{"id":16474,"date":"2023-06-22T06:04:18","date_gmt":"2023-06-22T06:04:18","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=16474"},"modified":"2023-06-22T06:04:18","modified_gmt":"2023-06-22T06:04:18","slug":"daemon-trau-keiner-seele","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=16474","title":{"rendered":"D\u00e4mon &#8211; Trau keiner Seele"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Aufgrund aktueller Sichtung wurde dieses Review aus dem Archiv \u00fcbernommen und hier sauber formatiert. M\u00f6glichweise wurden einige Passagen \u00fcberarbeitet und die Wertung nach aktuellen Ma\u00dfst\u00e4ben noch einmal korrigiert.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>John Hobbes ist ein charmanter und recht erfolgreicher Cop, der schon einige Verbrecher zur Strecke gebracht hat. Unter Ihnen auch Edgar Reese, der in seiner Zelle auf die Todesstrafe wartet. W\u00e4hrend seiner Hinrichtung jedoch, str\u00f6mt ein unsichtbarer D\u00e4mon aus seinem K\u00f6rper hinaus und macht in anderen Menschen mit der brutalen Mordserie weiter\u2026.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Denzel Washington ist ein erstklassiger Schauspieler, der auch in diesem Mysterie-Thriller eine hervorragende Leistung an den Tag legt. Auch wenn die Story hin und wieder arg mit ihrer Glaubw\u00fcrdigkeit zu k\u00e4mpfen hat, steht der Hauptakteur wie ein Fels in der Brandung. Allein sein Spiel rechtfertigt die Sichtung voll und ganz, wobei der Film &#8211; trotz erw\u00e4hnter Schw\u00e4che in Sachen Authentizit\u00e4t &#8211; durchaus gef\u00e4llt.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Geschehen ist jederzeit angenehm ernst, stellenweise sch\u00f6n d\u00fcster, animiert prima zum abtauchen und erinnert unweigerlich an optisch \u00e4hnlich inszenierte Klassiker wie &#8220;Sieben&#8221;. Nat\u00fcrlich st\u00f6rt ein wenig der \u00fcbernat\u00fcrliche Grundgedanke (da liegt mir besagter Thriller mit Brad Pitt schon eher), doch wenn man mit beispielsweise &#8220;Akte X&#8221; kein Problem hat, f\u00e4llt dies nicht negativ ins Gewicht. Der Name &#8220;D\u00e4mon&#8221; suggeriert ja schon Anleihen aus dem Fantasy- Bereich &#8211; und immerhin wurden diese geschichtlich auch ganz passabel verwurstet.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Verlauf gestaltete sich trotz knapper zwei Stunden Laufzeit als geschmeidig, hatte nur vereinzelt mal eine ganz kleine L\u00e4nge zu verzeichnen. Der Spannungsbogen entfaltet sich schon sehr fr\u00fch und h\u00e4lt sich bis zum bitteren Ende auf einem hohen Niveau. Nur selten flacht das Szenario etwas ab, um aber z\u00fcgig wieder an Fahrt zu gewinnen und vers\u00f6hnlich zu stimmen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Idee mit dem wandelenden K\u00f6rperbesetzungen ist sch\u00f6n, vor allem sehr ordentlich umgesetzt. Mit minimalen Mitteln wurde hier eine unheimliche Grundstimmung aufgebaut und durch das Wechseln der unterschiedlichen Charaktere echtes Unwohlsein generiert. Man brannte kein Effektfeuerwerk ab, doch dies h\u00e4tte man auch gar nicht n\u00f6tig gehabt. Das Teil lebt von einer dichten Atmosph\u00e4re und dem st\u00e4ndigen hadern, wer vom D\u00e4mon besetzt sei, oder schlicht, wie man letztlich gegen ihn ank\u00e4mpft.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben Washington tummelten sich noch ein paar bekannte Gesichter wie John Goodmann oder Donald Sutherland, die ihre Sache ebenfalls sehr gut machten und irgendwie immer zu einem kleinen L\u00e4cheln animierten. Die Darsteller haben sich hervorragend erg\u00e4nzt und dem Treiben sogar eine gewisse Eleganz verabreicht. Ansonsten gab es hinsichtlich der Technik nichts zu kritisieren. Wie erw\u00e4hnt gefielen die k\u00fchlen, zuweilen etwas unheimlich gefilterten Bilder und der passende Soundtrack, der mit einigen Klassikern hin und wieder enorm ins Ohr ging.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe &#8220;D\u00e4mon&#8221; nun schon einige Male gesehen und habe das Gef\u00fchl, dass er mit jeder Sichtung einen kleinen Ticken besser wird. Die \u00fcbernat\u00fcrlichen Anleihen m\u00f6gen nicht Jedermanns Geschmack sein, haben sich jedoch als gar nicht so st\u00f6rend erweisen und nahmen dem Geschehen weder etwas von der guten Atmosph\u00e4re, noch wirkten sie deplatziert. Wer gute Thriller im Stil vom mehrfach zitierten Meisterwerk &#8220;Sieben&#8221; mag, darf also gerne einen Blick wagen. Bei mir hat der Streifen jedenfalls seit VHS-Zeiten einen festen Stammplatz in der Sammlung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>7,5\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Warner<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt John Hobbes ist ein charmanter und recht erfolgreicher Cop, der schon einige Verbrecher zur Strecke gebracht hat. Unter Ihnen auch Edgar Reese, der in seiner Zelle auf die Todesstrafe wartet. W\u00e4hrend seiner Hinrichtung jedoch, str\u00f6mt ein unsichtbarer D\u00e4mon aus seinem K\u00f6rper hinaus und macht in anderen Menschen mit der brutalen Mordserie weiter\u2026. Fazit Denzel Washington ist ein erstklassiger Schauspieler, der auch in diesem Mysterie-Thriller eine hervorragende Leistung an den Tag legt. Auch wenn die Story hin und wieder arg mit ihrer Glaubw\u00fcrdigkeit zu k\u00e4mpfen hat, steht der Hauptakteur wie ein Fels in der Brandung. Allein sein Spiel rechtfertigt die Sichtung voll und ganz, wobei der Film &#8211; trotz erw\u00e4hnter Schw\u00e4che in Sachen Authentizit\u00e4t &#8211; durchaus gef\u00e4llt. Das Geschehen ist jederzeit angenehm ernst, stellenweise sch\u00f6n d\u00fcster, animiert prima zum abtauchen und erinnert unweigerlich an optisch \u00e4hnlich inszenierte Klassiker wie &#8220;Sieben&#8221;. Nat\u00fcrlich st\u00f6rt ein wenig der \u00fcbernat\u00fcrliche Grundgedanke (da liegt mir besagter Thriller mit Brad Pitt schon eher), doch wenn man mit beispielsweise &#8220;Akte X&#8221; kein Problem hat, f\u00e4llt dies nicht negativ ins Gewicht. Der Name &#8220;D\u00e4mon&#8221; suggeriert ja schon Anleihen aus dem Fantasy- Bereich &#8211; und immerhin wurden diese geschichtlich auch ganz passabel verwurstet. Der Verlauf gestaltete sich trotz knapper zwei Stunden Laufzeit als geschmeidig, hatte nur vereinzelt mal eine ganz kleine L\u00e4nge zu verzeichnen. Der Spannungsbogen entfaltet sich schon sehr fr\u00fch und h\u00e4lt sich bis zum bitteren Ende auf einem hohen Niveau. Nur selten flacht das Szenario etwas ab, um aber z\u00fcgig wieder an Fahrt zu gewinnen und vers\u00f6hnlich zu stimmen. Die Idee mit dem wandelenden K\u00f6rperbesetzungen ist sch\u00f6n, vor allem sehr ordentlich umgesetzt. Mit minimalen Mitteln wurde hier eine unheimliche Grundstimmung aufgebaut und durch das Wechseln der unterschiedlichen Charaktere echtes Unwohlsein generiert. Man brannte kein Effektfeuerwerk ab, doch dies h\u00e4tte man auch gar nicht n\u00f6tig gehabt. Das Teil lebt von einer dichten Atmosph\u00e4re und dem st\u00e4ndigen hadern, wer vom D\u00e4mon besetzt sei, oder schlicht, wie man letztlich gegen ihn ank\u00e4mpft. Neben Washington tummelten sich noch ein paar bekannte Gesichter wie John Goodmann oder Donald Sutherland, die ihre Sache ebenfalls sehr gut machten und irgendwie immer zu einem kleinen L\u00e4cheln animierten. 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