{"id":22816,"date":"2024-05-07T17:33:07","date_gmt":"2024-05-07T17:33:07","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=22816"},"modified":"2024-05-07T17:33:07","modified_gmt":"2024-05-07T17:33:07","slug":"gottes-werk-teufels-beitrag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=22816","title":{"rendered":"Gottes Werk &#038; Teufels Beitrag"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die USA in den 1930er Jahren. Homer galt schon immer als besonderes Kind. Er wuchs in einem Waisenhaus auf und wurde verzweifelt von mehreren potentiellen Eltern zur\u00fcck gebracht. Eines Tages entschied der Arzt der Anstalt, den Jungen unter seine Fittiche zu nehmen und nach besten Wissen und Gewissen auszubilden. Bevor es jedoch zu einer offiziellen Zepter\u00fcbergabe kommt, wollte Homer erst die Welt erkunden und schlie\u00dft sich einem Trupp von Erntehelfern an\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Schon lange habe ich die erneute Sichtung von &#8220;Gottes Werk und Teufels Beitrag&#8221; vor mir hergeschoben, da dieser Streifen schon etwas speziell ist. Er mag von seiner Struktur und Message zwar nicht \u00fcberm\u00e4\u00dfig kompliziert gestrickt sein, doch f\u00fcr seine ruhige und fast schon melancholische Weise muss man einfach in der richtigen Stimmungslage sein. Hat man sich aber damit arrangiert, liefert uns Regisseur Lasse Hallstr\u00f6m aber mal wieder einen wundersch\u00f6nen Film, der uns f\u00fcr knappe zwei Stunden in einer anderen Welt abtauschen l\u00e4sst.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Film behandelt dramatische, aber leider auch allt\u00e4gliche Themen, beh\u00e4lt aber stets einen lebensbejahenden und somit positiven Grundton bei. Dies lag nat\u00fcrlich an den gut geschriebenen Charakteren, die insbesondere in Form eines Dr. Wilbur Larch &#8211; der gewohnt genial von Michael Caine gespielt wurde. Er gab dem Treiben ordentlich Kontur und holte den Zuschauer vor allem mit seiner sehr angenehmen deutschen Synchronstimme und ebenso gelungenen \u00fcbersetzten Dialogen ab.<\/p>\n\n\n\n<p>Man konnte prima im Geschehen abtauchen, woran nat\u00fcrlich auch der altmodische, aber keineswegs billige Look und die entsprechende Ausstattung zust\u00e4ndig waren. Alles f\u00fchlt sich in sich total stimmig an und repr\u00e4sentierte den Geist der vergangenen Tage wunderbar. Sogar an kleine Details wie Radiosendungen, die so nebenbei \u00fcber den Verlauf des Krieges erz\u00e4hlten wurde gedacht. Von Kost\u00fcmen und Ausdrucksweisen ganz zu schweigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Was ich dem Titel bei aller Harmonie jedoch ankreide, ist seine relativ \u00fcberschaubare und vorherschaubare Handlung. Wo sich der Streifen am Anfang noch ziemlich redselig gab und man etwas Angst um die Gesamt\u00fcbersicht bekam, war letztlich erstaunlich wenig Inhalt gegeben. Man k\u00f6nnte den kompletten Verlauf auf einem Bierdeckel abdrucken und das sp\u00fcrt man recht h\u00e4ufig auch. Viele Passagen f\u00fchlten sich k\u00fcnstlich aufgebl\u00e4ht an &#8211; auch wenn dies auf eine nett inszenierte Weise geschah.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Gottes Werk und Teufels Beitrag&#8221; geh\u00f6rt zu den Werken, die auf die passende Stimmungslage beim Zuschauer abzielen und die daf\u00fcr auch mit einem entspannten Erlebnis entlohnen. Der angeblich unverfilmbare Roman wurde ansprechend adaptiert und vor allem mit einem tollen Caine mehr als w\u00fcrdig besetzt. Sicherlich kein Film f\u00fcr Jeden, aber f\u00fcr seine passende Zielgruppe ein echter Genuss und somit definitiv eine Empfehlung wert &#8211; auch, wenn ich hier keine h\u00f6here Bewertung abgeben m\u00f6chte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size wp-elements-6d896ffc13678040b893f913a422b100\"><strong>7,5\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Paramount Pictures (Universal Pictures)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Die USA in den 1930er Jahren. Homer galt schon immer als besonderes Kind. Er wuchs in einem Waisenhaus auf und wurde verzweifelt von mehreren potentiellen Eltern zur\u00fcck gebracht. Eines Tages entschied der Arzt der Anstalt, den Jungen unter seine Fittiche zu nehmen und nach besten Wissen und Gewissen auszubilden. 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Dies lag nat\u00fcrlich an den gut geschriebenen Charakteren, die insbesondere in Form eines Dr. Wilbur Larch &#8211; der gewohnt genial von Michael Caine gespielt wurde. Er gab dem Treiben ordentlich Kontur und holte den Zuschauer vor allem mit seiner sehr angenehmen deutschen Synchronstimme und ebenso gelungenen \u00fcbersetzten Dialogen ab. Man konnte prima im Geschehen abtauchen, woran nat\u00fcrlich auch der altmodische, aber keineswegs billige Look und die entsprechende Ausstattung zust\u00e4ndig waren. Alles f\u00fchlt sich in sich total stimmig an und repr\u00e4sentierte den Geist der vergangenen Tage wunderbar. Sogar an kleine Details wie Radiosendungen, die so nebenbei \u00fcber den Verlauf des Krieges erz\u00e4hlten wurde gedacht. Von Kost\u00fcmen und Ausdrucksweisen ganz zu schweigen. Was ich dem Titel bei aller Harmonie jedoch ankreide, ist seine relativ \u00fcberschaubare und vorherschaubare Handlung. Wo sich der Streifen am Anfang noch ziemlich redselig gab und man etwas Angst um die Gesamt\u00fcbersicht bekam, war letztlich erstaunlich wenig Inhalt gegeben. Man k\u00f6nnte den kompletten Verlauf auf einem Bierdeckel abdrucken und das sp\u00fcrt man recht h\u00e4ufig auch. Viele Passagen f\u00fchlten sich k\u00fcnstlich aufgebl\u00e4ht an &#8211; auch wenn dies auf eine nett inszenierte Weise geschah. &#8220;Gottes Werk und Teufels Beitrag&#8221; geh\u00f6rt zu den Werken, die auf die passende Stimmungslage beim Zuschauer abzielen und die daf\u00fcr auch mit einem entspannten Erlebnis entlohnen. Der angeblich unverfilmbare Roman wurde ansprechend adaptiert und vor allem mit einem tollen Caine mehr als w\u00fcrdig besetzt. 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