{"id":21472,"date":"2024-01-25T07:57:31","date_gmt":"2024-01-25T07:57:31","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=21472"},"modified":"2024-01-25T07:57:31","modified_gmt":"2024-01-25T07:57:31","slug":"der-schwarze-falke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=21472","title":{"rendered":"Der schwarze Falke"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Aufgrund aktueller Sichtung wurde dieses Review aus dem Archiv \u00fcbernommen und hier sauber formatiert. M\u00f6glichweise wurden einige Passagen \u00fcberarbeitet und die Wertung nach aktuellen Ma\u00dfst\u00e4ben noch einmal korrigiert.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach drei langen Jahren kehrt Ethan endlich wieder zu seiner Familie zur\u00fcck, doch der Friede w\u00e4hrt nur f\u00fcr kurze Zeit. Das Haus des Bruders wird \u00fcberfallen, seine T\u00f6chter entf\u00fchrt und der Rest gnadenlos get\u00f6tet.<\/p>\n\n\n\n<p>Verbittert nimmt Ethan die Suche nach den Kindern auf und durchkreuzt dabei das halbe Land. W\u00e4hrend seiner beschwerlichen Reise erf\u00e4hrt er vom &#8220;Schwarzen Falken&#8221;, dessen Stamm angeblich f\u00fcr die Gr\u00e4ueltaten verantwortlich ist&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich w\u00fcrde mich durchaus als offenen Filmfan bezeichnen, der gerne einmal \u00fcber den Tellerrand schaut und bei allen Genres wildert. Bei Western jedoch bin ich gr\u00f6\u00dftenteils raus und kann hier nur mit ganz wenigen Titel etwas anfangen. Klassiker wie beispielsweise &#8220;Spiel mit das Lied vom Tod&#8221; lassen mich v\u00f6llig kalt, bei &#8220;Alamo&#8221; oder eben dem &#8220;schwarzen Falken&#8221; schl\u00e4gt allerdings mein Herz ganz wild.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon als Kind habe ich den Film geliebt und kann mich heute noch nicht seiner Faszination entziehen. Die tollen &#8220;Techni-Color&#8221;-Farben und der hochwertige Look sorgen f\u00fcr etwas ganz Besonders. Die teils gemalten Kulissen und die pr\u00e4chtigen Kost\u00fcme wirken wie geleckt und ich glaube man bezeichnet das Ganze schlichtweg als &#8220;Edel-Western&#8221;.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Darsteller &#8211; allen voran nat\u00fcrlich John Wayne &#8211; machten ihre Sache sehr gut und jede noch so kleine Nebenfigur blieb nicht zuletzt wegen ihrer g\u00e4nsehauterregenden Synchronisation in Erinnerung. Es treibt immer wieder leichte Schauer \u00fcber den R\u00fccken, darf man noch einmal die rauen und passenden deutschen Stimmen unserer Figuren h\u00f6ren. Damals hat man sich damit noch extrem viel M\u00fche gegeben und dem Film etwas &#8220;kerniges&#8221; mitgegeben.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr einen Western fand ich die Handlung damals wie heute absolut grandios. Sicherlich mag man die einseitige Darstellung der Ereignisse und einen dezent rassistischen Grundton heraush\u00f6ren &#8211; doch als junger H\u00fcpfer habe ich das noch gar nicht so wahrgenommen und au\u00dferdem hat der Streifen schon ein paar Tage auf dem Buckel. Zu seiner Entstehungszeit war die Welt noch eine Andere und von daher sollte man das Werk auch als &#8220;Kind seiner Zeit&#8221; betrachten, ihn deshalb nicht verteufeln. Au\u00dferdem steckt viel lobenswerte Detailarbeit abseits der ung\u00fcnstig angehauchten Passagen drin.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Film war spannend, kurzweilig und von seinem Tempo her exakt ausgelotet. Action und ruhigere Momente wechselten sich in einem angenehmen Ma\u00dfe ab, der allgemeine Tiefgang war f\u00fcr das Genre absolut un\u00fcblich. Man konnte sich prima in die Figuren hineindenken, deren Beweggr\u00fcnde und Taten vollends verstehen. Besonders ging der Schlusspart ans Herz &#8211; besser und konsequenter konnte man die lange Reise einfach nicht beenden und manche Dinge einfach mal so im Raum stehen lassen. Zudem hatte man selbst f\u00fcr die d\u00fcster empfundenen Momente stets eine passende und durchaus verst\u00e4ndliche Begr\u00fcndung zur Hand.<\/p>\n\n\n\n<p>Ethan war kein blinder Rassist, vielmehr haben ihn die Umst\u00e4nde wie seine Mitwirkung im Krieg und der Tod seiner Mutter so weit getrieben. Die Macher verloren zu solchen Themen manches mal gar keine gro\u00dfen Worte, lie\u00dfen aber Bilder und ungew\u00f6hnliche Kameraeinstellungen f\u00fcr sich sprechen. Man sah den Akteuren in die Augen, schien einige Emotionen f\u00f6rmlich greifen und abnicken zu k\u00f6nnen. Nicht umsonst galt das Werk als Inspirationsquelle f\u00fcr &#8220;Star Wars&#8221; und Konsorten. Die Bildsprache war einmalig und sucht bis heute ihresgleichen.<\/p>\n\n\n\n<p>Selten vergebe ich die H\u00f6chstwertung und noch viel seltener an einen klassischen Western. &#8220;Der schwarze Falke&#8221; ist ein Meisterwerk, dass auch nach \u00fcber 60 Jahren nichts an seiner Strahlkraft verloren hat und mit seiner \u00fcberw\u00e4ltigenden Art noch immer an den Bildschirm fesselt. Wo mich andere, vermeintliche Klassiker eher langweilen oder zu altbacken r\u00fcberkommen, gibt es hier weder aus technischer, noch inhaltlicher oder aus Sicht der Schauspieler etwas zu bem\u00e4ngeln. Ford und Wayne haben viele Projekte zusammen bestritten, mit diesem Ausnahmetitel allerdings ein Werk f\u00fcr die Ewigkeit geschaffen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size wp-elements-411010609ea1de7efa675e8faabc50a0\"><strong>10\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Warner Bros (Universal Pictures)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Nach drei langen Jahren kehrt Ethan endlich wieder zu seiner Familie zur\u00fcck, doch der Friede w\u00e4hrt nur f\u00fcr kurze Zeit. Das Haus des Bruders wird \u00fcberfallen, seine T\u00f6chter entf\u00fchrt und der Rest gnadenlos get\u00f6tet. Verbittert nimmt Ethan die Suche nach den Kindern auf und durchkreuzt dabei das halbe Land. 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Die teils gemalten Kulissen und die pr\u00e4chtigen Kost\u00fcme wirken wie geleckt und ich glaube man bezeichnet das Ganze schlichtweg als &#8220;Edel-Western&#8221;. Die Darsteller &#8211; allen voran nat\u00fcrlich John Wayne &#8211; machten ihre Sache sehr gut und jede noch so kleine Nebenfigur blieb nicht zuletzt wegen ihrer g\u00e4nsehauterregenden Synchronisation in Erinnerung. Es treibt immer wieder leichte Schauer \u00fcber den R\u00fccken, darf man noch einmal die rauen und passenden deutschen Stimmen unserer Figuren h\u00f6ren. Damals hat man sich damit noch extrem viel M\u00fche gegeben und dem Film etwas &#8220;kerniges&#8221; mitgegeben. F\u00fcr einen Western fand ich die Handlung damals wie heute absolut grandios. Sicherlich mag man die einseitige Darstellung der Ereignisse und einen dezent rassistischen Grundton heraush\u00f6ren &#8211; doch als junger H\u00fcpfer habe ich das noch gar nicht so wahrgenommen und au\u00dferdem hat der Streifen schon ein paar Tage auf dem Buckel. Zu seiner Entstehungszeit war die Welt noch eine Andere und von daher sollte man das Werk auch als &#8220;Kind seiner Zeit&#8221; betrachten, ihn deshalb nicht verteufeln. Au\u00dferdem steckt viel lobenswerte Detailarbeit abseits der ung\u00fcnstig angehauchten Passagen drin. Der Film war spannend, kurzweilig und von seinem Tempo her exakt ausgelotet. Action und ruhigere Momente wechselten sich in einem angenehmen Ma\u00dfe ab, der allgemeine Tiefgang war f\u00fcr das Genre absolut un\u00fcblich. Man konnte sich prima in die Figuren hineindenken, deren Beweggr\u00fcnde und Taten vollends verstehen. Besonders ging der Schlusspart ans Herz &#8211; besser und konsequenter konnte man die lange Reise einfach nicht beenden und manche Dinge einfach mal so im Raum stehen lassen. Zudem hatte man selbst f\u00fcr die d\u00fcster empfundenen Momente stets eine passende und durchaus verst\u00e4ndliche Begr\u00fcndung zur Hand. Ethan war kein blinder Rassist, vielmehr haben ihn die Umst\u00e4nde wie seine Mitwirkung im Krieg und der Tod seiner Mutter so weit getrieben. Die Macher verloren zu solchen Themen manches mal gar keine gro\u00dfen Worte, lie\u00dfen aber Bilder und ungew\u00f6hnliche Kameraeinstellungen f\u00fcr sich sprechen. Man sah den Akteuren in die Augen, schien einige Emotionen f\u00f6rmlich greifen und abnicken zu k\u00f6nnen. Nicht umsonst galt das Werk als Inspirationsquelle f\u00fcr &#8220;Star Wars&#8221; und Konsorten. Die Bildsprache war einmalig und sucht bis heute ihresgleichen. Selten vergebe ich die H\u00f6chstwertung und noch viel seltener an einen klassischen Western. &#8220;Der schwarze Falke&#8221; ist ein Meisterwerk, dass auch nach \u00fcber 60 Jahren nichts an seiner Strahlkraft verloren hat und mit seiner \u00fcberw\u00e4ltigenden Art noch immer an den Bildschirm fesselt. Wo mich andere, vermeintliche Klassiker eher langweilen oder zu altbacken r\u00fcberkommen, gibt es hier weder aus technischer, noch inhaltlicher oder aus Sicht der Schauspieler etwas zu bem\u00e4ngeln. 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