{"id":23903,"date":"2024-08-14T19:58:16","date_gmt":"2024-08-14T19:58:16","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=23903"},"modified":"2024-08-14T19:58:16","modified_gmt":"2024-08-14T19:58:16","slug":"lolita-1997","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=23903","title":{"rendered":"Lolita (1997)"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Ende der 40iger Jahre. Der franz\u00f6sische Professor Humbert reist nach Amerika, um dort zu unterrichten und an weiteren B\u00fcchern zu arbeiten. Nachdem er das niedergebrannte Haus seiner Gastfamilie vorfindet, erh\u00e4lt er zum Gl\u00fcck Unterschlupf bei einer hilfsbereiten Frau und deren Tochter Dolly. Je l\u00e4nger er sich allerdings bei ihnen aufh\u00e4lt, desto hingezogener f\u00fchlt er sich zur kleinen Dame &#8211; die er liebevoll Lolita nennt\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Damals wie heute ist &#8220;Lolita&#8221; kein leichter Stoff und der Name steht als Sinnbild f\u00fcr eine verbotene Romanze. Die Adaption von 1997 jedoch entspricht einem eher normalen amerikanischen Kinofilm und gab sich trotz hoher Freigabe (wohl eher aufgrund der allgemeinen Thematik) vergleichsweise harmlos.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Fokus lag also hier weniger auf der Abbildung anr\u00fcchiger Romantik, vielmehr auf dem Zeichnen seiner Figuren &#8211; was sich grob auf Jeremy Irons und Dominique Swain (u.A. Im K\u00f6rper des Feines) konzentrierte. Die beiden Darsteller haben ihre Sache insgesamt recht gut gemacht, vor allem passte den Chemie untereinander. Es fiel zwar trotz einiger Andeutungen schwer, die Motive von Humbert nachzuvollziehen, aber irgendwie musste das Konstrukt ja f\u00fcr sich funktionieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Geschehen war interessant, manchmal aber auch etwas langatmig gestaltet. W\u00e4hrend der ruhige Auftakt noch schmerzfrei \u00fcber die B\u00fchne ging, h\u00e4tten einige Passagen im letzten Drittel gerne mit mehr Schwung daher kommen k\u00f6nnen. Irons \u00fcberbr\u00fcckte mit seiner alleinigen Pr\u00e4senz war ein paar kleinere Durchh\u00e4nger, trotzdem h\u00e4tte man hier und da etwas schneller auf den Punkt kommen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p>Einige Abzweigungen (grade im Schlusspart) schienen zudem seltsam und nicht hinreichend begr\u00fcndet. Es war \u00fcberaus verst\u00e4ndlich, dass Lolita sich irgendwann von ihrem reifen Liebhaber abwenden m\u00f6chte, aber die dargestellte Konstellation mit der Flucht mit einem Fremden war erz\u00e4hlerisch nicht ganz ausgereift und pflanzte Fragezeichen in den Kopf. Vermutlich, weil auch hier die eigene Vorstellungskraft nicht f\u00fcr einige Dinge ausreichte.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Streifen war \u00fcberwiegend sehr &#8220;weich gezeichnet&#8221;, was gut zur dargestellten Epoche und den Ereignissen passte. Das grobk\u00f6rnige Bild meiner betagten DVD unterstrich diesen Look umso mehr und so wirkte das Geschehen stellenweise fast schon m\u00e4rchenhaft-vertr\u00e4umt. Der Soundtrack von Meister Ennio Morricone unterstrich dies zus\u00e4tzlich und erweckte die 40iger\/50iger harmonisch zum Leben.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Lolita&#8221; ist ein guter Film, der von tollen Hauptdarstellern und einer ganz eigenen Atmosph\u00e4re profitierte. Die Handlung besa\u00df zwar kleinere Durchh\u00e4nger, ging f\u00fcr deutlich \u00fcber zwei Stunden jedoch weitestgehend auch in Ordnung. Manchmal jedoch haben mich einige Bestandteile und Motivation allerdings nicht ganz abgeholt und die Immersion sp\u00fcrbar beeintr\u00e4chtigt, weshalb einfach keine h\u00f6here Wertung drin ist. Unterm Strich ein interessanter Titel, der aufgrund seiner Pr\u00e4misse sicherlich bereits im Vorfeld nicht f\u00fcr Jedermann geeignet ist &#8211; so harmlos die Darstellung der verbotenen Liebe auch sein mochte.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size wp-elements-70140c767a3834b5ac8103705221a4dc\"><strong>7\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Universum Film GmbH<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Ende der 40iger Jahre. Der franz\u00f6sische Professor Humbert reist nach Amerika, um dort zu unterrichten und an weiteren B\u00fcchern zu arbeiten. Nachdem er das niedergebrannte Haus seiner Gastfamilie vorfindet, erh\u00e4lt er zum Gl\u00fcck Unterschlupf bei einer hilfsbereiten Frau und deren Tochter Dolly. Je l\u00e4nger er sich allerdings bei ihnen aufh\u00e4lt, desto hingezogener f\u00fchlt er sich zur kleinen Dame &#8211; die er liebevoll Lolita nennt\u2026 Fazit Damals wie heute ist &#8220;Lolita&#8221; kein leichter Stoff und der Name steht als Sinnbild f\u00fcr eine verbotene Romanze. Die Adaption von 1997 jedoch entspricht einem eher normalen amerikanischen Kinofilm und gab sich trotz hoher Freigabe (wohl eher aufgrund der allgemeinen Thematik) vergleichsweise harmlos. Der Fokus lag also hier weniger auf der Abbildung anr\u00fcchiger Romantik, vielmehr auf dem Zeichnen seiner Figuren &#8211; was sich grob auf Jeremy Irons und Dominique Swain (u.A. Im K\u00f6rper des Feines) konzentrierte. Die beiden Darsteller haben ihre Sache insgesamt recht gut gemacht, vor allem passte den Chemie untereinander. Es fiel zwar trotz einiger Andeutungen schwer, die Motive von Humbert nachzuvollziehen, aber irgendwie musste das Konstrukt ja f\u00fcr sich funktionieren. Das Geschehen war interessant, manchmal aber auch etwas langatmig gestaltet. W\u00e4hrend der ruhige Auftakt noch schmerzfrei \u00fcber die B\u00fchne ging, h\u00e4tten einige Passagen im letzten Drittel gerne mit mehr Schwung daher kommen k\u00f6nnen. Irons \u00fcberbr\u00fcckte mit seiner alleinigen Pr\u00e4senz war ein paar kleinere Durchh\u00e4nger, trotzdem h\u00e4tte man hier und da etwas schneller auf den Punkt kommen m\u00fcssen. Einige Abzweigungen (grade im Schlusspart) schienen zudem seltsam und nicht hinreichend begr\u00fcndet. Es war \u00fcberaus verst\u00e4ndlich, dass Lolita sich irgendwann von ihrem reifen Liebhaber abwenden m\u00f6chte, aber die dargestellte Konstellation mit der Flucht mit einem Fremden war erz\u00e4hlerisch nicht ganz ausgereift und pflanzte Fragezeichen in den Kopf. Vermutlich, weil auch hier die eigene Vorstellungskraft nicht f\u00fcr einige Dinge ausreichte. Der Streifen war \u00fcberwiegend sehr &#8220;weich gezeichnet&#8221;, was gut zur dargestellten Epoche und den Ereignissen passte. Das grobk\u00f6rnige Bild meiner betagten DVD unterstrich diesen Look umso mehr und so wirkte das Geschehen stellenweise fast schon m\u00e4rchenhaft-vertr\u00e4umt. Der Soundtrack von Meister Ennio Morricone unterstrich dies zus\u00e4tzlich und erweckte die 40iger\/50iger harmonisch zum Leben. &#8220;Lolita&#8221; ist ein guter Film, der von tollen Hauptdarstellern und einer ganz eigenen Atmosph\u00e4re profitierte. Die Handlung besa\u00df zwar kleinere Durchh\u00e4nger, ging f\u00fcr deutlich \u00fcber zwei Stunden jedoch weitestgehend auch in Ordnung. Manchmal jedoch haben mich einige Bestandteile und Motivation allerdings nicht ganz abgeholt und die Immersion sp\u00fcrbar beeintr\u00e4chtigt, weshalb einfach keine h\u00f6here Wertung drin ist. Unterm Strich ein interessanter Titel, der aufgrund seiner Pr\u00e4misse sicherlich bereits im Vorfeld nicht f\u00fcr Jedermann geeignet ist &#8211; so harmlos die Darstellung der verbotenen Liebe auch sein mochte. 7\/10 Fotocopyright: Universum Film GmbH<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":23931,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[11,15,94,54],"class_list":["post-23903","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-filmbesprechungen","tag-besprechung","tag-drama","tag-liebesfilm","tag-thriller"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23903","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=23903"}],"version-history":[{"count":12,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23903\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":23915,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/23903\/revisions\/23915"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/23931"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=23903"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=23903"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=23903"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}