{"id":24698,"date":"2024-10-18T09:35:44","date_gmt":"2024-10-18T09:35:44","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=24698"},"modified":"2024-10-18T09:35:44","modified_gmt":"2024-10-18T09:35:44","slug":"man-on-fire-mann-unter-feuer","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=24698","title":{"rendered":"Man on Fire &#8211; Mann unter Feuer"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der ehemalige Milit\u00e4rangeh\u00f6rige John Creasy hat seine besten Tage hinter sich und kann dank eines alten Freundes als Personensch\u00fctzer f\u00fcr die Tochter eines Gesch\u00e4ftsmannes in Mexiko arbeiten. Langsam freundet sich der m\u00fcrrische Trinker mit seiner Klientin an und taut menschlich immer weiter auf, doch dann tritt der unsch\u00f6ne Ernstfall ein\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Mit &#8220;Mann unter Feuer&#8221; verbinde ich gute Erinnerungen, obwohl ich nach der gestiegen Sichtung noch immer leicht im Zwiespalt bin. Die Geschichte geht nach wie vor in Ordnung, die Inszenierung war stylisch und die Darsteller grandios, doch f\u00fcr meinen Geschmack ist das Ding vom Pacing her einfach nicht perfekt ausgelotet.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Streifen braucht eine Weile, um richtig in die G\u00e4nge zu kommen. Langweilig wurde es dabei zwar nie, aber die weitaus actiongeladene zweite H\u00e4lfte entsch\u00e4digt nicht zu hundertprozentig f\u00fcr den z\u00e4hfl\u00fcssigen Auftakt und offenbart zugleich bekannte Probleme. Auch hier wurde das Timining nicht immer perfekt abgepasst und so f\u00fchlten sich manche Passagen ein wenig &#8220;ruckelig&#8221; an, sprich die \u00dcberg\u00e4nge waren nicht optimal inszeniert und die Action an sich h\u00e4tte runder ablaufen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Gefehlt haben mir auch die einpr\u00e4gsamen Gegenspieler. Creasy k\u00e4mpfte gegen weitestgehend gesichtslose Antagonisten, die nur sehr grob beleuchtet wurden. Bei einigen Nebenfiguren (u.A. dem Anwalt der Familie, dem Chef der Polizei, etc.) hat man die Chance um tiefere Zeichnung leider etwas verpasst und so blieb mir das Thema Korruption zu alibihaft abgefertigt. Viele Elemente h\u00e4tten den Rahmen der sowieso schon beachtlichen zweieinhalb Stunden gesprengt, gerne h\u00e4tte man andere Dinge (wie z.B. das ausf\u00fchrliche Anfreunden von Bodyguard und Klientin) minimal eind\u00e4mmen k\u00f6nnen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie bereits erw\u00e4hnt war die Action sauber gemacht und r\u00fcttelte ordentlich wach, doch der letzte Kick hat mir irgendwie gefehlt. Weniger die h\u00fcbsch gefilmten und boshaft kommentierten Auseinandersetzungen, vielmehr deren Abl\u00e4ufe. Die Handlung war an vielen Ecken arg konstruiert und leicht stockend pr\u00e4sentiert. Man konnte den Verlauf von Creasys Ermittlungen zwar grob nachvollziehen, im Detail stellten sich jedoch viele Fragen &#8211; die man zu Gunsten der Kurzweil dann einfach mal im Raum stehen lassen musste.<\/p>\n\n\n\n<p>Davon abgesehen machte die technische Seite jedoch Einiges her. Die stark mit Filtern best\u00fcckte Optik hinterlie\u00df einen pr\u00e4chtigen Eindruck, erweckte Neugier und Urlaubsfeeling zugleich. Man f\u00fchlte sich tats\u00e4chlich wie in einer anderen Welt, mit all ihren Vorz\u00fcgen und Befremdlichkeiten. Zu einer angeblich neuen Synchronisation kann ich allerdings nicht sagen, da mir noch immer meine ehrw\u00fcrdig ergraute DVD-Erstaufgabe zur Begutachtung vorlag und es hier Ton- m\u00e4\u00dfig nichts zu Meckern gab.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Darsteller haben ihre Sache sehr gut gemacht, wobei vor allem die beiden Hauptfiguren (verk\u00f6rpert von Denzel Washington und Dakota Fanning) absolut herausstachen. Sicherlich war die ein oder andere gemeinsame Szene etwas dr\u00fcber, dennoch nahm man ihnen deren ausgezeichnetes, gef\u00fchlvolles Zusammenspiel in jeder Sekunde ab. Nicht unerw\u00e4hnt sollte man allerdings auch die tollen Nebenfiguren wie die von Mickey Rourke oder Christopher Walken lassen, die so ganz nebenbei eine gewisse Hollywood-Eleganz beigesteuert hatten.<\/p>\n\n\n\n<p>Eindrucksvoll bei Technik und Cast, schw\u00e4chelnd beim Storytelling und Abgang. &#8220;Mann unter Feuer&#8221; ist an sich ein empfehlenswerter Film, der allerdings nicht ganz mit anderen Titeln aus der &#8220;\u00dcberl\u00e4nge-Kategorie&#8221; mithalten kann. Wer sich an ein paar &#8220;Rucklern&#8221; im Ablauf nicht st\u00f6rt und auf charismatische Gegenspieler verzichten kann, darf nach nunmehr 20 Jahren seit Erstver\u00f6ffentlichung nat\u00fcrliche gerne mal (erneut) reinschauen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size wp-elements-6d896ffc13678040b893f913a422b100\"><strong>7,5\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Paramount (Universal Pictures)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Der ehemalige Milit\u00e4rangeh\u00f6rige John Creasy hat seine besten Tage hinter sich und kann dank eines alten Freundes als Personensch\u00fctzer f\u00fcr die Tochter eines Gesch\u00e4ftsmannes in Mexiko arbeiten. Langsam freundet sich der m\u00fcrrische Trinker mit seiner Klientin an und taut menschlich immer weiter auf, doch dann tritt der unsch\u00f6ne Ernstfall ein\u2026 Fazit Mit &#8220;Mann unter Feuer&#8221; verbinde ich gute Erinnerungen, obwohl ich nach der gestiegen Sichtung noch immer leicht im Zwiespalt bin. Die Geschichte geht nach wie vor in Ordnung, die Inszenierung war stylisch und die Darsteller grandios, doch f\u00fcr meinen Geschmack ist das Ding vom Pacing her einfach nicht perfekt ausgelotet. Der Streifen braucht eine Weile, um richtig in die G\u00e4nge zu kommen. Langweilig wurde es dabei zwar nie, aber die weitaus actiongeladene zweite H\u00e4lfte entsch\u00e4digt nicht zu hundertprozentig f\u00fcr den z\u00e4hfl\u00fcssigen Auftakt und offenbart zugleich bekannte Probleme. Auch hier wurde das Timining nicht immer perfekt abgepasst und so f\u00fchlten sich manche Passagen ein wenig &#8220;ruckelig&#8221; an, sprich die \u00dcberg\u00e4nge waren nicht optimal inszeniert und die Action an sich h\u00e4tte runder ablaufen k\u00f6nnen. Gefehlt haben mir auch die einpr\u00e4gsamen Gegenspieler. Creasy k\u00e4mpfte gegen weitestgehend gesichtslose Antagonisten, die nur sehr grob beleuchtet wurden. Bei einigen Nebenfiguren (u.A. dem Anwalt der Familie, dem Chef der Polizei, etc.) hat man die Chance um tiefere Zeichnung leider etwas verpasst und so blieb mir das Thema Korruption zu alibihaft abgefertigt. Viele Elemente h\u00e4tten den Rahmen der sowieso schon beachtlichen zweieinhalb Stunden gesprengt, gerne h\u00e4tte man andere Dinge (wie z.B. das ausf\u00fchrliche Anfreunden von Bodyguard und Klientin) minimal eind\u00e4mmen k\u00f6nnen. Wie bereits erw\u00e4hnt war die Action sauber gemacht und r\u00fcttelte ordentlich wach, doch der letzte Kick hat mir irgendwie gefehlt. Weniger die h\u00fcbsch gefilmten und boshaft kommentierten Auseinandersetzungen, vielmehr deren Abl\u00e4ufe. Die Handlung war an vielen Ecken arg konstruiert und leicht stockend pr\u00e4sentiert. Man konnte den Verlauf von Creasys Ermittlungen zwar grob nachvollziehen, im Detail stellten sich jedoch viele Fragen &#8211; die man zu Gunsten der Kurzweil dann einfach mal im Raum stehen lassen musste. Davon abgesehen machte die technische Seite jedoch Einiges her. Die stark mit Filtern best\u00fcckte Optik hinterlie\u00df einen pr\u00e4chtigen Eindruck, erweckte Neugier und Urlaubsfeeling zugleich. Man f\u00fchlte sich tats\u00e4chlich wie in einer anderen Welt, mit all ihren Vorz\u00fcgen und Befremdlichkeiten. Zu einer angeblich neuen Synchronisation kann ich allerdings nicht sagen, da mir noch immer meine ehrw\u00fcrdig ergraute DVD-Erstaufgabe zur Begutachtung vorlag und es hier Ton- m\u00e4\u00dfig nichts zu Meckern gab. Die Darsteller haben ihre Sache sehr gut gemacht, wobei vor allem die beiden Hauptfiguren (verk\u00f6rpert von Denzel Washington und Dakota Fanning) absolut herausstachen. Sicherlich war die ein oder andere gemeinsame Szene etwas dr\u00fcber, dennoch nahm man ihnen deren ausgezeichnetes, gef\u00fchlvolles Zusammenspiel in jeder Sekunde ab. Nicht unerw\u00e4hnt sollte man allerdings auch die tollen Nebenfiguren wie die von Mickey Rourke oder Christopher Walken lassen, die so ganz nebenbei eine gewisse Hollywood-Eleganz beigesteuert hatten. Eindrucksvoll bei Technik und Cast, schw\u00e4chelnd beim Storytelling und Abgang. &#8220;Mann unter Feuer&#8221; ist an sich ein empfehlenswerter Film, der allerdings nicht ganz mit anderen Titeln aus der &#8220;\u00dcberl\u00e4nge-Kategorie&#8221; mithalten kann. 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