{"id":25854,"date":"2025-03-19T13:09:48","date_gmt":"2025-03-19T13:09:48","guid":{"rendered":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=25854"},"modified":"2025-03-19T13:09:48","modified_gmt":"2025-03-19T13:09:48","slug":"a-complete-unknown","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/?p=25854","title":{"rendered":"A Complete Unknown"},"content":{"rendered":"\n<p><strong>Inhalt<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die USA in den fr\u00fchen 1960iger Jahren. Den jungen Robert Zimmermann verschl\u00e4gt es in das K\u00fcnstler-Milieu von New York, wo er mit seiner Gitarre, seinem Gesang und vor allem wegen seiner au\u00dfergew\u00f6hnlichen Texte schnell Aufmerksamkeit erh\u00e4lt. Unter dem Pseudonym Bob Dylan nimmt er bald seine erste Platte auf und die Kariere l\u00e4uft an\u2026<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fazit<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine gute Biografie steht und f\u00e4llt vor allem mit ihren Darstellern und hier konnte mich &#8220;A Complete Unknown&#8221; absolut begeistern. Timoth\u00e9e Chalamet verk\u00f6rpert den jungen Bob Dylan nicht nur mit extremer Hingabe, sondern punktet vor allem mit der immensen optischen \u00c4hnlichkeit zu seiner Figur. Wo hier andere Werke patzen, zog dieser Titel ab der ersten Sekunde seine volle Aufmerksamkeit auf sich und hielt seine Anziehungskraft bis zum bitteren Ende bei.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich sollte man schon ein Faible f\u00fcr das Folk-Musikgenre bzw. in besondere auch die Werke von Dylan haben, da man sich sonst vielleicht nicht so gut mit dem Geschehen anfreunden kann. Mir als Fan des Ausnahmek\u00fcnstlers wurden (nicht nur wegen dem grandiosen Darsteller, auch selbstverst\u00e4ndlich wegen der sagenhaft performten St\u00fccke) s\u00e4mtliche offene T\u00fcren eingerannt und ich konnte f\u00fcr knappe 2,5 Stunden vollends im Treiben versinken.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Pacing war hervorragend und exakt. Der recht ruhig, dialoglastige und \u00fcberhaupt sehr kleinlaute Film (im Bezug auf Wendungen, unn\u00f6tige Effekthascherei, etc.) zog fast schon hypnotisierend in seinen Bann und schilderte die wahre (Anfangs-)Geschichte von Dylan hervorragend, leicht verst\u00e4ndlich und trotz seltsamer Anwandlungen seiner Hauptfigur sehr greifbar.<\/p>\n\n\n\n<p>Man konnte sich gut in den Kopf des jungen Mannes hineindenken, seine Motivationen (im positiven, wie im negativen Sinne) vollends verstehen &#8211; wo ja grade bei seinen Texten nicht immer eindeutige Aussagen zum Besten gegeben werden. Es wurde au\u00dferdem recht verst\u00e4ndlich geschildert, wie einige seiner ber\u00fchmten Werke entstanden sind und in welchem Kontext sie zum ersten Mal vorgetragen wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Optisch wirkte der Film herrlich altbacken und trotzdem irgendwie auch modern. Der Look entsprach seiner dargestellten Epoche und kam dennoch recht edel und &#8220;teuer&#8221; daher. Bekannte Ansichten (z.B. bei Fotoshootings f\u00fcr Cover bekannter Alben) und ikonische Kost\u00fcme bauten eine gelungene Immersion auf, lie\u00dfen keinen Zweifel an der Handwerkskunst von James Mangold und seinem Team.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie Eingangs erw\u00e4hnt, stach Timoth\u00e9e Chalamet mit seiner grandiosen, teils schon g\u00e4nsehauterregenden Darstellung hervor, doch auch der Rest vom Cast musste sich nicht hinter seinem Glanzauftritt verstecken. Sei es nun eine tolle Monica Barbaro, die als Joan Baez ebenso \u00fcberzeugte oder ein Edward Norton, den ich tats\u00e4chlich erst beim dritten Hinschauen erkannt habe.<\/p>\n\n\n\n<p>&#8220;A Complete Unknown&#8221; beleuchtete nur einen recht \u00fcberschaubaren Lebensabschnitt seines Hauptprotagonisten, gab sich dabei aber in vielerlei Hinsicht gro\u00dfe M\u00fche und brachte die wesentlichen Dinge auf den Punkt. Wer sich auch nur ansatzweise f\u00fcr Dylan oder zumindest f\u00fcr gut gemachte Biografien interessiert, sollte hier auf jeden Fall einen Blick wagen. F\u00fcr mich war der Streifen eine packende, unterhaltsame und zuweilen zum Staunen animierende Angelegenheit, die bei nachtr\u00e4glichen Denken an die gro\u00dfartigen Songs mal wieder f\u00fcr Schauer auf dem R\u00fccken sorgt. Gro\u00dfartiges Kino mit einem noch gro\u00dfartigeren Hauptdarsteller!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-text-align-center has-larger-font-size wp-elements-7fe0e10d1a9d7b4874e0e00d68067292\"><strong>8,5\/10<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fotocopyright: Searchlight Pictures<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Inhalt Die USA in den fr\u00fchen 1960iger Jahren. Den jungen Robert Zimmermann verschl\u00e4gt es in das K\u00fcnstler-Milieu von New York, wo er mit seiner Gitarre, seinem Gesang und vor allem wegen seiner au\u00dfergew\u00f6hnlichen Texte schnell Aufmerksamkeit erh\u00e4lt. Unter dem Pseudonym Bob Dylan nimmt er bald seine erste Platte auf und die Kariere l\u00e4uft an\u2026 Fazit Eine gute Biografie steht und f\u00e4llt vor allem mit ihren Darstellern und hier konnte mich &#8220;A Complete Unknown&#8221; absolut begeistern. Timoth\u00e9e Chalamet verk\u00f6rpert den jungen Bob Dylan nicht nur mit extremer Hingabe, sondern punktet vor allem mit der immensen optischen \u00c4hnlichkeit zu seiner Figur. Wo hier andere Werke patzen, zog dieser Titel ab der ersten Sekunde seine volle Aufmerksamkeit auf sich und hielt seine Anziehungskraft bis zum bitteren Ende bei. Nat\u00fcrlich sollte man schon ein Faible f\u00fcr das Folk-Musikgenre bzw. in besondere auch die Werke von Dylan haben, da man sich sonst vielleicht nicht so gut mit dem Geschehen anfreunden kann. Mir als Fan des Ausnahmek\u00fcnstlers wurden (nicht nur wegen dem grandiosen Darsteller, auch selbstverst\u00e4ndlich wegen der sagenhaft performten St\u00fccke) s\u00e4mtliche offene T\u00fcren eingerannt und ich konnte f\u00fcr knappe 2,5 Stunden vollends im Treiben versinken. Das Pacing war hervorragend und exakt. Der recht ruhig, dialoglastige und \u00fcberhaupt sehr kleinlaute Film (im Bezug auf Wendungen, unn\u00f6tige Effekthascherei, etc.) zog fast schon hypnotisierend in seinen Bann und schilderte die wahre (Anfangs-)Geschichte von Dylan hervorragend, leicht verst\u00e4ndlich und trotz seltsamer Anwandlungen seiner Hauptfigur sehr greifbar. Man konnte sich gut in den Kopf des jungen Mannes hineindenken, seine Motivationen (im positiven, wie im negativen Sinne) vollends verstehen &#8211; wo ja grade bei seinen Texten nicht immer eindeutige Aussagen zum Besten gegeben werden. Es wurde au\u00dferdem recht verst\u00e4ndlich geschildert, wie einige seiner ber\u00fchmten Werke entstanden sind und in welchem Kontext sie zum ersten Mal vorgetragen wurden. Optisch wirkte der Film herrlich altbacken und trotzdem irgendwie auch modern. Der Look entsprach seiner dargestellten Epoche und kam dennoch recht edel und &#8220;teuer&#8221; daher. Bekannte Ansichten (z.B. bei Fotoshootings f\u00fcr Cover bekannter Alben) und ikonische Kost\u00fcme bauten eine gelungene Immersion auf, lie\u00dfen keinen Zweifel an der Handwerkskunst von James Mangold und seinem Team. Wie Eingangs erw\u00e4hnt, stach Timoth\u00e9e Chalamet mit seiner grandiosen, teils schon g\u00e4nsehauterregenden Darstellung hervor, doch auch der Rest vom Cast musste sich nicht hinter seinem Glanzauftritt verstecken. Sei es nun eine tolle Monica Barbaro, die als Joan Baez ebenso \u00fcberzeugte oder ein Edward Norton, den ich tats\u00e4chlich erst beim dritten Hinschauen erkannt habe. &#8220;A Complete Unknown&#8221; beleuchtete nur einen recht \u00fcberschaubaren Lebensabschnitt seines Hauptprotagonisten, gab sich dabei aber in vielerlei Hinsicht gro\u00dfe M\u00fche und brachte die wesentlichen Dinge auf den Punkt. 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Gro\u00dfartiges Kino mit einem noch gro\u00dfartigeren Hauptdarsteller! 8,5\/10 Fotocopyright: Searchlight Pictures<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":25855,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[5],"tags":[11,171,15,185],"class_list":["post-25854","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-filmbesprechungen","tag-besprechung","tag-biografie","tag-drama","tag-musik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25854","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=25854"}],"version-history":[{"count":4,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25854\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":25859,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/25854\/revisions\/25859"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/media\/25855"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=25854"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=25854"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/hard-boiled-movies.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=25854"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}