{"id":15117,"date":"2023-04-05T16:39:49","date_gmt":"2023-04-05T16:39:49","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=15117"},"modified":"2023-04-05T16:39:49","modified_gmt":"2023-04-05T16:39:49","slug":"gegengerade-niemand-siegt-am-millerntor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=15117","title":{"rendered":"Gegengerade &#8211; Niemand siegt am Millerntor"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>St. Pauli ist weit mehr als nur ein Stadtviertel, sondern ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt im Leben vieler Menschen. Insbesondere der Fu\u00dfball genie\u00dft dabei einen hohen Stellenwert und verbindet Charaktere unterschiedlicher Gesinnung miteinander\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Gegengerade&#8221; ist kein richtiger Spielfilm, vielmehr eine Millieustudie &#8211; die anhand fikitiver Charaktere einen guten Eindruck vom Leben auf St. Pauli, respektive der Liebe zum Fussballverein vermittelt und uns dabei \u00fcberwiegend kurzweilig bei Laune h\u00e4lt.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon mit &#8220;Chaostage&#8221; hat Regisseur Tarek Ehlail verst\u00e4ndlich gemacht, welchen Stil er bei seinen Werken bevorzugt und dies bei diesem Titel mal wieder deutlich zum Ausdruck gebracht. Der Streifen fungiert zwar als richtiger Spielfilm, wirkt dabei aber recht dokumentarisch und blendet stets (mehr oder weniger gelungene) Zwischenkommentare ein, die diesen Stil auf eigenwillige Weise untermauern.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Charaktere m\u00f6gen zwar etwas \u00fcberzeichnet daher kommen, vermitteln aber einen guten Eindruck aus dem Kiez und waren weitestgehend sympathisch von ihrem Auftritt her. Alles besa\u00df einen spr\u00f6den, aber nicht von der Hand zu weisenden Charme und erm\u00f6glichte ein schnelles Abtauchen im Szenario.<\/p>\n\n\n\n<p>Etwas schade jedoch die allgemeine &#8220;Zerstreutheit&#8221; des Produktes. Ein roter Faden lie\u00df sich nur mit etwas M\u00fche erahnen und eine richtige Handlung war kaum ersichtlich. Man verstand einzelne Elemente durchaus zu deuten und empfand deren Ber\u00fccksichtigung als wichtig &#8211; trotzdem wirkte das Gesamtbild leicht unstimmig &#8211; woran die gro\u00dfartigen Darsteller (u. A. Mario Adorf, Moritz Bleibtreu) auch nichts ausgleichen konnten.<\/p>\n\n\n\n<p>Es gab mehrere Handlungsstr\u00e4nge, die sich zwar allesamt irgendwo locker \u00fcberschnitten, aber eine stramme Hauptstory, geschweige denn ein dazu passendes Finale war nicht auszumachen. Das Treiben endete zwar in gro\u00dfen Krawall, doch so richtig befriedigend war auch dies irgendwie nicht.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit ein wenig mehr Struktur, h\u00e4tte &#8220;Gegengerade&#8221; ein richtig guter Film werden k\u00f6nnen &#8211; so bleibt es nur ein kleiner Tipp f\u00fcr Genreliebhaber, die bereits s\u00e4mtliche Konkurrenten in- und auswendig kennen, einfach auf der Suche nach neuer Kost aus der Szene sind. Ich wurde insgesamt zwar nicht schlecht unterhalten, doch eine echte Empfehlung kommt mir nicht \u00fcber die Lippen bzw. in den Artikel. &#8220;Chaostage&#8221; fand ich damals um einiges st\u00e4rker, intensiver und mitrei\u00dfender, &#8220;Gegengerade&#8221; ist einfach okay.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>6\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: KSM GmbH<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt St. Pauli ist weit mehr als nur ein Stadtviertel, sondern ein wichtiger Dreh- und Angelpunkt im Leben vieler Menschen. Insbesondere der Fu\u00dfball genie\u00dft dabei einen hohen Stellenwert und verbindet Charaktere unterschiedlicher Gesinnung miteinander\u2026 Fazit &#8220;Gegengerade&#8221; ist kein richtiger Spielfilm, vielmehr eine Millieustudie &#8211; die anhand fikitiver Charaktere einen guten Eindruck vom Leben auf St. Pauli, respektive der Liebe zum Fussballverein vermittelt und uns dabei \u00fcberwiegend kurzweilig bei Laune h\u00e4lt. Schon mit &#8220;Chaostage&#8221; hat Regisseur Tarek Ehlail verst\u00e4ndlich gemacht, welchen Stil er bei seinen Werken bevorzugt und dies bei diesem Titel mal wieder deutlich zum Ausdruck gebracht. Der Streifen fungiert zwar als richtiger Spielfilm, wirkt dabei aber recht dokumentarisch und blendet stets (mehr oder weniger gelungene) Zwischenkommentare ein, die diesen Stil auf eigenwillige Weise untermauern. Die Charaktere m\u00f6gen zwar etwas \u00fcberzeichnet daher kommen, vermitteln aber einen guten Eindruck aus dem Kiez und waren weitestgehend sympathisch von ihrem Auftritt her. Alles besa\u00df einen spr\u00f6den, aber nicht von der Hand zu weisenden Charme und erm\u00f6glichte ein schnelles Abtauchen im Szenario. Etwas schade jedoch die allgemeine &#8220;Zerstreutheit&#8221; des Produktes. Ein roter Faden lie\u00df sich nur mit etwas M\u00fche erahnen und eine richtige Handlung war kaum ersichtlich. Man verstand einzelne Elemente durchaus zu deuten und empfand deren Ber\u00fccksichtigung als wichtig &#8211; trotzdem wirkte das Gesamtbild leicht unstimmig &#8211; woran die gro\u00dfartigen Darsteller (u. A. Mario Adorf, Moritz Bleibtreu) auch nichts ausgleichen konnten. Es gab mehrere Handlungsstr\u00e4nge, die sich zwar allesamt irgendwo locker \u00fcberschnitten, aber eine stramme Hauptstory, geschweige denn ein dazu passendes Finale war nicht auszumachen. Das Treiben endete zwar in gro\u00dfen Krawall, doch so richtig befriedigend war auch dies irgendwie nicht. Mit ein wenig mehr Struktur, h\u00e4tte &#8220;Gegengerade&#8221; ein richtig guter Film werden k\u00f6nnen &#8211; so bleibt es nur ein kleiner Tipp f\u00fcr Genreliebhaber, die bereits s\u00e4mtliche Konkurrenten in- und auswendig kennen, einfach auf der Suche nach neuer Kost aus der Szene sind. 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