{"id":16567,"date":"2023-06-27T06:34:34","date_gmt":"2023-06-27T06:34:34","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=16567"},"modified":"2023-06-27T06:34:34","modified_gmt":"2023-06-27T06:34:34","slug":"operation-finale","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=16567","title":{"rendered":"Operation Finale"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Dem Mossad liegen Erkenntnisse vor, dass sich der so genannte &#8220;Architekt des Holocaust&#8221; in Argentinien befinden soll. Zun\u00e4chst gibt sich der Geheimdienst zwar z\u00f6gerlich, doch dann werden die besten M\u00e4nner zur Festnahme von Adolf Eichmann entsendet\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei manchen Filmen geht es mehr um die Dokumentation und Aussage, denn die eigentliche Inszenierung. Die ist bei &#8220;Operation Finale&#8221; zwar nicht schlecht, aber nicht ganz auf h\u00f6chstem Hollywood-Niveau, was leider auch die mittelpr\u00e4chtige und stellenweise schwer verst\u00e4ndliche deutsche Synchronisation betraf.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie dem auch sei. Der Streifen wirkte durch seine eher unscheinbare Art angenehm dokumentarisch und baute seinen eigenen, stellenweise leicht gem\u00e4chlichen Sog auf. Die Geschichte um Eichmann war offensichtlich gewissenhaft recherchiert und gab einen guten Einblick in die teils eher unbekannten Ereignisse nach dem Zweiten Weltkrieg.<\/p>\n\n\n\n<p>Man konnte sich prima in die gezeigten Figuren hineindenken und vor allem deren Kampf mit dem eigenen Gewissen teilen. Es wurde keine unmenschlichen Bestien pr\u00e4sentiert, sondern auf allen Seiten markante Charaktere mit eigenen Motivationen aufgezeigt. Das Kammerspiel zwischen J\u00e4gern und Gejagten ging teils unter die Haut und viele Dialoge animierten zum Nachdenken.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Werk besa\u00df eine (im positiven Sinne gedachte) unheimliche Grundstimmung, die uns vor dem Bildschirm ausharren lie\u00df. Obwohl die Handlung recht vorherschaubar verlief (oder grunds\u00e4tzlich schon bekannt ist), wollte man unbedingt am Ball bleiben und dem weiteren Verlauf folgen. Es waren eben besagte Wortgefechte, auf die man sich am ehesten konzentrierte und die Parteien bei ihren jeweiligen Argumentationen zu verstehen versuchte &#8211; so unsch\u00f6n es auch manchmal war.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Operation Finale&#8221; war ein routiniert gemachter und wohl auch irgendwo wichtiger Beitrag zur Verarbeitung der eigenen Geschichte. Er zeigte verst\u00e4ndlich und ohne unn\u00f6tige Effekthascherei auf, wie sich die Dinge um die Verhaftung von Eichmann abspielten und stellt seine Figur selbst recht charismatisch und hervorragend gespielt von Ben Kingsley dar. Wer sich f\u00fcr die Thematik interessiert und zuf\u00e4lligerweise auch ein Netflix-Abo hat, sollte ruhig mal einen Blick riskieren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>7,5\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Netflix<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Dem Mossad liegen Erkenntnisse vor, dass sich der so genannte &#8220;Architekt des Holocaust&#8221; in Argentinien befinden soll. Zun\u00e4chst gibt sich der Geheimdienst zwar z\u00f6gerlich, doch dann werden die besten M\u00e4nner zur Festnahme von Adolf Eichmann entsendet\u2026 Fazit Bei manchen Filmen geht es mehr um die Dokumentation und Aussage, denn die eigentliche Inszenierung. Die ist bei &#8220;Operation Finale&#8221; zwar nicht schlecht, aber nicht ganz auf h\u00f6chstem Hollywood-Niveau, was leider auch die mittelpr\u00e4chtige und stellenweise schwer verst\u00e4ndliche deutsche Synchronisation betraf. Wie dem auch sei. Der Streifen wirkte durch seine eher unscheinbare Art angenehm dokumentarisch und baute seinen eigenen, stellenweise leicht gem\u00e4chlichen Sog auf. Die Geschichte um Eichmann war offensichtlich gewissenhaft recherchiert und gab einen guten Einblick in die teils eher unbekannten Ereignisse nach dem Zweiten Weltkrieg. Man konnte sich prima in die gezeigten Figuren hineindenken und vor allem deren Kampf mit dem eigenen Gewissen teilen. Es wurde keine unmenschlichen Bestien pr\u00e4sentiert, sondern auf allen Seiten markante Charaktere mit eigenen Motivationen aufgezeigt. Das Kammerspiel zwischen J\u00e4gern und Gejagten ging teils unter die Haut und viele Dialoge animierten zum Nachdenken. Das Werk besa\u00df eine (im positiven Sinne gedachte) unheimliche Grundstimmung, die uns vor dem Bildschirm ausharren lie\u00df. Obwohl die Handlung recht vorherschaubar verlief (oder grunds\u00e4tzlich schon bekannt ist), wollte man unbedingt am Ball bleiben und dem weiteren Verlauf folgen. Es waren eben besagte Wortgefechte, auf die man sich am ehesten konzentrierte und die Parteien bei ihren jeweiligen Argumentationen zu verstehen versuchte &#8211; so unsch\u00f6n es auch manchmal war. &#8220;Operation Finale&#8221; war ein routiniert gemachter und wohl auch irgendwo wichtiger Beitrag zur Verarbeitung der eigenen Geschichte. Er zeigte verst\u00e4ndlich und ohne unn\u00f6tige Effekthascherei auf, wie sich die Dinge um die Verhaftung von Eichmann abspielten und stellt seine Figur selbst recht charismatisch und hervorragend gespielt von Ben Kingsley dar. 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