{"id":22250,"date":"2024-02-25T16:33:00","date_gmt":"2024-02-25T16:33:00","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=22250"},"modified":"2024-02-25T16:33:00","modified_gmt":"2024-02-25T16:33:00","slug":"stephen-kings-desperation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=22250","title":{"rendered":"Stephen King&#8217;s Desperation"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine verlassene Gegend in den USA. Ein letzter Sheriff h\u00e4lt hier die Wacht, verhaftet scheinbar willk\u00fcrlich durch die W\u00fcste reisende Besucher und sperrt sie in eine Zelle. Die Inhaftierten sind be\u00e4ngstigt, aber nicht nur wegen des seltsamen Gesetzesh\u00fcters, sondern auch wegen der unz\u00e4hligen \u00fcberall herumliegenden Leichen in der kleinen Stadt&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Von King habe ich besonders als Jugendlicher unz\u00e4hlige Werke verschlungen, doch &#8220;Desperation&#8221; geh\u00f6rte bis heute noch nicht dazu. Der Film hatte mich bei seinem damaligen Release noch nicht so recht von sich \u00fcberzeugen k\u00f6nnen, doch am gestrigen Abend wollte ich mich spontan noch einmal daran wagen. Richtig schlecht mag der Streifen eigentlich gar nicht sein, doch echte Begeisterungsst\u00fcrme konnte er nach wie vor nicht in mir entfachen.<\/p>\n\n\n\n<p>Damals wie heute hat mich vor allem der gro\u00dfartige Cast gereizt. Tom Skerritt und Ron Perlman sind und waren Namen, die mich immer wieder an den Bildschirm ziehen, doch hier blieben ihre Figuren (nicht zuletzt aufgrund einer mittelpr\u00e4chtigen Synchronisation) etwas flach. Man schaute ihnen zwar gerne bei ihrem routinierten Spiel zu, hatte aber stets das Gef\u00fchl, dass man mehr als ihren Charakteren h\u00e4tte machen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u00dcberhaupt zeigte das Werk immer wieder Potential, welches nie vollends genutzt wurde. \u00dcber weite Teile (insbesondere im ersten Drittel) pl\u00e4tschert die Geschichte vor sich hin und l\u00e4sst ihren angerissenen Spannungsbogen mit langatmigen Dialogen und Aufnahmen fast versiegen. Die unheilvolle Grundstimmung weicht leichter Langeweile und der rote Faden macht sich gelegentlich sehr d\u00fcnn.<\/p>\n\n\n\n<p>Gegen Mitte und zum Gl\u00fcck auch am Ende fing sich das Konstrukt allerdings wieder und lieferte passable Unterhaltung mit sp\u00fcrbaren Spannungsbogen &#8211; auch wenn wir von King nat\u00fcrlich weitaus packendere Erlebnisse gewohnt sind. Irgendwann war man mit den Figuren vertraut, konnte sie einigerma\u00dfen gut einsch\u00e4tzen und wollte deren Schicksale weiterverfolgen.<\/p>\n\n\n\n<p>Optisch rangiert das Geschehen irgendwo zwischen TV- und g\u00fcnstiger Videothekenproduktion, wirkte nie sonderlich billig &#8211; aber eben auch nie wie ein Blockbuster f\u00fcr die Kinoleinwand. Die gr\u00f6\u00dftenteils handgemachten Effekte waren noch immer ansehnlich, die vereinzelten CGI-Einlagen ganz okay. Immerhin erinnert der gesamte Look an andere Umsetzungen des Meister, wie beispielsweise &#8220;The Stand&#8221; oder andere f\u00fcr die heimischen Bildschirme abgezielten Filme.<\/p>\n\n\n\n<p>Weder Fisch, noch Fleisch. &#8220;Desperation&#8221; ist kein Totalausfall und sogar weitaus besser als ich ihn noch in Erinnerung hatte &#8211; doch so richtig schmackhaft ist der Titel dennoch nicht. Er war stellenweise wirklich tr\u00e4ge und seine eher schwache, schablonenhafte Geschichte kam nur selten in die G\u00e4nge, offerierte im Nachgang auch nicht wirklich viel Neues. Letztlich also nur ein weiterer brauchbarer King f\u00fcr Fans, doch weit von seinen Referenzwerken (also filmisch) entfernt. Mag sein, dass die Vorlage weitaus besser daher kommt, doch allein schon wegen dem mittelpr\u00e4chtigen Plot konnte ich nicht zum lesen bewogen werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size wp-elements-b85ade4bf921bd183ed4bf4b4281dea2\"><strong>5,5\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Warner<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Eine verlassene Gegend in den USA. Ein letzter Sheriff h\u00e4lt hier die Wacht, verhaftet scheinbar willk\u00fcrlich durch die W\u00fcste reisende Besucher und sperrt sie in eine Zelle. Die Inhaftierten sind be\u00e4ngstigt, aber nicht nur wegen des seltsamen Gesetzesh\u00fcters, sondern auch wegen der unz\u00e4hligen \u00fcberall herumliegenden Leichen in der kleinen Stadt&#8230; Fazit Von King habe ich besonders als Jugendlicher unz\u00e4hlige Werke verschlungen, doch &#8220;Desperation&#8221; geh\u00f6rte bis heute noch nicht dazu. Der Film hatte mich bei seinem damaligen Release noch nicht so recht von sich \u00fcberzeugen k\u00f6nnen, doch am gestrigen Abend wollte ich mich spontan noch einmal daran wagen. Richtig schlecht mag der Streifen eigentlich gar nicht sein, doch echte Begeisterungsst\u00fcrme konnte er nach wie vor nicht in mir entfachen. Damals wie heute hat mich vor allem der gro\u00dfartige Cast gereizt. Tom Skerritt und Ron Perlman sind und waren Namen, die mich immer wieder an den Bildschirm ziehen, doch hier blieben ihre Figuren (nicht zuletzt aufgrund einer mittelpr\u00e4chtigen Synchronisation) etwas flach. Man schaute ihnen zwar gerne bei ihrem routinierten Spiel zu, hatte aber stets das Gef\u00fchl, dass man mehr als ihren Charakteren h\u00e4tte machen k\u00f6nnen. \u00dcberhaupt zeigte das Werk immer wieder Potential, welches nie vollends genutzt wurde. \u00dcber weite Teile (insbesondere im ersten Drittel) pl\u00e4tschert die Geschichte vor sich hin und l\u00e4sst ihren angerissenen Spannungsbogen mit langatmigen Dialogen und Aufnahmen fast versiegen. Die unheilvolle Grundstimmung weicht leichter Langeweile und der rote Faden macht sich gelegentlich sehr d\u00fcnn. Gegen Mitte und zum Gl\u00fcck auch am Ende fing sich das Konstrukt allerdings wieder und lieferte passable Unterhaltung mit sp\u00fcrbaren Spannungsbogen &#8211; auch wenn wir von King nat\u00fcrlich weitaus packendere Erlebnisse gewohnt sind. Irgendwann war man mit den Figuren vertraut, konnte sie einigerma\u00dfen gut einsch\u00e4tzen und wollte deren Schicksale weiterverfolgen. Optisch rangiert das Geschehen irgendwo zwischen TV- und g\u00fcnstiger Videothekenproduktion, wirkte nie sonderlich billig &#8211; aber eben auch nie wie ein Blockbuster f\u00fcr die Kinoleinwand. Die gr\u00f6\u00dftenteils handgemachten Effekte waren noch immer ansehnlich, die vereinzelten CGI-Einlagen ganz okay. Immerhin erinnert der gesamte Look an andere Umsetzungen des Meister, wie beispielsweise &#8220;The Stand&#8221; oder andere f\u00fcr die heimischen Bildschirme abgezielten Filme. Weder Fisch, noch Fleisch. &#8220;Desperation&#8221; ist kein Totalausfall und sogar weitaus besser als ich ihn noch in Erinnerung hatte &#8211; doch so richtig schmackhaft ist der Titel dennoch nicht. Er war stellenweise wirklich tr\u00e4ge und seine eher schwache, schablonenhafte Geschichte kam nur selten in die G\u00e4nge, offerierte im Nachgang auch nicht wirklich viel Neues. 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