{"id":21882,"date":"2024-02-09T08:51:00","date_gmt":"2024-02-09T08:51:00","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=21882"},"modified":"2024-02-09T08:51:00","modified_gmt":"2024-02-09T08:51:00","slug":"dogman","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=21882","title":{"rendered":"DogMan"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>In einem blutverschmierten Abendkleid und einer Ladefl\u00e4che voller Hunde wird der querschnittgel\u00e4hmte Doug von der Polizei angehalten und vorsorglich inhaftiert. Zun\u00e4chst gibt er \u00fcber die Umst\u00e4nde seines ungew\u00f6hnlichen Auftritts keinerlei Information, doch nach dem Eintreffen einer Psychologin offeriert er seine unglaubliche Lebens- und Leidensgeschichte\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ich wei\u00df nicht genau, was ich da am gestrigen Abend gesehen habe &#8211; doch ich wei\u00df, dass mich dieser Film auf ganz unterschiedliche Weisen ber\u00fchrt und abgeholt ab. Erneut bewies Legende Luc Besson (&#8220;Leon der Profi&#8221;, &#8220;Das f\u00fcnfte Element&#8221;, &#8220;Lucy&#8221;) gro\u00dfes Gesp\u00fcr f\u00fcr ungew\u00f6hnliche Themen und verstand den Zuschauer mit einer Erz\u00e4hlung zu fesseln, gar mit Tr\u00e4nchen zu jonglieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Schon nach wenigen Minuten zog der Streifen mit einer seltsamen Ausgangslage und den herrlich d\u00fcsteren Bildern in seinen Bann. Trotz einiger wirklich befremdlicher Elemente konnte man die Blicke einfach nicht vom Schirm lassen und man hing an den Lippen der Akteure &#8211; allen voran denen vom gro\u00dfartigen Caleb Landry Jones, der eine unglaubliche Darbietung an den Tag gelegt hat.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Handlung wurde gr\u00f6\u00dftenteils mit R\u00fcckblenden erz\u00e4hlt, lie\u00df uns dabei aber nie den roten Faden verlieren und bewahrte trotz aller Schwerm\u00fctigkeit seiner Inhalte einen angenehm lockeren Umgangston. Man nahm sich trotz aller Dramatik und unsch\u00f6nen Momenten nie zu ernst, pr\u00e4sentierte sich stets sch\u00f6n ausgewogen und lie\u00df uns nie an der Sache oder unseren jeweiligen Emotionen zweifeln.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie bereits erw\u00e4hnt war das Spiel von Caleb Landry Jones \u00fcber jeden Zweifel erhaben. Er zeigte mit seinen stetig wechselnden Outfits und Gesichtern eine beachtliche Wandlungsf\u00e4higkeit und \u00fcberzeugte dabei in jeder seiner bedauernswerten Lebenslagen. Er zog lenkte alle Aufmerksamkeit auf seine ambivalente Pers\u00f6nlichkeit und hielt trotz fragw\u00fcrdiger Aktionen stets alle Sympathie auf seiner Seite, eine unpassende &#8220;Woke&#8221;-Diskussion bleibt trotz seiner weiblichen Verwandlungen gl\u00fccklicherweise aus und steht hier gar nicht im Fokus.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Inszenierung war gro\u00dfartig, gab keinen Grund zur Klage. Selbst in dunklen Passagen gefielen die klaren Aufnahmen, mit routinierten Perspektivenwechseln wurde das Geschehen kurzweilig in Szene gesetzt. Der auff\u00e4llige, eher im Klassik-Genre zu verortende Soundtrack war sowieso eine Klasse f\u00fcr sich und sorgte grade bei den B\u00fchnenauftritten von Doug f\u00fcr leichte G\u00e4nsehaut. Erneut kamen auch viele symbolische Elemente zum Vorschein, die man zuweilen erst bei genauerer Betrachtung richtig bemerken konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit &#8220;DogMan&#8221; ist Besson mal wieder ein besonderer Film mit hohem Erinnerungswert gelungen. Auch wenn die Geschichte an sich nur schwerlich greifbar war, konnte man sich problemlos darin verlieren und bis zum bitteren Ende mit unserer brillant gespielten Hauptfigur mitfiebern. Dabei gab es ein Auf und Ab der Gef\u00fchle, welches mir in der letzten Zeit von keinem anderen Titel so derma\u00dfen krass vermittelt wurde und davor z\u00fccke ich mit Ehrfurcht meinen imagin\u00e4ren Hut. Klar war das Teil von seinem Grundkonzept schon irgendwo ziemlich schr\u00e4g, aber so faszinierend und herzergreifend wie kaum f\u00fcr m\u00f6glich gehalten und von daher eine absolute Empfehlung wert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size wp-elements-ff50d028f7a776e5d2ffcaa44fe1051c\"><strong>9\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Capelight Pictures<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt In einem blutverschmierten Abendkleid und einer Ladefl\u00e4che voller Hunde wird der querschnittgel\u00e4hmte Doug von der Polizei angehalten und vorsorglich inhaftiert. 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Trotz einiger wirklich befremdlicher Elemente konnte man die Blicke einfach nicht vom Schirm lassen und man hing an den Lippen der Akteure &#8211; allen voran denen vom gro\u00dfartigen Caleb Landry Jones, der eine unglaubliche Darbietung an den Tag gelegt hat. Die Handlung wurde gr\u00f6\u00dftenteils mit R\u00fcckblenden erz\u00e4hlt, lie\u00df uns dabei aber nie den roten Faden verlieren und bewahrte trotz aller Schwerm\u00fctigkeit seiner Inhalte einen angenehm lockeren Umgangston. Man nahm sich trotz aller Dramatik und unsch\u00f6nen Momenten nie zu ernst, pr\u00e4sentierte sich stets sch\u00f6n ausgewogen und lie\u00df uns nie an der Sache oder unseren jeweiligen Emotionen zweifeln. Wie bereits erw\u00e4hnt war das Spiel von Caleb Landry Jones \u00fcber jeden Zweifel erhaben. Er zeigte mit seinen stetig wechselnden Outfits und Gesichtern eine beachtliche Wandlungsf\u00e4higkeit und \u00fcberzeugte dabei in jeder seiner bedauernswerten Lebenslagen. Er zog lenkte alle Aufmerksamkeit auf seine ambivalente Pers\u00f6nlichkeit und hielt trotz fragw\u00fcrdiger Aktionen stets alle Sympathie auf seiner Seite, eine unpassende &#8220;Woke&#8221;-Diskussion bleibt trotz seiner weiblichen Verwandlungen gl\u00fccklicherweise aus und steht hier gar nicht im Fokus. Die Inszenierung war gro\u00dfartig, gab keinen Grund zur Klage. Selbst in dunklen Passagen gefielen die klaren Aufnahmen, mit routinierten Perspektivenwechseln wurde das Geschehen kurzweilig in Szene gesetzt. Der auff\u00e4llige, eher im Klassik-Genre zu verortende Soundtrack war sowieso eine Klasse f\u00fcr sich und sorgte grade bei den B\u00fchnenauftritten von Doug f\u00fcr leichte G\u00e4nsehaut. Erneut kamen auch viele symbolische Elemente zum Vorschein, die man zuweilen erst bei genauerer Betrachtung richtig bemerken konnte. Mit &#8220;DogMan&#8221; ist Besson mal wieder ein besonderer Film mit hohem Erinnerungswert gelungen. Auch wenn die Geschichte an sich nur schwerlich greifbar war, konnte man sich problemlos darin verlieren und bis zum bitteren Ende mit unserer brillant gespielten Hauptfigur mitfiebern. Dabei gab es ein Auf und Ab der Gef\u00fchle, welches mir in der letzten Zeit von keinem anderen Titel so derma\u00dfen krass vermittelt wurde und davor z\u00fccke ich mit Ehrfurcht meinen imagin\u00e4ren Hut. 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