{"id":21177,"date":"2024-01-15T08:37:31","date_gmt":"2024-01-15T08:37:31","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=21177"},"modified":"2024-01-15T08:37:31","modified_gmt":"2024-01-15T08:37:31","slug":"napoleon","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=21177","title":{"rendered":"Napoleon"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Durch ausgefeilte Taktiken gelingt es dem Feldherrn Napoleon Bonaparte immer weiter in der Gesellschaft aufzusteigen, bis er dann zusammen mit seinem Bruder und einigen Soldaten einen Staatsstreich plant. Dieser gelingt und kurze Zeit sp\u00e4ter wird er sogar zum Kaiser ausgerufen, doch seine gro\u00dfe Liebe zu Josephine wird immer sein verwundbarer Punkt bleiben\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Und wieder ein recht aktueller Kinofilm, der es bereits nach kurzer Zeit auf die heimische Leinwand geschafft hat. Diesmal lag es aber nicht an mangelnden Zuschauerzahlen, sondern an der klaren Ausrichtung f\u00fcr das Streaming in den eigenen vier W\u00e4nden. Der Titel musste wohl kurz in Kino gebracht werden, damit er beim Kampf um die Oscars teilnehmen darf &#8211; und davon h\u00e4tte er in meinen Augen durchaus ein paar Exemplare verdient.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit &#8220;Napoleon&#8221; hat sich Ridley Scott mal wieder ein historisches Thema ausgesucht und eine mehr als gelungene Adaption daraus gebastelt. Sicherlich waren einige Elemente zu Gunsten der allgemeinen Kurzweil ein wenig zurechtgebogen worden, doch als grobe Orientierung zu den damaligen Ereignissen sollte es absolut reichen. In knapp zweieinhalbstunden wechselten sich aufregende Schlachten, interessante Diplomatie und zuweilen aufreizende Romantik in einem ansprechenden Rahmen ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Streifen war \u00fcberwiegend ruhig, aber keineswegs langweilig. Verst\u00e4ndlich und im ausreichenden Ma\u00dfe wird uns die Figur des Napoleon n\u00e4her gebracht und wir k\u00f6nnen seine Motivationen und Gef\u00fchle gut verstehen. Joaquin Phoenix spielte den Feldherren mit Hingabe und viel Fingerspitzengef\u00fchl, \u00fcberzeugte in dessen mitunter sehr turbulenten Lebenslagen. Durch opulente Ausstattung und zeitgem\u00e4\u00dfer Computertechnik wurde die Immersion sowieso perfekt und man f\u00fchlte sich jederzeit ins Europa der Vergangenheit hineinversetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Schlachten dominierten das Geschehen zwar nicht, lockerten aber immer mal wieder das kleinlautere Treiben auf. Vor allem hier setzte Scott auf seine Erfahrung aus &#8220;Gladiator&#8221; und Konsorten, zauberte atemberaubende Bilder auf den Schirm. Jedes Gefecht war sehr individuell konzipiert, \u00fcberraschte mit unerwarteten Ideen und nicht minder blutigen Aufnahmen. Besonders die Schlacht um Austerlitz mit dem einbrechenden See geh\u00f6rt zum besten, was ich je in dieser Richtung gesehen habe.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Inszenierung war jederzeit hochwertig und teuer. Jede einzelne Szene war vollgestopft mit Details und einer Vielzahl an Statisten. Die Gefechte wirkten riesig und deren blutige Details (Verletzungen von Kanonenkugeln, etc.) sehr konsequent und nicht \u00fcberzeichnet. Der Soundtrack sorgte f\u00fcr wohlige Schauer, rundete die mehr als positive Pr\u00e4sentation vollends ab. Mindestens hier sehe ich eine Troph\u00e4e f\u00fcr die Komponisten &#8211; und das, wo mir die akustische Seite von Filmen eher weniger in den Fokus r\u00fcckt.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn nicht jedes Detail akkurat umgesetzt wurde, hat uns Kultregisseur Ridley Scott insgesamt mal wieder einen unterhaltsamen Geschichtsunterricht erster G\u00fcte beschert. Die ungewohnte Thematik konnte schnell in ihren Bann ziehen und ein paar hochwertig inszenierte Schlachtengem\u00e4lde haben sich auf Anhieb unweigerlich in Erinnerung festgebrannt. F\u00fcr mich war dieser Streifen ein erstes Highlight in diesem jungen Filmjahr und ich hoffe auf einen physischen Release f\u00fcr die Sammlung im Regal. Unterm Strich also ein sehr gelungener Genrebeitrag und trotz \u00dcberl\u00e4nge eine h\u00f6chst unterhaltsame Angelegenheit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size wp-elements-ff50d028f7a776e5d2ffcaa44fe1051c\"><strong>9\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Apple<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Durch ausgefeilte Taktiken gelingt es dem Feldherrn Napoleon Bonaparte immer weiter in der Gesellschaft aufzusteigen, bis er dann zusammen mit seinem Bruder und einigen Soldaten einen Staatsstreich plant. 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In knapp zweieinhalbstunden wechselten sich aufregende Schlachten, interessante Diplomatie und zuweilen aufreizende Romantik in einem ansprechenden Rahmen ab. Der Streifen war \u00fcberwiegend ruhig, aber keineswegs langweilig. Verst\u00e4ndlich und im ausreichenden Ma\u00dfe wird uns die Figur des Napoleon n\u00e4her gebracht und wir k\u00f6nnen seine Motivationen und Gef\u00fchle gut verstehen. Joaquin Phoenix spielte den Feldherren mit Hingabe und viel Fingerspitzengef\u00fchl, \u00fcberzeugte in dessen mitunter sehr turbulenten Lebenslagen. Durch opulente Ausstattung und zeitgem\u00e4\u00dfer Computertechnik wurde die Immersion sowieso perfekt und man f\u00fchlte sich jederzeit ins Europa der Vergangenheit hineinversetzt. Die Schlachten dominierten das Geschehen zwar nicht, lockerten aber immer mal wieder das kleinlautere Treiben auf. Vor allem hier setzte Scott auf seine Erfahrung aus &#8220;Gladiator&#8221; und Konsorten, zauberte atemberaubende Bilder auf den Schirm. Jedes Gefecht war sehr individuell konzipiert, \u00fcberraschte mit unerwarteten Ideen und nicht minder blutigen Aufnahmen. Besonders die Schlacht um Austerlitz mit dem einbrechenden See geh\u00f6rt zum besten, was ich je in dieser Richtung gesehen habe. Die Inszenierung war jederzeit hochwertig und teuer. Jede einzelne Szene war vollgestopft mit Details und einer Vielzahl an Statisten. Die Gefechte wirkten riesig und deren blutige Details (Verletzungen von Kanonenkugeln, etc.) sehr konsequent und nicht \u00fcberzeichnet. Der Soundtrack sorgte f\u00fcr wohlige Schauer, rundete die mehr als positive Pr\u00e4sentation vollends ab. Mindestens hier sehe ich eine Troph\u00e4e f\u00fcr die Komponisten &#8211; und das, wo mir die akustische Seite von Filmen eher weniger in den Fokus r\u00fcckt. Auch wenn nicht jedes Detail akkurat umgesetzt wurde, hat uns Kultregisseur Ridley Scott insgesamt mal wieder einen unterhaltsamen Geschichtsunterricht erster G\u00fcte beschert. Die ungewohnte Thematik konnte schnell in ihren Bann ziehen und ein paar hochwertig inszenierte Schlachtengem\u00e4lde haben sich auf Anhieb unweigerlich in Erinnerung festgebrannt. F\u00fcr mich war dieser Streifen ein erstes Highlight in diesem jungen Filmjahr und ich hoffe auf einen physischen Release f\u00fcr die Sammlung im Regal. 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