{"id":23324,"date":"2024-07-01T17:11:49","date_gmt":"2024-07-01T17:11:49","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=23324"},"modified":"2024-07-01T17:11:49","modified_gmt":"2024-07-01T17:11:49","slug":"furiosa-a-mad-max-saga","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=23324","title":{"rendered":"Furiosa: A Mad Max Saga"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nach unz\u00e4hligen Kriegen hat sich die Erde zu einem trostl\u00f6sen \u00d6dland entwickelt und verzweifelt suchen die Menschen nach verbleibenden, bl\u00fchenden Landschaften. Eines Tages wird die kleine Furiosa von einer Biker-Gang in der W\u00fcste aufgegriffen und zu deren Anf\u00fchrer Dementis gebracht. Sie soll den Schergen nun den Weg in ihre Heimat wei\u00dfen &#8211; doch bevor die Truppe dort eintrifft, kreuzen sich die Wege mit Immortal Joe, der ebenfalls Anspr\u00fcche geltend machen will\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der vermeintliche Flop an den Kinokassen hat mich zun\u00e4chst \u00fcberrascht, doch nach der Sichtung leider nicht ganz verwundert. Hat &#8220;Fury Road&#8221; mit seinem hohem Tempo und krachender Action noch eingeschlagen wie eine Bombe, besa\u00df &#8220;Furiosa&#8221; ein paar Schw\u00e4chen, die dieses mal leider nicht so einfach zu kaschieren waren.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr meinen Geschmack war der Film viel zu lang und kam viel zu sp\u00e4t in Fahrt. Das Vorgepl\u00e4nkel mit der kleinen &#8220;Furiosa&#8221; war zwar nett gedacht, zog das Geschehen aber unn\u00f6tig in die L\u00e4nge. Eine kurze Zusammenfassung h\u00e4tte es an dieser Stelle auch getan und die Handlung mit Begin der erwachsenen Kriegerin starten d\u00fcrfen.<\/p>\n\n\n\n<p>Hier kommen wir allerdings zum n\u00e4chsten Knackpunkt: dem Cast. W\u00e4hrend ich das Recycling bekannter Figuren mit Wohlwollen aufgenommen habe (so wird schlie\u00dflich auch eine Br\u00fccke zu &#8220;Fury Road&#8221; geschlagen), hat man sich beim Rest (und insbesondere der Hauptfiguren) geh\u00f6rig vergriffen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich halte Anya Taylor-Joy f\u00fcr eine h\u00fcbsche und sehr begabte Schauspielerin, die beispielsweise in &#8220;<a href=\"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=10858\" data-type=\"link\" data-id=\"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=10858\">Last Night in Soho<\/a>&#8221; absolut begeistern konnte, doch eine echte &#8220;Furiosa&#8221; ist sie einfach nicht. Inmitten der rauen Atmosph\u00e4re wirkt sie viel zu zart und damit leider wie ein unglaubw\u00fcrdiger Fremdk\u00f6rper. Hemsworth dagegen zog das Treiben mit seiner unlustigen Thor-Parodie stellenweise arg ins L\u00e4cherliche und lie\u00df die H\u00e4nde \u00fcber dem Kopf zusammenschlagen. Er mag seinen Spa\u00df beim Dreh gehabt haben, doch selbst umgeben von verr\u00fcckten Elementen war er mir einfach zu &#8220;dr\u00fcber&#8221;.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Handlung mag keine Ausgeburt an Originalit\u00e4t gewesen sein, hat aber immerhin etwas an Tiefe dazugewonnen. Richtig komplex wurden die Sachverhalte zwar nie, dennoch gab man sich inmitten des Endzeit-Szenarios um Charakterzeichnung und Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Motivationen bem\u00fcht. Viele Dinge waren zwar einfach gegeben, aber wirklich gest\u00f6rt haben die bereits geschaffenen Tatsachen nicht. Man kam schnell in das Geschehen hinein und ja, es f\u00fchlte sich auch wie ein Teil von &#8220;Mad Max&#8221; an.<\/p>\n\n\n\n<p>Echtes Highlight waren (wieder mal) die toll &#8220;choreografierten&#8221; Fahrzeugszenen, die mit lustigen Ideen und ordentlich Materialschlacht f\u00fcr ein breites Grinsen auf dem Gesicht sorgten. Auch wenn wohl unwahrscheinlich viel CGI behilflich war, wirkten die Bilder recht authentisch, sprich: wie mit der Hand gemacht. Dazu gesellte sich ein Sound, der den Saal zum beben gebracht hat und zum Besten geh\u00f6rt, was man in letzter Zeit auf die Ohren bekommen hat. Die R\u00e4umlichkeit war beeindruckend und alle Effekte klar zu verorten.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei &#8220;Fury Road&#8221; musste nur eine d\u00fcnne Geschichte mit reichlich Radau \u00fcberspielt werden, doch bei &#8220;Furiosa&#8221; waren die Baustellen ein wenig gr\u00f6\u00dfer. Stellenweise hat das Gebotene wirklich Laune gemacht, doch andererseits oft zum Fremdsch\u00e4men oder Langweilen eingeladen. Wegen der sehenswerten Bilder und dem brachialen Atmos-Sound habe ich die Sichtung zwar letztlich nicht bereut, mir nach dem genialen Vorg\u00e4nger (bzw. Nachfolger) etwas mehr versprochen. Klar lag die Messlatte unglaublich hoch, trotzdem h\u00e4tte George Miller bessere Optimierung walten lassen d\u00fcrfen. Unterm Strich f\u00fcr mich klar schlechter als &#8220;Fury Road&#8221;, f\u00fcr Fans des Franchise aber trotz einiger Macken einen Blick wert. Es gab halt echte Schauwerte, die viele Unzul\u00e4nglichkeiten halbwegs aufgewogen haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size wp-elements-70140c767a3834b5ac8103705221a4dc\"><strong>7\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Warner<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Nach unz\u00e4hligen Kriegen hat sich die Erde zu einem trostl\u00f6sen \u00d6dland entwickelt und verzweifelt suchen die Menschen nach verbleibenden, bl\u00fchenden Landschaften. Eines Tages wird die kleine Furiosa von einer Biker-Gang in der W\u00fcste aufgegriffen und zu deren Anf\u00fchrer Dementis gebracht. Sie soll den Schergen nun den Weg in ihre Heimat wei\u00dfen &#8211; doch bevor die Truppe dort eintrifft, kreuzen sich die Wege mit Immortal Joe, der ebenfalls Anspr\u00fcche geltend machen will\u2026 Fazit Der vermeintliche Flop an den Kinokassen hat mich zun\u00e4chst \u00fcberrascht, doch nach der Sichtung leider nicht ganz verwundert. Hat &#8220;Fury Road&#8221; mit seinem hohem Tempo und krachender Action noch eingeschlagen wie eine Bombe, besa\u00df &#8220;Furiosa&#8221; ein paar Schw\u00e4chen, die dieses mal leider nicht so einfach zu kaschieren waren. F\u00fcr meinen Geschmack war der Film viel zu lang und kam viel zu sp\u00e4t in Fahrt. Das Vorgepl\u00e4nkel mit der kleinen &#8220;Furiosa&#8221; war zwar nett gedacht, zog das Geschehen aber unn\u00f6tig in die L\u00e4nge. Eine kurze Zusammenfassung h\u00e4tte es an dieser Stelle auch getan und die Handlung mit Begin der erwachsenen Kriegerin starten d\u00fcrfen. Hier kommen wir allerdings zum n\u00e4chsten Knackpunkt: dem Cast. W\u00e4hrend ich das Recycling bekannter Figuren mit Wohlwollen aufgenommen habe (so wird schlie\u00dflich auch eine Br\u00fccke zu &#8220;Fury Road&#8221; geschlagen), hat man sich beim Rest (und insbesondere der Hauptfiguren) geh\u00f6rig vergriffen. Ich halte Anya Taylor-Joy f\u00fcr eine h\u00fcbsche und sehr begabte Schauspielerin, die beispielsweise in &#8220;Last Night in Soho&#8221; absolut begeistern konnte, doch eine echte &#8220;Furiosa&#8221; ist sie einfach nicht. Inmitten der rauen Atmosph\u00e4re wirkt sie viel zu zart und damit leider wie ein unglaubw\u00fcrdiger Fremdk\u00f6rper. Hemsworth dagegen zog das Treiben mit seiner unlustigen Thor-Parodie stellenweise arg ins L\u00e4cherliche und lie\u00df die H\u00e4nde \u00fcber dem Kopf zusammenschlagen. Er mag seinen Spa\u00df beim Dreh gehabt haben, doch selbst umgeben von verr\u00fcckten Elementen war er mir einfach zu &#8220;dr\u00fcber&#8221;. Die Handlung mag keine Ausgeburt an Originalit\u00e4t gewesen sein, hat aber immerhin etwas an Tiefe dazugewonnen. Richtig komplex wurden die Sachverhalte zwar nie, dennoch gab man sich inmitten des Endzeit-Szenarios um Charakterzeichnung und Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Motivationen bem\u00fcht. Viele Dinge waren zwar einfach gegeben, aber wirklich gest\u00f6rt haben die bereits geschaffenen Tatsachen nicht. Man kam schnell in das Geschehen hinein und ja, es f\u00fchlte sich auch wie ein Teil von &#8220;Mad Max&#8221; an. Echtes Highlight waren (wieder mal) die toll &#8220;choreografierten&#8221; Fahrzeugszenen, die mit lustigen Ideen und ordentlich Materialschlacht f\u00fcr ein breites Grinsen auf dem Gesicht sorgten. Auch wenn wohl unwahrscheinlich viel CGI behilflich war, wirkten die Bilder recht authentisch, sprich: wie mit der Hand gemacht. Dazu gesellte sich ein Sound, der den Saal zum beben gebracht hat und zum Besten geh\u00f6rt, was man in letzter Zeit auf die Ohren bekommen hat. Die R\u00e4umlichkeit war beeindruckend und alle Effekte klar zu verorten. Bei &#8220;Fury Road&#8221; musste nur eine d\u00fcnne Geschichte mit reichlich Radau \u00fcberspielt werden, doch bei &#8220;Furiosa&#8221; waren die Baustellen ein wenig gr\u00f6\u00dfer. Stellenweise hat das Gebotene wirklich Laune gemacht, doch andererseits oft zum Fremdsch\u00e4men oder Langweilen eingeladen. Wegen der sehenswerten Bilder und dem brachialen Atmos-Sound habe ich die Sichtung zwar letztlich nicht bereut, mir nach dem genialen Vorg\u00e4nger (bzw. Nachfolger) etwas mehr versprochen. Klar lag die Messlatte unglaublich hoch, trotzdem h\u00e4tte George Miller bessere Optimierung walten lassen d\u00fcrfen. Unterm Strich f\u00fcr mich klar schlechter als &#8220;Fury Road&#8221;, f\u00fcr Fans des Franchise aber trotz einiger Macken einen Blick wert. 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