{"id":22107,"date":"2024-02-19T09:36:34","date_gmt":"2024-02-19T09:36:34","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=22107"},"modified":"2024-02-19T09:36:34","modified_gmt":"2024-02-19T09:36:34","slug":"the-majestic","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=22107","title":{"rendered":"The Majestic"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die USA in den 50iger Jahren. Hollywood-Autor Peter Appleton ger\u00e4t aufgrund einer fr\u00fcheren Mitgliedschaft in einer fragw\u00fcrdigen Studentenverbindung ins Visier der Beh\u00f6rden. Ihm werden kommunistische Umtriebe unterstellt, der Job bei einem gro\u00dfen Studio vorerst auf Eis gelegt. Frustriert sch\u00fcttet er sich zu und landet nach einem scheren Autounfall und hierdurch erlittenen Ged\u00e4chtnisverlust in einem kleinen Ort &#8211; an dem sich scheinbar jeder Anwohner an ihn in einem g\u00e4nzlich anderen Zusammenhang erinnern kann\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als gro\u00dfen Fan von Jim Carrey w\u00fcrde ich mich nicht unbedingt bezeichnen und habe diesen Streifen wohl bewusst immer ein bisschen ausgeblendet. Das Cover war mir aus damaligen Videothekenbesuchen durchaus im Kopf pr\u00e4sent, dennoch hat mich das Werk nie sonderlich gereizt &#8211; bis er mir in den letzten Tagen zuf\u00e4llig bei Prime \u00fcber den Weg gelaufen ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders gut gefiel mir hier die n\u00fcchterne und irgendwo sehr sch\u00f6ne Inszenierung, die uns schnell in einem Amerika der 50iger Jahre abtauchen lie\u00df. Man konnte rasch im Szenario versinken und (gerade als Filmfan) auch die vielen kleinen Details am Rande genie\u00dfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Film war sehr ruhig, besa\u00df aber einen insgesamt recht passablen Flow &#8211; insofern man sich auf diese Gangart eingestellt hat. Action oder temporeiche Momente suchte man vergebens, daf\u00fcr wurde oft auf das bewusste Bet\u00e4tigen der Handbremse gesetzt. Alles wirkte sehr entschleunigt, aber gl\u00fccklicherweise nie unterinteressant.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Pr\u00e4misse rund um den Wiederkehrten Luke hielt die Spannungskurve bis zum bitteren Ende oben, der rote Faden war dabei stets deutlich zu erkennen und der Zuschauer konnte obendrein ein wenig Mitr\u00e4tseln. Erst beim Finale wurde dann zwar die eigentliche Aussage der Macher offenbart, doch die Genremischung ging bis dato recht gut auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Gegensatz zu den meisten der Werke von Carrey gab sich &#8220;The Majestic&#8221; eher ernst und auf Dramatik getrimmt, witzige Momente waren eher Mangelware. Immerhin konnte der beliebte (aber mittlerweile vielleicht auch ein wenig umstrittene) Akteur beweisen, wie toll er Abseits von &#8220;Dumm und D\u00fcmmer&#8221; oder &#8220;Ace Ventura&#8221; performen konnte und \u00fcberzeugte auf ganzer Linie.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcberhaupt war der Cast recht beachtenswert und bis auf die kleinste Nebenrolle mit bekannten Gesichtern best\u00fcckt. Martin Landau, Jeffrey DeMunn oder gar ein Bruce Campbell gaben sich ein nettes Stelldichein und sorgten f\u00fcr ein wohliges Befinden. Technisch gab es (wie bereits erw\u00e4hnt) sowieso nichts zu bem\u00e4ngeln. Die alten Tage wurden glaubhaft rekonstruiert, der Soundtrack hierzu passend gew\u00e4hlt.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei &#8220;The Majestic&#8221; wusste ich zun\u00e4chst nicht, ob ein Mystery-Thriller oder einfach nur ein waschechtes Drama vermittelt werden sollte. Der Film bediente sich vieler Elemente, blieb dabei aber angenehm bodenst\u00e4ndig und stie\u00df h\u00f6chstens bei ein paar fragw\u00fcrdigen Aussage bei seiner letzten Szene vor Gericht ein wenig auf. F\u00fcr Filmliebhaber wurde jedenfalls Einiges geboten und trotz seinem starken Fokus auf Schnulze gibt es von mir eine kleine Empfehlung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size wp-elements-70140c767a3834b5ac8103705221a4dc\"><strong>7\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Warner Home Video<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Die USA in den 50iger Jahren. 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Besonders gut gefiel mir hier die n\u00fcchterne und irgendwo sehr sch\u00f6ne Inszenierung, die uns schnell in einem Amerika der 50iger Jahre abtauchen lie\u00df. Man konnte rasch im Szenario versinken und (gerade als Filmfan) auch die vielen kleinen Details am Rande genie\u00dfen. Der Film war sehr ruhig, besa\u00df aber einen insgesamt recht passablen Flow &#8211; insofern man sich auf diese Gangart eingestellt hat. Action oder temporeiche Momente suchte man vergebens, daf\u00fcr wurde oft auf das bewusste Bet\u00e4tigen der Handbremse gesetzt. Alles wirkte sehr entschleunigt, aber gl\u00fccklicherweise nie unterinteressant. Die Pr\u00e4misse rund um den Wiederkehrten Luke hielt die Spannungskurve bis zum bitteren Ende oben, der rote Faden war dabei stets deutlich zu erkennen und der Zuschauer konnte obendrein ein wenig Mitr\u00e4tseln. Erst beim Finale wurde dann zwar die eigentliche Aussage der Macher offenbart, doch die Genremischung ging bis dato recht gut auf. Im Gegensatz zu den meisten der Werke von Carrey gab sich &#8220;The Majestic&#8221; eher ernst und auf Dramatik getrimmt, witzige Momente waren eher Mangelware. Immerhin konnte der beliebte (aber mittlerweile vielleicht auch ein wenig umstrittene) Akteur beweisen, wie toll er Abseits von &#8220;Dumm und D\u00fcmmer&#8221; oder &#8220;Ace Ventura&#8221; performen konnte und \u00fcberzeugte auf ganzer Linie. \u00dcberhaupt war der Cast recht beachtenswert und bis auf die kleinste Nebenrolle mit bekannten Gesichtern best\u00fcckt. Martin Landau, Jeffrey DeMunn oder gar ein Bruce Campbell gaben sich ein nettes Stelldichein und sorgten f\u00fcr ein wohliges Befinden. Technisch gab es (wie bereits erw\u00e4hnt) sowieso nichts zu bem\u00e4ngeln. Die alten Tage wurden glaubhaft rekonstruiert, der Soundtrack hierzu passend gew\u00e4hlt. Bei &#8220;The Majestic&#8221; wusste ich zun\u00e4chst nicht, ob ein Mystery-Thriller oder einfach nur ein waschechtes Drama vermittelt werden sollte. Der Film bediente sich vieler Elemente, blieb dabei aber angenehm bodenst\u00e4ndig und stie\u00df h\u00f6chstens bei ein paar fragw\u00fcrdigen Aussage bei seiner letzten Szene vor Gericht ein wenig auf. 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