{"id":16773,"date":"2023-07-10T06:32:08","date_gmt":"2023-07-10T06:32:08","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=16773"},"modified":"2023-07-10T06:32:08","modified_gmt":"2023-07-10T06:32:08","slug":"sonne-und-beton","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=16773","title":{"rendered":"Sonne und Beton"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Berlin im Hochsommer 2003. Lukas und seine Freunde schw\u00e4nzen wieder einmal die Schule und geraten mit anderen Gangs aneinander. Am Ende stehen sie mit Schulden und einem knappen Zeitlimit zum Beschaffen der Kohle da. Kurzerhand beschlie\u00dfen sie einen folgeschweren Einbruch durchzuziehen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Bewertungen (besonders bei einem gro\u00dfen Versandh\u00e4ndler) k\u00f6nnten unterschiedlicher kaum sein und das Ergebnis best\u00e4tigt dies. &#8220;Sonne und Beton&#8221; ist kontrovers, damit sicherlich nicht jedermanns Ding &#8211; aber unterm Strich ein recht guter Film, dessen bekannte Buchvorlage mir leider bisher entgangen ist und so keine Vergleiche gezogen werden k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Geschichte war authentisch, wirkte wirklich wie aus dem Leben gegriffen und spannend erz\u00e4hlt. Durch viele kleine Details (Handys, Mode, etc.) wurde die Vergangenheit zudem anschaulich pr\u00e4sentiert und das Abtauchen fiel (trotz diverser sprachlicher H\u00fcrden &#8211; ich sag nur: Jugendsprache) sehr leicht. Auch wenn man gl\u00fccklicherweise in anderen Verh\u00e4ltnissen aufwuchs, kann man sich gut mit Lukas und seinen Kollegen identifizieren, zumindest deren Sorgen, N\u00f6te und Tr\u00e4ume verstehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Erz\u00e4hlfluss war ausgezeichnet und trotz knapper zwei Stunden Laufzeit nie langweilig. Auf dem Schirm war immer etwas los und sie gewisse Unvorhersehbarkeit der Handlung sorgte stets f\u00fcr hohe Aufmerksamkeit. Man wollte eigentlich immer wissen, wie es weitergeht und vor allem wie die Jungs noch einmal ihren Kopf aus der Schlinge ziehen. Dabei ging es in sch\u00f6nem Tempo stets auf und ab &#8211; ein echtes Wechselbad der Gef\u00fchle mit hohem Unterhaltungswert.<\/p>\n\n\n\n<p>Optisch war der Streifen zun\u00e4chst gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig. Hat man sich an die grellen, stark gefilterten Bilder jedoch gew\u00f6hnt, kommt gerade das sommerliche Setting hervorragend r\u00fcber und man st\u00f6rt sich gar nicht mehr an diesem Stilmittel. Direkt gef\u00e4llig und richtig genial allerdings der Soundtrack. Der \u00fcberwiegend deutsche Rap passt hervorragend zum Szenario und umschrieb so manche Situation einfach klasse.<\/p>\n\n\n\n<p>Viel kritisiert wurden die Darsteller bzw. deren Spiel. In meinen Augen war der Cast jedoch \u00e4u\u00dferst gelungen und die gr\u00f6\u00dftenteils jungen Akteure haben ihre Arbeit ganz hervorragend und glaubw\u00fcrdig erledigt. Auch wenn mancher Moment\/Dialog vielleicht einen Ticken dr\u00fcber war, vermag ich den Kerlen nichts anzukreiden und lobe ihre Nat\u00fcrlichkeit. In kleinen Nebenrollen kamen immerhin ein paar bekanntere Gesichter zum Zuge, die schon in anderen Projekten (z.B. Gerdy Zint in &#8220;Kriegerin&#8221;) mit Regisseur David Wnendt zusammengearbeitet haben.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Sonne und Beton&#8221; schockiert in seinen heftigen Momenten mehr als jeder Horrorfilm in der letzten Zeit und zeigt mit drastischen Einblicken die Welt einer scheinbar verlorenen Jugend auf. Zwar kenne ich die Vorlage von Autor und Comedian Felix Lobrecht noch nicht, attestiere hier aber einfach mal eine gelungene Umsetzung der brisanten Thematik. Trotz Schlag in die Magengrube gefiel mir stets die mehr oder weniger unterschwellige Aussicht auf Hoffnung und das sehr vers\u00f6hnliche und dennoch nicht mit dem Rest brechende Finale. Unterm Strich eine wirklich sehenswerte Milieustudie mit Herz, Schmerz und ungesch\u00f6nter Sch\u00f6nheit. Geht unter die Haut. Empfehlung!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>7,5\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Constantin Film (Universal Pictures)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Berlin im Hochsommer 2003. Lukas und seine Freunde schw\u00e4nzen wieder einmal die Schule und geraten mit anderen Gangs aneinander. Am Ende stehen sie mit Schulden und einem knappen Zeitlimit zum Beschaffen der Kohle da. Kurzerhand beschlie\u00dfen sie einen folgeschweren Einbruch durchzuziehen\u2026 Fazit Die Bewertungen (besonders bei einem gro\u00dfen Versandh\u00e4ndler) k\u00f6nnten unterschiedlicher kaum sein und das Ergebnis best\u00e4tigt dies. &#8220;Sonne und Beton&#8221; ist kontrovers, damit sicherlich nicht jedermanns Ding &#8211; aber unterm Strich ein recht guter Film, dessen bekannte Buchvorlage mir leider bisher entgangen ist und so keine Vergleiche gezogen werden k\u00f6nnen. Die Geschichte war authentisch, wirkte wirklich wie aus dem Leben gegriffen und spannend erz\u00e4hlt. Durch viele kleine Details (Handys, Mode, etc.) wurde die Vergangenheit zudem anschaulich pr\u00e4sentiert und das Abtauchen fiel (trotz diverser sprachlicher H\u00fcrden &#8211; ich sag nur: Jugendsprache) sehr leicht. Auch wenn man gl\u00fccklicherweise in anderen Verh\u00e4ltnissen aufwuchs, kann man sich gut mit Lukas und seinen Kollegen identifizieren, zumindest deren Sorgen, N\u00f6te und Tr\u00e4ume verstehen. Der Erz\u00e4hlfluss war ausgezeichnet und trotz knapper zwei Stunden Laufzeit nie langweilig. Auf dem Schirm war immer etwas los und sie gewisse Unvorhersehbarkeit der Handlung sorgte stets f\u00fcr hohe Aufmerksamkeit. Man wollte eigentlich immer wissen, wie es weitergeht und vor allem wie die Jungs noch einmal ihren Kopf aus der Schlinge ziehen. Dabei ging es in sch\u00f6nem Tempo stets auf und ab &#8211; ein echtes Wechselbad der Gef\u00fchle mit hohem Unterhaltungswert. Optisch war der Streifen zun\u00e4chst gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftig. Hat man sich an die grellen, stark gefilterten Bilder jedoch gew\u00f6hnt, kommt gerade das sommerliche Setting hervorragend r\u00fcber und man st\u00f6rt sich gar nicht mehr an diesem Stilmittel. Direkt gef\u00e4llig und richtig genial allerdings der Soundtrack. Der \u00fcberwiegend deutsche Rap passt hervorragend zum Szenario und umschrieb so manche Situation einfach klasse. Viel kritisiert wurden die Darsteller bzw. deren Spiel. In meinen Augen war der Cast jedoch \u00e4u\u00dferst gelungen und die gr\u00f6\u00dftenteils jungen Akteure haben ihre Arbeit ganz hervorragend und glaubw\u00fcrdig erledigt. Auch wenn mancher Moment\/Dialog vielleicht einen Ticken dr\u00fcber war, vermag ich den Kerlen nichts anzukreiden und lobe ihre Nat\u00fcrlichkeit. In kleinen Nebenrollen kamen immerhin ein paar bekanntere Gesichter zum Zuge, die schon in anderen Projekten (z.B. Gerdy Zint in &#8220;Kriegerin&#8221;) mit Regisseur David Wnendt zusammengearbeitet haben. &#8220;Sonne und Beton&#8221; schockiert in seinen heftigen Momenten mehr als jeder Horrorfilm in der letzten Zeit und zeigt mit drastischen Einblicken die Welt einer scheinbar verlorenen Jugend auf. Zwar kenne ich die Vorlage von Autor und Comedian Felix Lobrecht noch nicht, attestiere hier aber einfach mal eine gelungene Umsetzung der brisanten Thematik. Trotz Schlag in die Magengrube gefiel mir stets die mehr oder weniger unterschwellige Aussicht auf Hoffnung und das sehr vers\u00f6hnliche und dennoch nicht mit dem Rest brechende Finale. Unterm Strich eine wirklich sehenswerte Milieustudie mit Herz, Schmerz und ungesch\u00f6nter Sch\u00f6nheit. Geht unter die Haut. Empfehlung! 7,5\/10 Fotocopyright: Constantin Film (Universal Pictures)<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":16775,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[11,15],"class_list":["post-16773","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-filmbesprechungen","tag-besprechung","tag-drama"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16773","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=16773"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16773\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":16789,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/16773\/revisions\/16789"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/16775"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=16773"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=16773"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=16773"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}