{"id":18314,"date":"2023-09-04T06:02:27","date_gmt":"2023-09-04T06:02:27","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=18314"},"modified":"2023-09-04T06:02:27","modified_gmt":"2023-09-04T06:02:27","slug":"savages","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=18314","title":{"rendered":"Savages"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Aufgrund aktueller Sichtung wurde dieses Review aus dem Archiv \u00fcbernommen und hier sauber formatiert. M\u00f6glichweise wurden einige Passagen \u00fcberarbeitet und die Wertung nach aktuellen Ma\u00dfst\u00e4ben noch einmal korrigiert.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Schon seit viele Jahren sind Chon und Ben die besten Freunde, obwohl sie von ihrem Wesen kaum unterschiedlicher sein k\u00f6nnten. Nach der Schule haben sie sich dank Drogenhandels ein luxuri\u00f6ses Leben aufgebaut und konsequent gepflegt. W\u00e4hrend der Eine in der Heimat als Chemiker seine Techniken verfeinern konnte, hat der Andere stets frische Versuchsobjekte aus Kriegseins\u00e4tzen in fernen L\u00e4ndern heimgeschmuggelt. Ihr Stoff geh\u00f6rt zu dem Bestem am Markt und versorgt sogar Apotheken und Krankenh\u00e4user, doch die mexikanische Mafia schaut dem Treiben nicht mehr l\u00e4nger unbeteiligt zu. Sie entf\u00fchren die gemeinsame Freundin der beiden Erfolgsdealer und m\u00f6chte sie so zu gemeinsamen Gesch\u00e4ften \u00fcberreden &#8211; doch sie haben nicht mit deren Sturk\u00f6pfen gerechnet\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach dem eher ruhige, beschaulichen &#8211; aber keineswegs schlechten &#8211; &#8220;Wall Street: Geld schl\u00e4ft nicht&#8221; meldet sich Regiegr\u00f6\u00dfe Oliver Stone mit einem ungew\u00f6hnlichen und sehr actionbetonten Kartellfilm zur\u00fcck und \u00fcberzeugt damit auf ganzer Linie.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Handlung mag es Etwas an Glaubw\u00fcrdigkeit mangeln, aber dies tut der guten Unterhaltung keinen Abbruch. Anschaulich wird man an das ungew\u00f6hnliche Szenario heran gef\u00fchrt und schnell freundet man sich mit den unterschiedlichen Figuren an. Dank der vorbildlichen Erz\u00e4hlweise (die Freundin der beiden Hauptdarsteller kommentiert aus dem Off) f\u00fchlt man sich toll bei der Hand genommen und versteht die Zusammenh\u00e4nge schnell.<\/p>\n\n\n\n<p>Die knappen 2,5 Stunden waren mit Action, Dialog und allgemeiner Hochspannung perfekt ausbalanciert und wiesen keinerlei L\u00e4ngen auf. Kritik an zu h\u00e4ufigen oder langatmigen Konversationen kann ich jedenfalls nicht nachvollziehen und lobe mir die ausgewogene Mischung &#8211; die gl\u00fccklicherweise nicht so ausufernd wie bei Tarantino auf die Spitze getrieben wurde. Man nahm sich Zeit f\u00fcr die Zeichnung seiner Charaktere, handelte die eigentliche Geschichte aber auch nicht zu kurz ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Ob Blake Lively, Taylor Kitsch oder John Travolta in einer witzigen und wichtigen Nebenrolle &#8211; der Cast gefiel rundum und wirkte gut \u00fcberlegt. Pers\u00f6nliches Highlight war zudem die bezaubernde Salma Hayek, die als knallhartes Mafiaoberhaupt wunderbar ernst und grimmig aufspielen konnte &#8211; und ein Benicio Del Toro, der noch nie fieser gewesen ist. Dazu geselte sich ein vergleichsweise hoher Gewaltgrad, der allerdings nicht zum reinen Selbstzweck gestaltet wurde und dem Treiben eine angenehm deftigen Grundton verlieh.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Inszenierung war eine Wucht. Tolle Bilder, kr\u00e4ftige Farben und gekonnte Schnitte. Stone versteht sein Gesch\u00e4ft und hat eine handwerklich perfekte Vorstellung abgeliefert &#8211; die man einem Mann seines Alters vielleicht gar nicht mehr zugetraut h\u00e4tte. &#8220;Savages&#8221; verk\u00f6rpert alles an moderner Aufnahmetechnik, ohne dabei zu \u00fcbertrieben stilisiert zu wirken und mit zu schnellen Wechseln sauer aufzusto\u00dfen. Erstaunlicherweise beh\u00e4lt de Titel seinen genialen Stil selbst bei unterschiedlichen Situationen\/Umgebungen bei, was auch nicht selbstverst\u00e4ndlich gewesen w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Savages&#8221; war ein insgesamt \u00fcberraschend guter Actionthriller mit Allem, was dazu geh\u00f6rt und vor allem technisch absolut anspricht. Alle Bestandteile hielten sich wunderbar die Waage und kein Part kam in irgendeiner Weise zu kurz. Oliver Stone hat es nach all den Jahren besser denn je drauf und hier mal so richtig abgeliefert. Klar steht das Ding auf einem eher wackeligen Fundament, doch dem mehr als guten Eindruck und einer Empfehlung tut dies keinen Abbruch &#8211; schlie\u00dflich haben wir immer noch einen Spielfilm und keine exakte Dokumentation vor uns.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>8,5\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Universal Pictures Germany GmbH<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Schon seit viele Jahren sind Chon und Ben die besten Freunde, obwohl sie von ihrem Wesen kaum unterschiedlicher sein k\u00f6nnten. Nach der Schule haben sie sich dank Drogenhandels ein luxuri\u00f6ses Leben aufgebaut und konsequent gepflegt. W\u00e4hrend der Eine in der Heimat als Chemiker seine Techniken verfeinern konnte, hat der Andere stets frische Versuchsobjekte aus Kriegseins\u00e4tzen in fernen L\u00e4ndern heimgeschmuggelt. Ihr Stoff geh\u00f6rt zu dem Bestem am Markt und versorgt sogar Apotheken und Krankenh\u00e4user, doch die mexikanische Mafia schaut dem Treiben nicht mehr l\u00e4nger unbeteiligt zu. Sie entf\u00fchren die gemeinsame Freundin der beiden Erfolgsdealer und m\u00f6chte sie so zu gemeinsamen Gesch\u00e4ften \u00fcberreden &#8211; doch sie haben nicht mit deren Sturk\u00f6pfen gerechnet\u2026 Fazit Nach dem eher ruhige, beschaulichen &#8211; aber keineswegs schlechten &#8211; &#8220;Wall Street: Geld schl\u00e4ft nicht&#8221; meldet sich Regiegr\u00f6\u00dfe Oliver Stone mit einem ungew\u00f6hnlichen und sehr actionbetonten Kartellfilm zur\u00fcck und \u00fcberzeugt damit auf ganzer Linie. Der Handlung mag es Etwas an Glaubw\u00fcrdigkeit mangeln, aber dies tut der guten Unterhaltung keinen Abbruch. Anschaulich wird man an das ungew\u00f6hnliche Szenario heran gef\u00fchrt und schnell freundet man sich mit den unterschiedlichen Figuren an. Dank der vorbildlichen Erz\u00e4hlweise (die Freundin der beiden Hauptdarsteller kommentiert aus dem Off) f\u00fchlt man sich toll bei der Hand genommen und versteht die Zusammenh\u00e4nge schnell. Die knappen 2,5 Stunden waren mit Action, Dialog und allgemeiner Hochspannung perfekt ausbalanciert und wiesen keinerlei L\u00e4ngen auf. Kritik an zu h\u00e4ufigen oder langatmigen Konversationen kann ich jedenfalls nicht nachvollziehen und lobe mir die ausgewogene Mischung &#8211; die gl\u00fccklicherweise nicht so ausufernd wie bei Tarantino auf die Spitze getrieben wurde. Man nahm sich Zeit f\u00fcr die Zeichnung seiner Charaktere, handelte die eigentliche Geschichte aber auch nicht zu kurz ab. Ob Blake Lively, Taylor Kitsch oder John Travolta in einer witzigen und wichtigen Nebenrolle &#8211; der Cast gefiel rundum und wirkte gut \u00fcberlegt. Pers\u00f6nliches Highlight war zudem die bezaubernde Salma Hayek, die als knallhartes Mafiaoberhaupt wunderbar ernst und grimmig aufspielen konnte &#8211; und ein Benicio Del Toro, der noch nie fieser gewesen ist. Dazu geselte sich ein vergleichsweise hoher Gewaltgrad, der allerdings nicht zum reinen Selbstzweck gestaltet wurde und dem Treiben eine angenehm deftigen Grundton verlieh. Die Inszenierung war eine Wucht. Tolle Bilder, kr\u00e4ftige Farben und gekonnte Schnitte. Stone versteht sein Gesch\u00e4ft und hat eine handwerklich perfekte Vorstellung abgeliefert &#8211; die man einem Mann seines Alters vielleicht gar nicht mehr zugetraut h\u00e4tte. &#8220;Savages&#8221; verk\u00f6rpert alles an moderner Aufnahmetechnik, ohne dabei zu \u00fcbertrieben stilisiert zu wirken und mit zu schnellen Wechseln sauer aufzusto\u00dfen. 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