein Missgeschick gro\u00dfe Schulden bei einem Unterweltboss hinterl\u00e4sst, plant er einen gro\u00dfen Raubzug &#8211; der in die Geschichte eingehen sollte\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit den meisten Werken von Fatih Akin, ja sogar teilweise mit der Musik von Xatar kann ich etwas anfangen, aber trotzdem wurde ich mit Rheingold nicht warm. Der Film besa\u00df zwar nette Stilelemente (verschiedene Sprachen, unterschiedliche Bildformate), eine solide Inszenierung und gar nicht mal so \u00fcble Handlung, doch irgendwie wirkte Vieles unausgegoren, langatmig und weniger interessant als zun\u00e4chst angenommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit knapp 2,5 Stunden war der Film eindeutig zu lang. Man gab sich zwar bem\u00fcht, die Hintergr\u00fcnde verst\u00e4ndlich zu skizzieren und vielen Figuren eine gewisse Tiefe zu verleihen, schoss dabei etwas \u00fcber das Ziel hinaus. So h\u00e4tte man einige Dialoge und vor allem diverse R\u00fcckblenden ordentlich eink\u00fcrzen und so den Erz\u00e4hlfluss deutlich aufwerten k\u00f6nnen. Man erkannte zwar die Absichten der Macher, h\u00e4tte einige Passagen beispielsweise besser in einer separaten Extended-Fassung einbauen und eine kompakte Kinofassung zur Auswahl stellen d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Darsteller haben ihre Sache allesamt gut, aber auch nicht \u00fcberragend gemacht. Manchmal f\u00fchlte sich das Geschehen wie ein Theaterst\u00fcck an, was m\u00f6glicherweise auch eine Intention hinter dem Titel &#8220;Rheingold&#8221; gewesen sein k\u00f6nnte. Das ging soweit in Ordnung und verlieh dem Treiben jede Menge Authenzit\u00e4t. Schade jedoch, dass vergleichsweise wenig Mucke eingespielt wurde. Dies hatte beispielsweise bei Bushidos &#8220;Zeiten \u00e4ndern Dich&#8221; f\u00fcr reichlich Atmosph\u00e4re gesorgt und mich deutlich besser abgeholt.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Rheingold&#8221; war ein durch und durch solider Film, der sich vor allem mit seiner Langatmigkeit selbst ein Bein gestellt hat. Die allgemeine Aufmachung hat mir gut gefallen, doch ein paar L\u00e4ngen tr\u00fcbten den Spa\u00df gewaltig. Dazu kam, dass die Geschichte am Ende dann doch nicht so spektakul\u00e4r ausgefallen war und der verlorene Boden hierdurch nicht wieder gut gemacht werden konnte. F\u00fcr interessante Biografien bin ich eigentlich immer zu haben, doch hier reicht mir vorerst die einmalige Sichtung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>6\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Warner Bros (Universal Pictures Germany GmbH)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Rheingold erz\u00e4hlt die Geschichte von Giwar Hajabi, der als Fl\u00fcchtling nach Deutschland kam und sich durchk\u00e4mpfen musste. Als er durch ein Missgeschick gro\u00dfe Schulden bei einem Unterweltboss hinterl\u00e4sst, plant er einen gro\u00dfen Raubzug &#8211; der in die Geschichte eingehen sollte\u2026 Fazit Mit den meisten Werken von Fatih Akin, ja sogar teilweise mit der Musik von Xatar kann ich etwas anfangen, aber trotzdem wurde ich mit Rheingold nicht warm. Der Film besa\u00df zwar nette Stilelemente (verschiedene Sprachen, unterschiedliche Bildformate), eine solide Inszenierung und gar nicht mal so \u00fcble Handlung, doch irgendwie wirkte Vieles unausgegoren, langatmig und weniger interessant als zun\u00e4chst angenommen. Mit knapp 2,5 Stunden war der Film eindeutig zu lang. Man gab sich zwar bem\u00fcht, die Hintergr\u00fcnde verst\u00e4ndlich zu skizzieren und vielen Figuren eine gewisse Tiefe zu verleihen, schoss dabei etwas \u00fcber das Ziel hinaus. So h\u00e4tte man einige Dialoge und vor allem diverse R\u00fcckblenden ordentlich eink\u00fcrzen und so den Erz\u00e4hlfluss deutlich aufwerten k\u00f6nnen. Man erkannte zwar die Absichten der Macher, h\u00e4tte einige Passagen beispielsweise besser in einer separaten Extended-Fassung einbauen und eine kompakte Kinofassung zur Auswahl stellen d\u00fcrfen. Die Darsteller haben ihre Sache allesamt gut, aber auch nicht \u00fcberragend gemacht. Manchmal f\u00fchlte sich das Geschehen wie ein Theaterst\u00fcck an, was m\u00f6glicherweise auch eine Intention hinter dem Titel &#8220;Rheingold&#8221; gewesen sein k\u00f6nnte. Das ging soweit in Ordnung und verlieh dem Treiben jede Menge Authenzit\u00e4t. Schade jedoch, dass vergleichsweise wenig Mucke eingespielt wurde. Dies hatte beispielsweise bei Bushidos &#8220;Zeiten \u00e4ndern Dich&#8221; f\u00fcr reichlich Atmosph\u00e4re gesorgt und mich deutlich besser abgeholt. &#8220;Rheingold&#8221; war ein durch und durch solider Film, der sich vor allem mit seiner Langatmigkeit selbst ein Bein gestellt hat. Die allgemeine Aufmachung hat mir gut gefallen, doch ein paar L\u00e4ngen tr\u00fcbten den Spa\u00df gewaltig. Dazu kam, dass die Geschichte am Ende dann doch nicht so spektakul\u00e4r ausgefallen war und der verlorene Boden hierdurch nicht wieder gut gemacht werden konnte. 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