{"id":19888,"date":"2023-11-20T08:02:07","date_gmt":"2023-11-20T08:02:07","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=19888"},"modified":"2023-11-20T08:02:07","modified_gmt":"2023-11-20T08:02:07","slug":"oppenheimer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=19888","title":{"rendered":"Oppenheimer"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Welt steht kurz vor einem erneuten Weltkrieg und ein Wettr\u00fcsten um neue Technologien beginnt. Die Regierung wendet sich an den renommierten Wissenschaftler Oppenheimer und stellt ihm quasi alle Mittel zur Erschaffung einer ultimativen Waffe zur Verf\u00fcgung\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcber diesen Film wurde im Vorfeld viel berichtet und nicht alle Aussagen oder Kritiken dazu waren in meinen Augen korrekt. Sicherlich dreht es sich hier haupts\u00e4chlich um namensgebende die Person &#8220;Oppenheimer&#8221;, doch die Macher fokussierten sich nicht nur auf sein Privatleben, sondern zeigten gen\u00fcgend Bilder um den Bau seiner vermeintlichen Wunderwaffe und verschafften einen guten Eindruck von der Stimmung zur damaligen Zeit.<\/p>\n\n\n\n<p>In einem Review wurde ein Vergleich zu Oliver Stones &#8220;JFK&#8221; gezogen, was ich so uneingeschr\u00e4nkt unterschreiben w\u00fcrde. &#8220;Oppenheimer&#8221; ist ebenfalls recht lang (drei Stunden), \u00e4u\u00dferst politisch, enorm dialoglastig und \u00e4hnlich von der Struktur aufgebaut. Wem also das Werk von Stone gefiel, d\u00fcrfte hier freilich seine Freude haben und trotz vielleicht im Vorfeld bekannten Storyverlauf bestens bei Laune gehalten werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Es wird viel geredet und die Laufzeit war nicht von Pappe, aber ich habe mich ehrlich gesagt zu keiner Sekunde gelangweilt und hing an den Lippen der hervorragenden Schauspieler. Nat\u00fcrlich stach Cillian Murphy als Robert Oppenheimer am ehesten hervor, doch der Rest des namhaften Casts (u.A. Robert Downey Jr., Matt Damon, Emily Blunt oder Florence Pugh) machte seine Sache mehr als gro\u00dfartig. Jede kleinste Rolle wurde perfekt und mit Bedacht besetzt, die Harmonie untereinander war jederzeit gegeben.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Film bot eine ausgezeichnete Mischung aus reichhaltigen Informationsgehalt und trotzdem vergleichsweise leichtg\u00e4ngiger Unterhaltung. Trotz der vielen Namen und Zeitspr\u00fcngen behielt man stets den \u00dcberblick, konnte Aussagen und Feststellungen gut einordnen, f\u00fchlte sich stets umfassend mitgenommen und stets in der Geschichte >drin&lt;. Man konnte die Emotionen bzw. Gewissensbisse unserer Figuren begreifen und deren Entwicklung im Laufe der Zeit \u00e4u\u00dferst gut verstehen. Besonders die inneren Konflikte des erst so fanatischen Oppenheimers kamen dank der hervorragenden Erz\u00e4hlung prima zur Geltung.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Inszenierung war hochwertig und gab ebenfalls keinen Grund zur Klage. Dank IMAX-Aufnahmen variierte der Bildausschnitt mitunter im Sekundentakt, doch das kennen wir bereits aus anderen Werken von Nolan und geh\u00f6rt bei ihm irgendwo dazu. Ansonsten waren die R\u00fcckblenden (teils in schwarz-wei\u00df) und Zeitspr\u00fcnge wie bereits erw\u00e4hnt sehr \u00fcbersichtlich und brachen mit einem allzu chronologischen Stil, was zus\u00e4tzlich f\u00fcr Aufmerksamkeit, aber keineswegs \u00dcberlastung sorgte.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Erwartungen waren hoch und Nolan hat erneut abgeliefert. &#8220;Oppenheimer&#8221; war h\u00f6chst unterhaltsamer Geschichtsunterricht mit brillanten Darstellern und jeder Menge intelligenter Dialoge und Ansichten. Er fesselte satte drei Stunden vor die Leinwand und \u00fcberfrachtete den selbst relativ unbedarften Zuschauer nicht. Nat\u00fcrlich ist ein gewisses Interesse an der Grundthematik zum Gelingen nicht verkehrt, dennoch gibt es von mir f\u00fcr alle Filmfreunde eine mehr als hei\u00dfe Empfehlung f\u00fcr dieses Meisterwerk. Den Gang ins Kino habe ich mir gespart, aber sp\u00e4testens jetzt daheim mit entsprechenden kleinen Pausen steht der Sichtung nicht mehr im Wege &#8211; und dies wird in den n\u00e4chsten Wochen sicherlich noch einmal der Fall sein!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size wp-elements-ff50d028f7a776e5d2ffcaa44fe1051c\"><strong>9\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Universal Pictures Germany GmbH<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Die Welt steht kurz vor einem erneuten Weltkrieg und ein Wettr\u00fcsten um neue Technologien beginnt. Die Regierung wendet sich an den renommierten Wissenschaftler Oppenheimer und stellt ihm quasi alle Mittel zur Erschaffung einer ultimativen Waffe zur Verf\u00fcgung\u2026 Fazit \u00dcber diesen Film wurde im Vorfeld viel berichtet und nicht alle Aussagen oder Kritiken dazu waren in meinen Augen korrekt. Sicherlich dreht es sich hier haupts\u00e4chlich um namensgebende die Person &#8220;Oppenheimer&#8221;, doch die Macher fokussierten sich nicht nur auf sein Privatleben, sondern zeigten gen\u00fcgend Bilder um den Bau seiner vermeintlichen Wunderwaffe und verschafften einen guten Eindruck von der Stimmung zur damaligen Zeit. In einem Review wurde ein Vergleich zu Oliver Stones &#8220;JFK&#8221; gezogen, was ich so uneingeschr\u00e4nkt unterschreiben w\u00fcrde. &#8220;Oppenheimer&#8221; ist ebenfalls recht lang (drei Stunden), \u00e4u\u00dferst politisch, enorm dialoglastig und \u00e4hnlich von der Struktur aufgebaut. Wem also das Werk von Stone gefiel, d\u00fcrfte hier freilich seine Freude haben und trotz vielleicht im Vorfeld bekannten Storyverlauf bestens bei Laune gehalten werden. Es wird viel geredet und die Laufzeit war nicht von Pappe, aber ich habe mich ehrlich gesagt zu keiner Sekunde gelangweilt und hing an den Lippen der hervorragenden Schauspieler. Nat\u00fcrlich stach Cillian Murphy als Robert Oppenheimer am ehesten hervor, doch der Rest des namhaften Casts (u.A. Robert Downey Jr., Matt Damon, Emily Blunt oder Florence Pugh) machte seine Sache mehr als gro\u00dfartig. Jede kleinste Rolle wurde perfekt und mit Bedacht besetzt, die Harmonie untereinander war jederzeit gegeben. Der Film bot eine ausgezeichnete Mischung aus reichhaltigen Informationsgehalt und trotzdem vergleichsweise leichtg\u00e4ngiger Unterhaltung. Trotz der vielen Namen und Zeitspr\u00fcngen behielt man stets den \u00dcberblick, konnte Aussagen und Feststellungen gut einordnen, f\u00fchlte sich stets umfassend mitgenommen und stets in der Geschichte >drin&lt;. Man konnte die Emotionen bzw. Gewissensbisse unserer Figuren begreifen und deren Entwicklung im Laufe der Zeit \u00e4u\u00dferst gut verstehen. Besonders die inneren Konflikte des erst so fanatischen Oppenheimers kamen dank der hervorragenden Erz\u00e4hlung prima zur Geltung. Die Inszenierung war hochwertig und gab ebenfalls keinen Grund zur Klage. Dank IMAX-Aufnahmen variierte der Bildausschnitt mitunter im Sekundentakt, doch das kennen wir bereits aus anderen Werken von Nolan und geh\u00f6rt bei ihm irgendwo dazu. Ansonsten waren die R\u00fcckblenden (teils in schwarz-wei\u00df) und Zeitspr\u00fcnge wie bereits erw\u00e4hnt sehr \u00fcbersichtlich und brachen mit einem allzu chronologischen Stil, was zus\u00e4tzlich f\u00fcr Aufmerksamkeit, aber keineswegs \u00dcberlastung sorgte. Die Erwartungen waren hoch und Nolan hat erneut abgeliefert. &#8220;Oppenheimer&#8221; war h\u00f6chst unterhaltsamer Geschichtsunterricht mit brillanten Darstellern und jeder Menge intelligenter Dialoge und Ansichten. Er fesselte satte drei Stunden vor die Leinwand und \u00fcberfrachtete den selbst relativ unbedarften Zuschauer nicht. Nat\u00fcrlich ist ein gewisses Interesse an der Grundthematik zum Gelingen nicht verkehrt, dennoch gibt es von mir f\u00fcr alle Filmfreunde eine mehr als hei\u00dfe Empfehlung f\u00fcr dieses Meisterwerk. Den Gang ins Kino habe ich mir gespart, aber sp\u00e4testens jetzt daheim mit entsprechenden kleinen Pausen steht der Sichtung nicht mehr im Wege &#8211; und dies wird in den n\u00e4chsten Wochen sicherlich noch einmal der Fall sein! 9\/10 Fotocopyright: Universal Pictures Germany GmbH<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":19889,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[11,15,54],"class_list":["post-19888","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-filmbesprechungen","tag-besprechung","tag-drama","tag-thriller"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19888","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=19888"}],"version-history":[{"count":15,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19888\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":19904,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/19888\/revisions\/19904"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/19889"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=19888"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=19888"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=19888"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}