{"id":18033,"date":"2023-08-22T10:02:05","date_gmt":"2023-08-22T10:02:05","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=18033"},"modified":"2023-08-22T10:02:05","modified_gmt":"2023-08-22T10:02:05","slug":"gletschergrab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=18033","title":{"rendered":"Gletschergrab"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ein Gletscher beginnt zu Schmilzen und offenbart ein abgest\u00fcrztes Flugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg. Eine Gruppe junger Menschen st\u00f6\u00dft zuf\u00e4llig \u00fcber das Teil und wird alsbald von finsteren Schergen \u00fcberrascht\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Gletschergrab&#8221; mochte als Buch ein Beststeller sein, doch die filmische Umsetzung konnte nicht \u00fcberzeugen. Die Geschichte hatte mich eigentlich total angesprochen, doch die holprig erz\u00e4hlte Umsetzung stellte sich immer wieder selbst ein Bein.<\/p>\n\n\n\n<p>Es ist irgendwie schwer zu sagen. Obwohl sich viele Passagen eher langatmig anf\u00fchlten, wirkte deren Aneinanderreihung irgendwie unsch\u00f6n gehetzt und unschl\u00fcssig konzipiert. Man klapperte hastig einen Drehort nach dem Anderen ab, gab uns kaum Gelegenheit das Ganze zu genie\u00dfen &#8211; brachte mich sogar soweit den roten Faden (oder besser gesagt: das Interesse an der Handlung) fast zu verlieren. Dazu kamen die enorm von Zuf\u00e4llen gepr\u00e4gten und damit recht unglaubw\u00fcrdigen Begegnungen, die das Setting irgendwie &#8220;klein&#8221; erschienen lie\u00dfen. St\u00e4ndig liefen sich die Figuren \u00fcber den Weg und das wirkte schon etwas l\u00e4cherlich. Als ob es in den verschiedenen Orten nur zwei H\u00e4user gegeben hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Handlung war &#8211; wie bereits Eingangs erw\u00e4hnt &#8211; nicht \u00fcbel und hatte Potential. Man h\u00e4tte eine echt packende Geschichte aus den gebotenen Elementen basteln k\u00f6nnen, doch hier wurde die Chance vertan. Je weiter der Film voranschritt, desto weniger machte man sich einen Kopf um dessen Aufl\u00f6sung &#8211; die doch eigentlich im Fokus stehen sollte. Es gab am Ende zwar einen verhaltenen Knall, doch durch die auch hier ziemlich ungeschickte Erz\u00e4hlweise blieb der gro\u00dfe &#8220;Aha-Effekt&#8221; dann leider aus. Man nahm das Resultat so hin und dachte sich &#8220;okay, immerhin nicht ganz unrealistisch, aber irgendwie auch nicht spektakul\u00e4r und eigentlich ist ja rein gar nichts passiert, wof\u00fcr sich so ein Aufwand lohnen w\u00fcrde&#8221;.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich mag Wotan Wilke M\u00f6hring wirklich sehr, doch hier konnte er &#8211; genauso wie der Rest seiner Kollegen &#8211; einfach nicht \u00fcberzeugen. W\u00e4hrend es bei ihm wohl seiner merkw\u00fcrdigen Rolle geschuldet war, h\u00e4tte den die Anderen ruhig ein wenig mehr Einsatz an den Tag legen und intensiver mitrei\u00dfen k\u00f6nnen. Selbst Folterszenen oder &#8220;spannende&#8221; Erz\u00e4hlabschnitte waren \u00f6de, luden teilweise sogar zum Fremdsch\u00e4men ein. Man wollte ein bisschen auf &#8220;hart&#8221; machen, konnte aber nie eine tats\u00e4chlich bedrohliche Atmosph\u00e4re aufbauen. Das Schicksaal unserer Figuren erschien sogar belanglos &#8211; und das sagt wohl Einiges \u00fcber deren Zeichnung und die Inszenierung aus.<\/p>\n\n\n\n<p>Zur Technik gibt es nicht viel zu sagen. Das Setting an sich war h\u00fcbsch, die eisigen Gletscherlandschaften machten was her, doch die anderen Locations waren zweckm\u00e4\u00dfig-mittelpr\u00e4chtig. Optisch sah das Teil insgesamt ein wenig altbacken aus &#8211; sind die meisten europ\u00e4ischen TV-Produktionen doch mittlerweile auf einem viel &#8220;gl\u00e4nzenderen&#8221; Niveau angelangt. Das mag hier vielleicht nicht gewollt gewesen sein, h\u00e4tte das Geschehen zumindest so ein wenig aufgewertet.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Idee war klasse, das fertige Ergebnis jedoch nur m\u00e4\u00dfig. &#8220;Gletschergrab&#8221; wirkte trotz ernsterem Grundton oftmals unfreiwillig komisch, erinnerte an typische Fernsehfilme wie &#8220;Die Jagd nach dem Schatz der Nibelungen&#8221; oder &#8220;Die Jagd nach dem Bernsteinzimmer&#8221;, wobei er auch wiederrum nicht deren Kurzweil und Witz abbilden konnte. Schade auch, dass einige bekannte Gesichter weit hinter ihren \u00fcblichen Standards blieben und nicht vollends abliefern konnten. Unterm Strich bleibt ein solider Titel, den sich der geeignete Zuschauer vielleicht mal im Free-TV anschauen k\u00f6nnte &#8211; aber keineswegs muss.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>5\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Splendid Film\/WVG<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Ein Gletscher beginnt zu Schmilzen und offenbart ein abgest\u00fcrztes Flugzeug aus dem Zweiten Weltkrieg. Eine Gruppe junger Menschen st\u00f6\u00dft zuf\u00e4llig \u00fcber das Teil und wird alsbald von finsteren Schergen \u00fcberrascht\u2026 Fazit &#8220;Gletschergrab&#8221; mochte als Buch ein Beststeller sein, doch die filmische Umsetzung konnte nicht \u00fcberzeugen. Die Geschichte hatte mich eigentlich total angesprochen, doch die holprig erz\u00e4hlte Umsetzung stellte sich immer wieder selbst ein Bein. Es ist irgendwie schwer zu sagen. Obwohl sich viele Passagen eher langatmig anf\u00fchlten, wirkte deren Aneinanderreihung irgendwie unsch\u00f6n gehetzt und unschl\u00fcssig konzipiert. Man klapperte hastig einen Drehort nach dem Anderen ab, gab uns kaum Gelegenheit das Ganze zu genie\u00dfen &#8211; brachte mich sogar soweit den roten Faden (oder besser gesagt: das Interesse an der Handlung) fast zu verlieren. Dazu kamen die enorm von Zuf\u00e4llen gepr\u00e4gten und damit recht unglaubw\u00fcrdigen Begegnungen, die das Setting irgendwie &#8220;klein&#8221; erschienen lie\u00dfen. St\u00e4ndig liefen sich die Figuren \u00fcber den Weg und das wirkte schon etwas l\u00e4cherlich. Als ob es in den verschiedenen Orten nur zwei H\u00e4user gegeben hat. Die Handlung war &#8211; wie bereits Eingangs erw\u00e4hnt &#8211; nicht \u00fcbel und hatte Potential. Man h\u00e4tte eine echt packende Geschichte aus den gebotenen Elementen basteln k\u00f6nnen, doch hier wurde die Chance vertan. Je weiter der Film voranschritt, desto weniger machte man sich einen Kopf um dessen Aufl\u00f6sung &#8211; die doch eigentlich im Fokus stehen sollte. Es gab am Ende zwar einen verhaltenen Knall, doch durch die auch hier ziemlich ungeschickte Erz\u00e4hlweise blieb der gro\u00dfe &#8220;Aha-Effekt&#8221; dann leider aus. Man nahm das Resultat so hin und dachte sich &#8220;okay, immerhin nicht ganz unrealistisch, aber irgendwie auch nicht spektakul\u00e4r und eigentlich ist ja rein gar nichts passiert, wof\u00fcr sich so ein Aufwand lohnen w\u00fcrde&#8221;. Ich mag Wotan Wilke M\u00f6hring wirklich sehr, doch hier konnte er &#8211; genauso wie der Rest seiner Kollegen &#8211; einfach nicht \u00fcberzeugen. W\u00e4hrend es bei ihm wohl seiner merkw\u00fcrdigen Rolle geschuldet war, h\u00e4tte den die Anderen ruhig ein wenig mehr Einsatz an den Tag legen und intensiver mitrei\u00dfen k\u00f6nnen. Selbst Folterszenen oder &#8220;spannende&#8221; Erz\u00e4hlabschnitte waren \u00f6de, luden teilweise sogar zum Fremdsch\u00e4men ein. Man wollte ein bisschen auf &#8220;hart&#8221; machen, konnte aber nie eine tats\u00e4chlich bedrohliche Atmosph\u00e4re aufbauen. Das Schicksaal unserer Figuren erschien sogar belanglos &#8211; und das sagt wohl Einiges \u00fcber deren Zeichnung und die Inszenierung aus. Zur Technik gibt es nicht viel zu sagen. Das Setting an sich war h\u00fcbsch, die eisigen Gletscherlandschaften machten was her, doch die anderen Locations waren zweckm\u00e4\u00dfig-mittelpr\u00e4chtig. Optisch sah das Teil insgesamt ein wenig altbacken aus &#8211; sind die meisten europ\u00e4ischen TV-Produktionen doch mittlerweile auf einem viel &#8220;gl\u00e4nzenderen&#8221; Niveau angelangt. Das mag hier vielleicht nicht gewollt gewesen sein, h\u00e4tte das Geschehen zumindest so ein wenig aufgewertet. Die Idee war klasse, das fertige Ergebnis jedoch nur m\u00e4\u00dfig. &#8220;Gletschergrab&#8221; wirkte trotz ernsterem Grundton oftmals unfreiwillig komisch, erinnerte an typische Fernsehfilme wie &#8220;Die Jagd nach dem Schatz der Nibelungen&#8221; oder &#8220;Die Jagd nach dem Bernsteinzimmer&#8221;, wobei er auch wiederrum nicht deren Kurzweil und Witz abbilden konnte. Schade auch, dass einige bekannte Gesichter weit hinter ihren \u00fcblichen Standards blieben und nicht vollends abliefern konnten. 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