{"id":16627,"date":"2023-06-28T08:17:47","date_gmt":"2023-06-28T08:17:47","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=16627"},"modified":"2023-06-28T08:17:47","modified_gmt":"2023-06-28T08:17:47","slug":"benedetta","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=16627","title":{"rendered":"Benedetta"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Italien im 17. Jahrhundert. Schon als Kind wird Benedetta von ihrem Vater in im Kloster von Pescia abgegeben und sie so der Erziehung der dortigen Nonnen \u00fcberlassen. Wohl beh\u00fctet w\u00e4chst sie heran, doch mit dem Auftauchen einer neuen Ordensschwester werden bis dato ungekannte Gel\u00fcste erweckt und pl\u00f6tzlich zeigen sich zudem merkw\u00fcrdige Wundmale an ihrem K\u00f6rper\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr mich ist Paul Verhoeven ein Ausnahmeregisseur mit einem H\u00e4ndchen f\u00fcr interessante und sehr unterschiedliche Themen f\u00fcr seine zumeist sehr gelungenen Filme. Obwohl mich hier das Setting eigentlich gar nicht so sehr reizte, wollte ich mich dennoch auf &#8220;Benedetta&#8221; einlassen und wurde dann \u00fcber knappe zwei Stunden erstaunlich gut bei Laune gehalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl Zeit und Szenario recht verschieden waren, erinnerte mich hier Vieles an &#8220;Fleisch und Blut&#8221;, der ebenfalls aus Katalog des Machers stammt und durchaus ein paar \u00e4hnliche Elemente (u. A. Ausbruch der Pest) aufgriff. Ansonsten war &#8220;Benedetta&#8221; aber Eigenst\u00e4ndig und auf seine Weise besonders.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit knapp \u00fcber zwei Stunden war der Titel lang und zudem \u00fcberwiegend ruhig erz\u00e4hlt, dennoch nie langweilig. Man hielt immer gut die Waage zwischen Dialog, Erotik und sogar ein paar brutalen Momenten. Die Geschichte (die angeblich auf wahren Begebenheiten beruht) verspr\u00fchte stets eine gewisse Mystik und Unberechenbarkeit &#8211; was das Geschehen angenehm spannend machte und bis zum Ende ausgezeichnet bei Laune hielt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Darsteller haben ihre Sache allesamt sehr gut gemacht, wobei nat\u00fcrlich Hauptdarstellerin  Virginie Efira und Charlotte Rampling am deutlichsten hervorstachen. Sie haben ein tolles Spiel auf Augenh\u00f6he abgeliefert und die knisternde Stimmung in den Klostermauern hervorragend zum Zuschauer teleportiert. Ansonsten gefiel nat\u00fcrlich auch die tolle Technik, die mit perfekt ausgeleuchteten Aufnahmen und guten Effekten \u00fcberzeugen konnte. Man durfte einwandfrei abtauchen und die wirklich tolle Immersion des Mittelalters in vollen Z\u00fcgen genie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Benedetta&#8221; geh\u00f6rt f\u00fcr mich in die Kategorie &#8220;kein Film f\u00fcr jeden Tag und auch nichts f\u00fcr mal eben Zwischendurch&#8221;, gefiel mir aber trotzdem sehr gut und ist durchaus eine Empfehlung wert. Sicherlich sind Thema und einige anst\u00f6\u00dfigen Szenen Gemackssache, doch wenn ihr euch damit anfreunden k\u00f6nnt, steht dem Ausflug ins Mittelalter nichts im Wege. Klar hat Verhoeven schon ein paar bessere Werke abgeliefert, doch so mancher eher vernichtenden Kritik vermag ich mich hier jedenfalls nicht anzuschlie\u00dfen. F\u00fcr mich hat der Film irgendwas und wandert gerne in die Sammlung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>7,5\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: PLAION PICTURES<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Italien im 17. Jahrhundert. Schon als Kind wird Benedetta von ihrem Vater in im Kloster von Pescia abgegeben und sie so der Erziehung der dortigen Nonnen \u00fcberlassen. Wohl beh\u00fctet w\u00e4chst sie heran, doch mit dem Auftauchen einer neuen Ordensschwester werden bis dato ungekannte Gel\u00fcste erweckt und pl\u00f6tzlich zeigen sich zudem merkw\u00fcrdige Wundmale an ihrem K\u00f6rper\u2026 Fazit F\u00fcr mich ist Paul Verhoeven ein Ausnahmeregisseur mit einem H\u00e4ndchen f\u00fcr interessante und sehr unterschiedliche Themen f\u00fcr seine zumeist sehr gelungenen Filme. Obwohl mich hier das Setting eigentlich gar nicht so sehr reizte, wollte ich mich dennoch auf &#8220;Benedetta&#8221; einlassen und wurde dann \u00fcber knappe zwei Stunden erstaunlich gut bei Laune gehalten. Obwohl Zeit und Szenario recht verschieden waren, erinnerte mich hier Vieles an &#8220;Fleisch und Blut&#8221;, der ebenfalls aus Katalog des Machers stammt und durchaus ein paar \u00e4hnliche Elemente (u. A. Ausbruch der Pest) aufgriff. Ansonsten war &#8220;Benedetta&#8221; aber Eigenst\u00e4ndig und auf seine Weise besonders. Mit knapp \u00fcber zwei Stunden war der Titel lang und zudem \u00fcberwiegend ruhig erz\u00e4hlt, dennoch nie langweilig. Man hielt immer gut die Waage zwischen Dialog, Erotik und sogar ein paar brutalen Momenten. Die Geschichte (die angeblich auf wahren Begebenheiten beruht) verspr\u00fchte stets eine gewisse Mystik und Unberechenbarkeit &#8211; was das Geschehen angenehm spannend machte und bis zum Ende ausgezeichnet bei Laune hielt. Die Darsteller haben ihre Sache allesamt sehr gut gemacht, wobei nat\u00fcrlich Hauptdarstellerin Virginie Efira und Charlotte Rampling am deutlichsten hervorstachen. Sie haben ein tolles Spiel auf Augenh\u00f6he abgeliefert und die knisternde Stimmung in den Klostermauern hervorragend zum Zuschauer teleportiert. Ansonsten gefiel nat\u00fcrlich auch die tolle Technik, die mit perfekt ausgeleuchteten Aufnahmen und guten Effekten \u00fcberzeugen konnte. Man durfte einwandfrei abtauchen und die wirklich tolle Immersion des Mittelalters in vollen Z\u00fcgen genie\u00dfen. &#8220;Benedetta&#8221; geh\u00f6rt f\u00fcr mich in die Kategorie &#8220;kein Film f\u00fcr jeden Tag und auch nichts f\u00fcr mal eben Zwischendurch&#8221;, gefiel mir aber trotzdem sehr gut und ist durchaus eine Empfehlung wert. Sicherlich sind Thema und einige anst\u00f6\u00dfigen Szenen Gemackssache, doch wenn ihr euch damit anfreunden k\u00f6nnt, steht dem Ausflug ins Mittelalter nichts im Wege. 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