{"id":22075,"date":"2024-02-19T07:26:02","date_gmt":"2024-02-19T07:26:02","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=22075"},"modified":"2024-02-19T07:26:02","modified_gmt":"2024-02-19T07:26:02","slug":"angel-heart","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=22075","title":{"rendered":"Angel Heart"},"content":{"rendered":"\n<p><em>Aufgrund aktueller Sichtung wurde dieses Review aus dem Archiv \u00fcbernommen und hier sauber formatiert. M\u00f6glichweise wurden einige Passagen \u00fcberarbeitet und die Wertung nach aktuellen Ma\u00dfst\u00e4ben noch einmal korrigiert.<\/em><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Einst war Johnny Favorite ein beliebter S\u00e4nger, doch in den Wirren des Zweiten Weltkrieges hat sich seine Spur verloren. Gesch\u00e4ftsmann Louis Cyphre wartet auf R\u00fcckzahlungen des K\u00fcnstlers und heuert daher den Privatdetektiv Harry Angel an. Dieser soll Favorite aufsp\u00fcren, doch je l\u00e4nger er den Vermissten sucht, desto mehr Leichen pflastern seinen Weg\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Schon seit meiner fr\u00fchen Jugend verspr\u00fchte dieser Film eine Magie, der man sich noch immer schwerlich entziehen kann. &#8220;Angel Heart&#8221; kombiniert so geschickt die Elemente eines klassischen Detektiv-Filmes mit spannendem Grusel und seine Aufl\u00f6sung schockiert noch jedes Mal.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Angel Heart&#8221; ist ein echter Sonderfall. Obwohl sich die Aufl\u00f6sung eigentlich schon bei der ersten Sichtung abzeichnete und die Handlung nach dutzenden Sichtungen hinreichend bekannt ist, fesselt seine meisterhafte Umsetzung noch immer an den Schirm. Alan Parker schuf hier einen Horrortrip, der wirklich nachhaltig im Ged\u00e4chtnis blieb und selbst wenig Interessierte an der Voodoo-Materie (wie mich) vollends abholen durfte.<\/p>\n\n\n\n<p>Man wurde mit Motiven und Motivationen versorgt, bekam ein ausreichendes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr bestimmte Traditionen und Verhaltensweisen &#8211; ohne dabei unn\u00f6tig in die Tiefe zu gehen. Man schnitt alles im passenden Rahmen an und platzierte seine intelligent konstruierte Geschichte inmitten dieser Gegebenheiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Streifen besa\u00df so viele kleine Details und Anspielungen, die man gar nicht auf den ersten Blick erfassen konnte. Es wurden nicht nur viele Figuren und Geschichten angerissen, sondern auch enorm viel mit Bildsprache gearbeitet. So wurden selbst kleine, augenscheinlich eher unbedeutende Elemente zu wichtigen Randnotizen und halfen letztlich bei der Rekonstruktion der kompletten Ereignisse.<\/p>\n\n\n\n<p>Es wurden religi\u00f6se Symbole und Rituale vermengt, letztlich aber zu einem glaubw\u00fcrdigen Konstrukt zusammengelegt und dabei nicht \u00fcber das Ziel hinausgeschossen. Noch immer stand der Mensch als Bestie im Vordergrund, auch wenn uns dies hier herrlich unterschwellig vermittelt  und nicht mit dem Holzhammer eingebl\u00e4ut wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Mickey Rourke befand sich damals auf dem Zenit seines Schaffens. Er ging vollkommen in der Rolle des Harry Angel auf und zog den Zuschauer trotz einiger fragw\u00fcrdiger Ermittlungsmethoden stets auf seine Seite. Man konnte sich unerwartet gut in seine Lage hineindenken, seine Sorgen und \u00c4ngste zweifelsfrei mit ihm teilen. Ihm wurde die Figur einfach auf den Leib geschneidert.<\/p>\n\n\n\n<p>Ihm gegen\u00fcber stand nicht nur eine \u00e4u\u00dferst freiz\u00fcgige und ebenfalls enorm \u00fcberzeugende Lisa Bonet, sondern auch ein diabolischer Robert DeNiro, der allein mit seiner Pr\u00e4senz immer wieder f\u00fcr Schauer auf dem R\u00fccken sorgte. Abgerundet wurden diese bemerkenswerten Auftritte durch eine sch\u00f6n d\u00fcstere Inszenierung, die mit blassen Bildern und seinem passenden Soundtrack, der stets genau den richtigen Nerv getroffen hat.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Angel Heart&#8221; ist ein Kultfilm und landet zurecht in regelm\u00e4\u00dfigen Abst\u00e4nden auf der heimischen Leinwand. Seine starke Inszenierung und sein extrem gef\u00e4lliger Cast \u00fcben eine hypnotische Wirkung aus und gehen unter die Haut. Ich beneide Jeden, der diesen Trip zum ersten Mal erleben darf und an Ende so staunend wie ich einst als junger Knabe vor dem Bildschirm hockt. Ein echter Klassiker, der definitiv in keiner gut sortierten Sammlung fehlen darf.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size wp-elements-ff50d028f7a776e5d2ffcaa44fe1051c\"><strong>9\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Studiocanal<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Einst war Johnny Favorite ein beliebter S\u00e4nger, doch in den Wirren des Zweiten Weltkrieges hat sich seine Spur verloren. Gesch\u00e4ftsmann Louis Cyphre wartet auf R\u00fcckzahlungen des K\u00fcnstlers und heuert daher den Privatdetektiv Harry Angel an. Dieser soll Favorite aufsp\u00fcren, doch je l\u00e4nger er den Vermissten sucht, desto mehr Leichen pflastern seinen Weg\u2026 Fazit Schon seit meiner fr\u00fchen Jugend verspr\u00fchte dieser Film eine Magie, der man sich noch immer schwerlich entziehen kann. &#8220;Angel Heart&#8221; kombiniert so geschickt die Elemente eines klassischen Detektiv-Filmes mit spannendem Grusel und seine Aufl\u00f6sung schockiert noch jedes Mal. &#8220;Angel Heart&#8221; ist ein echter Sonderfall. Obwohl sich die Aufl\u00f6sung eigentlich schon bei der ersten Sichtung abzeichnete und die Handlung nach dutzenden Sichtungen hinreichend bekannt ist, fesselt seine meisterhafte Umsetzung noch immer an den Schirm. Alan Parker schuf hier einen Horrortrip, der wirklich nachhaltig im Ged\u00e4chtnis blieb und selbst wenig Interessierte an der Voodoo-Materie (wie mich) vollends abholen durfte. Man wurde mit Motiven und Motivationen versorgt, bekam ein ausreichendes Verst\u00e4ndnis f\u00fcr bestimmte Traditionen und Verhaltensweisen &#8211; ohne dabei unn\u00f6tig in die Tiefe zu gehen. Man schnitt alles im passenden Rahmen an und platzierte seine intelligent konstruierte Geschichte inmitten dieser Gegebenheiten. Der Streifen besa\u00df so viele kleine Details und Anspielungen, die man gar nicht auf den ersten Blick erfassen konnte. Es wurden nicht nur viele Figuren und Geschichten angerissen, sondern auch enorm viel mit Bildsprache gearbeitet. So wurden selbst kleine, augenscheinlich eher unbedeutende Elemente zu wichtigen Randnotizen und halfen letztlich bei der Rekonstruktion der kompletten Ereignisse. Es wurden religi\u00f6se Symbole und Rituale vermengt, letztlich aber zu einem glaubw\u00fcrdigen Konstrukt zusammengelegt und dabei nicht \u00fcber das Ziel hinausgeschossen. Noch immer stand der Mensch als Bestie im Vordergrund, auch wenn uns dies hier herrlich unterschwellig vermittelt und nicht mit dem Holzhammer eingebl\u00e4ut wurde. Mickey Rourke befand sich damals auf dem Zenit seines Schaffens. Er ging vollkommen in der Rolle des Harry Angel auf und zog den Zuschauer trotz einiger fragw\u00fcrdiger Ermittlungsmethoden stets auf seine Seite. Man konnte sich unerwartet gut in seine Lage hineindenken, seine Sorgen und \u00c4ngste zweifelsfrei mit ihm teilen. Ihm wurde die Figur einfach auf den Leib geschneidert. Ihm gegen\u00fcber stand nicht nur eine \u00e4u\u00dferst freiz\u00fcgige und ebenfalls enorm \u00fcberzeugende Lisa Bonet, sondern auch ein diabolischer Robert DeNiro, der allein mit seiner Pr\u00e4senz immer wieder f\u00fcr Schauer auf dem R\u00fccken sorgte. 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