{"id":23340,"date":"2024-07-04T16:13:30","date_gmt":"2024-07-04T16:13:30","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=23340"},"modified":"2024-07-04T16:13:30","modified_gmt":"2024-07-04T16:13:30","slug":"parasite-eve-playstation","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=23340","title":{"rendered":"Parasite Eve (Playstation)"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Bei einem klassischen Konzert beginnt eine Operns\u00e4ngerin pl\u00f6tzlich zu einem fremden Wesen zu mutieren und die Besucher gehen auf unerkl\u00e4rliche Weise in Flammen auf. Mittendrin befindet sich die Polizistin Aya Brea, die scheinbar immun gegen die \u00fcberraschende Selbstentz\u00fcndung ist und den Dingen direkt auf den Grund gehen m\u00f6chte\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Gameplay<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Parasite Eve&#8221; ist ein Adventure, wie es zu Zeiten der ersten Playstation recht typisch war. Der Spieler steuert Polygon-Hauptfigur Aya durch vorgerenderte Hintergr\u00fcnde und bei Auseinandersetzungen wird in einen speziellen Kampfmodus geschaltet. Vergleichen l\u00e4sst sich der Titel am ehesten mit &#8220;Resident Evil&#8221;, wobei die separate Kampfansicht eher an Rollenspiele wie &#8220;Final Fantasy 7&#8221; erinnert.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Spiel ist recht gradlinig, wobei kleinere Abweichungen vom streng vorgegebenen Weg zumeist mit Ausr\u00fcstungsgegenst\u00e4nden oder anderen n\u00fctzlichen Objekten belohnt werden. Der damals beworbene Rollenspielaspekt spielt allerdings eher eine kleine Rolle, zumeist beschr\u00e4nkt sich das Ganze auf das sinnvolle Ausr\u00fcsten von Aya, was Waffen und Kleidung betrifft. Bei den K\u00e4mpfen k\u00f6nnen nat\u00fcrlich Heilungsobjekte oder kurzzeitige Sonderhilfen (schnelleres Regenerieren, etc.) eingesetzt werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Der bereits erw\u00e4hnte Kampfmodus stellt eine Eigenart des Programmes dar. Der Spieler t\u00e4nzelt quasi um seine Gegner herum, bis seine Aktionsleiste wieder gef\u00fcllt und er beispielsweise zu einem Schuss bereit ist. Die taktische Tiefe ist gegen\u00fcber einem rundenbasierenden Kampf stark eingeschr\u00e4nkt und manchmal ist das Ausweichen von Attacken eher eine Frage des Gl\u00fccks.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Steuerung orientiert sich ebenfalls an Capcoms Horrormeisterwerk, sprich aus aktueller Sicht qu\u00e4len wir uns ein wenig mit liebevoll getaufter &#8220;Panzersteuerung&#8221; herum, die enorm zickig zu handeln ist und eine gewisse Einarbeitung erfordert. Dar\u00fcber hinaus hatte ich manchmal Probleme Ausg\u00e4nge oder Gegenst\u00e4nde innerhalb der pixeligen Kulissen zu finden und bin das ein oder andere Mal planlos durch die Gegend gelaufen. Auch musste man millimetergenau vor T\u00fcren oder Kisten stehen, um sie per &#8220;x-Taste&#8221; \u00f6ffnen zu k\u00f6nnen. Hier sind manchmal mehrere Versuche notwendig.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Spielzeit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Gespielt habe ich den Titel haupts\u00e4chlich in meinen Mittagspausen und dem Weg zur Arbeit. Die genaue Zeit habe ich dabei nat\u00fcrlich nicht stoppen k\u00f6nnen, doch der Ingame-Counter beschien mir eine Zeit von knapp 8 Stunden f\u00fcr den einfachen Durchgang ohne zus\u00e4tzlich danach freigeschalteten Schwierigkeitsgrad mit neuen Herausforderungen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Pr\u00e4sentation<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Optisch hat das Spiel nat\u00fcrlich ordentlich Staub angesetzt, was nicht zuletzt an der niedrigen Renderaufl\u00f6sung der ersten Sonykonsole und den damit verbundenen schwach aufgel\u00f6sten Hintergr\u00fcnden lag. Dennoch besitzt das Setting noch immer jede Menge Charme und das Artdesign kann \u00fcberzeugen &#8211; was nat\u00fcrlich auch f\u00fcr die zahlreichen fantasievoll gestalteten Zwischensequenzen gilt. Diese waren zwar qualitativ auch nicht mehr ganz frisch, dennoch h\u00fcbsch anzusehen und vor allem mit richtig guten Ideen (und ekligen Einblicken) gespickt.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Soundtrack war eine Klasse f\u00fcr sich, jedoch f\u00fcr meinen Geschmack viel zu sp\u00e4rlich eingesetzt. So gab es oftmals Passagen ohne musikalische Begleitung und das zerrte ein bisschen an der sonst so tollen Atmosph\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Positiv<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>interessante Geschichte<\/li>\n\n\n\n<li>tolles Art-Design<\/li>\n\n\n\n<li>opulenter Soundtrack<\/li>\n\n\n\n<li>sehenswerte Zwischensequenzen<\/li>\n\n\n\n<li>innovatives Kampfsystem\u2026<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Neutral<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>\u2026 gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftiges Kampfsystem<\/li>\n\n\n\n<li>recht gradlinig gestaltet<\/li>\n\n\n\n<li>angestaubte Pr\u00e4sentation<\/li>\n\n\n\n<li>Zufallsk\u00e4mpfe<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Negativ<\/strong><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Steuerung etwas hakelig<\/li>\n\n\n\n<li>nervige Inventar-Verwaltung<\/li>\n\n\n\n<li>Ausg\u00e4nge und Gegenst\u00e4nde nicht immer gut erkennbar<\/li>\n\n\n\n<li>genaues &#8220;zielen&#8221; auf Gegenst\u00e4nde und T\u00fcren, um sie zum benutzen<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auch wenn &#8220;Parasite Eve&#8221; f\u00fcr mich ein tolles Spiel ist, f\u00e4llt eine uneingeschr\u00e4nkte Empfehlung schwer. Das Teil hat \u00fcber 25 Jahre auf dem Buckel und das sieht man vor allem seiner technischen Seite an. Selbst mit modernen Emulationsm\u00f6glichkeiten \u00e4rgert man sich \u00fcber schlecht erkennbare Gegenst\u00e4nde oder die zuweilen etwas zu exakte Positionierung der Hauptfigur beim Bet\u00e4tigen von Schaltern oder dem Aufraffen von millimetergro\u00dfen Objekten.<\/p>\n\n\n\n<p>Nichtsdestotrotz pr\u00e4sentierte uns Square eine spannende Geschichte, die auch heute nichts von ihrer Faszination eingeb\u00fc\u00dft hat und noch immer an den Bildschirm fesselt. Im Rahmen der eingeschr\u00e4nkten M\u00f6glichkeiten hat man ein sehr gutes Storytelling an den Tag gelegt und so wie einst die ersten &#8220;Resident Evil&#8221;-Spiele an den Schirm gefesselt.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer sich auf ein paar kleinere Macken und ein gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftiges Kampfsystem einlassen kann, erh\u00e4lt mit &#8220;Parasite Eve&#8221; ein wirklich kompetentes Horror-Adventure mit toller Atmosph\u00e4re und eigenwilligen Ideen. F\u00fcr mich kommt es nicht ganz an die Mitbewerber von Capcom heran, dennoch bin ich froh beide Teile der Reihe ebenfalls daneben im Regal stehen zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size wp-elements-6bc591a2f61e2214ad9a2ea9c6e3df14\">Grafik: 6,5\/10<br>Sound: 8\/10<br>Gameplay: 6\/10<br><strong>Gesamt: 7,5\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Square Enix<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Bei einem klassischen Konzert beginnt eine Operns\u00e4ngerin pl\u00f6tzlich zu einem fremden Wesen zu mutieren und die Besucher gehen auf unerkl\u00e4rliche Weise in Flammen auf. Mittendrin befindet sich die Polizistin Aya Brea, die scheinbar immun gegen die \u00fcberraschende Selbstentz\u00fcndung ist und den Dingen direkt auf den Grund gehen m\u00f6chte\u2026 Gameplay &#8220;Parasite Eve&#8221; ist ein Adventure, wie es zu Zeiten der ersten Playstation recht typisch war. Der Spieler steuert Polygon-Hauptfigur Aya durch vorgerenderte Hintergr\u00fcnde und bei Auseinandersetzungen wird in einen speziellen Kampfmodus geschaltet. Vergleichen l\u00e4sst sich der Titel am ehesten mit &#8220;Resident Evil&#8221;, wobei die separate Kampfansicht eher an Rollenspiele wie &#8220;Final Fantasy 7&#8221; erinnert. Das Spiel ist recht gradlinig, wobei kleinere Abweichungen vom streng vorgegebenen Weg zumeist mit Ausr\u00fcstungsgegenst\u00e4nden oder anderen n\u00fctzlichen Objekten belohnt werden. Der damals beworbene Rollenspielaspekt spielt allerdings eher eine kleine Rolle, zumeist beschr\u00e4nkt sich das Ganze auf das sinnvolle Ausr\u00fcsten von Aya, was Waffen und Kleidung betrifft. Bei den K\u00e4mpfen k\u00f6nnen nat\u00fcrlich Heilungsobjekte oder kurzzeitige Sonderhilfen (schnelleres Regenerieren, etc.) eingesetzt werden. Der bereits erw\u00e4hnte Kampfmodus stellt eine Eigenart des Programmes dar. Der Spieler t\u00e4nzelt quasi um seine Gegner herum, bis seine Aktionsleiste wieder gef\u00fcllt und er beispielsweise zu einem Schuss bereit ist. Die taktische Tiefe ist gegen\u00fcber einem rundenbasierenden Kampf stark eingeschr\u00e4nkt und manchmal ist das Ausweichen von Attacken eher eine Frage des Gl\u00fccks. Die Steuerung orientiert sich ebenfalls an Capcoms Horrormeisterwerk, sprich aus aktueller Sicht qu\u00e4len wir uns ein wenig mit liebevoll getaufter &#8220;Panzersteuerung&#8221; herum, die enorm zickig zu handeln ist und eine gewisse Einarbeitung erfordert. Dar\u00fcber hinaus hatte ich manchmal Probleme Ausg\u00e4nge oder Gegenst\u00e4nde innerhalb der pixeligen Kulissen zu finden und bin das ein oder andere Mal planlos durch die Gegend gelaufen. Auch musste man millimetergenau vor T\u00fcren oder Kisten stehen, um sie per &#8220;x-Taste&#8221; \u00f6ffnen zu k\u00f6nnen. Hier sind manchmal mehrere Versuche notwendig. Spielzeit Gespielt habe ich den Titel haupts\u00e4chlich in meinen Mittagspausen und dem Weg zur Arbeit. Die genaue Zeit habe ich dabei nat\u00fcrlich nicht stoppen k\u00f6nnen, doch der Ingame-Counter beschien mir eine Zeit von knapp 8 Stunden f\u00fcr den einfachen Durchgang ohne zus\u00e4tzlich danach freigeschalteten Schwierigkeitsgrad mit neuen Herausforderungen. Pr\u00e4sentation Optisch hat das Spiel nat\u00fcrlich ordentlich Staub angesetzt, was nicht zuletzt an der niedrigen Renderaufl\u00f6sung der ersten Sonykonsole und den damit verbundenen schwach aufgel\u00f6sten Hintergr\u00fcnden lag. Dennoch besitzt das Setting noch immer jede Menge Charme und das Artdesign kann \u00fcberzeugen &#8211; was nat\u00fcrlich auch f\u00fcr die zahlreichen fantasievoll gestalteten Zwischensequenzen gilt. Diese waren zwar qualitativ auch nicht mehr ganz frisch, dennoch h\u00fcbsch anzusehen und vor allem mit richtig guten Ideen (und ekligen Einblicken) gespickt. Der Soundtrack war eine Klasse f\u00fcr sich, jedoch f\u00fcr meinen Geschmack viel zu sp\u00e4rlich eingesetzt. So gab es oftmals Passagen ohne musikalische Begleitung und das zerrte ein bisschen an der sonst so tollen Atmosph\u00e4re. Positiv Neutral Negativ Fazit Auch wenn &#8220;Parasite Eve&#8221; f\u00fcr mich ein tolles Spiel ist, f\u00e4llt eine uneingeschr\u00e4nkte Empfehlung schwer. Das Teil hat \u00fcber 25 Jahre auf dem Buckel und das sieht man vor allem seiner technischen Seite an. Selbst mit modernen Emulationsm\u00f6glichkeiten \u00e4rgert man sich \u00fcber schlecht erkennbare Gegenst\u00e4nde oder die zuweilen etwas zu exakte Positionierung der Hauptfigur beim Bet\u00e4tigen von Schaltern oder dem Aufraffen von millimetergro\u00dfen Objekten. Nichtsdestotrotz pr\u00e4sentierte uns Square eine spannende Geschichte, die auch heute nichts von ihrer Faszination eingeb\u00fc\u00dft hat und noch immer an den Bildschirm fesselt. Im Rahmen der eingeschr\u00e4nkten M\u00f6glichkeiten hat man ein sehr gutes Storytelling an den Tag gelegt und so wie einst die ersten &#8220;Resident Evil&#8221;-Spiele an den Schirm gefesselt. Wer sich auf ein paar kleinere Macken und ein gew\u00f6hnungsbed\u00fcrftiges Kampfsystem einlassen kann, erh\u00e4lt mit &#8220;Parasite Eve&#8221; ein wirklich kompetentes Horror-Adventure mit toller Atmosph\u00e4re und eigenwilligen Ideen. F\u00fcr mich kommt es nicht ganz an die Mitbewerber von Capcom heran, dennoch bin ich froh beide Teile der Reihe ebenfalls daneben im Regal stehen zu haben. Grafik: 6,5\/10Sound: 8\/10Gameplay: 6\/10Gesamt: 7,5\/10 Fotocopyright: Square Enix<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":23361,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[30],"tags":[42,11,36,26,29,25,54],"class_list":["post-23340","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-spielebesprechung","tag-action","tag-besprechung","tag-fantasy","tag-horror","tag-playstation","tag-resident-evil","tag-thriller"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23340","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=23340"}],"version-history":[{"count":11,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23340\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23351,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23340\/revisions\/23351"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/23361"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=23340"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=23340"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=23340"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}