{"id":25676,"date":"2025-02-24T12:39:25","date_gmt":"2025-02-24T12:39:25","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=25676"},"modified":"2025-02-24T12:39:25","modified_gmt":"2025-02-24T12:39:25","slug":"hagen-im-tal-der-nibelungen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=25676","title":{"rendered":"Hagen &#8211; Im Tal der Nibelungen"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Als Kind gelangte Hagen an den Hof von K\u00f6nig Gunther und ist dort zu einem engen Vertrauten und Waffenmeister aufgestiegen. Er f\u00fchlt eine Zuneigung zu dessen Schwester Kriemhild, die durch den \u00fcberraschenden Besuch von Drachent\u00f6ter Siegfried und seiner Gefolgschaft auf eine harte Probe gestellt wird\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Schon als kleiner Junge war ich von der &#8220;Nibelungen-Saga&#8221; schwer angetan, habe Filme und B\u00fccher verschlungen, mich \u00fcber den sp\u00e4teren Schulausflug nach Worms gefreut. Ebenfalls sehr gefreut habe ich mich nach den ersten, relativ verhei\u00dfungsvollen Trailern auch auf dieses Werk &#8211; und wurde am Ende gl\u00fccklicherweise nicht entt\u00e4uscht.<\/p>\n\n\n\n<p>Bereits nach wenigen Minuten zog dieser Streifen in seinen Bann und lie\u00df mich bis zur letzten Minute nicht mehr vom Haken. Die k\u00fchlen Bilder strahlten eine heftige Anziehungskraft aus und die Seele der uralten Legende war stets allgegenw\u00e4rtig. An Anfang hat mich die p\u00f6belhafte Darstellung des Siegfrieds gewaltig gest\u00f6rt, doch mit weiterem Verlauf spielte sich auch diese kontrovers gezeichnete Figur tief ins Herz und man erkannte die Notwendigkeit dieses Schachzuges &#8211; um Hagen einen markanten Gegenpart zu geben.<\/p>\n\n\n\n<p>Obwohl der Ausgang der Geschichte bereits bekannt war, sorgten kleinere Variationen in der Handlung immer wieder f\u00fcr interessante Momente und hielten die Spannung oben. Dinge, die Anfangs vielleicht nicht ganz klar waren oder sogar ein wenig gest\u00f6rt haben, haben sich im Laufe des Filmes aufgekl\u00e4rt oder haben Verst\u00e4ndnis gefunden. Man hat sich neue Wege getraut, ohne die Vorlage g\u00e4nzlich aus den Augen zu verlieren oder &#8220;vorbelasteten&#8221; Zuschauern vor den Kopf zu sto\u00dfen. Das Drehbuch war rund und die knapp \u00fcber zwei Stunden frei von L\u00e4ngen oder anderen Durchh\u00e4ngern &#8211; was nat\u00fcrlich auch den gro\u00dfartigen Akteuren zu verdanken war.<\/p>\n\n\n\n<p>Allgemein war die Leistung der Darsteller auf einem hohen Niveau. Gijs Naber war der perfekte Cast f\u00fcr die Hauptfigur, w\u00e4hrend Rosalinde Mynster als krasse Walk\u00fcren-Variante von Brunhild nachhaltig im Ged\u00e4chtnis blieb. Besonders bei Ihr haben sich die Macher optische Inspiration bei dem Computerspiel &#8220;Hellblade&#8221; geholt &#8211; was sehr schickt in das bekannte Setting eingebaut wurde und wunderbar mit dem Rest harmonierte. Kost\u00fcme, Schaupl\u00e4tze und Dialoge waren jederzeit \u00fcber jeden Zweifel erhaben, wirkten Edel, ansprechend und luden zum Versinken in einer vergangen Epoche ein. Die Computereffekte waren weitestgehend unauff\u00e4llig, wobei man auch nur wenig vom Drachen Fafnir gesehen hat &#8211; der in seinen kurzen Gastauftritten technisch nicht ganz \u00fcberzeugen konnte.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit &#8220;Hagen&#8221; haben die Regisseure Cyrill Boss und Philipp Stennert gleich mehrere Dinge bewiesen. Zum Einen k\u00f6nnen wir Europ\u00e4er gro\u00dfartiges Fantasy-Kino mit grandioser Optik und hohem Spannungsbogen und zum Anderen k\u00f6nnen selbst dutzendmal durchgekaute Geschichten noch einmal h\u00f6chst interessant ausgearbeitet und pr\u00e4sentiert werden. Vielleicht bin ich durch meine langj\u00e4hrige Affinit\u00e4t zur Saga enorm vorbelastet, doch f\u00fcr mich hat dieses Event locker &#8220;Die Herr der Ringe&#8221;-Trilogie an die Wand gespielt, auch wenn noch minimale Luft nach Oben bleibt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size wp-elements-ff50d028f7a776e5d2ffcaa44fe1051c\"><strong>9\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Constantin Film (Universal Pictures)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Als Kind gelangte Hagen an den Hof von K\u00f6nig Gunther und ist dort zu einem engen Vertrauten und Waffenmeister aufgestiegen. 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An Anfang hat mich die p\u00f6belhafte Darstellung des Siegfrieds gewaltig gest\u00f6rt, doch mit weiterem Verlauf spielte sich auch diese kontrovers gezeichnete Figur tief ins Herz und man erkannte die Notwendigkeit dieses Schachzuges &#8211; um Hagen einen markanten Gegenpart zu geben. Obwohl der Ausgang der Geschichte bereits bekannt war, sorgten kleinere Variationen in der Handlung immer wieder f\u00fcr interessante Momente und hielten die Spannung oben. Dinge, die Anfangs vielleicht nicht ganz klar waren oder sogar ein wenig gest\u00f6rt haben, haben sich im Laufe des Filmes aufgekl\u00e4rt oder haben Verst\u00e4ndnis gefunden. Man hat sich neue Wege getraut, ohne die Vorlage g\u00e4nzlich aus den Augen zu verlieren oder &#8220;vorbelasteten&#8221; Zuschauern vor den Kopf zu sto\u00dfen. Das Drehbuch war rund und die knapp \u00fcber zwei Stunden frei von L\u00e4ngen oder anderen Durchh\u00e4ngern &#8211; was nat\u00fcrlich auch den gro\u00dfartigen Akteuren zu verdanken war. Allgemein war die Leistung der Darsteller auf einem hohen Niveau. Gijs Naber war der perfekte Cast f\u00fcr die Hauptfigur, w\u00e4hrend Rosalinde Mynster als krasse Walk\u00fcren-Variante von Brunhild nachhaltig im Ged\u00e4chtnis blieb. Besonders bei Ihr haben sich die Macher optische Inspiration bei dem Computerspiel &#8220;Hellblade&#8221; geholt &#8211; was sehr schickt in das bekannte Setting eingebaut wurde und wunderbar mit dem Rest harmonierte. Kost\u00fcme, Schaupl\u00e4tze und Dialoge waren jederzeit \u00fcber jeden Zweifel erhaben, wirkten Edel, ansprechend und luden zum Versinken in einer vergangen Epoche ein. Die Computereffekte waren weitestgehend unauff\u00e4llig, wobei man auch nur wenig vom Drachen Fafnir gesehen hat &#8211; der in seinen kurzen Gastauftritten technisch nicht ganz \u00fcberzeugen konnte. Mit &#8220;Hagen&#8221; haben die Regisseure Cyrill Boss und Philipp Stennert gleich mehrere Dinge bewiesen. 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