{"id":16682,"date":"2023-07-03T08:17:54","date_gmt":"2023-07-03T08:17:54","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=16682"},"modified":"2023-07-03T08:17:54","modified_gmt":"2023-07-03T08:17:54","slug":"indiana-jones-und-das-rad-des-schicksals","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=16682","title":{"rendered":"Indiana Jones und das Rad des Schicksals"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eigentlich wollte sich der Arch\u00e4ologe und Universit\u00e4tsdozent Indiana Jones endg\u00fcltig in den Ruhestand verabschieden, doch dann erlangt ihn der Hilferuf der Tochter eines guten Freundes. Angeblich sind Nazis noch immer hinter einem geheimnisvollen Artefakt her, welches den Verlauf der Geschichte auf unsch\u00f6ne Weise ver\u00e4ndern k\u00f6nnte\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die zum Teil wirklich verehrenden Kritiken h\u00e4tten mich fast von einer Sichtung zu Release abgebracht und auf eine Ver\u00f6ffentlichung f\u00fcr Daheim warten lassen. Gl\u00fccklicherweise habe ich mich dann dennoch in den Kinosessel gezw\u00e4ngt &#8211; und ging am Ende mit unerwartet guter Stimmung wieder nach Hause.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Das Rad des Schicksals&#8221; mag kein absoluter \u00dcberhammer gewesen sein, aber trotz kleinerer L\u00e4ngen und Problemen mit der Logik wurde man doch weitestgehend sehr gut bei Laune gehalten. Pacing, Humor und Action haben gepasst, Handlung und B\u00f6sewichter mich gegen\u00fcber dem letzten Teil endlich wieder vers\u00f6hnlich gestimmt.<\/p>\n\n\n\n<p>Mads Mikkelsen und seine Nazischergen (wo kommen die blo\u00df alle her und wie blieb die Ausr\u00fcstung unentdeckt?) waren jedenfalls charismatischere Figuren als Klischee-Russen oder gar au\u00dferirdische Wesen, die im wahrsten Wortes Sinne v\u00f6llig aus der Luft gegriffen schienen. Man konnte sich gut im Setting fallen lassen und nicht nur beim Intro kamen vertraute Gef\u00fchle und viel Nostalgie auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Sicherlich brannte das Werk direkt zu Beginn sein gr\u00f6\u00dftes Feuerwerk ab und kn\u00fcpfte dank Verj\u00fcngung der Hauptfigur nahezu perfekt an alte Zeiten an, doch auch im sp\u00e4teren Verlauf gab es &#8211; neben diversen Gastauftritten alter Bekannter &#8211; immer wieder sehenswerte Passagen mit nunmehr altersgerechterer Action. Das Finale (keine Spoiler!) kam dann so unerwartet wie effektvoll, zauberte nach kurzer Verwirrung ein L\u00e4cheln auf die Lippen und verpasste dem Ganzen einen witzigen Abschluss.<\/p>\n\n\n\n<p>Ford mag mittlerweile nicht mehr der J\u00fcngste sein, machte seine Sache aber noch immer gewohnt gut und zum Gl\u00fcck nicht allzu unglaubw\u00fcrdig, wie im Vorfeld wage bef\u00fcrchtet. Seine Rolle wurde ihm erneut gekonnt auf den Leib geschneidert und seine Aktionen waren &#8211; wie bereits erw\u00e4hnt &#8211; etwas weniger waghalsig als fr\u00fcher. Einige Kritiken sprachen von einer gewissen Lustlosigkeit, die ich aber absolut nicht erkennen konnte. Vielleicht h\u00e4tte etwas mehr Selbstironie nicht geschadet, dennoch vermag ich nichts gro\u00dfartig an ihm zu m\u00e4keln.<\/p>\n\n\n\n<p>Helena ging als neuer Sidekick in Ordnung, war weit weniger nervig als der pl\u00f6tzlich aus dem Nichts aufgetauchte Sohn aus dem &#8220;Kristallsch\u00e4del-Film&#8221;. Sie hatte zwar ein paar unn\u00f6tige Dialogzeilen und rang stets mit dem Gewinnen der Sympathien, dennoch war ihre Leistung in Ordnung. Gut gefallen haben mir allerdings die Gastauftritte bekannter Veteranen, die sich ein berechnendes, dennoch sch\u00f6nes Stelldichein gaben.<\/p>\n\n\n\n<p>Es wird nichts so hei\u00df gegessen, wie es gekocht wird &#8211; und bei Filmen darf man sich nicht allzu sehr von negativen Stimmen verunsichern lassen. Nach dem vorherigen beinahe-Debakel waren die eigenen Erwartungen schon eher ged\u00e4mpft und nach der Sichtung ehrlichweise geh\u00f6rig \u00fcbertroffen worden. Es gab zwar ein paar langweilige Momente, ein paar weniger gut geschriebene Figuren und ein paar unn\u00f6tige Dialoge &#8211; doch unterm Strich haben die wohl dosierte Musik, ein noch immer energiegeladener Hauptdarsteller und die stellenweise tolle Atmosph\u00e4re \u00fcberzeugt und die Reihe in meinen Augen w\u00fcrdig zu Ende gebracht. Nat\u00fcrlich hat &#8220;Indy&#8221; Potential und es gab bereits sch\u00f6ne Ideen f\u00fcr eine neue Handlung (z.B. durch das Computerspiel &#8220;Fate of Atlantis&#8221;), doch insgesamt gefiel auch dieser Plot und die vertrauten Widersacher. Ich wurde mehr als solide bespa\u00dft und freue mich auf eine erneute Sichtung im Heimkino!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>7,5\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Disney<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Eigentlich wollte sich der Arch\u00e4ologe und Universit\u00e4tsdozent Indiana Jones endg\u00fcltig in den Ruhestand verabschieden, doch dann erlangt ihn der Hilferuf der Tochter eines guten Freundes. Angeblich sind Nazis noch immer hinter einem geheimnisvollen Artefakt her, welches den Verlauf der Geschichte auf unsch\u00f6ne Weise ver\u00e4ndern k\u00f6nnte\u2026 Fazit Die zum Teil wirklich verehrenden Kritiken h\u00e4tten mich fast von einer Sichtung zu Release abgebracht und auf eine Ver\u00f6ffentlichung f\u00fcr Daheim warten lassen. Gl\u00fccklicherweise habe ich mich dann dennoch in den Kinosessel gezw\u00e4ngt &#8211; und ging am Ende mit unerwartet guter Stimmung wieder nach Hause. &#8220;Das Rad des Schicksals&#8221; mag kein absoluter \u00dcberhammer gewesen sein, aber trotz kleinerer L\u00e4ngen und Problemen mit der Logik wurde man doch weitestgehend sehr gut bei Laune gehalten. Pacing, Humor und Action haben gepasst, Handlung und B\u00f6sewichter mich gegen\u00fcber dem letzten Teil endlich wieder vers\u00f6hnlich gestimmt. Mads Mikkelsen und seine Nazischergen (wo kommen die blo\u00df alle her und wie blieb die Ausr\u00fcstung unentdeckt?) waren jedenfalls charismatischere Figuren als Klischee-Russen oder gar au\u00dferirdische Wesen, die im wahrsten Wortes Sinne v\u00f6llig aus der Luft gegriffen schienen. Man konnte sich gut im Setting fallen lassen und nicht nur beim Intro kamen vertraute Gef\u00fchle und viel Nostalgie auf. Sicherlich brannte das Werk direkt zu Beginn sein gr\u00f6\u00dftes Feuerwerk ab und kn\u00fcpfte dank Verj\u00fcngung der Hauptfigur nahezu perfekt an alte Zeiten an, doch auch im sp\u00e4teren Verlauf gab es &#8211; neben diversen Gastauftritten alter Bekannter &#8211; immer wieder sehenswerte Passagen mit nunmehr altersgerechterer Action. Das Finale (keine Spoiler!) kam dann so unerwartet wie effektvoll, zauberte nach kurzer Verwirrung ein L\u00e4cheln auf die Lippen und verpasste dem Ganzen einen witzigen Abschluss. Ford mag mittlerweile nicht mehr der J\u00fcngste sein, machte seine Sache aber noch immer gewohnt gut und zum Gl\u00fcck nicht allzu unglaubw\u00fcrdig, wie im Vorfeld wage bef\u00fcrchtet. Seine Rolle wurde ihm erneut gekonnt auf den Leib geschneidert und seine Aktionen waren &#8211; wie bereits erw\u00e4hnt &#8211; etwas weniger waghalsig als fr\u00fcher. Einige Kritiken sprachen von einer gewissen Lustlosigkeit, die ich aber absolut nicht erkennen konnte. Vielleicht h\u00e4tte etwas mehr Selbstironie nicht geschadet, dennoch vermag ich nichts gro\u00dfartig an ihm zu m\u00e4keln. Helena ging als neuer Sidekick in Ordnung, war weit weniger nervig als der pl\u00f6tzlich aus dem Nichts aufgetauchte Sohn aus dem &#8220;Kristallsch\u00e4del-Film&#8221;. Sie hatte zwar ein paar unn\u00f6tige Dialogzeilen und rang stets mit dem Gewinnen der Sympathien, dennoch war ihre Leistung in Ordnung. 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