{"id":22558,"date":"2024-03-26T17:30:30","date_gmt":"2024-03-26T17:30:30","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=22558"},"modified":"2024-03-26T17:30:30","modified_gmt":"2024-03-26T17:30:30","slug":"ravenous-friss-oder-stirb","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=22558","title":{"rendered":"Ravenous &#8211; Fri\u00df oder stirb"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die USA im Jahre 1847. Aufgrund seiner vermeintlichen Feigheit vor Feind wird Captain John Boyd ins tiefste Hinterland in der Sierra Nevada zwangsversetzt. Rasch lebt er sich bei den kauzigen Kollegen ein und fristet ein eher trauriges Dasein. Eines Tages taucht ein v\u00f6llig aufgel\u00f6ster Fremder auf und bittet die Herren um Hilfe. Sein Konvoi sei vor geraumer Zeit vom Wege abgekommen und scheinbar gibt es noch andere \u00dcberlebende, die es nun zu retten gilt\u2026<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zumindest bei mir hat &#8220;Ravenous&#8221; einen kleinen Kultstatus. Bereits zu VHS-Zeiten fand der Titel Einzug in meine Sammlung und am vergangenen Wochenende flackerte nach Jahren sogar die Blu-Ray-Variante \u00fcber die heimische Leinwand. So richtig herausragend war der Streifen zwar nie, doch er besa\u00df neben einer deftigen Handlung auch ein paar echt gute Momente mit bitterb\u00f6sem Humor.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Geschickt wurden hier Western und Kannibalenfilm miteinander vereint, nicht an schr\u00e4gen Charakteren und Sarkasmus gespart. Alles wirkte ein wenig \u00fcberzeichnet, \u00fcbte dennoch ein paar kleinere Schocker aus und hielt weitestgehend sehr gut bei Laune. Der Verlauf war \u00fcberwiegend kurzweilig, auch wenn mittendrin ein paar Straffungen nicht unbedingt geschadet h\u00e4tten.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Optisch leidet zwar selbst die aktuelle HD-Scheibe unter leichter Unsch\u00e4rfe, doch nach kurzer Zeit gewohnt man sich daran. Der &#8220;abnutzte&#8221; Look passte hervorragend zum Szenario, lie\u00df das Geschehen nur noch ein wenig dreckiger und rauer erscheinen. Die handgemachten Effekte f\u00fcgten sich hier ebenfalls prima ein und einige Aufnahmen kamen richtig sch\u00f6n eklig r\u00fcber. An Blut wurde nicht gespart.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Die Darsteller haben ihre Sache allesamt mit Bravour erledigt, wobei vor allem Guy Pearce und Robert Carlyle ins Auge stachen. Sie lieferten sich ein packendes Duell mit &#8211; gemessen an anderen \u00e4hnlich gelagerten Werken &#8211; ausgezeichneten und vergleichsweise tiefsinnigen Dialogen. Dazu passend gabs zeitgen\u00f6ssische Kost\u00fcme, ein trostloses Fort und ein paar wirklich h\u00fcbsche Landschaftsaufnahmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hin und wieder stolperte der Streifen jedoch \u00fcber Probleme bei der Logik oder kleinere L\u00e4ngen. Das Setting wusste zwar zu packen, manchmal h\u00e4tte es aber einen Ticken flotter auf dem Schirm zugehen k\u00f6nnen &#8211; zumal nicht immer etwas aufregendes passierte und dies in nahezu epischer Breite dem leicht gelangweilten Zuschauer pr\u00e4sentiert wurde.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kleinere Patzer beim Pacing aber hin und her. Selbst nach knapp 25 Jahren wirkt &#8220;Ravenous&#8221; frisch und verbreitet noch immer einen angenehm d\u00fcsteren Grundton. Wer solche dreckigen und leicht zynischen Streifen mag, kommt definitiv auf seine Kosten. F\u00fcr mich einer der besseren Western UND Maneater-Titel und tats\u00e4chlich irgendwo schon sehr kultig.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size wp-elements-6d896ffc13678040b893f913a422b100 wp-block-paragraph\"><strong>7,5\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Fotocopyright: NSM Records<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Die USA im Jahre 1847. Aufgrund seiner vermeintlichen Feigheit vor Feind wird Captain John Boyd ins tiefste Hinterland in der Sierra Nevada zwangsversetzt. Rasch lebt er sich bei den kauzigen Kollegen ein und fristet ein eher trauriges Dasein. Eines Tages taucht ein v\u00f6llig aufgel\u00f6ster Fremder auf und bittet die Herren um Hilfe. Sein Konvoi sei vor geraumer Zeit vom Wege abgekommen und scheinbar gibt es noch andere \u00dcberlebende, die es nun zu retten gilt\u2026 Fazit Zumindest bei mir hat &#8220;Ravenous&#8221; einen kleinen Kultstatus. Bereits zu VHS-Zeiten fand der Titel Einzug in meine Sammlung und am vergangenen Wochenende flackerte nach Jahren sogar die Blu-Ray-Variante \u00fcber die heimische Leinwand. So richtig herausragend war der Streifen zwar nie, doch er besa\u00df neben einer deftigen Handlung auch ein paar echt gute Momente mit bitterb\u00f6sem Humor. Geschickt wurden hier Western und Kannibalenfilm miteinander vereint, nicht an schr\u00e4gen Charakteren und Sarkasmus gespart. Alles wirkte ein wenig \u00fcberzeichnet, \u00fcbte dennoch ein paar kleinere Schocker aus und hielt weitestgehend sehr gut bei Laune. Der Verlauf war \u00fcberwiegend kurzweilig, auch wenn mittendrin ein paar Straffungen nicht unbedingt geschadet h\u00e4tten. Optisch leidet zwar selbst die aktuelle HD-Scheibe unter leichter Unsch\u00e4rfe, doch nach kurzer Zeit gewohnt man sich daran. Der &#8220;abnutzte&#8221; Look passte hervorragend zum Szenario, lie\u00df das Geschehen nur noch ein wenig dreckiger und rauer erscheinen. Die handgemachten Effekte f\u00fcgten sich hier ebenfalls prima ein und einige Aufnahmen kamen richtig sch\u00f6n eklig r\u00fcber. An Blut wurde nicht gespart. Die Darsteller haben ihre Sache allesamt mit Bravour erledigt, wobei vor allem Guy Pearce und Robert Carlyle ins Auge stachen. Sie lieferten sich ein packendes Duell mit &#8211; gemessen an anderen \u00e4hnlich gelagerten Werken &#8211; ausgezeichneten und vergleichsweise tiefsinnigen Dialogen. Dazu passend gabs zeitgen\u00f6ssische Kost\u00fcme, ein trostloses Fort und ein paar wirklich h\u00fcbsche Landschaftsaufnahmen. Hin und wieder stolperte der Streifen jedoch \u00fcber Probleme bei der Logik oder kleinere L\u00e4ngen. Das Setting wusste zwar zu packen, manchmal h\u00e4tte es aber einen Ticken flotter auf dem Schirm zugehen k\u00f6nnen &#8211; zumal nicht immer etwas aufregendes passierte und dies in nahezu epischer Breite dem leicht gelangweilten Zuschauer pr\u00e4sentiert wurde. Kleinere Patzer beim Pacing aber hin und her. Selbst nach knapp 25 Jahren wirkt &#8220;Ravenous&#8221; frisch und verbreitet noch immer einen angenehm d\u00fcsteren Grundton. Wer solche dreckigen und leicht zynischen Streifen mag, kommt definitiv auf seine Kosten. 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