{"id":23949,"date":"2024-08-20T15:01:42","date_gmt":"2024-08-20T15:01:42","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=23949"},"modified":"2024-08-20T15:01:42","modified_gmt":"2024-08-20T15:01:42","slug":"nightwatch-demons-are-forever","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=23949","title":{"rendered":"Nightwatch: Demons Are Forever"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>30 Jahre sind vergangen und noch immer sind die damaligen Ereignisse nicht vollst\u00e4ndig verarbeitet. Obwohl die Mutter Selbstmord beging und der Vater noch immer von Alptr\u00e4umen begleitet wird, nimmt Tochter Emma ebenfalls den Job als Nachtw\u00e4chterin in der Leichenhalle der Universit\u00e4t an. Es ist ihre Art den D\u00e4monen der Familie zu begegnen, vor allem aber auch weitere Nachforschungen zum damaligen T\u00e4ter anzustellen und dabei auf b\u00f6se \u00dcberraschungen zu sto\u00dfen\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Es ist nicht vielen Regisseuren verg\u00f6nnt, ein Remake von ihrem eigenen Original zu drehen &#8211; doch Ole Bornedal wurde diese Ehre einst berechtigterweise zu Teil. &#8220;Nightwatch&#8221; (oder sp\u00e4ter auch &#8220;Freeze&#8221;) war ein sch\u00f6ner kleiner Schocker, der mit einfachen Mitteln eine tolle Atmosph\u00e4re erzeugte und \u00fcber die Jahre im Ged\u00e4chtnis blieb.<\/p>\n\n\n\n<p>Exakt 30 Jahre sp\u00e4ter geht die einstige Geschichte in die n\u00e4chste Runde und erstaunlich viele alte Gesichter haben erneut Einzug ins Geschehen gefunden. Zwar sind deren Auftritte meist von eher kurzer Natur, trotzdem lockerten diese Momente den Streifen ungemein auf und sorgten f\u00fcr sofortiges wohlf\u00fchlen.<\/p>\n\n\n\n<p>So sehr ich das Original sch\u00e4tze, so sehr hadere ich nun aber mit der Bewertung zu dieser Fortsetzung. So konsequent die alte Handlung weitergesponnen und so sehr alles auch mit altbekannten Figuren ausgeschm\u00fcckt wurde, so sehr f\u00fchlt sich das Ganze arg konstruiert und wenig glaubhaft an.<\/p>\n\n\n\n<p>Setzte der Vorg\u00e4nger auf ein vergleichbar greifbares Setting mit halbwegs authentischen Figuren, hakt es hier an vielen Ecken und Enden. Zwar konnte ich erneut gut im d\u00fcsteren Geschehen abtauchen, doch f\u00fchlte sich das alles nicht mehr so locker wie einst, sondern ziemlich an den Haaren herbeigezogen an.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Streifen war unterhaltsam und f\u00fcr knappe zwei Stunden auch erfreulich kurzweilig, doch am Ende blieben massives Kopfsch\u00fctteln und unfreiwillige Lacher zur\u00fcck. Es gab zu viele Zuf\u00e4lle, zu viele \u00fcbertriebene (und irgendwann vorherschaubare) Verkettungen und daraus resultierend viele Fragezeichen oder nicht ernstzunehmende Momente.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Film griff immer wieder seine eigene Substanz ein, machte mit \u00dcberzeichnung viele spannende Szenen kaputt und  nahm sich selbst den Schrecken. Im Ansatz hab es starke Eingebungen, doch Sekunden sp\u00e4ter wieder befremdliche Aktionen oder zu stark auf unheilvoll getrimmte Passagen.<\/p>\n\n\n\n<p>Technisch war &#8220;Demons Are Forever&#8221; erstklassig und braucht sich nicht hinter gro\u00dfen Produktionen aus Hollywood oder dergleichen verstecken. Der Look war durchgehend hochwertig, die Kameraarbeit superb und die Atmosph\u00e4re absolut ansprechend. Die deutsche Vertonung war (erwartungsgem\u00e4\u00df f\u00fcr eine &#8220;nordische Produktion&#8221;) super und gab keinen Grund zur Klage.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;Nightwatch&#8221; war f\u00fcr sich schon nahezu perfekt und reizte seine Pr\u00e4misse eigentlich schon vollkommen aus. Die Fortsetzung mag zwar unterm Strich nicht schlecht gewesen sein, f\u00fchlte sich aber fortw\u00e4hrend stark konstruiert und damit auch leider total bem\u00fcht an. Es schien fast so, als wollte Bornedal enormen Fanservice betreiben &#8211; der hier eigentlich nicht notwendig gewesen w\u00e4re.<\/p>\n\n\n\n<p>Von &#8220;Scream&#8221; und Konsorten kennen wir fadenscheinige Motive, neu hinzugedichtete Hauptfiguren und \u00c4hnliches zur Gen\u00fcge, nun ist der Trend scheinbar auch auf skandinavische Werke \u00fcbergesprungen. Spa\u00df hats \u00fcber weite Teile ehrlicherweise gemacht, doch am Ende blieb kein allzu guter abschlie\u00dfender Eindruck zur\u00fcck. Fans des Originals schauen bei Bedarf mal rein &#8211; der Rest sollte (erst recht wenn keine Vorkenntnis vorhanden ist!) besser \u00fcberspringen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size wp-elements-8988fe325c53b5fe3a3f2113ef2e506e\"><strong>6,5\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Capelight Pictures<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt 30 Jahre sind vergangen und noch immer sind die damaligen Ereignisse nicht vollst\u00e4ndig verarbeitet. Obwohl die Mutter Selbstmord beging und der Vater noch immer von Alptr\u00e4umen begleitet wird, nimmt Tochter Emma ebenfalls den Job als Nachtw\u00e4chterin in der Leichenhalle der Universit\u00e4t an. 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So sehr ich das Original sch\u00e4tze, so sehr hadere ich nun aber mit der Bewertung zu dieser Fortsetzung. So konsequent die alte Handlung weitergesponnen und so sehr alles auch mit altbekannten Figuren ausgeschm\u00fcckt wurde, so sehr f\u00fchlt sich das Ganze arg konstruiert und wenig glaubhaft an. Setzte der Vorg\u00e4nger auf ein vergleichbar greifbares Setting mit halbwegs authentischen Figuren, hakt es hier an vielen Ecken und Enden. Zwar konnte ich erneut gut im d\u00fcsteren Geschehen abtauchen, doch f\u00fchlte sich das alles nicht mehr so locker wie einst, sondern ziemlich an den Haaren herbeigezogen an. Der Streifen war unterhaltsam und f\u00fcr knappe zwei Stunden auch erfreulich kurzweilig, doch am Ende blieben massives Kopfsch\u00fctteln und unfreiwillige Lacher zur\u00fcck. Es gab zu viele Zuf\u00e4lle, zu viele \u00fcbertriebene (und irgendwann vorherschaubare) Verkettungen und daraus resultierend viele Fragezeichen oder nicht ernstzunehmende Momente. Der Film griff immer wieder seine eigene Substanz ein, machte mit \u00dcberzeichnung viele spannende Szenen kaputt und nahm sich selbst den Schrecken. Im Ansatz hab es starke Eingebungen, doch Sekunden sp\u00e4ter wieder befremdliche Aktionen oder zu stark auf unheilvoll getrimmte Passagen. Technisch war &#8220;Demons Are Forever&#8221; erstklassig und braucht sich nicht hinter gro\u00dfen Produktionen aus Hollywood oder dergleichen verstecken. Der Look war durchgehend hochwertig, die Kameraarbeit superb und die Atmosph\u00e4re absolut ansprechend. Die deutsche Vertonung war (erwartungsgem\u00e4\u00df f\u00fcr eine &#8220;nordische Produktion&#8221;) super und gab keinen Grund zur Klage. &#8220;Nightwatch&#8221; war f\u00fcr sich schon nahezu perfekt und reizte seine Pr\u00e4misse eigentlich schon vollkommen aus. Die Fortsetzung mag zwar unterm Strich nicht schlecht gewesen sein, f\u00fchlte sich aber fortw\u00e4hrend stark konstruiert und damit auch leider total bem\u00fcht an. 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