{"id":24203,"date":"2024-09-06T21:26:31","date_gmt":"2024-09-06T21:26:31","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=24203"},"modified":"2024-09-06T21:26:31","modified_gmt":"2024-09-06T21:26:31","slug":"pearl-harbor","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=24203","title":{"rendered":"Pearl Harbor"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr die Freunde Rafe und Danny\u00a0 ist alles ein gro\u00dfes Abenteuer und der Beginn des Zweiten Weltkriegs endlich eine Gelegenheit, um ins Cockpit von echten Kampfflugzeugen zu steigen. Als sie nach Pearl Harbor versetzt werden scheint die Welt auch noch in Ordnung, aber als dann \u00fcber Nacht ein spektakul\u00e4rer Angriff seitens der Japaner stattfindet, ger\u00e4t die anf\u00e4ngliche Euphorie ins Wanken&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Lange habe ich diesen Film nicht mehr gesehen (und auch noch kein Upgrade von meiner alten DVD vollzogen) und schnell wurde mir wieder bewusst, warum dem so war. Damals wie heute ist &#8220;Pearl Harbor&#8221; ein Paradebeispiel daf\u00fcr, wie man ein Kriegsdrama nicht inszenieren sollte.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer hier einen packendes und vor allem actionreiches Werk erwartet, schaut gr\u00f6\u00dftenteils in die R\u00f6hre. Nach langem und nur m\u00e4\u00dfig unterhaltsamen Vorgepl\u00e4nkel dauert es rund 1,5 Stunden bis die ersten Kamikaze \u00fcber unsere K\u00f6pfe hinwegfliegen und so langsam aufregende Stimmung aufkeimt. Bis dato bot sich eine austauschbare, gradlinig und langweilig inszenierte Liebesgeschichte, die stets mit angezogener Handbremse daher kam und keinerlei neuen Aspekte f\u00fcr uns bereit hielt.<\/p>\n\n\n\n<p>Besonders schlimm waren aber die vor Pathos und Klischees triefenden Figuren und Dialoge, die selbst f\u00fcr Hollywood-Verh\u00e4ltnisse an der Belastbarkeitsgrenze kratzten. Jede Aktion wurde mit warmen und nicht minder patriotischen Worten begleitet, dazu eine stets um Eleganz bem\u00fchte Optik mit warmen Farben und dem inflation\u00e4ren Einsatz von Zeitlupenaufnahmen.<\/p>\n\n\n\n<p>In meinen Augen hat aber auch die Chemie zwischen Afflek und Hartnett einfach nicht gepasst. Sie waren vom Typus her so unterschiedlich, dass man deren langj\u00e4hrige Freundschaft und die sp\u00e4ter entfesselte Konkurrenz nicht f\u00fcr bare M\u00fcnze nehmen wollte. Vor allem Hartnett agierte hier v\u00f6llig frei von jeglicher Mimik und der \u00fcberraschende Krieg schien gr\u00f6\u00dftenteils an ihm vorbei zu gehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Positiv m\u00f6chte ich die Effekte hervorheben. Auch wenn die Technik hier und da leicht angestaubt wirkt und die Herkunft aus dem Computer keineswegs verleugnen kann, so gut anschaubar waren die Schlachtengem\u00e4lde dennoch. Das Gef\u00fchl von riesigen Schlachten kam einwandfrei r\u00fcber &#8211; nur h\u00e4tte man gerne etwas fr\u00fcher und etwas l\u00e4nger davon gesehen.<\/p>\n\n\n\n<p>Bei derartigen Filmen aus der Traumfabrik erwartet ich nicht unbedingt eine exakte Dokumentation und k\u00f6nnte theoretisch auch mit dem Beiwerk einer Liebelei leben, doch bei &#8220;Pearl Harbor&#8221; waren die Verh\u00e4ltnisse zu stark verschoben. Der Fokus lag auf einer uninteressanten Dreiecksbeziehung und der eigentliche Krieg lief irgendwie so am Rande mit. Die spektakul\u00e4ren Einblicke kamen zu sp\u00e4t und die \u00dcbers\u00e4ttigung an verst\u00f6renden Dialogen und lachhaften Figuren war l\u00e4ngst eingetreten. F\u00fcr mich definitiv einer der schw\u00e4cheren Genrevertreter, der nur durch nette audiovisuelle Akzente im Hinterkopf geblieben ist.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size wp-elements-22742ecb3c8d0d6eb1df6b0cb01a7c3d\"><strong>4\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Walt Disney \/ LEONINE<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt F\u00fcr die Freunde Rafe und Danny\u00a0 ist alles ein gro\u00dfes Abenteuer und der Beginn des Zweiten Weltkriegs endlich eine Gelegenheit, um ins Cockpit von echten Kampfflugzeugen zu steigen. 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Bis dato bot sich eine austauschbare, gradlinig und langweilig inszenierte Liebesgeschichte, die stets mit angezogener Handbremse daher kam und keinerlei neuen Aspekte f\u00fcr uns bereit hielt. Besonders schlimm waren aber die vor Pathos und Klischees triefenden Figuren und Dialoge, die selbst f\u00fcr Hollywood-Verh\u00e4ltnisse an der Belastbarkeitsgrenze kratzten. Jede Aktion wurde mit warmen und nicht minder patriotischen Worten begleitet, dazu eine stets um Eleganz bem\u00fchte Optik mit warmen Farben und dem inflation\u00e4ren Einsatz von Zeitlupenaufnahmen. In meinen Augen hat aber auch die Chemie zwischen Afflek und Hartnett einfach nicht gepasst. Sie waren vom Typus her so unterschiedlich, dass man deren langj\u00e4hrige Freundschaft und die sp\u00e4ter entfesselte Konkurrenz nicht f\u00fcr bare M\u00fcnze nehmen wollte. Vor allem Hartnett agierte hier v\u00f6llig frei von jeglicher Mimik und der \u00fcberraschende Krieg schien gr\u00f6\u00dftenteils an ihm vorbei zu gehen. Positiv m\u00f6chte ich die Effekte hervorheben. Auch wenn die Technik hier und da leicht angestaubt wirkt und die Herkunft aus dem Computer keineswegs verleugnen kann, so gut anschaubar waren die Schlachtengem\u00e4lde dennoch. Das Gef\u00fchl von riesigen Schlachten kam einwandfrei r\u00fcber &#8211; nur h\u00e4tte man gerne etwas fr\u00fcher und etwas l\u00e4nger davon gesehen. Bei derartigen Filmen aus der Traumfabrik erwartet ich nicht unbedingt eine exakte Dokumentation und k\u00f6nnte theoretisch auch mit dem Beiwerk einer Liebelei leben, doch bei &#8220;Pearl Harbor&#8221; waren die Verh\u00e4ltnisse zu stark verschoben. Der Fokus lag auf einer uninteressanten Dreiecksbeziehung und der eigentliche Krieg lief irgendwie so am Rande mit. Die spektakul\u00e4ren Einblicke kamen zu sp\u00e4t und die \u00dcbers\u00e4ttigung an verst\u00f6renden Dialogen und lachhaften Figuren war l\u00e4ngst eingetreten. 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