{"id":18365,"date":"2023-09-06T12:05:06","date_gmt":"2023-09-06T12:05:06","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=18365"},"modified":"2023-09-06T12:05:06","modified_gmt":"2023-09-06T12:05:06","slug":"misery","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=18365","title":{"rendered":"Misery"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Um das letzte Buch seiner ber\u00fchmten &#8220;Misery&#8221;-Reihe zu beenden, verschanzt sich ein Autor in den abgeschiedenen Bergen. Als er nach Fertigstellung auf der R\u00fcckfahrt jedoch einen schweren Unfall erleidet, zerrt ihn eine Dame aus dem besch\u00e4digten Wagen und p\u00e4ppelt ihn bei sich daheim wieder auf. Die Retterin outet sich zuf\u00e4lligerweise als treuer Fan seiner Werke und l\u00e4sst den Schwarm so schnell nicht mehr aus dem Haus&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als ich per Zufall am gestrigen Abend bei &#8220;Prime&#8221; \u00fcber diesen Klassiker gestolpert bin, habe ich spontan mal wieder reingezappt und eine gute Zeit gehabt. Die letzte Sichtung lag Jahre zur\u00fcck, doch am hervorragenden Bild aus meinem Ged\u00e4chtnis hat sich nichts ver\u00e4ndert.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Misery&#8221; mag zwar noch nie eine Ausgeburt an Innovationen gewesen sein, doch das dichte Kammerspiel zwischen Bates und Caan brilliert nachwievor. Die beiden Darsteller spornten sich gegenseitig zu H\u00f6chstleistungen an und trieben die Spannungskurze immens nach oben. Es war eine Freude ihrem B\u00fchnenst\u00fcck beizuwohnen und vor allem so richtig intensiv mit dem gepeinigten Autor mitzuleiden.<\/p>\n\n\n\n<p>Man konnte sich perfekt in die Figuren hineindenken und sogar gewisse Sympathien f\u00fcr die &#8220;B\u00f6sewichtin&#8221; aufbauen. Man verlieh den Charakteren eine ausreichende Tiefe, um deren Motivationen zu verstehen und sie vielleicht sogar ein wenig zu bemitleiden. Alles hatte seine Trigger und im Laufe der kompakten Spielzeit werden diese immer deutlicher und entsprechend besser zu begreifen.<\/p>\n\n\n\n<p>King setzte auf echten, menschlichen Horror und nicht etwa auf \u00fcbernat\u00fcrliche Elemente. Auch hatte der Streifen keine drastische Gewaltdarstellung n\u00f6tig, um seinen erstaunlich greifbaren Grusel zu entfalten. \u00dcberhaupt war der Titel angenehm bodenst\u00e4ndig und somit weitestgehend glaubw\u00fcrdig gestaltet. Sein Grundkonzept war weniger von Zuf\u00e4lligen, vielmehr von gut begr\u00fcndeten Mosaiksteinchen gepr\u00e4gt &#8211; auch wenn die Geschichte ehrlicherweise nicht sonderlich komplex oder unvorhersehbar daher kam.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Grunde hat man alles schon einmal gesehen und konnte sich den groben Ablauf ohne gr\u00f6\u00dfere M\u00fche vor Augen f\u00fchren. Der Film lebte jedoch von seinen umwerfenden Cast und dies macht letztlich das gewisse Etwas aus. Eigentlich war es dadurch dann umso bemerkenswerter, dass der Titel so ordentlich fesseln und bei Laune halten konnte. Manchmal machen gute Protangonisten schon etwas aus. Die Inszenierung war ansonsten unspektakul\u00e4r, aber stilvoll. K\u00f6rniges Bild mit  &#8220;normalen&#8221; Farben und angenehmen Kontrasten machten was her. Der Verzicht auf schnelle Schnitte wurde dem Thema gerecht.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich habe viele B\u00fccher vom Gro\u00dfmeister des fantastischen Romanes gelesen, doch &#8220;Misery&#8221; blieb bis dato unangetastet. Die Geschichte an sich reizte mich eigentlich nie, die exzellent harmonierenden Darsteller dieser Umsetzung allerdings schon eher. Noch immer macht das Zuschauen Spa\u00df und fesselt an den Schirm, die eher berechenbare Handlung r\u00fcckt da beinahe als Randnotiz in den Hintergrund. Wer &#8220;normalen&#8221; und stimmungsvollen Grusel ohne Effekthascherei mag und sich am genialen Auftritt zweier Urgesteine laben kann, liegt hier jedenfalls goldrichtig. Das Ding mag ein paar Tage auf dem Buckel haben, seiner dichten Atmosph\u00e4re tut dies allerdings keinen Abbruch. Definitiv einer der bessere King-Adaptionen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size\"><strong>7,5\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Twentieth Century Fox<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Um das letzte Buch seiner ber\u00fchmten &#8220;Misery&#8221;-Reihe zu beenden, verschanzt sich ein Autor in den abgeschiedenen Bergen. Als er nach Fertigstellung auf der R\u00fcckfahrt jedoch einen schweren Unfall erleidet, zerrt ihn eine Dame aus dem besch\u00e4digten Wagen und p\u00e4ppelt ihn bei sich daheim wieder auf. Die Retterin outet sich zuf\u00e4lligerweise als treuer Fan seiner Werke und l\u00e4sst den Schwarm so schnell nicht mehr aus dem Haus&#8230; Fazit Als ich per Zufall am gestrigen Abend bei &#8220;Prime&#8221; \u00fcber diesen Klassiker gestolpert bin, habe ich spontan mal wieder reingezappt und eine gute Zeit gehabt. Die letzte Sichtung lag Jahre zur\u00fcck, doch am hervorragenden Bild aus meinem Ged\u00e4chtnis hat sich nichts ver\u00e4ndert. &#8220;Misery&#8221; mag zwar noch nie eine Ausgeburt an Innovationen gewesen sein, doch das dichte Kammerspiel zwischen Bates und Caan brilliert nachwievor. Die beiden Darsteller spornten sich gegenseitig zu H\u00f6chstleistungen an und trieben die Spannungskurze immens nach oben. Es war eine Freude ihrem B\u00fchnenst\u00fcck beizuwohnen und vor allem so richtig intensiv mit dem gepeinigten Autor mitzuleiden. Man konnte sich perfekt in die Figuren hineindenken und sogar gewisse Sympathien f\u00fcr die &#8220;B\u00f6sewichtin&#8221; aufbauen. Man verlieh den Charakteren eine ausreichende Tiefe, um deren Motivationen zu verstehen und sie vielleicht sogar ein wenig zu bemitleiden. Alles hatte seine Trigger und im Laufe der kompakten Spielzeit werden diese immer deutlicher und entsprechend besser zu begreifen. King setzte auf echten, menschlichen Horror und nicht etwa auf \u00fcbernat\u00fcrliche Elemente. Auch hatte der Streifen keine drastische Gewaltdarstellung n\u00f6tig, um seinen erstaunlich greifbaren Grusel zu entfalten. \u00dcberhaupt war der Titel angenehm bodenst\u00e4ndig und somit weitestgehend glaubw\u00fcrdig gestaltet. Sein Grundkonzept war weniger von Zuf\u00e4lligen, vielmehr von gut begr\u00fcndeten Mosaiksteinchen gepr\u00e4gt &#8211; auch wenn die Geschichte ehrlicherweise nicht sonderlich komplex oder unvorhersehbar daher kam. Im Grunde hat man alles schon einmal gesehen und konnte sich den groben Ablauf ohne gr\u00f6\u00dfere M\u00fche vor Augen f\u00fchren. Der Film lebte jedoch von seinen umwerfenden Cast und dies macht letztlich das gewisse Etwas aus. Eigentlich war es dadurch dann umso bemerkenswerter, dass der Titel so ordentlich fesseln und bei Laune halten konnte. Manchmal machen gute Protangonisten schon etwas aus. Die Inszenierung war ansonsten unspektakul\u00e4r, aber stilvoll. K\u00f6rniges Bild mit &#8220;normalen&#8221; Farben und angenehmen Kontrasten machten was her. Der Verzicht auf schnelle Schnitte wurde dem Thema gerecht. Ich habe viele B\u00fccher vom Gro\u00dfmeister des fantastischen Romanes gelesen, doch &#8220;Misery&#8221; blieb bis dato unangetastet. Die Geschichte an sich reizte mich eigentlich nie, die exzellent harmonierenden Darsteller dieser Umsetzung allerdings schon eher. Noch immer macht das Zuschauen Spa\u00df und fesselt an den Schirm, die eher berechenbare Handlung r\u00fcckt da beinahe als Randnotiz in den Hintergrund. Wer &#8220;normalen&#8221; und stimmungsvollen Grusel ohne Effekthascherei mag und sich am genialen Auftritt zweier Urgesteine laben kann, liegt hier jedenfalls goldrichtig. Das Ding mag ein paar Tage auf dem Buckel haben, seiner dichten Atmosph\u00e4re tut dies allerdings keinen Abbruch. 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