{"id":16293,"date":"2023-06-15T08:36:23","date_gmt":"2023-06-15T08:36:23","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=16293"},"modified":"2023-06-15T08:36:23","modified_gmt":"2023-06-15T08:36:23","slug":"tief-wie-der-ozean","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=16293","title":{"rendered":"Tief wie der Ozean"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In einer Sekunde der Unachtsamkeit, verschwindet der kleine Ben Cappadora und die Sorge w\u00e4chst schnell. Selbst gro\u00dfangelegte Suchaktionen zeigen kein Ergebnis und die Beh\u00f6rden wissen nicht weiter Scheinbar ist das Kind entf\u00fchrt und die Tat sorgf\u00e4ltig geplant worden. Mit dem Laufe der Zeit droht die Familie an diesem Verlust zu zerbrechen, bis dann etliche Jahre sp\u00e4ter ein fremder und dennoch vertraut wirkender Junge unverhofft vor deren T\u00fcre steht\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Manchmal gibt es schon tragische Gr\u00fcnde, seinen &#8220;Pile auf Shame&#8221; (in diesem Fall: die bisher ungesehene DVD von &#8220;Tief wie der Ozean&#8221;) abzuarbeiten. Den k\u00fcrzlichen Tod von Treat Williams nahm ich dann jedenfalls zum Anlass, diesen Streifen endlich einmal einzulegen und den gro\u00dfartigen Akteur bei seiner Arbeit bewundern zu d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Tief wie der Ozean&#8221; ist kein Film f\u00fcr jeden Tag und sicherlich auch kein einfaches Werk f\u00fcr mal eben Zwischendurch. Er mag zwar eine \u00fcberschaubare Komplexit\u00e4t aufweisen, dennoch viel von seinem Betrachter in Sachen Emotion abverlangen und durchaus zu ungem\u00fctlichen Gedankeng\u00e4ngen animieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Man konnte sich gut in das Setting, insbesondere die Figuren hineindenken und deren Gef\u00fchle nicht nur verstehen, sondern auch irgendwie gut teilen. Viel spielt sich neben dem eigentlichen Film n\u00e4mlich im Kopf des Betrachters ab &#8211; der unentwegt versucht zu konstruieren, wie es ihm in dieser schmerzlichen Lage ergehen w\u00fcrde.<\/p>\n\n\n\n<p>Bis zum Ende spielt das Werk seine &#8211; grunds\u00e4tzlich sehr \u00fcberschaubaren &#8211; Karten recht gut aus und h\u00e4lt uns bei Laune. Die Wendung gen Mitte gelang den Machern ganz ausgezeichnet und gibt dem Geschehen neuen Drive. Man geht weg von einer klassischen Entf\u00fchrungsgeschichte und geht ins vollkommen unkalkulierbare Drama-Segment \u00fcber. Das macht die Sache spannend.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Darsteller haben ihre Sache allesamt sehr gut gemacht, wobei nat\u00fcrlich die jungen Akteure und Mutter Michelle Pfeiffer am Deutlichsten in Erinnerung geblieben sind. Die Inszenierung war ansonsten hochwertig und mit den eher ruhigeren Bildern durchaus dem Thema angemessen.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Tief wie der Ozean&#8221; ist ein gelungener Titel, der emotional ordentlich abholt und zum Nachdenken animiert. F\u00fcr eine uneingeschr\u00e4nkte Empfehlung ist er jedoch zu speziell und jeder Betrachter sollte aufgrund der Inhaltsangabe selbst \u00fcber eine Sichtung entscheiden. Leider ist der &#8220;Wiederschau-Wert&#8221; ebenfalls sehr gering. Wer sich auf dieses Ereignis einlassen mag, erh\u00e4lt aber packende und bewegende Unterhaltung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>7\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Constantin Film<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt In einer Sekunde der Unachtsamkeit, verschwindet der kleine Ben Cappadora und die Sorge w\u00e4chst schnell. Selbst gro\u00dfangelegte Suchaktionen zeigen kein Ergebnis und die Beh\u00f6rden wissen nicht weiter Scheinbar ist das Kind entf\u00fchrt und die Tat sorgf\u00e4ltig geplant worden. Mit dem Laufe der Zeit droht die Familie an diesem Verlust zu zerbrechen, bis dann etliche Jahre sp\u00e4ter ein fremder und dennoch vertraut wirkender Junge unverhofft vor deren T\u00fcre steht\u2026 Fazit Manchmal gibt es schon tragische Gr\u00fcnde, seinen &#8220;Pile auf Shame&#8221; (in diesem Fall: die bisher ungesehene DVD von &#8220;Tief wie der Ozean&#8221;) abzuarbeiten. Den k\u00fcrzlichen Tod von Treat Williams nahm ich dann jedenfalls zum Anlass, diesen Streifen endlich einmal einzulegen und den gro\u00dfartigen Akteur bei seiner Arbeit bewundern zu d\u00fcrfen. &#8220;Tief wie der Ozean&#8221; ist kein Film f\u00fcr jeden Tag und sicherlich auch kein einfaches Werk f\u00fcr mal eben Zwischendurch. Er mag zwar eine \u00fcberschaubare Komplexit\u00e4t aufweisen, dennoch viel von seinem Betrachter in Sachen Emotion abverlangen und durchaus zu ungem\u00fctlichen Gedankeng\u00e4ngen animieren. Man konnte sich gut in das Setting, insbesondere die Figuren hineindenken und deren Gef\u00fchle nicht nur verstehen, sondern auch irgendwie gut teilen. Viel spielt sich neben dem eigentlichen Film n\u00e4mlich im Kopf des Betrachters ab &#8211; der unentwegt versucht zu konstruieren, wie es ihm in dieser schmerzlichen Lage ergehen w\u00fcrde. Bis zum Ende spielt das Werk seine &#8211; grunds\u00e4tzlich sehr \u00fcberschaubaren &#8211; Karten recht gut aus und h\u00e4lt uns bei Laune. Die Wendung gen Mitte gelang den Machern ganz ausgezeichnet und gibt dem Geschehen neuen Drive. Man geht weg von einer klassischen Entf\u00fchrungsgeschichte und geht ins vollkommen unkalkulierbare Drama-Segment \u00fcber. Das macht die Sache spannend. Die Darsteller haben ihre Sache allesamt sehr gut gemacht, wobei nat\u00fcrlich die jungen Akteure und Mutter Michelle Pfeiffer am Deutlichsten in Erinnerung geblieben sind. Die Inszenierung war ansonsten hochwertig und mit den eher ruhigeren Bildern durchaus dem Thema angemessen. &#8220;Tief wie der Ozean&#8221; ist ein gelungener Titel, der emotional ordentlich abholt und zum Nachdenken animiert. F\u00fcr eine uneingeschr\u00e4nkte Empfehlung ist er jedoch zu speziell und jeder Betrachter sollte aufgrund der Inhaltsangabe selbst \u00fcber eine Sichtung entscheiden. Leider ist der &#8220;Wiederschau-Wert&#8221; ebenfalls sehr gering. 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