{"id":16887,"date":"2023-07-13T07:15:19","date_gmt":"2023-07-13T07:15:19","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=16887"},"modified":"2023-07-13T07:15:19","modified_gmt":"2023-07-13T07:15:19","slug":"infinity-pool","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=16887","title":{"rendered":"Infinity Pool"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">F\u00fcr James und Em sollte es ein entspannter Urlaub im Paradies sein, doch pl\u00f6tzlich wird die H\u00f6lle daraus. Von einem fremden P\u00e4rchen werden sie zum Verlassen der Hotelanlage animiert und durch einen folgeschweren Unfall ver\u00e4ndert sich einfach alles\u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wie der Vater, so auch der Sohn. Erneut liefert uns der Spross von Genrelegende Cronenberg einen bizarren, verst\u00f6renden und nicht sofort klar interpretierbaren Film ab, der letztlich aber gar nicht mal so \u00fcbel war.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Geschichte ben\u00f6tigt eine Weile um in Fahrt zu kommen, gab sich dabei aber durchaus interessant und keineswegs langatmig. Zun\u00e4chst genie\u00dft man die idyllischen Aufnahmen, um dann immer weiter in einer seltsamen Handlung mit undurchsichtigen Gestalten und vor allem mangelnder Vorhersehbarkeit zu versinken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zwar hat man sich am Ende weiterhin nach dem Sinn von Allem gefragt, letztlich aber eine unterhaltsame Zeit mit diesem Titel verbracht. Man konnte sich nie sicher sein, welche Aktion als N\u00e4chstes folgt und vor allem wie dieser Horrortrip nun ausgehen wird. Ist zwar eine pers\u00f6nliche Frage, wie sehr der Abschluss nun befriedigt, aber hier war eher der Weg dorthin wieder das eigentliche Ziel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Pers\u00f6nlich habe ich ein paar Ideen zur groben Aussage, dennoch gibt es selbst hier ein paar unterschiedliche Perspektiven &#8211; was ich gar nicht mal so schlecht finde. M\u00f6glicherweise interpretiert man allerdings auch zu viel in die verst\u00f6renden Bilder und verwobene Handlung hinein, doch immerhin hatte sich das Hirn mit den Ereignissen besch\u00e4ftigt und der Konsens war mir dann irgendwo wieder egal. Man wurde unterhalten, dufte nachdenken und bekam h\u00fcbsche Einblicke &#8211; die sogar vor kleineren Hardcore-Elementen nicht zur\u00fcckschreckten &#8211; und man hat sich nicht gelangweilt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Alexander Skarsg\u00e5rd und vor allem die brillant durchgeknallt spielende Mia Goth (&#8220;<a rel=\"noreferrer noopener\" href=\"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=13149\" data-type=\"URL\" data-id=\"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=13149\" target=\"_blank\">X<\/a>&#8220;) haben ihre Sache sehr gut gemacht und lie\u00dfen und ihre Gef\u00fchlswelten gnadenlos miterleben. Manchmal waren Darstellung und vor allem schreiender Dialog an der Grenze der eigenen Nerven, doch zum Gl\u00fcck wurde der Bogen nie \u00fcberspannt und dieses Stilmittel verfehlte seine Wirkung nicht. Der Gastauftritt von Thomas Kretschmann war \u00fcberdies auch sehr sch\u00f6n gemacht. Technisch gab man sich ebenso keinerlei Bl\u00f6\u00dfe &#8211; klare und zur passenden Stelle rauschige 4K Bilder holten Wahnsinn und Urlaubsfeeling wunderbar nach Hause.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wer ungew\u00f6hnliche Filme mag &#8211; und m\u00f6glicherweise auch schon mit anderen Werken der Cronenberg-Familie in Ber\u00fchrung gekommen ist &#8211; kann sich ungef\u00e4hr vorstellen, welche Gangart an den Tag gelegt wird und ob dieser Ausflug etwas f\u00fcr Einen sein k\u00f6nnte. Zwar sinniere ich beim Schreiben dieses Textes noch weiterhin \u00fcber Sinn, Logik und Aussage, hatte aber unterm Strich eine spa\u00dfige Zeit und stelle mir die Scheibe gerne ins Regal. Ob Kunst oder Schrott muss Jeder selbst entscheiden &#8211; ich jedenfalls mag solche verqueren Dinger, bei denen man nicht unbedingt zu hundertprozentig durchsteigen muss und trotzdem Freude hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size wp-block-paragraph\"><strong>7,5\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fotocopyright: Universal Pictures Germany GmbH<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt F\u00fcr James und Em sollte es ein entspannter Urlaub im Paradies sein, doch pl\u00f6tzlich wird die H\u00f6lle daraus. Von einem fremden P\u00e4rchen werden sie zum Verlassen der Hotelanlage animiert und durch einen folgeschweren Unfall ver\u00e4ndert sich einfach alles\u2026 Fazit Wie der Vater, so auch der Sohn. Erneut liefert uns der Spross von Genrelegende Cronenberg einen bizarren, verst\u00f6renden und nicht sofort klar interpretierbaren Film ab, der letztlich aber gar nicht mal so \u00fcbel war. Die Geschichte ben\u00f6tigt eine Weile um in Fahrt zu kommen, gab sich dabei aber durchaus interessant und keineswegs langatmig. Zun\u00e4chst genie\u00dft man die idyllischen Aufnahmen, um dann immer weiter in einer seltsamen Handlung mit undurchsichtigen Gestalten und vor allem mangelnder Vorhersehbarkeit zu versinken. Zwar hat man sich am Ende weiterhin nach dem Sinn von Allem gefragt, letztlich aber eine unterhaltsame Zeit mit diesem Titel verbracht. Man konnte sich nie sicher sein, welche Aktion als N\u00e4chstes folgt und vor allem wie dieser Horrortrip nun ausgehen wird. Ist zwar eine pers\u00f6nliche Frage, wie sehr der Abschluss nun befriedigt, aber hier war eher der Weg dorthin wieder das eigentliche Ziel. Pers\u00f6nlich habe ich ein paar Ideen zur groben Aussage, dennoch gibt es selbst hier ein paar unterschiedliche Perspektiven &#8211; was ich gar nicht mal so schlecht finde. M\u00f6glicherweise interpretiert man allerdings auch zu viel in die verst\u00f6renden Bilder und verwobene Handlung hinein, doch immerhin hatte sich das Hirn mit den Ereignissen besch\u00e4ftigt und der Konsens war mir dann irgendwo wieder egal. Man wurde unterhalten, dufte nachdenken und bekam h\u00fcbsche Einblicke &#8211; die sogar vor kleineren Hardcore-Elementen nicht zur\u00fcckschreckten &#8211; und man hat sich nicht gelangweilt. Alexander Skarsg\u00e5rd und vor allem die brillant durchgeknallt spielende Mia Goth (&#8220;X&#8220;) haben ihre Sache sehr gut gemacht und lie\u00dfen und ihre Gef\u00fchlswelten gnadenlos miterleben. Manchmal waren Darstellung und vor allem schreiender Dialog an der Grenze der eigenen Nerven, doch zum Gl\u00fcck wurde der Bogen nie \u00fcberspannt und dieses Stilmittel verfehlte seine Wirkung nicht. Der Gastauftritt von Thomas Kretschmann war \u00fcberdies auch sehr sch\u00f6n gemacht. Technisch gab man sich ebenso keinerlei Bl\u00f6\u00dfe &#8211; klare und zur passenden Stelle rauschige 4K Bilder holten Wahnsinn und Urlaubsfeeling wunderbar nach Hause. Wer ungew\u00f6hnliche Filme mag &#8211; und m\u00f6glicherweise auch schon mit anderen Werken der Cronenberg-Familie in Ber\u00fchrung gekommen ist &#8211; kann sich ungef\u00e4hr vorstellen, welche Gangart an den Tag gelegt wird und ob dieser Ausflug etwas f\u00fcr Einen sein k\u00f6nnte. Zwar sinniere ich beim Schreiben dieses Textes noch weiterhin \u00fcber Sinn, Logik und Aussage, hatte aber unterm Strich eine spa\u00dfige Zeit und stelle mir die Scheibe gerne ins Regal. 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