{"id":22822,"date":"2024-05-07T17:45:53","date_gmt":"2024-05-07T17:45:53","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=22822"},"modified":"2024-05-07T17:45:53","modified_gmt":"2024-05-07T17:45:53","slug":"departed-unter-feinden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=22822","title":{"rendered":"Departed: Unter Feinden"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Schon lange haben die Beh\u00f6rden den irischen Unterweltboss Frank Costello auf dem Radar. Sie wissen von seinen krummen Gesch\u00e4ften, doch die eindeutigen Beweise blieben bislang aus. Sie beschlie\u00dfen einen frischen Polizeirekruten in dessen Reihen einzuschleusen, doch scheinbar hat dieser genau die selben Pl\u00e4ne und bereits einen hervorragenden Spitzel im Polizeirevier platziert\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Das asiatische Original hatte seinerzeit anscheinend nicht nur mich, sondern auch die Produzenten aus der Traumfabrik beeindruckt und kein geringerer als Martin Scorseses zeigte sich dann f\u00fcr das recht prominent besetzte Remake verantwortlich. Die Pr\u00e4misse der Vorlage wurde selbstverst\u00e4ndlich beibehalten, doch dank schummriger amerikanischer Atmosph\u00e4re und fetzigem Soundtrack wirkte das Treiben stellenweise v\u00f6llig anders &#8211; auch wenn manche alte Szenen durchaus irgendwo wiederzukennen waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit seinen knapp 2,5 Stunden nahm sich der Altmeister jedenfalls gen\u00fcgend Zeit, um das Geschehen mit aller notwendigen Tiefe zu erz\u00e4hlen und die Facetten seiner Figuren ausreichend darzustellen. Man konnte sich gut in die K\u00f6pfe aller Beteiligten hineindenken und deren Motive problemlos verstehen. Das Treiben ben\u00f6tigte zwar einige Minuten, um richtig in Fahrt zu kommen, hielt dann aber seine Spannungskurve bis zum bitteren Ende bei.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Geschichte hat noch immer sehr gut funktioniert und daran hat der Transfer zu einem anderen Setting nicht geschadet. Obwohl sich der Regisseur bereits f\u00fcr mehrere solcher &#8220;Milieu&#8221;-Werke verantwortlich zeichnet und seine Handschrift sichtbar war, f\u00fchlte sich der Film dennoch irgendwie ein wenig anders an. Mit eigenwilligen Spr\u00fcchen und der zuweilen angenehm anpeitschenden Musikuntermalung (u.A. &#8220;Dropkick Murphys&#8221;) kam eine interessante und launige Stimmung auf.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben einem fiesen Nicholson hat vor allem ein noch recht jung wirkender DiCaprio hervorragend gefallen. Er spielte seine Kollegen locker an die Wand, lieferte ein ernstzunehmendes und glaubw\u00fcrdiges Spiel ab. Er (und Matt Damon) \u00fcberzeugten jedenfalls weitaus mehr als ein arg \u00fcbereifrig eingesetzter Wahlberg &#8211; von dem ich in leicht abgewandelter Form durchaus gerne mehr gesehen h\u00e4tte.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei Scorseses und der starken Vorlage konnte eigentlich nichts schiefgehen und wir wurden vor fast 20 Jahren auch nicht vom Ergebnis entt\u00e4uscht. &#8220;Departed&#8221; ist noch immer ein starker Genrefilm, der neben seiner gut geschriebenen Handlung mit gro\u00dfartigen Darstellern und vor allem einer interessanten, irisch-gepr\u00e4gten Grundstimmung \u00fcberzeugt. Ich liebe solche Filme und kann auch diesen Vertreter allen Interessierten w\u00e4rmstens an Herz legen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size wp-elements-ed3152923e5ba7a2e0d50a28c3b8c843\"><strong>8\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Warner<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Schon lange haben die Beh\u00f6rden den irischen Unterweltboss Frank Costello auf dem Radar. Sie wissen von seinen krummen Gesch\u00e4ften, doch die eindeutigen Beweise blieben bislang aus. Sie beschlie\u00dfen einen frischen Polizeirekruten in dessen Reihen einzuschleusen, doch scheinbar hat dieser genau die selben Pl\u00e4ne und bereits einen hervorragenden Spitzel im Polizeirevier platziert\u2026 Fazit Das asiatische Original hatte seinerzeit anscheinend nicht nur mich, sondern auch die Produzenten aus der Traumfabrik beeindruckt und kein geringerer als Martin Scorseses zeigte sich dann f\u00fcr das recht prominent besetzte Remake verantwortlich. Die Pr\u00e4misse der Vorlage wurde selbstverst\u00e4ndlich beibehalten, doch dank schummriger amerikanischer Atmosph\u00e4re und fetzigem Soundtrack wirkte das Treiben stellenweise v\u00f6llig anders &#8211; auch wenn manche alte Szenen durchaus irgendwo wiederzukennen waren. Mit seinen knapp 2,5 Stunden nahm sich der Altmeister jedenfalls gen\u00fcgend Zeit, um das Geschehen mit aller notwendigen Tiefe zu erz\u00e4hlen und die Facetten seiner Figuren ausreichend darzustellen. Man konnte sich gut in die K\u00f6pfe aller Beteiligten hineindenken und deren Motive problemlos verstehen. Das Treiben ben\u00f6tigte zwar einige Minuten, um richtig in Fahrt zu kommen, hielt dann aber seine Spannungskurve bis zum bitteren Ende bei. Die Geschichte hat noch immer sehr gut funktioniert und daran hat der Transfer zu einem anderen Setting nicht geschadet. Obwohl sich der Regisseur bereits f\u00fcr mehrere solcher &#8220;Milieu&#8221;-Werke verantwortlich zeichnet und seine Handschrift sichtbar war, f\u00fchlte sich der Film dennoch irgendwie ein wenig anders an. Mit eigenwilligen Spr\u00fcchen und der zuweilen angenehm anpeitschenden Musikuntermalung (u.A. &#8220;Dropkick Murphys&#8221;) kam eine interessante und launige Stimmung auf. Neben einem fiesen Nicholson hat vor allem ein noch recht jung wirkender DiCaprio hervorragend gefallen. Er spielte seine Kollegen locker an die Wand, lieferte ein ernstzunehmendes und glaubw\u00fcrdiges Spiel ab. Er (und Matt Damon) \u00fcberzeugten jedenfalls weitaus mehr als ein arg \u00fcbereifrig eingesetzter Wahlberg &#8211; von dem ich in leicht abgewandelter Form durchaus gerne mehr gesehen h\u00e4tte. Bei Scorseses und der starken Vorlage konnte eigentlich nichts schiefgehen und wir wurden vor fast 20 Jahren auch nicht vom Ergebnis entt\u00e4uscht. &#8220;Departed&#8221; ist noch immer ein starker Genrefilm, der neben seiner gut geschriebenen Handlung mit gro\u00dfartigen Darstellern und vor allem einer interessanten, irisch-gepr\u00e4gten Grundstimmung \u00fcberzeugt. 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