{"id":22337,"date":"2024-02-29T10:52:26","date_gmt":"2024-02-29T10:52:26","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=22337"},"modified":"2024-02-29T10:52:26","modified_gmt":"2024-02-29T10:52:26","slug":"der-mit-dem-wolf-tanzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=22337","title":{"rendered":"Der mit dem Wolf tanzt"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Per Zufall wird John J. Dunbar bef\u00f6rdert und zum Aufbau eines Au\u00dfenpostens mitten im Indianerland verdonnert. Dort ist er dann recht schnell komplett auf sich allein gestellt und muss sich irgendwie mit den aufdringlichen Ureinwohnern arrangieren<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als gro\u00dfen Genrefan w\u00fcrde ich mich nicht unbedingt bezeichnen, doch meinen virtuellen Hut vor diesem Werk von Kevin Costner immer wieder z\u00fccken. In den fr\u00fchen 1990igern waren die gro\u00dfen Tage von Western schon lange gez\u00e4hlt und kein Studio wollte an den Erfolg der Auferstehung glauben &#8211; und allen Kritikern zum Trotze ist ein sehenswerter Titel mit beachtlichen Einnahmen an den Kinokassen endstanden.<\/p>\n\n\n\n<p>Was diesen Film auszeichnet, ist seine vielschichtige Darstellung der unterschiedlichen Kulturen. Er gibt tiefe und greifbare Einblicke in die Welt der Indianer und wirkt bei Weitem nicht so eindimensional wie viele Mitbewerber. Klischeehafte Gestaltung oder gar mehr oder weniger offener Rassismus sind in diesem Titel nicht vorhanden &#8211; vielmehr in allen Bereichen das eindeutige Gegenteil.<\/p>\n\n\n\n<p>Man konnte sich gut in beiden Seiten der Medaille hineinversetzen und die Motivationen aller Beteiligen verstehen. Das gegenseitige Abtasten und auch das Aufbauen von Freundschaften gelang kleinlaut, verst\u00e4ndlich und nicht aufgesetzt. Durch seine immense \u00dcberl\u00e4nge (stolze 4 Stunden im Extended Cut) blieb gen\u00fcgend Zeit f\u00fcr ausf\u00fchrliche Zeichnung von Charakteren und deren Hintergr\u00fcnde. Durch seine fast schon hypnotische Inszenierung mit atemberaubenden Landschaftsaufnahmen blieb man stets am Ball, verlor nie das Interesse und konnte keine nennenswerten L\u00e4ngen beziffern.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Aufwand muss gigantisch gewesen sein und hat seine Wirkung nicht verloren. Das Massenaufgebot an Darstellern und Viehzeug war bemerkenswert, die vielen Passagen im indianischen Originalton einfach vortrefflich und ein Geniestreich in Sachen Atmosph\u00e4re. Trotz hochwertiger Inszenierung war das Geschehen aber auch niemals zu glatt geleckt, besa\u00df eine gro\u00dfartige schroffe Kinooptik, die zwar nicht mit genialer &#8220;Technicolor-Aufnahmen&#8221; punkten, sich dennoch zu alten Klassikern einf\u00fcgen konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich stach Costner mit seinem Auftritt am ehesten hervor, doch die anderen (zum Teil Amateur-) Darsteller standen ihn in Nichts nach. Deren Spiel und glaubw\u00fcrdige Outfits trugen unglaublich zum stimmigen Gesamtbild bei und alle f\u00fcgten das bunte Mosaik perfekt zusammen. Der eing\u00e4ngige Soundtrack ging stellenweise angenehm unter die Haut, verst\u00e4rkte die Gef\u00fchlslage unserer Protagonisten vortrefflich.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Streifen ist lang, doch eine Sichtung lohnt definitiv. Costner lieferte uns hier wundersch\u00f6ne Aufnahmen, glaubw\u00fcrdige Einblicke in fremde Kulturen und vermittelt uns hier eindringlich das Thema Freundschaft. Auch wenn man sonst mit Western nicht allzu viel anfangen kann, sollte man einen genaueren Blick riskieren und dieses Meisterwerk bedingungslos honorieren. Sicherlich kein Film f\u00fcr jeden Tag, aber im Grunde ein echtes Must-Have f\u00fcr die Sammlung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size wp-elements-7fe0e10d1a9d7b4874e0e00d68067292\"><strong>8,5\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Alive &#8211; Vertrieb und Marketing<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Per Zufall wird John J. Dunbar bef\u00f6rdert und zum Aufbau eines Au\u00dfenpostens mitten im Indianerland verdonnert. Dort ist er dann recht schnell komplett auf sich allein gestellt und muss sich irgendwie mit den aufdringlichen Ureinwohnern arrangieren Fazit Als gro\u00dfen Genrefan w\u00fcrde ich mich nicht unbedingt bezeichnen, doch meinen virtuellen Hut vor diesem Werk von Kevin Costner immer wieder z\u00fccken. In den fr\u00fchen 1990igern waren die gro\u00dfen Tage von Western schon lange gez\u00e4hlt und kein Studio wollte an den Erfolg der Auferstehung glauben &#8211; und allen Kritikern zum Trotze ist ein sehenswerter Titel mit beachtlichen Einnahmen an den Kinokassen endstanden. Was diesen Film auszeichnet, ist seine vielschichtige Darstellung der unterschiedlichen Kulturen. Er gibt tiefe und greifbare Einblicke in die Welt der Indianer und wirkt bei Weitem nicht so eindimensional wie viele Mitbewerber. Klischeehafte Gestaltung oder gar mehr oder weniger offener Rassismus sind in diesem Titel nicht vorhanden &#8211; vielmehr in allen Bereichen das eindeutige Gegenteil. Man konnte sich gut in beiden Seiten der Medaille hineinversetzen und die Motivationen aller Beteiligen verstehen. Das gegenseitige Abtasten und auch das Aufbauen von Freundschaften gelang kleinlaut, verst\u00e4ndlich und nicht aufgesetzt. Durch seine immense \u00dcberl\u00e4nge (stolze 4 Stunden im Extended Cut) blieb gen\u00fcgend Zeit f\u00fcr ausf\u00fchrliche Zeichnung von Charakteren und deren Hintergr\u00fcnde. Durch seine fast schon hypnotische Inszenierung mit atemberaubenden Landschaftsaufnahmen blieb man stets am Ball, verlor nie das Interesse und konnte keine nennenswerten L\u00e4ngen beziffern. Der Aufwand muss gigantisch gewesen sein und hat seine Wirkung nicht verloren. Das Massenaufgebot an Darstellern und Viehzeug war bemerkenswert, die vielen Passagen im indianischen Originalton einfach vortrefflich und ein Geniestreich in Sachen Atmosph\u00e4re. Trotz hochwertiger Inszenierung war das Geschehen aber auch niemals zu glatt geleckt, besa\u00df eine gro\u00dfartige schroffe Kinooptik, die zwar nicht mit genialer &#8220;Technicolor-Aufnahmen&#8221; punkten, sich dennoch zu alten Klassikern einf\u00fcgen konnte. Nat\u00fcrlich stach Costner mit seinem Auftritt am ehesten hervor, doch die anderen (zum Teil Amateur-) Darsteller standen ihn in Nichts nach. Deren Spiel und glaubw\u00fcrdige Outfits trugen unglaublich zum stimmigen Gesamtbild bei und alle f\u00fcgten das bunte Mosaik perfekt zusammen. Der eing\u00e4ngige Soundtrack ging stellenweise angenehm unter die Haut, verst\u00e4rkte die Gef\u00fchlslage unserer Protagonisten vortrefflich. Der Streifen ist lang, doch eine Sichtung lohnt definitiv. Costner lieferte uns hier wundersch\u00f6ne Aufnahmen, glaubw\u00fcrdige Einblicke in fremde Kulturen und vermittelt uns hier eindringlich das Thema Freundschaft. Auch wenn man sonst mit Western nicht allzu viel anfangen kann, sollte man einen genaueren Blick riskieren und dieses Meisterwerk bedingungslos honorieren. 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