{"id":15982,"date":"2023-05-31T11:30:31","date_gmt":"2023-05-31T11:30:31","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=15982"},"modified":"2023-05-31T11:30:31","modified_gmt":"2023-05-31T11:30:31","slug":"eragon-das-vermaechtnis-der-drachenreiter","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=15982","title":{"rendered":"Eragon \u2013 Das Verm\u00e4chtnis der Drachenreiter"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Per Zufall ger\u00e4t der unscheinbare Junge Eragon in den Besitz eines mysteri\u00f6sen Steines, aus dem unverhofft ein waschechtes Drachenbaby schl\u00fcpft. W\u00e4hrend der unbarmherzige Herrscher des Landes noch mit der Suche nach diesem Artefakt besch\u00e4ftigt ist, trainiert der frisch gebackene Drachenreiter f\u00fcr den Ernstfall\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die B\u00fccher waren seinerzeit wohl ein gro\u00dfer Erfolg und Hollywood wollte selbstverst\u00e4ndlich ein St\u00fcck von diesem schmackhaften Kuchen abbekommen &#8211; was aufgrund ern\u00fcchternder Einspielergebnisse und stornierter Fortsetzungen offensichtlich nicht ganz so pr\u00e4chtig gelang. Die erneute Sichtung am gestrigen Abend f\u00fchrten mir die Grunde dann wieder ganz offen vor Augen&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Im Grunde ist die Geschichte von &#8220;Eragon&#8221; nicht verkehrt und das Setting besitzt auch sicherlich Potential f\u00fcr weitere Abendteuer, doch f\u00fcr einen ersten Teil der Reihe muss der Einstieg einfach besser gelingen als hier. Man hat alles irgendwo schon einmal gesehen und f\u00fchlt sich zu sehr in sicheren Gew\u00e4ssern. Wirklich alle Handlungselemente waren extrem vorhersehbar gestaltet, alle Figuren waren durchschaubar geschrieben und \u00fcberraschende Wendungen quasi gar nicht vorhanden. Alles lief nach bew\u00e4hrten Schemen ab und zeigte keinerlei Eigenst\u00e4ndigkeit.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Streifen pl\u00e4tscherte vor sich hin &#8211; nicht unbedingt langweilig, aber eben auch noch sonderlich aufregend. Man bediente sich allseits bekannter Elemente und typischen &#8220;Heldensagen&#8221;, brachte keinen frischen Schwung ins angestaubte Szenario. Immerhin konnte die Technik f\u00fcr die damaligen Verh\u00e4ltnisse \u00fcberzeugen (und auch heute noch ein gutes Bild hinterlassen), womit man sich immerhin von ein paar \u00e4lteren Genrevertretern abheben kann. Der &#8220;Titeldrache&#8221; war sowohl in kleiner, als auch in gro\u00dfer Ausf\u00fchrung pr\u00e4chtig animiert und die Kulissen luden mit vielen Details zum Versinken ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Gro\u00dfartige Schauspieler wie Jeremy Irons oder John Malkovich blieben aufgrund ihrer schwachen Rollen weit hinter ihren sonstigen Standards zur\u00fcck und machten sogar einen verschenkten Eindruck. Sie konnten sich nicht recht entfalten, wirkten stellenweise sogar unfreiwillig komisch oder viel zu ernst f\u00fcr ihren jeweiligen  Auftritt. Der junge Eragon schien dagegen \u00fcberfordert und trotz allem Wohlwollen irgendwie zu wenig charismatisch um ans Herz zu wachsen. Man konnte sich nicht in seine Lage hineindenken (ich wei\u00df, bei einem solchen Film sowieso nicht einfach) und wurde so nur schwer von seiner Figur mitgerissen.<\/p>\n\n\n\n<p>Manchmal wundert man sich nicht \u00fcber Misserfolge, obwohl das Produkt doch gar nicht mal so schlecht erschien. &#8220;Eragon&#8221; mag grunds\u00e4tzlich kein miserabler Titel sein und macht im Kern gar nicht mal so viel falsch &#8211; setzt aber zu sehr auf &#8220;Nummer sicher&#8221; und wagt rein gar nichts. Was helfen solide Pfeiler, wie eine gute technische Umsetzung oder namhafte Akteure, wenn der Rest einfach zu belanglos und austauschbar erscheint. Das Werk ist nett und kein Totalausfall, aber viel zu weit hinter meinen Anspr\u00fcchen an opulentes und kurzweiliges Popcorn-Kino entfernt &#8211; ohne \u00fcberhaupt einen Vergleich zur wohl recht famosen Buchvorlage herstellen zu k\u00f6nnen. Wer solche Filme absolut mag, kommt sicherlich auf seine Kosten, sollte aber mit mangelnder Innovation leben k\u00f6nnen. Vielleicht kommt ja die tats\u00e4chlich mal angek\u00fcndigte Serien-Adaption und f\u00fcgt dem Treiben noch ein paar weitere Ebenen und neue Impulse hinzu. Dieser w\u00fcrde ich h\u00f6chstwahrscheinlich eine Chance geben &#8211; auch wenn dieser Kinofilm bestenfalls mittelpr\u00e4chtig daher kam.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>6\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: 20th Century Fox<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Per Zufall ger\u00e4t der unscheinbare Junge Eragon in den Besitz eines mysteri\u00f6sen Steines, aus dem unverhofft ein waschechtes Drachenbaby schl\u00fcpft. 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Wirklich alle Handlungselemente waren extrem vorhersehbar gestaltet, alle Figuren waren durchschaubar geschrieben und \u00fcberraschende Wendungen quasi gar nicht vorhanden. Alles lief nach bew\u00e4hrten Schemen ab und zeigte keinerlei Eigenst\u00e4ndigkeit. Der Streifen pl\u00e4tscherte vor sich hin &#8211; nicht unbedingt langweilig, aber eben auch noch sonderlich aufregend. Man bediente sich allseits bekannter Elemente und typischen &#8220;Heldensagen&#8221;, brachte keinen frischen Schwung ins angestaubte Szenario. Immerhin konnte die Technik f\u00fcr die damaligen Verh\u00e4ltnisse \u00fcberzeugen (und auch heute noch ein gutes Bild hinterlassen), womit man sich immerhin von ein paar \u00e4lteren Genrevertretern abheben kann. Der &#8220;Titeldrache&#8221; war sowohl in kleiner, als auch in gro\u00dfer Ausf\u00fchrung pr\u00e4chtig animiert und die Kulissen luden mit vielen Details zum Versinken ein. Gro\u00dfartige Schauspieler wie Jeremy Irons oder John Malkovich blieben aufgrund ihrer schwachen Rollen weit hinter ihren sonstigen Standards zur\u00fcck und machten sogar einen verschenkten Eindruck. Sie konnten sich nicht recht entfalten, wirkten stellenweise sogar unfreiwillig komisch oder viel zu ernst f\u00fcr ihren jeweiligen Auftritt. Der junge Eragon schien dagegen \u00fcberfordert und trotz allem Wohlwollen irgendwie zu wenig charismatisch um ans Herz zu wachsen. Man konnte sich nicht in seine Lage hineindenken (ich wei\u00df, bei einem solchen Film sowieso nicht einfach) und wurde so nur schwer von seiner Figur mitgerissen. Manchmal wundert man sich nicht \u00fcber Misserfolge, obwohl das Produkt doch gar nicht mal so schlecht erschien. &#8220;Eragon&#8221; mag grunds\u00e4tzlich kein miserabler Titel sein und macht im Kern gar nicht mal so viel falsch &#8211; setzt aber zu sehr auf &#8220;Nummer sicher&#8221; und wagt rein gar nichts. 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