{"id":17437,"date":"2023-07-27T10:32:08","date_gmt":"2023-07-27T10:32:08","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=17437"},"modified":"2023-07-27T10:32:08","modified_gmt":"2023-07-27T10:32:08","slug":"juice-city-war","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=17437","title":{"rendered":"Juice \u2013 City-War"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bishop, Q, Raheem und Steel leben in Harlem und verbringen mehr Zeit auf der Stra\u00dfe, statt in der Schule. Sie schlagen sich mit kleineren Gaunereien durch und versuchen irgendwie durchs Leben zu kommen. W\u00e4hrend Q durch seine F\u00e4higkeiten als DJ wenigstens einen Ausweg aus der vertrackten Lage anstrebt, geht Kumpel Bishop andere Wege und distanziert sich mit fragw\u00fcrdigen Ansichten und Aktionen zusehends von der Gruppe\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Juice&#8221; ist ein Schlag in die Magengrube &#8211; und das meine ich keineswegs im negativen Sinne. Innerhalb einer erfreulich kompakten Laufzeit (knapp 90 Minuten) bringt es Regisseur Ernest R. Dickerson auf den Punkt und verzichtet dabei auf unn\u00f6tigen Schnick-Schnack.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Juice&#8221; ist in vielen Bereichen genau richtig ausgelotet und setzt seine Schwerpunkte mit Bedacht. Man verschwendet keine Zeit mit umfangreicher Einf\u00fchrung seiner Figuren, sondern l\u00e4sst uns die unterschiedlichen Charaktere im Filmverlauf einfach selbst kennenlernen. Auch versucht man nicht das &#8220;gro\u00dfe Ganze&#8221; aufzuzeigen, sondern wirklich die Probleme, denen die Freunde auch wirklich ausgesetzt sind. Hier gab es keine unn\u00f6tigen Liebesgeschichten oder k\u00fcnstlich aufgebl\u00e4hte Komplexit\u00e4t &#8211; und das macht die Sache so glaubw\u00fcrdig, spannend, greifbar und nicht zuletzt auch kurzweilig.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Handlung und vor allem die Unvorhersehbarkeit der Aktionen unserer Figuren fesselten an den Schirm. Klar ist die Lage schnell verstanden und innerlich einsortiert, dennoch reizt das Verhalten, insbesondere das vom genial agierenden Tupac Shakur in seiner Rolle als Bishop. Er gab dem Szenario mit seinen Ausbr\u00fcchen immer wieder einen gewissen Kick, ohne die gesamte Bodenst\u00e4ndigkeit des Streifens zu verw\u00e4ssern. Ihm  zur Seite stand allerdings auch ein ebenso genialer Omar Epps, der seine Sache ebenso authentisch und zuweilen fast g\u00e4nsehauterregend erledigte.<\/p>\n\n\n\n<p>Optisch besticht &#8220;Juice&#8221; mit seiner Nat\u00fcrlichkeit, was Look und eher blas gehaltene Farben betraf. Das leicht k\u00f6rnige Bild sorgt f\u00fcr eine sch\u00f6ne Atmosph\u00e4re, die ein passender Soundtrack gut untermauerte. Man f\u00fchle sich schnell wohl (sofern es das Setting im eigentlichen Sinne zulie\u00df) und f\u00fchlte Charaktere und Kulissen direkt. Nichts war zu sehr auf Hochglanz poliert und keine Beats lie\u00dfen das Geschehen wie ein Musikvideo erscheinen.<\/p>\n\n\n\n<p>Vielleicht hat &#8220;Juice&#8221; auch erst in Nachhinein ein wenig von der Pr\u00e4senz des verstorbenen K\u00fcnstlers Tupac profitiert, doch diese Aufmerksamkeit w\u00e4re dem Werk auch ohne dessen Zutun vollends verdient. Der Titel reiht sich nahtlos zu &#8220;Menace&#8221; oder &#8220;Boys&#8221; ein und sollte beim Genreliebhaber definitiv im Regal stehen. Die dicht und kompakt erz\u00e4hlte Geschichte \u00fcber Verzweiflung und Freundschaft hielt prima bei Laune und k\u00f6nnte fast als Dokumentation durchgehen. Damals wie heute eine echte Empfehlung meinerseits!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>8\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Studio Hamburg Enterprises<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Bishop, Q, Raheem und Steel leben in Harlem und verbringen mehr Zeit auf der Stra\u00dfe, statt in der Schule. Sie schlagen sich mit kleineren Gaunereien durch und versuchen irgendwie durchs Leben zu kommen. W\u00e4hrend Q durch seine F\u00e4higkeiten als DJ wenigstens einen Ausweg aus der vertrackten Lage anstrebt, geht Kumpel Bishop andere Wege und distanziert sich mit fragw\u00fcrdigen Ansichten und Aktionen zusehends von der Gruppe\u2026 Fazit &#8220;Juice&#8221; ist ein Schlag in die Magengrube &#8211; und das meine ich keineswegs im negativen Sinne. Innerhalb einer erfreulich kompakten Laufzeit (knapp 90 Minuten) bringt es Regisseur Ernest R. Dickerson auf den Punkt und verzichtet dabei auf unn\u00f6tigen Schnick-Schnack. &#8220;Juice&#8221; ist in vielen Bereichen genau richtig ausgelotet und setzt seine Schwerpunkte mit Bedacht. Man verschwendet keine Zeit mit umfangreicher Einf\u00fchrung seiner Figuren, sondern l\u00e4sst uns die unterschiedlichen Charaktere im Filmverlauf einfach selbst kennenlernen. Auch versucht man nicht das &#8220;gro\u00dfe Ganze&#8221; aufzuzeigen, sondern wirklich die Probleme, denen die Freunde auch wirklich ausgesetzt sind. Hier gab es keine unn\u00f6tigen Liebesgeschichten oder k\u00fcnstlich aufgebl\u00e4hte Komplexit\u00e4t &#8211; und das macht die Sache so glaubw\u00fcrdig, spannend, greifbar und nicht zuletzt auch kurzweilig. Die Handlung und vor allem die Unvorhersehbarkeit der Aktionen unserer Figuren fesselten an den Schirm. Klar ist die Lage schnell verstanden und innerlich einsortiert, dennoch reizt das Verhalten, insbesondere das vom genial agierenden Tupac Shakur in seiner Rolle als Bishop. Er gab dem Szenario mit seinen Ausbr\u00fcchen immer wieder einen gewissen Kick, ohne die gesamte Bodenst\u00e4ndigkeit des Streifens zu verw\u00e4ssern. Ihm zur Seite stand allerdings auch ein ebenso genialer Omar Epps, der seine Sache ebenso authentisch und zuweilen fast g\u00e4nsehauterregend erledigte. Optisch besticht &#8220;Juice&#8221; mit seiner Nat\u00fcrlichkeit, was Look und eher blas gehaltene Farben betraf. 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